Gesund durch die kalten Tage

Neue Corona-Variante – Schutzmaßnahmen, die Sie ergreifen können

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Die Corona-Variante XEC verbreitet sich zunehmend. Wie Sie Ihr Immunsystem mit einfachen Methoden stärken und sich vor einer Ansteckung schützen können.

Die Corona-Variante XEC rückt derzeit in Deutschland verstärkt in den Fokus, da sie maßgeblich zu dem aktuellen Anstieg der Infektionszahlen beiträgt. Die Symptome sollen denen einer Grippe ähneln, auch Magen-Darm-Beschwerden können auftreten. Obwohl sich XEC schnell verbreitet, wird das Risiko für die öffentliche Gesundheit nicht als besorgniserregend eingestuft. „Die Zahl schwer verlaufender Atemwegsinfektionen liegt auf dem Niveau der Vorjahre“, heißt es im Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) (Stand: 40 Kalenderwoche). Dennoch raten Mediziner dazu, die Abwehrkräfte zu stärken, um sich besser gegen Infektionen zu schützen. Fünf Tipps, wie Ihnen dies besser gelingen kann.

1. Vitamine und Spurenelemente als Immunsystem-Booster

Wer nachweislich an Corona erkrankt ist, sollte bestmöglich den Kontakt zu anderen Menschen reduzieren und sich vollständig auskurieren.

Eine ausgewogene Ernährung spielt laut der Krankenkasse AOK eine entscheidende Rolle für ein starkes Immunsystem. Wie gut der Körper gegen Viren und Bakterien gewappnet ist, wird zwar maßgeblich von den Genen bestimmt, doch bestimmte Nährstoffe können maßgeblich Einfluss nehmen, indem sie beispielsweise als Radikalfänger wirken und wichtige Immunreaktionen unterstützen. Vitamine und Spurenelemente wie Vitamin A, B, C, D, E sowie Zink und Selen unterstützen die Abwehrkräfte besonders:

  • Vitamin A trägt zum Schutz der Haut und Schleimhäute bei.
  • B-Vitamine fördern das Zellwachstum und reduzieren oxidativen Stress.
  • Vitamin C stärkt die Abwehrzellen und trägt zur Bildung weißer Blutkörperchen bei.
  • Vitamin D aktiviert die Abwehrzellen.
  • Vitamin E schützt die Zellmembranen vor freien Radikalen.
  • Zink und Selen sind wichtig für die Immunreaktion und helfen, Infektionen abzuwehren.

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Diese Lebensmittel bieten eine Vielzahl an Vitaminen und Spurenelementen, die in der kalten Jahreszeit helfen, das Immunsystem zu unterstützen:

  • Karotten: Reich an Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird und für die Hautgesundheit und das Immunsystem wichtig ist.
  • Grünkohl: Enthält Vitamin A, B-Vitamine (wie B6 und Folat), Vitamin C und Vitamin E. Grünkohl ist auch eine gute Quelle für Zink, das das Immunsystem stärkt.
  • Hokkaido-Kürbis: Liefert reichlich Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) und enthält Vitamin C sowie B-Vitamine.
  • Pilze (besonders Champignons): Enthalten Vitamin D, das im Herbst und Winter wichtig wird, wenn die Sonneneinstrahlung geringer ist. Pilze enthalten auch B-Vitamine und Selen.
  • Rosenkohl: Reich an Vitamin C, Vitamin K und Folsäure (ein B-Vitamin). Zudem enthält er eine moderate Menge an Zink.
  • Rotkohl: Liefert Vitamin C, B-Vitamine und ist eine Quelle für Vitamin E, das antioxidative Eigenschaften hat.
  • Walnüsse: Eine wertvolle Quelle für Vitamin E, Zink und Selen, das für die Schilddrüsenfunktion wichtig ist.
  • Rote Bete: Enthält B-Vitamine, Vitamin C und eine gute Menge an Zink und Selen, die beide das Immunsystem stärken.

Immunsystem stärken und so Grippe bis Corona vorbeugen – acht einfache Regeln

Frau hält Glas Wasser in der Hand.
Wer ausreichend trinkt, hält die Schleimhäute in Mund und Rachen feucht. Das ist wichtig, weil diese die erste Schutzbarriere des Körpers gegen Viren und Bakterien darstellen. Trocknen die Schleimhäute aus, können Viren leichter andocken und sich einen Weg in den Körper bahnen. Auch das Lutschen von Bonbons hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten.  © Tanya Yatsenko/Imago
Korb voll mit Gemüse und Obst
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse sorgt dafür, dass dem Körper wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zugeführt werden. Es wird vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen einem gesunden Darm und einem gesunden Immunsystem besteht, denn ein Großteil der Antikörper produzierenden Zellen befinden sich im Darm, informiert das Portal München Klinik, der Gesundheitsversorger der Stadt München. © Oleksandr Latkun/Imago
Frau krault im Schwimmbad
Auch Bewegung macht uns weniger anfällig für Krankheitserreger. Mitverantwortlich ist die antientzündliche Wirkung von Sport und Bewegung auf unseren Körper. Davon profitiert auch unser Immunsystem, so Professor Karten Krüger von der Justus-Liebig-Universität in Giessen im Interview mit der Krankenkasse BKK Provita. Sein Forschungsgebiet: Die Wirkung von Bewegung auf unser Immunsystem. Ihm zufolge wird man seltener krank und übersteht eine Erkrankung besser, wenn man sich regelmäßig bewegt, gut schläft, sich ausgewogen ernährt und ein gutes Stressmanagement pflegt.  © Imago
Hand, die Weinglas und Zigarette hält
Inhaltsstoffe in Zigarettenrauch und Alkohol blockieren die körpereigene Abwehr und machen uns so anfälliger für Krankheiten. Nach einer durchzechten Nacht kann das Immunsystem Studien zufolge sogar bis zu 24 Stunden lang nicht wie gewohnt arbeiten, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auch Rauchen fördert wie Alkohol Entzündungsprozesse im Körper, was eine erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsinfekte zur Folge haben kann. Zudem trocknet Zigarettenrauch die Schleimhäute aus, was deren Abwehrkraft abschwächt.  © macondo/Imago
Frau öffnet das Fenster zum Lüften
Vor allem im Herbst und im Winter sollten Sie regelmäßig lüften. Denn trockene Heizungsluft trocknet die Schleimhäute in Mund und Nase aus. Diese stellen die erste Barriere für Viren und Bakterien dar. Im ausgetrockneten Zustand sind die Schleimhäute weniger widerstandsfähig. © Roman Möbius/Imago
Wanderweg im Bergischen Land nahe der Müngstener Brücke
Bewegung an der frischen Luft stärkt unsere Atemwege. Auch das Immunsystem profitiert, weil über die Haut durch Kontakt mit Sonnenlicht Vitamin D produziert wird. „Es ist wissenschaftlich unstrittig, dass eine ausreichende Vitamin D-Versorgung zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Auch zeigen Studien, dass Menschen mit einer unzureichenden Vitamin D-Versorgung ein erhöhtes Risiko für akute Atemwegsinfekte aufweisen und von der Gabe von Vitamin D-Präparaten profitieren können“, heißt es in einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung.  © Olaf Döring/Imago
Gestresste Frau im Büro
Stress ist ein wahrer Immunkiller. Durch die Ausschüttung von Stresshormonen verlieren die Immunzellen die Fähigkeit, sich zu vermehren, um Krankheitserreger abzutöten. Auch die Menge an Antikörpern in unserem Speichel verringert sich, so eine Information des Universitätsspitals Zürich.  © Joseffson/Imago
Frau schaltet den Wecker aus
Ausreichend Schlaf zählt zu den Grundpfeilern eines intakten Immunsystems. Wissenschaftler der Universität Tübingen und der Universität Lübeck konnten dem ärztlichen Journal zufolge zeigen, dass bereits nach drei Stunden ohne Schlaf die Funktion der T-Zellen beeinträchtigt war. „T-Zellen zirkulieren ständig im Blutkreislauf und suchen nach Erregern. Die Adhäsion (Anmerkung der Redaktion: bedeutet so viel wie „Haftkraft“) an andere Zellen erlaubt ihnen dabei, im Körper zu wandern und beispielsweise an infizierte Zellen anzudocken, um sie anschließend zu beseitigen“, sagt Erstautor Stoyan Dimitrov.  © Oleksandr Latkun/Imago

2. Stressreduktion und Schlaf für ein gut funktionierendes Immunsystem

Stress kann das Immunsystem schwächen, da das Stresshormon Cortisol die Abwehrkräfte hemmt. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können helfen, den Stresspegel zu senken. Auch ausreichend Schlaf ist für ein gut funktionierendes Immunsystem essenziell: „Kurzfristiger Schlafmangel beeinträchtigt beispielsweise die Funktion der sogenannten T-Zellen, die infizierte Körperzellen beseitigen und auf diese Weise verhindern, dass sich etwa ein Virus zu stark im Körper ausbreitet“, heißt es vonseiten der AOK. Experten empfehlen für Erwachsene im Durchschnitt mindestens 7,5 Stunden Schlaf pro Nacht.

3. Bewegung und Ausdauertraining stärken die Abwehrkräfte

Regelmäßige Bewegung, insbesondere Ausdauertraining, kann die Abwehrkräfte stärken. Sportliche Aktivitäten wie Laufen oder Walken bringen den Kreislauf in Schwung und fördern die Immunabwehr. Bewegung an der frischen Luft unterstützt zudem die Lungenfunktion, was besonders in der kalten Jahreszeit ab Herbst wichtig ist. Achten Sie darauf, sich den Außentemperaturen entsprechend angemessen zu kleiden, um Erkältungen zu vermeiden.

4. Hygienemaßnahmen zur Infektionsvermeidung

Einfache Hygienemaßnahmen können das Ansteckungsrisiko erheblich reduzieren. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen, am besten 20 bis 30 Sekunden lang, ist eine effektive Methode, um Viren und Bakterien fernzuhalten. In öffentlichen Verkehrsmitteln und bei großen Menschenansammlungen ist das Tragen einer gut sitzenden FFP2-Maske empfehlenswert.

5. Saunieren, Wechselduschen und Verzicht auf schädliche Stoffe

Weitere Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems umfassen das Saunieren und Wechselduschen, die den Kreislauf anregen und die Wärmeregulation trainieren. Verzicht auf Alkohol und Zigaretten ist ebenfalls ratsam, da diese Stoffe die Abwehrkräfte schwächen. Eine gesunde Lebensweise kann die Anfälligkeit für Infektionen verringern.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © imageBROKER/Lars Zahner/Imago

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