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Richtige Ernährung, um Erkrankungen vorzubeugen: Welche drei Nährstoffe vor Entzündungen im Körper schützen

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Bestimmte Lebensmittel können Entzündungen im Körper reduzieren oder sogar vorbeugen. Erfahren Sie, welche besonders entzündungshemmend sind.

Entzündungen im Körper sind maßgeblich an vielen Krankheiten beteiligt, darunter Allergien, Arthrose, Neurodermitis, Zöliakie sowie chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Eine gesunde Ernährung kann diese Prozesse beeinflussen und sogar vorbeugend wirken. Während bestimmte Lebensmittel Entzündungen begünstigen, haben andere eine entzündungshemmende Wirkung.

Entzündungen durch bestimmte Nährstoffe und Lebensmittel lindern

Walnüsse zählen zu den Nusssorten, die besonders reich an entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren sind.

Entzündungen sind eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers gegen Krankheitserreger und Schadstoffe, unabhängig von ihrer Ursache. Ob bei Halsschmerzen, Gelenkschmerzen oder Allergien – Entzündungen im Körper verlaufen stets ähnlich. Entzündungshemmende Lebensmittel zeigen nicht nur präventive Wirkung, sondern bieten auch zahlreiche weitere Vorteile für die Gesundheit. Sie können Beschwerden bei allergischen Erkrankungen lindern und auch die Ansammlung von Bauchfett reduzieren. Während akute Entzündungen durch die Ernährung kaum beeinflusst werden können, lässt sich bei chronischen Entzündungsprozessen durch eine Lebensstiländerung gezielt Einfluss nehmen. Drei Nährstoffe und gesundheitsfördernde Lebensmittel sollten daher regelmäßig in eine ausgewogene Ernährung integriert werden.

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Entzündung im Körper vorbeugen: Welche elf Lebensmittel Sie eher vermeiden sollten

Zucker
Ein hoher Zuckerkonsum kann Entzündungsprozesse im Körper fördern. Laut der „Weltgesundheitsorganisation (WHO)“ steigt dadurch das Risiko für Rheuma, Diabetes Typ 2 und nicht zuletzt Adipositas. © matka/Imago
Schokolade
Viele Süßigkeiten enthalten neben Fett auch reichlich Zucker, was bei regelmäßigem Genuss nicht nur zu Übergewicht und Adipositas führt, auch chronische Entzündungen im Körper begünstigen kann. Insbesondere weiße Schokolade verfügt über einen großen Fettanteil, da sie im Gegensatz zu kakaohaltiger, dunkler Schokolade Kakaobutter enthält. © Markus Mainka/Imago
Salzstreuer und Pfefferstreuer
In Deutschland nehmen Menschen im Durchschnitt zehn Gramm Kochsalz (Natriumchlorid) über die Ernährung zu sich. Die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ empfiehlt, nicht mehr als sechs Gramm Kochsalz zu verzehren, die „Weltgesundheitsorganisation (WHO)“ sogar nur fünf Gramm Salz pro Tag. Ein zu hohes Maß an Kochsalz hat Einfluss auf die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms. Salz reduziert die Zahl der Laktobazillen im Darm deutlich, zugleich steigt die Zahl der sogenannten Th17-Helferzellen im Blut an. Diese Immunzellen stehen im Verdacht, den Blutdruck zu erhöhen sowie Entzündungen und Autoimmunerkrankungen zu fördern. © jirkaejc/Imago
Wurst-Aufschnitt
In verarbeiteten Lebensmitteln wie Wurst-Aufschnitt und Fleisch sind häufig ebenfalls nicht zu vernachlässigende Mengen an Zucker und Salz enthalten, was wiederum einen entzündungsfördernden Effekt im Körper zur Folge haben kann. © ernstboese/Imago
Croissants
Industriell hergestellte Backwaren wie Croissants sind nicht selten reich an Transfetten, die bei regelmäßigem Verzehr Arterienverkalkung mitverursachen und in der Folge Schlaganfall und Herzinfarkt auslösen können. Transfette stehen im Verdacht, Entzündungen im Körper begünstigen zu können. © hojo/Imago
Sonnenblumenöl
Transfette sind ungesättigte Fettsäuren, die entstehen können, sobald ursprünglich flüssiges Pflanzenöl wie Sonnenblumenöl industriell gehärtet wird. Auch Öl, das sehr stark sowie mehrmals erhitzt wird, beispielsweise in der Fritteuse, kann Transfette entwickeln. © Lana_Malamatid/Imago
Pommes frites
Eine kleine Portion Pommes Frites enthält bereits circa 1 Gramm Transfette. Durchschnittlich sollte man täglich nicht mehr als 2,6 Gramm der Transfette zu sich nehmen. Je weniger Transfette jemand über die Ernährung zu sich nimmt, desto geringer ist das Risiko für daraus resultierende Entzündungen im Körper. © foodandmore/Imago
Margarine
Es gibt Margarine-Sorten, die ebenfalls schädliche Transfette enthalten. Diese sind in der Zutatenliste auf der Verpackung als „gehärtete Fette“ oder „teilweise gehärtete Fette“ aufgeführt. © stadtratte/Imago
Kekse
Transfette sind auch in einer Reihe von industriell verarbeiteten Süßigkeiten wie Keksen enthalten. Beim regelmäßigen Verzehr dieser Fette nimmt das schädliche LDL-Cholesterin stark zu, es kommt zu Gefäßablagerungen und das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall steigt. Der in der Regel hohe Zuckeranteil fördert zusätzlich die Entstehung von Entzündungen im Körper. © rotoGraphics/Imago
Käse und Milchprodukte
Neben Eiern und rotem Fleisch enthalten Käse und Milchprodukte zu einem gewissen Anteil die sogenannte Arachidonsäure, welche Entzündungen im Körper fördern soll. Die Arachidonsäure gehört zur Gruppe der Omega-6-Fettsäuren und ist vorwiegend in tierischen Lebensmitteln enthalten. © Zoonar.com/monticello/Imago
Bierflaschen
Alkohol fördert nicht nur Entzündungen in der Leber und Bauchspeicheldrüse. Bei regelmäßigem Alkoholgenuss kann eine konstant höhere Menge an Magensäure zu Entzündungen im Magen-Darm-Bereich sowie der Speiseröhre führen. © Ute Grabowsky/photothek.net/Imago

Antioxidantien können Entzündungen entgegenwirken

Antioxidantien, beispielsweise Vitamin A, C und E sowie Carotinoide und Spurenelemente, zum Beispiel Selen und Zink, spielen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Schadstoffe im Körper, sogenannte freie Radikale. Diese wertvollen Nährstoffe finden sich hauptsächlich in Obst und Gemüse wieder, während Vitamin E, C und B1 auch in hochwertigen pflanzlichen Ölen und Vollkorngetreide enthalten sind.

In welchen Lebensmitteln Antioxidantien vorkommen

Nüsse wie Erdnüsse, Paranüsse, Pistazien und Mandeln sind eine ausgezeichnete Quelle für Selen, Zink, Eisen und Kalzium. Besonders Walnüsse bieten zusätzlich reichlich Omega-3-Fettsäuren, was sich auch positiv auf zu hohes Cholesterin auswirkt. Zu den antioxidativen Gemüse- und Obstsorten zählen beispielsweise Kohlgemüse wie Brokkoli und Blumenkohl, Spinat, Karotten, Paprika, Blaubeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Orangen, Pflaumen sowie Aprikosen.

Omega-3-Fettsäuren lindern chronische Entzündungen

Omega-3-Fettsäuren sind essenziell für den menschlichen Stoffwechsel und bekannt für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften. Sie bilden die Grundlage der Zellmembranen und halten diese flexibel. Die Leistungsfähigkeit der Nervenzellen hängt stark von einem ausgewogenen Anteil dieser gesunden Fettsäuren ab. Besonders während der Schwangerschaft sind Omega-3-Fettsäuren wichtig für die Hirnentwicklung des ungeborenen Kindes – und selbst zur Vorbeugung von Alzheimer sollen diese Fette eine entscheidende Rolle übernehmen, so NDR Gesundheit. Zusätzlich spielen diese Nährstoffe eine wichtige Rolle bei der Produktion körpereigener Botenstoffe und unterstützen die Regulation des Blutdrucks – Bluthochdruck kann Erkrankungen wie Herzinfarkte zur Folge haben – sowie die Nierenfunktion. Darüber hinaus wirken Omega-3-Fettsäuren blutgerinnungshemmend, was Thrombosen vorbeugt.

Lebensmittel mit der Kraft von Omega-3-Fettsäuren

Diese wertvollen Fettsäuren finden sich hauptsächlich in fettem Fisch wie Makrele, Seelachs und Hering, sowie in hochwertigen Speiseölen wie Lein-, Raps-, Soja-, Walnuss- und Weizenkeimöl. Darüber hinaus enthalten die meisten Pflanzenöle reichlich Vitamin E, das ebenfalls entzündungshemmende Eigenschaften aufweist. Schon winzige Mengen pro Tag an Vitamin E können einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Sekundäre Pflanzenstoffe wirken Entzündungen entgegen

Auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Anthocyane, Sulfide, Senfölglykoside und Phenolsäuren zeigen antientzündliche Wirkung, obwohl sie in Lebensmitteln nur in kleinen Mengen vorhanden sind. Zusätzlich sind Kurkumin, Resveratrol, Capsaicin, Bromelain und Quercetin bekannt für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften.

Sekundäre Pflanzenstoffe über die Ernährung regelmäßig aufnehmen

Sekundäre Pflanzenstoffe sind vor allem in Obst wie Ananas, Äpfel, Birnen, Trauben, Kirschen, Pflaumen, Beeren, Nüssen und Gemüse beispielsweise Erbsen (Hülsenfrüchte), Zwiebeln, Grünkohl, Auberginen, Soja, aber auch in Currypulver und Kurkuma sowie dunkler Schokolade enthalten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt Empfehlungen zur durchschnittlichen Menge von sekundären Pflanzenstoffen, die täglich aufgenommen werden sollte.

Entzündungen im Körper ausbremsen: Zehn Lebensmittel, die helfen

Ein Regal mit Gemüsesorten wie Stielmus, Weißkohl, Blumenkohl, Wirsing und Rotkohl
Gemüse wie Kohl liefert viel Vitamin C und zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe wie beispielsweise Glucosinolate, die antientzündlich wirken. © Gottfried Czepluch/Imago
Mann sammelt Himbeeren.
In allen Beeren finden sich Flavonoide, die ebenfalls zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Sie bremsen die Bildung von Botenstoffen, die im Körper Entzündungen verstärken. © Mint Images/Imago
Rote Zwiebelringe
Von Porree bis Knoblauch: Alle Zwiebelgewächse enthalten Sulfide, entzündungshemmende Schwefelverbindungen. © Addictive Stock/Imago
Salbei, Thymian, Petersilie und Rosmarin im Glas.
In Kräuter stecken großen Mengen an sekundären Pflanzenstoffen und ätherischen Ölen. So enthält beispielsweise Thymian Thymol und Minze Menthol, die antientzündlich wirken, indem sie in den Botenstoffwechsel des Immunsystems eingreifen.  © Panthermedia/Imago
Kamillentee
Die antientzündliche Wirkung von Wildkräutern wie der Echten Kamille ist in vielen Studien nachgewiesen. Als Tee lindert sie Beschwerden im Mund und im Magen-Darm-Trakt. Dabei hemmt sie Prostaglandine, Botenstoffe, die im Körper Entzündungsprozesse fördern. © Shotshop/Imago
Indische Gewürze in Schälchen
Gewürze, vor allem die der indischen und asiatischen Küche, sind nicht nur reich an sekundären Pflanzenstoffen. Sie regen auch die Durchblutung an. So wird zum Beispiel bei Arthrose die Gelenkschleimhaut gestärkt und der Entzündungsherd verkleinert. © imagebroker/Imago
Teller mit Algen und einer Dorade.
Gutes aus dem Meer: Sowohl Algen als auch Seefisch enthalten Omega-3-Fettsäuren, die Bausteine für Interleukine liefern. Diese Botenstoffe verringern chronische Abwehrreaktionen. © Panthermedia/Imago
Frau öffnet Walnüsse mit Hammer
Jeden Tag eine Handvoll Nüsse: Eine Studie zeigt, dass ihr Verzehr entzündliche Biomarker im Körper verringert. Vor allem Walnüsse. © agefotostock/Imago
Flaschen mit Pflanzenölen wie Leinsamen- oder Olivenöl
Hochwertige pflanzliche Öle aus Oliven, Hanf oder Leinsamen haben beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen einen positiven Effekt gezeigt.  © agefotostock/Imago
Fermentiertes Gemüse
Fermentiertes Gemüse liefert Ballaststoffe und Probiotika. Letztere sind Futter für Bakterien im Dickdarm, die entzündungshemmende Fettsäuren herstellen. © Westend61/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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