VonNatalie Hull-Deichselschließen
Die Corona-Variante XEC verbreitet sich zunehmend. Wie Sie Ihr Immunsystem mit einfachen Methoden stärken und sich vor einer Ansteckung schützen können.
Die Corona-Variante XEC rückt derzeit in Deutschland verstärkt in den Fokus, da sie maßgeblich zu dem aktuellen Anstieg der Infektionszahlen beiträgt. Die Symptome sollen denen einer Grippe ähneln, auch Magen-Darm-Beschwerden können auftreten. Obwohl sich XEC schnell verbreitet, wird das Risiko für die öffentliche Gesundheit nicht als besorgniserregend eingestuft. „Die Zahl schwer verlaufender Atemwegsinfektionen liegt auf dem Niveau der Vorjahre“, heißt es im Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) (Stand: 40 Kalenderwoche). Dennoch raten Mediziner dazu, die Abwehrkräfte zu stärken, um sich besser gegen Infektionen zu schützen. Fünf Tipps, wie Ihnen dies besser gelingen kann.
1. Vitamine und Spurenelemente als Immunsystem-Booster
Eine ausgewogene Ernährung spielt laut der Krankenkasse AOK eine entscheidende Rolle für ein starkes Immunsystem. Wie gut der Körper gegen Viren und Bakterien gewappnet ist, wird zwar maßgeblich von den Genen bestimmt, doch bestimmte Nährstoffe können maßgeblich Einfluss nehmen, indem sie beispielsweise als Radikalfänger wirken und wichtige Immunreaktionen unterstützen. Vitamine und Spurenelemente wie Vitamin A, B, C, D, E sowie Zink und Selen unterstützen die Abwehrkräfte besonders:
- Vitamin A trägt zum Schutz der Haut und Schleimhäute bei.
- B-Vitamine fördern das Zellwachstum und reduzieren oxidativen Stress.
- Vitamin C stärkt die Abwehrzellen und trägt zur Bildung weißer Blutkörperchen bei.
- Vitamin D aktiviert die Abwehrzellen.
- Vitamin E schützt die Zellmembranen vor freien Radikalen.
- Zink und Selen sind wichtig für die Immunreaktion und helfen, Infektionen abzuwehren.
Diese Lebensmittel bieten eine Vielzahl an Vitaminen und Spurenelementen, die in der kalten Jahreszeit helfen, das Immunsystem zu unterstützen:
- Karotten: Reich an Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird und für die Hautgesundheit und das Immunsystem wichtig ist.
- Grünkohl: Enthält Vitamin A, B-Vitamine (wie B6 und Folat), Vitamin C und Vitamin E. Grünkohl ist auch eine gute Quelle für Zink, das das Immunsystem stärkt.
- Hokkaido-Kürbis: Liefert reichlich Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) und enthält Vitamin C sowie B-Vitamine.
- Pilze (besonders Champignons): Enthalten Vitamin D, das im Herbst und Winter wichtig wird, wenn die Sonneneinstrahlung geringer ist. Pilze enthalten auch B-Vitamine und Selen.
- Rosenkohl: Reich an Vitamin C, Vitamin K und Folsäure (ein B-Vitamin). Zudem enthält er eine moderate Menge an Zink.
- Rotkohl: Liefert Vitamin C, B-Vitamine und ist eine Quelle für Vitamin E, das antioxidative Eigenschaften hat.
- Walnüsse: Eine wertvolle Quelle für Vitamin E, Zink und Selen, das für die Schilddrüsenfunktion wichtig ist.
- Rote Bete: Enthält B-Vitamine, Vitamin C und eine gute Menge an Zink und Selen, die beide das Immunsystem stärken.
Immunsystem stärken und so Grippe bis Corona vorbeugen – acht einfache Regeln




2. Stressreduktion und Schlaf für ein gut funktionierendes Immunsystem
Stress kann das Immunsystem schwächen, da das Stresshormon Cortisol die Abwehrkräfte hemmt. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können helfen, den Stresspegel zu senken. Auch ausreichend Schlaf ist für ein gut funktionierendes Immunsystem essenziell: „Kurzfristiger Schlafmangel beeinträchtigt beispielsweise die Funktion der sogenannten T-Zellen, die infizierte Körperzellen beseitigen und auf diese Weise verhindern, dass sich etwa ein Virus zu stark im Körper ausbreitet“, heißt es vonseiten der AOK. Experten empfehlen für Erwachsene im Durchschnitt mindestens 7,5 Stunden Schlaf pro Nacht.
3. Bewegung und Ausdauertraining stärken die Abwehrkräfte
Regelmäßige Bewegung, insbesondere Ausdauertraining, kann die Abwehrkräfte stärken. Sportliche Aktivitäten wie Laufen oder Walken bringen den Kreislauf in Schwung und fördern die Immunabwehr. Bewegung an der frischen Luft unterstützt zudem die Lungenfunktion, was besonders in der kalten Jahreszeit ab Herbst wichtig ist. Achten Sie darauf, sich den Außentemperaturen entsprechend angemessen zu kleiden, um Erkältungen zu vermeiden.
4. Hygienemaßnahmen zur Infektionsvermeidung
Einfache Hygienemaßnahmen können das Ansteckungsrisiko erheblich reduzieren. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen, am besten 20 bis 30 Sekunden lang, ist eine effektive Methode, um Viren und Bakterien fernzuhalten. In öffentlichen Verkehrsmitteln und bei großen Menschenansammlungen ist das Tragen einer gut sitzenden FFP2-Maske empfehlenswert.
5. Saunieren, Wechselduschen und Verzicht auf schädliche Stoffe
Weitere Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems umfassen das Saunieren und Wechselduschen, die den Kreislauf anregen und die Wärmeregulation trainieren. Verzicht auf Alkohol und Zigaretten ist ebenfalls ratsam, da diese Stoffe die Abwehrkräfte schwächen. Eine gesunde Lebensweise kann die Anfälligkeit für Infektionen verringern.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
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