Natürliche Schädlingsbekämpfung

Mit den richtigen Geranien verjagen Sie Mücken und Wespen

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Duftgeranien überzeugen weniger mit ihren auffälligen Blüten als mit einem verführerischen Geruch – wie die Zitronen-Geranie (Pelargonium crispum).
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Geranien sind als Blumen auf dem Balkon und im Garten häufig verpönt. Doch wer Duftgeranien pflanzt, kann mit ihrem Wohlgeruch auch Schädlinge verjagen.

Duftgeranien zeichnen sich wie ihre Verwandten, zum Beispiel Edel- oder Hängegeranien, nicht durch eine üppige Blütenpracht aus. Ihre inneren Werte liegen in dem angenehmen Geruch, den die Blätter der Pflanzen schon bei leichtem Wind oder Berührung verströmen. Es gibt hunderte Sorten und Hybriden – so duftet es mal nach Zitrone, ein andermal nach Nuss, Rose, Apfel oder Schokolade. Nicht nur der Duft ist vorteilhaft, die Geranien lassen sich auch in der Küche einsetzen. Und die richtigen Sorten sollen Schädlinge wie Stechmücken, Fliegen und Wespen vertreiben.

Die Zitronen-Geranie wirkt abschreckend auf Mücken & Co.

Die klassischen Balkongeranien zählen zwar zu den Lieblingsblumen der Deutschen, haben aber den Ruf, für Insekten kaum verwertbaren Pollen und Nektar zu liefern. Hier hilft es dann für das gute Gewissen nur, möglichst viele, tatsächlich bienenfreundliche Pflanzen dazwischen zu setzen. Neben nützlichen Insekten gibt es jedoch auch unerwünschte – zumindest diese, deren Stiche der Mensch fürchtet. Wer also häufiger mit einem Zwetschgenkuchen auf dem Balkon sitzt oder unter Lampions im Garten, der sollte über eine Bepflanzung mit Duftgeranien nachdenken.

Insbesondere die Zitronen-Geranie (Pelargonium crispum) soll Mücken, Bremsen und Wespen, aber auch lästige Fliegen vertreiben. Ihre Blüten sind klein und zart und der Gehalt an ätherischen Ölen in ihren Blättern so hoch, dass er auf die Plagegeister abstoßend wirkt. Die Öle der Duftgeranien dienen den Pflanzen dazu, sich vor Fraßfeinden zu schützen. Auf diese Weise werden sie auch von saugenden Schädlingen wie Blattläusen oder Spinnmilben zwar nicht ganz, aber eher gemieden als andere Geranienarten. Viele Arten haben im Handel eine entsprechende Kennzeichnung, nicht jede Sorte wirkt auf jede Insektenart. Es gilt außerdem: Mehr ist mehr. Für eine Insekten-abschreckende Wirkung sollte man wenigstens drei Duftgeranien im näheren Umfeld pflanzen.

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Die besten Anti-Mücken-Sorten von Duftgeranien

Zur Wahl stehen beispielsweise folgende Anti-Mücken-Sorten der Duftgeranien:

  • Pelargonium citrosum / crispum /citronella duften nach Zitronen
  • Pelargonium citriodorum riecht nach Orangen
  • Pelargonium graveolens duftet nach Rosen
  • Pelargonium abrotanifolium / quercifolia riecht nach Holz

Duftgeranien sind pflegeleicht, sie gedeihen in Sonne oder Halbschatten und sind recht unempfindlich gegenüber Trockenheit: Winzige Drüsenhaare an den Blättern verringern die Verdunstung. Im Sommer steigt der Wasserbedarf allerdings und die Geranien benötigen etwa einmal monatlich Dünger. Das Ausputzen welker Blätter und Blüten ist sinnvoll, um Krankheiten zu vermeiden.

Zehn Mücken und Bremsenarten, um die Sie einen großen Bogen machen sollten

Gemeine Stechmücke (Culex pipiens)
Die zu den Hausmücken zählende Gemeine Stechmücke (Culex pipiens) ist eine der häufigsten Arten in Deutschland. Sie kann vermutlich Viren von Vögeln auf den Menschen übertragen. © Westend61/Imago
Kriebelmücke auf Grashalm
Sie sieht aus wie eine Fliege: Spätestens, wenn eine der 57 Kriebelmückenarten in Deutschland schmerzhaft zubeißt, erkennt man seinen Irrtum. Es folgen starker Juckreiz, Schwellungen oder sogar Blutergüsse.  © Pond5 Images/Imago
Zwei Tigermücken auf Haut, eine mit Blut vollgesaugt
Die invasive Tigermücke wurde erstmals im Jahr 2007 in Deutschland nachgewiesen. Heute gibt es sie schon in mehreren Bundesländern. Sie trägt eine schwarz-weiße Musterung mit fünf weißen Streifen an den Hinterbeinen – und kann das Chikungunya- und Dengue-Virus auf den Menschen übertragen. © agefotostock/Imago
Ringelmücke Culiseta annulata an Blüte
Die sehr häufige Ringelmücke (Culiseta annulata) wird mit ihren etwa 13 Millimetern Körpergröße und den weißen Streifen oft mit der Tigermücke verwechselt. Ihr Stich ist sehr schmerzhaft. © blickwinkel/Imago
Asiatische Buschmuecke, Japanischer Buschmoskito Aedes japonicus
Ursprünglich in Asien heimisch, ist der Japanische Buschmoskito (Aedes japonicus) seit 2008 auch in Deutschland etabliert. Die Mücke könnte das West-Nil-Virus, das Dengue- und das Chikungunya-Virus übertragen. © blickwinkel/Imago
Stechmücke Aedes vexans
Die auch „Rheinschnake“ genannte Stechmücke Aedes vexans tritt in Feuchtgebieten und bei Überschwemmungen massenhaft auf. Sie kann das West-Nil-Virus übertragen. © blickwinkel/Imago
Gnitze, Bartmücke ( Ceratopogonidae ) auf Blatt
Die dämmerungs- und nachtaktiven Gnitzen (Bartmücken) sind mit etwa drei Millimetern sehr klein, mit rund 200 Arten in Deutschland aber auch sehr zahlreich. Stiche sind ziemlich schmerzhaft. © STAR-MEDIA / Imago
Pferdebremse (Tabanus sudeticus) sitzt auf einem Blatt
Eigentlich sieht die Pferdebremse (Tabanus sudeticus) eher unscheinbar aus. Aber ebenso wie die Rinderbremse kann sie mit ihren großen Mundwerkzeugen sehr empfindlich stechen. Erst entstehen Quaddeln, dann eine stark juckende Rötung. © IMAGO/M. Woike
Regenbremse (Haematopota pluvialis)
Die Regenbremse (Haematopota pluvialis) ist hierzulande die häufigste Bremsenart. Theoretisch kann sie Borreliose übertragen, daher sollte man Einstichstellen im Auge behalten. © Karina Hessland/Imago
Goldaugenbremse (Chrysops relictus)
An ihren schillernden Augen erkennt man die Goldaugenbremse (Chrysops relictus) recht gut. Sie bevorzugt beim Stechen die Hals- und Kopfregion. Juckende Stellen nicht aufkratzen! © Pond5 Images/Imago

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