Psychische Erkrankungen

Psychotische Depression: Vier Symptome, die bei Erkrankung auftreten können

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Zu einer klassischen Depression kann manchmal eine Psychose hinzukommen. Experten sprechen dann von einer psychotischen Depression. Betroffene leiden dabei unter einem Realitätsverlust.

Depressionen zählen laut Informationen der Deutschen Depressionshilfe zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Krankheiten. Dabei sind nach Angaben des Bundesministerium für Gesundheit ältere Menschen häufiger betroffen als jüngere sowie Frauen häufiger als Männer. Letztere unterscheiden sich von weiblichen Patienten zudem hinsichtlich der Symptomatik bei Depressionen, was die Diagnose bei Männern oftmals erschwert. Aber auch die unterschiedlichen Formen von Depressionen weisen verschiedene Beschwerden auf. So können Betroffene einer psychotischen Depression bisweilen unter Halluzinationen leiden.

Psychotische Depression: Betroffene leiden häufig unter Halluzinationen als Symptom

Wahnvorstellungen und Halluzinationen sind typische Beschwerden bei einer psychotischen Depression. (Symbolbild)

Die wohl bekannteste und „klassische“ Depressionsform ist die sogenannte unipolare Depression. Es handelt sich dabei um die häufigste Form der Depression, wie Stiftung Gesundheitswissen informiert. Sie lässt sich unter anderem an typischen Symptomen wie Niedergeschlagenheit, gedrückter Stimmung, Freud- und Interessenlosigkeit sowie Erschöpfung erkennen. Aber auch Schlafstörungen sind möglich. Verliert eine Person mit einer depressiven Störung zusätzlich das Bewusstsein für die Realität, leidet diese womöglich unter einer psychotischen Depression. So kommt in manchen Fällen zur Depression eine Psychose hinzu. Diese zeigt sich wiederum durch folgende zusätzlichen Symptome:

  • Wahnvorstellungen: Dabei handelt es sich um unrealistische Annahmen, die von anderen nicht bestätigt werden.
  • Halluzinationen: Betroffene glauben dann, etwas zu sehen oder zu hören, das in Wirklichkeit nicht da ist.
  • Paranoia: Patienten glauben, alle seien gegen sie. Oder dass andere Menschen der Meinung sind, sie seien der Grund für schlimme Ereignisse in ihrem Umfeld, wie etwa Krankheiten.
  • Verfolgungswahn: Manche Betroffene mit einer psychotischen Depression glauben zudem, sie selbst seien schlecht beziehungsweise böse und werden beobachtet oder gar verfolgt.

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Formen von Depressionen – und wie sie sich unterscheiden

Neben der psychotischen Depression gibt es noch weitere spezielle Formen der psychischen Erkrankung. Menschen mit einer agitierten Depression weisen beispielsweise eine gesteigerte motorische Aktivität auf. Betroffene leiden dann unter rastlosen Bewegungen, wiederholen ständig die gleichen Fragen oder teilen klagende Schilderungen über ihre Beschwerden. Eine hochfunktionale Depression zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass Patienten nach außen erfolgreich wirken, während sie im Inneren verzweifelt sind.

Depression: Mit zehn Lebensmitteln die Psyche stabilisieren

Äpfel
Nährstoffe beeinflussen unseren Gehirnstoffwechsel und sorgen für ein Gleichgewicht der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin. Sie regulieren körperliches Wohlbefinden, Glücksgefühle, Stressempfinden oder die Stimmung. Deshalb ist für Patienten mit Depression eine gesunde Ernährung mit entzündungshemmenden Lebensmitteln, vielen wichtigen Nährstoffen und guten Fetten wichtig. Sie kann dem Körper dabei helfen, die Balance wiederherzustellen. Äpfel liefern beispielsweise Bausteine für die Herstellung von Noradrenalin und können so die Psyche unterstützen. © Dieter Heinemann/IMAGO
Ananas
Noradrenalin ist vor allem in Stresssituationen wichtig. Es sorgt dafür, dass man sich aufmerksam und leistungsfähig fühlt. Ananas kann bei der Herstellung von Noradrenalin helfen und somit die Psyche unterstützen. © photo-poster/IMAGo
Hafer
Wenn es um Noradrenalin geht, dann kann auch Hafer bei der Produktion des Neurotransmitters und bei der Linderung von Depressionen helfen. Das Getreide liefert die nötigen Bausteine für seinen Aufbau. Hafer und Haferflocken sind außerdem glutenarm und gleichzeitig deutlich nährstoffreicher als alle anderen Getreidearten. © Timmary/IMAGO
Bananen
Bananen liefern nicht nur Bausteine für den Aufbau von Noradrenalin, sondern fördern auch die Produktion von Dopamin. Der Neurotransmitter ist auch als „Botenstoff des Glücks“ bekannt. Ein Mangel an dem Glückshormon kann zu den Ursachen einer Depression zählen. © OZMedia/IMAGO
Paprika
Paprika ist voll von Vitamin C, welches das Immunsystem stärkt, die Aufnahme von Eisen in den Blutkreislauf verbessert und antioxidativ wirkt. Es senkt somit nicht nur das Risiko für Krebs, sondern kann auch die Produktion von Dopamin anregen und bei Depressionen helfen. © algae/IMAGO
Karotten im Supermarkt
Genauso wie Bananen und Paprika können auch Karotten die Produktion von Dopamin fördern. Sie unterstützen jedoch nicht nur bei Depressionen, sondern stärken auch das Immunsystem und können eine Erhöhung des Cholesterinspiegels im Blut verhindern. © Ute Grabowsky/photothek.de/IMAGO
Avocado
Avocados schmecken nicht nur gut, sondern sind ebenfalls förderlich für die Produktion von Dopamin.  © imago stock&people/IMAGO
Mandeln
Auch Serotonin zählt zu den Botenstoffen, die unter anderem unsere Stimmung oder unser Stressempfinden regulieren. Mandeln können dafür sorgen, dass Ihr Serotoninspiegel ansteigt. © Science Photo Library/IMAGO
Eine Frau isst ein Stueck Schokolade.
Dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von über 80 Prozent ist gut für Ihren Serotoninspiegel. Zudem hat sie einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System und eignet sich für Abnehmwillige. © Thomas Trutschel/photothek via www.imago-images.de
Feigen
Zu guter letzt zählen auch Feigen zu den Stimmungsaufhellern unter den Lebensmitteln. Auch sie können den Serotoninspiegel anheben. © Sevablsv/IMAGO

Sie sind depressiv? Bei der Telefon-Seelsorge bekommen Sie rund um die Uhr Hilfe – an jedem Tag im Jahr: Rufen Sie 0800 1110111 oder 0800 1110222 an. Der Anruf ist kostenfrei. Ihre Telefonnummer wird nicht übertragen und Sie müssen Ihren Namen nicht sagen. Das Gespräch dauert so lange wie nötig.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © imagebroker/begsteiger/IMAGO

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