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Lästige Mücken loswerden: Welche Gerüche sie garantiert vertreiben

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Mücken nerven. Einige Arten stellen inzwischen sogar eine echte Gesundheitsgefahr dar. Zum Glück gibt es natürliche Mittel, die die Plagegeister effektiv vertreiben.

München – Sie sind klein, gemein und die ebenso unangenehme wie unvermeidliche Gesellschaft an heißen Sommerabenden. Mittlerweile sind unter den Mücken allerdings Exemplare unterwegs, deren Stiche sogar gefährliche Krankheiten übertragen können. Experten warnen inzwischen vor einer „besorgniserregende Ausbreitung“ von zwei Mückenarten in Deutschland.

Umso wichtiger ist es, sich die nervigen Plagegeister vom Leib zu halten. Bestimmte Pflanzen im Garten und auf dem Balkon sorgen dafür, dass die Blutsauger auf natürliche Weise abgeschreckt werden.

Mücken nerven. Einige Arten stellen inzwischen sogar eine echte Gesundheitsgefahr dar. Zum Glück gibt es natürliche Mittel, die die Plagegeister effektiv vertreiben. (Symbolbild)

Lästige Mücken loswerden: Diese Gerüche vertreiben Stechmücken garantiert

Es sind die weiblichen Mücken, um die sich zahlreiche Mythen ranken, die die Übeltäterinnen stellen. Sie benötigen Blut, um ihre Eier zu legen und sich fortzupflanzen. Neben Parfüm und anderen Duftstoffen zieht sie vor allem menschliche Gerüche an.

Bestimmte Körpergerüche sind für sie besonders anziehend. Eine US-amerikanische Studie, für die Forscher den Insekten ein „Buffet aus Menschengeruch“ anrichteten, ergab: Personen, die die in menschlichem Schweiß vorkommende Butansäure, Isovaleriansäure oder auch das auf der Haut gebildete Acetoin ausdünsten, sind besonders appetitlich für Stechmücken. Auch das von uns ausgeatmete Kohlendioxid wirkt verlockend auf die lästigen Insekten. Und sogar das Duschgel kann schuld daran sein, dass Mücken besonders gern zustechen.

Mit natürlichen Gerüchen lästige Mücken loswerden: Eucalyptus, Kokos und Mandel

Der Geruch einiger Pflanzen jedoch bewirkt das genaue Gegenteil – und hält die Blutsauger sicher auf Abstand. Am wenigsten anziehend fanden die Tiere der Studie zufolge Menschen, die sogenanntes Eucalyptol ausdünsten, also nach Eukalyptus riechen. Auch Kokos-, Mandel-, Wassermelonen- und Bourbon-Duft hielt die Insekten fern.

Doch nicht nur vor Aromen auf der menschlichen Haut, auch vor bestimmten Pflanzen für Garten und Balkon ergreifen Mücken die Flucht. Das Schöne: Die Aromen duften für die menschliche Nase sehr angenehm. Die Gewächse haben sogar einen doppelten Nutzen, da sie ideal in der Küche zur Verfeinerung von Speisen geeignet sind.

Was hilft gegen Mücken? Diese Pflanzen vertreiben die Plagegeister

  • Tomate 
  • Basilikum 
  • Eucalyptus
  • Rosmarin 
  • Pfefferminze 
  • Zitronenmelisse 
  • Katzenminze 
  • Knoblauch 
  • Bergamotte 
  • Gewürzlorbeer 
  • Pelargonie 
  • Salbei 
  • Sandelholz
  • Zitronengras 
  • Walnussbaum 
  • Weihrauch
  • Zeder
  • Zimt

Aromatisches Trio: Mit Tomate, Basilikum und Rosmarin lästige Mücken loswerden

Tomatenpflanzen halten aufgrund ihrer hohen Konzentration an ätherischen Ölen Mücken fern. Der Duft strömt aus Stängeln, Stielen und Blättern, die mit feinen Drüsenhaaren bedeckt sind. Tomatenblätter können auch auf der Haut verrieben oder im Schlafzimmer auf einem Teller auf dem Nachttisch platziert werden, um stechende Plagegeister fernzuhalten.

Eine andere Pflanze, die Mücken vertreibt und gut zu Tomaten passt, ist Basilikum. Und auch Rosmarin vertreibt Mücken. Pflanzen Sie die Sträucher entweder auf dem Balkon oder im Garten an – oder legen einige Zweige auf ein Gitter über ein Wind- oder Teelicht, damit die ätherischen Öle verdampfen und die Mücken fernhalten können.

Gerüche von Minze und Melisse schlagen Stechmücken in die Flucht

Auch Pfefferminze, Katzenminze und Zitronenmelisse helfen gegen die kleinen Blutsauger. Diese Pflanzen duften frisch und lecker für Menschen, aber Mücken mögen den Geruch überhaupt nicht. Der Effekt wird verstärkt, wenn die Blätter leicht zerrieben werden, um mehr ätherisches Öl freizusetzen. Man kann sie dann einfach in einer Schale auf den Balkontisch stellen.

Dekorativer Insektenschreck: Mit Lavendelsträuchern lästige Mücken loswerden

Dasselbe gilt auch für den Lavendel. Die angenehm riechenden Öle der Pflanze vertreibt sämtliche Insekten – neben nervigen Stechmücken auch Wespen, Fliegen und Motten sowie die Tigermücke, die sich auch in Deutschland immer weiter verbreitet – und ist mit seinen wunderschönen Blüten ein echter Hingucker.

Ciao Moskito: Ätherische Gerüche im Zitronengras schlagen Mücken in die Flucht

Zitronengras eignet sich nicht nur perfekt zum Würzen asiatischer Leckereien, es schlägt auch lästige Mücken in die Flucht. Hierfür sind wieder mal die ätherischen Öle verantwortlich, die am besten beim Zerreiben der Stängel freigesetzt werden.

Weitere Pflanzen, die Mücken fernhalten, sind Bergamotte, Gewürzlorbeer, Pelargonie, Salbei, Walnussbäume und Weihrauch. Zweige von Walnussbäumen können auch auf das Fensterbrett im Schlafzimmer gestellt werden, um vor Mücken zu schützen.

7 giftige Insekten, die dir deinen Badeausflug im Sommer verhageln

Asiatische Hornisse
„Im Gegensatz zu unserer heimischen Hornisse sind sie in der Lage, wie ein Hubschrauber in der Luft stehen zu bleiben“, sagt Expertin Loeper. Auffällig sei auch, dass sie rückwärts fliegen könnten.  © Axel Heimken/ dpa
Frühlingshafte Temperaturen in Südbrandenburg
Ölkäfer sollte man besser nicht anfassen, sondern lieber aus etwas Entfernung beobachten, sagt Lilith Stelzner, Naturschutzreferentin beim Landesverband des BUND. Denn das Gift der Käfer sei schon in einer geringen Konzentration tödlich.  © Frank Hammerschmidt/ dpa
Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke ist aggressiver als heimische Mücken und kann exotische Krankheiten übertragen. © Uwe Anspach/ dpa
Schnake auf Fensterscheibe
Die Schnake zählt zu den typischen Stechmücken. Übrigens hat es nichts mit besonders süßem Blut zu tun, ob sie dich stechen oder deine Freund:in. Viel eher liegt es nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen an deiner Hautflora (also körpereigenen Pilzen und Bakterien).  © Julian Stratenschulte/ dpa
Zeckensaison in Oregon
Wenn du durchs Gras rund um den Badesee läufst, könnte dich eine Zecke stechen. Bei steigenden Temperaturen und feuchtem Wetter werden die blutsaugenden Parasiten laut Niedersächsischem Landesgesundheitsamt (NLGA) aktiver.  © Robin Loznak/ dpa
Wespe am Fenster
Wespen können beliebig oft stechen, Bienen nur einmal in ihrem Leben (sie sterben, wenn der Stachel abbricht). Beide tun das eigentlich nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Trotzdem kann ein Stich lebensgefährlich sein: Im Mund- und Rachen­bereich kann er die Atmung behindern. Bei Allergiker:innen kann der Kreislauf zusammenbrechen.  © Arne Dedert/ dpa
Badespaß im Stadtpark
Eine unsichichtbare Gefahr sind Zekarien: Die winzigen Larven von Saugwürmern können sich am Ufer von Seen sammeln. Sie können Hautentzündungen verursachen, etwa gerötete Flecken, Juckreiz oder Quaddeln.  © Axel Heimken/ dpa

Lästige Mücken loswerden: Welche Gerüche sie garantiert vertreiben

Für diejenigen, die keinen grünen Daumen haben oder weder Balkon noch Garten besitzen, sind ätherische Öle das Anti-Mücken-Mittel der Wahl. Ein paar Tropfen Lavendel, Bergamotte, Minze oder Zitrone auf Bettwäsche oder Kleidung schützen vor Mücken. Duftkerzen oder Lampen mit diesen Düften können ebenfalls helfen, die Plagegeister fernzuhalten.

Kaffeesatz: Mit dem natürlichen Hausmittel Mücken loswerden

Neben den vielen heimischen Pflanzen, die Insekten verschrecken, gehört tatsächlich auch Kaffee zu den Düften, die Stechmücken überhaupt nicht mögen. Anstatt also den Kaffeesatz achtlos zu entsorgen, sollte man ihn lieber nutzen, um die Quälgeister fernzuhalten.

Rubriklistenbild: © Andreas Gora/IMAGO

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