Eine echte Berühmtheit

Kater miaut wie ein Kontrabass: Seltene Krankheit bewirkt bei Kater kuriose Stimmlage

  • schließen

Auf den ersten Blick ist Jack ein normales Kätzchen. Erst beim genauen Hinhören fällt auf, dass der Kater eine kuriose Eigenschaft hat: Seine Stimme ist richtig tief.

Ein schwarz-weißer Kater steht auf einer Küchentheke. Gut, dort mag er nicht hingehören und auch etwas dünn sieht er aus – was ihn aber aus der Menge der vielen Katzen in den sozialen Medien herausstechen lässt, erkennen die Zuschauer erst, wenn der zutrauliche Stubentiger anfängt, zu miauen. Seine Stimme ist so tief, dass man beim ersten Hinhören annehmen könnte, dass es sich hier um eine akustische Manipulation handelt. Fast unterliegt man dem Glauben, hinter dem Mikro säße ein Mann, der auf absurde Weise versucht, das Miau einer Katze zu imitieren.

Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Aufgrund einer seltenen Erkrankung hat Kater Jack eine tiefe Stimme

Bei Kater Jack führt eine Erkrankung dazu, dass er eine selten tiefe Stimmlage hat. (Symbolbild)

Doch der Grund für Kater Jacks besonders tiefes Miauen ist ein anderer: Er leidet unter einer sehr seltenen Form der Kehlkopflähmung, wie unter dem viralen Video auf YouTube zu lesen ist. Auch wenn der Clip bereits älter ist, fasziniert er noch immer zahlreiche User. Nach seiner ersten Operation habe sich seine Stimme auf diese Weise verändert, ist dort weiter zu lesen.

Kehlkopflähmung bei Katzen

Eine Kehlkopflähmung, auch als Stimmbandlähmung oder Stimmfaltenlähmung bezeichnet, ist eine progressive Lähmung der Kehlkopfmuskulatur. Sie kann zu Atembeschwerden, Atemnot und auch zum Tod durch Erstickung führen.

Die Symptome der Erkrankung reichen von anfänglichen Stimmveränderungen wie heiserem Bellen, über Würgen oder Husten nach dem Fressen bis zu Konditionsschwäche und einer verstärkt erschwerten Atmung. Die Krankheit kann sich über Monate oder Jahre einschleichen, weshalb die Symptome nur sehr langsam auftreten. Meist fallen Tierhaltern Atemgeräusche auf, die sie nicht zuordnen können. Ist dies der Fall, ist die Krankheit oft bereits fortgeschritten.

Wird die Kehlkopflähmung korrekt diagnostiziert, entscheidet sich der Tierarzt häufig für eine Operation. Dadurch fällt den Tieren die Atmung wieder leichter. Der etwa 30-minütige Eingriff stellt in 90 Prozent der Fälle eine Beschwerdefreiheit her.

Bedauerlicherweise wird die Kehlkopflähmung oftmals nicht erkannt und die Tiere werden infolge meist fälschlicherweise wegen Herzerkrankungen behandelt.

Zehn spannende Fakten über Katzen, die selbst die coolsten Kater zum Schnurren bringen

Zwei niedliche weiße und rote Kätzchen sitzen auf dem Boden vor einer Backsteinmauer.
Was viele Katzenhalter nicht wissen: Erwachsene Katzen miauen eigentlich nicht mehr. Der spezielle Katzenlaut, den Kitten als Signal an ihre Mutter von sich geben, ist Experten zufolge im Erwachsenenalter ausschließlich für Menschen bestimmt. Forscher gehen davon aus, dass sie Betonung und Melodie daran anpassen, was sie erreichen wollen. Mit ihren Artgenossen kommunizieren Katzen über ihre Körpersprache. © Pond5/Imago
Nahaufnahme vom Gesicht einer hellen Katze, die aus dem Fenster zu schauen scheint.
An den Schnurrhaaren einer Katze kann man ihre Stimmung ablesen: Hängen die feinen Härchen nach unten, ist die Katze entspannt. Richten sie sich nach vorne, könnte es sein, dass Ihre Mieze verärgert ist. Sind die Schnurrhaare nach hinten gebogen und liegen eng am Körper an, empfindet die Katze Angst oder bereitet sich auf einen Angriff vor. Richtet der Stubentiger seine Schnurrhaare dagegen nach vorne und fächert sie weit auf, bedeutet das, dass er aufmerksam und aktionsbereit ist. Wussten Sie außerdem, dass die sogenannten Vibrissen nicht nur im Gesicht, sondern auch an den Vorderläufen zu finden sind? © YAY Images/Imago
Rote Katze sitzt abends auf der Holzterrasse einer Blockhütte.
Während dreifarbige Katzen fast immer weiblich sind, gehören rote Katzen meist dem männlichen Geschlecht an. Der Grund dafür liegt bei beiden in der Weitergabe der Gene verborgen. © imagebroker/Imago
Nahaufnahme einer Katzennase.
Die Nase einer Katze ist ein echtes Naturwunder – sie sorgt nicht nur für eine, sondern gleich für verschiedene Überraschungen. Zum einen ist der Nasenabdruck jeder Katze einzigartig, ähnlich einem menschlichen Fingerabdruck. Zum anderen sorgen etwa 60 Millionen Riechzellen in diesem Sinnesorgan dafür, dass die Katze den Menschen um das Dreifache übertrumpft. Außerdem kann die Nase einer Katze so einiges über ihre Gesundheit aussagen. Ist sie dauerhaft trocken oder läuft, sollten Sie dies tierärztlich abklären lassen. Nicht zuletzt können vor allem helle Katzennasen ihre Farbe ändern: Wildes Spiel, Stress oder Aufregung lassen aus einem zarten Rosa kräftiges Pink werden. © Pond5/Imago
Junge Frau kuschelt mit ihrer Katze.
Katzen erheben Besitzansprüche an ihren Menschen: Mithilfe verschiedener Duftdrüsen, die in ihren Wangen, Pfoten und Flanken sitzen, markieren sie ihre Halter als Eigentum. Somit hinterlassen sie für andere Miezen eine Duft-Botschaft, die verdeutlichen soll, dass dieser Mensch bereits vergeben ist. © blickwinkel/Imago
Eine rote Katze gähnt herzhaft, während sie im Garten sitzt.
Sowohl in ihrem Aufbau als auch in ihrer Funktion ist eine Katzenzunge einzigartig. Wer schon einmal von einer Katze abgeleckt wurde, weiß, dass sie einem Schmirgelpapier gleicht. Der Grund dafür sind winzige Stacheln, sogenannte Fadenpapillen, die aus nach hinten gebogenen Zähnchen aus Horn bestehen. Damit sind Katzen beispielsweise in der Lage, noch so kleine Fleischreste von einem Knochen zu schlecken. Die wohl größte Bedeutung hat die Zunge allerdings für die Fellpflege: Mithilfe der winzigen Zähne können Katzen ihre Zunge als eine Art Kamm einsetzen. Übrigens: Süßes können Katzen nicht schmecken. © Pond5/Imago
Eine Katze leckt ihre Lippen nach dem Essen frisch blühender Katzenminze.
Die Katzenminze trägt ihren Namen nicht umsonst: Denn Katzen lieben das Katzenkraut, insbesondere die Echte Katzenminze. Ihre berauschende Wirkung sorgt dafür, dass die Stubentiger einfach nicht genug davon bekommen können. Grund dafür ist der Duftstoff Nepectalaton, den die Pflanze zur Abwehr von Insekten einsetzt. © Pond5/Imago
Eine Nahaufnahme einer süßen orangefarbenen Katze, die auf dem Boden schläft.
Katzen verschlafen den Großteil ihres Tages. Schätzungen zufolge dösen die Miezen etwa 14 bis 16 Stunden am Tag und etwa 70 Prozent ihrer Lebenszeit. Ein ganz schön gemütliches Leben, oder? © Pond5/Imago
Eine niedliche flauschige Katze mit blauen Augen liegt auf einem grauen Sofa.
Weiße Katzen mit blauen Augen tendieren nicht nur zu Taubheit, sondern auch zu Blindheit. Die Ursache hierfür ist eine Anomalie im Erbgut. Man geht davon aus, dass 60 bis 80 Prozent aller Katzen mit dieser Farbkombination blind sind. Aus diesem Grund dürfen zwei reinweiße Katzen in Deutschland nicht verpaart werden. © Pond5/Imago
Eine getigerte Katze liegt auf einem Glastisch und lässt ihre Pfoten hängen.
Die älteste Katze der Welt erreichte ein unglaubliches Alter von 38 Jahren. „Creme Puff“ wurde 1967 geboren und starb 2005, drei Tage nach ihrem Rekord-Geburtstag. Damit schaffte es die Samtpfote sogar ins Guinness-Buch der Rekorde. (Symbolbild) © Pond5/Imago

Bei Jack wurde die Krankheit zum Glück rechtzeitig erkannt und operiert. Eine nicht genauer bekannte Komplikation führte schließlich zu seiner berühmten tiefen Stimmlage. Fast 38 Millionen Menschen haben das Video, das auf dem Account Cash Cat Flava gepostet wurde, bereits angesehen. Einige fragen sogar, wie es Jack aktuell geht und wollen mehr über ihn erfahren.

Begeisterte Kommentare: „Was für ein vornehmer Herr“

Mit seinem ungewöhnlichen Miauen scheint Jack selbst kein Problem zu haben – auch sein Besitzer liebt ihn dafür offensichtlich umso mehr. Und damit ist der Katzenbesitzer nicht alleine: In zahlreichen YouTube-Nutzern hat Jack treue Fans gefunden, die in der Kommentar-Spalte überraschte bis begeisterte Rückmeldungen hinterlassen.

  • „Seine Stimme ist nicht nur tiefer als die der meisten Katzen, sie ist auch tiefer als die der meisten Menschen.“
  • „Nichts hätte mich darauf vorbereiten können, wie tief sein Miauen war.“
  • „Ich kann nicht aufhören zu lachen, weil er einfach so süß aussieht und dann sagt er ‚Miau!‘“
  • „Jack ist so erstaunt, dass er mehrmals ‚Woah‘ sagt.“
  • „Was es so seltsam macht, ist, dass es keine Katzenstimme ist. Nicht nur kein Katzenmiauen, sondern auch so viel tiefer. Es ist eine menschliche Stimme. Eine tiefe, unheimliche, menschliche Stimme. Er scheint liebenswert zu sein.“
  • „Wir brauchen mehr Katzen wie Jack, ein echtes Vorbild.“

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Eine weitere Mieze, die nicht nur mit ihrem majestätischen Erscheinungsbild, sondern vor allem mit ihrer Stimme überrascht, finden Sie hier.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

Kommentare