VonJudith Braunschließen
Zu einer klassischen Depression kann manchmal eine Psychose hinzukommen. Experten sprechen dann von einer psychotischen Depression. Betroffene leiden dabei unter einem Realitätsverlust.
Depressionen zählen laut Informationen der Deutschen Depressionshilfe zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Krankheiten. Dabei sind nach Angaben des Bundesministerium für Gesundheit ältere Menschen häufiger betroffen als jüngere sowie Frauen häufiger als Männer. Letztere unterscheiden sich von weiblichen Patienten zudem hinsichtlich der Symptomatik bei Depressionen, was die Diagnose bei Männern oftmals erschwert. Aber auch die unterschiedlichen Formen von Depressionen weisen verschiedene Beschwerden auf. So können Betroffene einer psychotischen Depression bisweilen unter Halluzinationen leiden.
Psychotische Depression: Betroffene leiden häufig unter Halluzinationen als Symptom
Die wohl bekannteste und „klassische“ Depressionsform ist die sogenannte unipolare Depression. Es handelt sich dabei um die häufigste Form der Depression, wie Stiftung Gesundheitswissen informiert. Sie lässt sich unter anderem an typischen Symptomen wie Niedergeschlagenheit, gedrückter Stimmung, Freud- und Interessenlosigkeit sowie Erschöpfung erkennen. Aber auch Schlafstörungen sind möglich. Verliert eine Person mit einer depressiven Störung zusätzlich das Bewusstsein für die Realität, leidet diese womöglich unter einer psychotischen Depression. So kommt in manchen Fällen zur Depression eine Psychose hinzu. Diese zeigt sich wiederum durch folgende zusätzlichen Symptome:
- Wahnvorstellungen: Dabei handelt es sich um unrealistische Annahmen, die von anderen nicht bestätigt werden.
- Halluzinationen: Betroffene glauben dann, etwas zu sehen oder zu hören, das in Wirklichkeit nicht da ist.
- Paranoia: Patienten glauben, alle seien gegen sie. Oder dass andere Menschen der Meinung sind, sie seien der Grund für schlimme Ereignisse in ihrem Umfeld, wie etwa Krankheiten.
- Verfolgungswahn: Manche Betroffene mit einer psychotischen Depression glauben zudem, sie selbst seien schlecht beziehungsweise böse und werden beobachtet oder gar verfolgt.
Formen von Depressionen – und wie sie sich unterscheiden
Neben der psychotischen Depression gibt es noch weitere spezielle Formen der psychischen Erkrankung. Menschen mit einer agitierten Depression weisen beispielsweise eine gesteigerte motorische Aktivität auf. Betroffene leiden dann unter rastlosen Bewegungen, wiederholen ständig die gleichen Fragen oder teilen klagende Schilderungen über ihre Beschwerden. Eine hochfunktionale Depression zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass Patienten nach außen erfolgreich wirken, während sie im Inneren verzweifelt sind.
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