VonLarissa Strohbuschschließen
Das Kind holt sich seine Vitamine selbst: Mit einem Naschgarten pflückt sich der Nachwuchs Gesundes direkt aus dem Gemüsebeet oder vom Beerenstrauch.
Hand hoch, wer hat früher am liebsten aus Omas Gemüsebeet genascht? Nichts schmeckt besser, als Obst und Gemüse, das frisch aus dem Garten gepflückt wird. Gerade Kinder stocken so spielend leicht ihren Vitamin-Haushalt auf. Nur eines ist noch besser als der Naschgarten der (Groß-)Eltern: Wenn das Kind sein eigenes kleines Naschbeet anlegt und pflegt. Ob Sie nun ein süßes Schlaraffenland für alle schaffen oder gemeinsam mit Ihrem Kind gärtnern – wir verraten Ihnen, wie es gelingt.
Was müssen Sie beim Anlegen eines Naschgartens beachten?
Beim Gärtnern mit Kindern gibt es nur eine Grundregel: Ihr Garten muss einfach und pflegeleicht gestaltet sein. Dementsprechend wenig müssen Sie bei einem Naschgarten beachten. Wählen Sie einen sonnigen Platz dafür aus und füllen Sie das neue Beet mit torffreier Bio-Universalerde (werblicher Link). Soll Ihr Kind sich selbst um den Anbau kümmern, achten Sie darauf, dass es an alle Bereiche gut dran kommt. Auch ein Wasseranschluss in Beetnähe ist praktisch. So muss der Nachwuchs zum einen die schwere Gießkanne nicht zu weit schleppen. Und zum anderen kann er die frisch gepflückten Erzeugnisse gleich vor Ort waschen.
Wer kein (zusätzliches) Beet anlegen will, kann zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen und eine Wildobsthecke anpflanzen. Hier liefert Ihr Sichtschutz eine leckere Ernte. Sie besitzen gar keinen Garten? Sie können fast alles auch auf einem Naschbalkon anbauen – sogar Obst!
Pflanzen fürs Naschbeet
Wenn Sie für Ihr Kind ein Naschbeet anlegen, wählen Sie Obst und Gemüse, das Ihr Nachwuchs gerne mag. Vorteilhaft ist natürlich auch, wenn Sie ausschließlich Erzeugnisse wählen, die roh verzehrbar sind. Es macht zwar Spaß, Kartoffeln zu setzen – nebenbei vernaschen lassen sich diese allerdings nicht. Gärtnert Ihr Kind allein, sollten die Pflanzen möglichst pflegeleicht sein und schnell Früchte tragen. Karotten brauchen zum Beispiel recht lange, bis sie erntereif sind. Zu guter Letzt empfiehlt es sich, auf passende Beetfreunde zu achten. Manches Gemüse kann sich schlichtweg nicht riechen und erzeugt aus Protest weniger schmackhafte Früchte.
Vorteilhaft im Naschbeet sind:
- Erdbeeren
- Brombeeren, mache Züchtungen besitzen keine Stacheln
- Himbeeren
- Johannisbeeren
- Heidelbeeren
- Säulenobstbäume wie Äpfel, Kirschen oder Pflaumen
- Radieschen
- Physalis
- Schnittlauch
- Karotten
- Cocktailtomaten
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