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Efeutute – alles über ihre Arten, Pflege und Krankheiten

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Sie besitzen eine Efeutute oder möchten sich eine anschaffen? Dann erfahren Sie hier, welche Arten es gibt und wie Sie Ihre Zimmerpflanze optimal pflegen.

Die Efeutute gibt es mit vielen verschiedenen Musterungen, dazu ist sie noch äußerst pflegeleicht. Also kein Wunder, dass sie mittlerweile zu den absoluten Trendpflanzen gehört. Selbst, wenn Sie keine Ahnung von grünen Gewächsen haben, können Sie mit dieser Zimmerpflanze kaum etwas falsch machen.

Diese Arten der Efeutute bringen den Dschungel in Ihr Zuhause

Ursprünglich kommt die Efeutute in Südostasien, Australien und auf den pazifischen Inseln vor. Dort ranken die Triebe in der Wildnis bis zu 20 Meter hoch an anderen Bäumen in die Lüfte – das schafft sie dank ihrer Luftwurzeln. Auch in der Wohnung braucht die Pflanze etwas, woran sie sich emporheben kann. Daher sollten Sie sie an eine Rankhilfe binden oder erhöht auf ein Regal stellen, sodass die Triebe herunter wachsen können. Es gibt etwa 15 verschiedene Arten. Die bekanntesten Efeututen sind hierzulande die Epipremnum pinnatum und die Epipremnum aureum.

Die Efeutute gibt es mit vielen verschiedenen Blattfärbungen (Symbolbild).

Die Epipremnum pinnatum wird oft – genauso wie die Scindapsus pictus – als Gefleckte Efeutute bezeichnet. Beide Arten gehören zu den Aronstabgewächsen und sind zumindest nah verwandt. Die Blätter der Scindapsus pictus sind silbrig gemustert und unterscheiden sich äußerlich von denen der Gattung Epipremnum. Diese tragen herzförmige, spitze Blätter mit je nach Sorte weiß variierenden Mustern. Beispiele sind:

  • ‚Marble Queen‘ mit weiß-grün marmorierten Blättern
  • ‚N-Joy‘ mit grünen Blättern und hohem Weißanteil 
  • ‚Happy Leaf‘ mit weiß panaschierten Blättern 
  • ‚Neon‘ mit einer intensiven hellgrünen bis gelben Blattfärbung
Die Gefleckte Efeutute (Scindapsus pictus) hat keine weiße, sondern eine silbrige Musterung.

Die Epipremnum aureum wird auch als Goldene Efeutute bezeichnet. Sie trägt herzförmige Blätter, die bis zu 20 Zentimeter groß werden können. Die Farbe und Musterung variiert je nach Sorte. Beliebt sind:

  • ‚Golden Queen‘ mit gold-gelb panaschierten Blättern
  • ‚Glacier‘ mir grünen Blättern und weißen Streifen
  • ‚Jade‘ mit dunkelgrünen Blättern ohne Muster 

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Der passende Standort für die Efeutute

Als tropische Pflanze mag die Efeutute es hell, aber nicht zu sonnig. Nur Sorten mit dunklen Blättern eignen sich für schattige Plätze, sonst verliert das Laub seine Marmorierung. Direkte Sonne ist der Efeutute generell zu viel. Sie mag eine hohe Luftfeuchtigkeit, daher ist sie gut für ein Bad mit Fenster geeignet. Es darf aber nicht zu kalt sein: Bei unter 16 Grad Celsius friert die Efeutute. Daher ist sie nicht winterhart und sollte als Zimmerpflanze genutzt werden – sie mag es warm bei um die 20 Grad Celsius.

Die richtige Erde für Ihre Efeutute

Die Efeutute ist wenig anspruchsvoll. Als Substrat genügt normale Blumenerde mit ausreichend Nährstoffen. Alle zwei bis drei Jahre müssen Sie die Pflanze umtopfen, immer dann, wenn die Wurzeln den alten Topf vollständig ausfüllen. Wählen Sie einen fünf bis sieben Zentimeter größeren Topf. Achten Sie darauf, dass Gießwasser über ein Loch am Boden abfließen kann. Legen Sie am besten eine Drainageschicht aus Tongranulat oder Blähton über das Abflussloch.

Pflege der Efeutute: gießen und düngen

Die Efeutute mag es, wenn die Erde leicht feucht ist. Sie verzeiht Ihnen aber auch zeitweise Trockenheit. Überprüfen Sie alle sieben bis zehn Tage die obersten zwei bis drei Zentimeter der Erde. Ist diese trocken, dann können Sie gießen. Zu nass sollte es nicht werden: Schütten Sie nach etwa 15 Minuten Wasser aus dem Übertopf oder Untersetzer aus. Steht die Efeutute zu lange in Wasser, führt dies schnell zu Wurzelfäule, was der Pflanze schadet. 

Düngen Sie die Efeutute in der Wachstumsphase von April bis September etwa alle zwei Wochen. Dafür geben Sie gemäß Herstellerangaben flüssigen Grünpflanzendünger direkt ins Gießwasser. Zusätzlich sollten Sie die Blätter der Efeutute regelmäßig abstauben oder die ganze Pflanze in der Dusche abbrausen.

Darf man die Efeutute schneiden?

Sie dürfen die Efeutute schneiden – schaden tut es der Pflanze nicht. Wenn Sie lange Triebe abtrennen, verzweigt sich die Efeutute besser und wächst dichter. Verwenden Sie dafür ein desinfiziertes, scharfes Messer oder eine Schere. So vermeiden Sie, dass sich mögliche Krankheitserreger auf die Pflanze übertragen. Die Triebe können Sie übrigens direkt nutzen, um die Efeutute über Stecklinge zu vermehren.

Über die abgeschnittenen Triebe lässt sich die Efeutute ganz einfach vermehren (Symbolbild).

Ableger: So vermehren Sie die Efeutute

Um aus Ihrer Efeutute zwei zu machen, müssen Sie einen Steckling schneiden oder sie durch Ableger vermehren.

Über einen Steckling vermehren – so geht’s:

  1. Schneiden Sie einen gesunden Trieb von der Mutterpflanze ab. 
  2. Stellen Sie den Steckling in ein Glas mit Wasser. Achten Sie darauf, dass sich ein Blattknoten im Wasser befindet. 
  3. Wenn sich etwa zwei Zentimeter lange zarte Wurzeln gebildet haben, können Sie den Steckling in Erde setzen.

Über einen Ableger vermehren – so geht’s: 

  1. Nutzen Sie eine kräftige Luftwurzel und stecken Sie diese vorsichtig in Erde. 
  2. Sie können die Wurzel mithilfe eines kleinen Steins oder Drahtes in der Erde halten. 
  3. Bewässern Sie die Erde regelmäßig, jedoch nicht zu viel. 
  4. Wenn sich neue Blätter bilden, dann hat die Efeutute eine kleine neue Pflanze gebildet. Diese können Sie nun von der Mutterpflanze abtrennen.

Welche Krankheiten kann die Efeutute bekommen?

Die Efeutute ist nicht dafür bekannt, schnell krank zu werden. Manchmal wird sie von Schildläusen oder Spinnmilben befallen. Behandeln Sie Ihre Pflanze in diesem Fall mit einem entsprechenden Mittel zur Schädlingsbekämpfung. Die häufigsten Probleme entstehen jedoch durch einfache Pflegefehler.

  • Gelbe Blätter können Sie nicht mehr retten. Schneiden Sie diese mit einer desinfizierten Schere ab. Mögliche Ursachen sind Staunässe, Nährstoffmangel oder ein Befall mit Spinnmilben. 
  • Braune Blätter können auf zu viel oder zu wenig Wasser hindeuten. Weitere mögliche Ursachen sind Überdüngung, geringe Luftfeuchtigkeit oder Schädlinge. 
  • Wenn die Blätter abfallen, liegt das meistens an einem falschen Standort. Aber auch Staunässe kann dazu führen.

Die zehn besten Pflanzen fürs Home-Office

Sansevieria, Bogenhanf
Bogenhanf (Sansevieria) steht auf der Liste der Home-Office-Pflanzen ganz oben. Die Blattoberfläche ist bei dem Gewächs besonders groß, weshalb es die Luft gut reinigen kann.  © Cavan Images/Imago
Strelitzia Reginae
Die Strelitzie, die auch als Paradiesvogelblume bezeichnet wird, ist derart beliebt, dass ihr sogar ein LEGO-Set gewidmet wurde. Auch das echte Pendant eignet sich als Büropflanze, denn sie gilt als pflegeleicht und gleichzeitig luftreinigend.  © Mariusz Prusaczyk/Imago
Schusterpalme
Pflegeleicht und unverwüstlich – diese Eigenschaften sagt man der Schusterpalme (Aspidistra) nach. In Ihrem Home-Office macht sich die Pflanze besonders gut am Fenster, wenn es sich dabei nicht um Südseite handelt. Denn zu viel Sonne verträgt die Pflanze aus der Familie der Spargelgewächse nicht.  © Stock&people/Imago
Orchidee und Laptop
Orchideen verbreiten Harmonie und gelten als Heilpflanze – nicht umsonst trifft man sie weltweit in Massage- und Yogastudios an. Noch dazu müssen sie nicht oft gegossen werden, profitieren aber ab und zu von einem Tauchbad.  © Africa Images/Imago
Friedenslilie
Friedenslilien bilden bei einem optimalen Standort mit viel Sonne schöne Blüten aus. Je dunkler der Platz, desto unwahrscheinlicher, dass sie blüht. Nicht schlimm, denn auch mit ihren attraktiven, ausladenden Blättern begeistern das Gewächs.  © Odluap/Imago
Birkenfeige
Die Birkenfeige wächst zwar langsam, kann aber Höhen von bis zu zweieinhalb Meter erreichen. Sie sollte regelmäßig gegossen werden und gilt als besonders effektiver Luftreiniger für Büro und Schlafzimmer.  © Sabine1/Imago
Mexikanische Bergpalme
Mit einer maximalen Größe von bis zu anderthalb Metern ist die mexikanische Bergpalme nicht für kleine Büros geeignet. Allerdings sind die Pflanzen sehr pflegeleicht und kommen auch mit wenig Licht zurecht.  © Portoprens 360/Imago
Kleine Strahlenaralie
Die Kleine Strahlenarlalie ist mit ihren kompakten, aber dichten Blättern ein echter Hingucker im Home-Office. Noch dazu kommt sie mit wenig Pflege aus und gedeiht sowohl an einem sonnigen als auch an einem halbschattigen Standort.  © Simply/Imago
Efeutute
Efeututen entziehen der Luft Formaldehyde und tragen zu besserer Konzentration bei. Außerdem neutralisiert die Pflanze, die trotz ihres Namens nicht mit dem Efeu verwandt ist, schlechte Gerüche. Platzieren Sie sie an einem halbschattigen Standort ohne direkte Sonne.  © Blue Jean Images LLC/Imago
Aloe Vera
Aloe vera ist eine ideale Pflanze fürs Home-Office, da sie wenig Pflege benötigt. Außerdem ist die Sukkulente eine Heilpflanze, die bei verschiedenen Hautleiden zum Einsatz kommt.  © Nenov/Imago

Blüht die Efeutute?

Haben Sie schon mal die Blüte der Efeutute gesehen? Wahrscheinlich nicht, denn als Zimmerpflanze blüht sie sehr selten. Das liegt daran, dass bei Ihnen im Wohnzimmer die klimatischen Voraussetzungen fehlen, damit die Pflanze so groß wie im Dschungel wird. Außerdem wurden die meisten Pflanzen bereits als Steckling oder Ableger aus einer Mutterpflanze gezüchtet.

Ist die Efeutute giftig?

Die Efeutute ist in allen Pflanzenteilen giftig. Achten Sie darauf, dass kleine Kinder und Tiere sie nicht anknabbern können. Tragen Sie beim Schneiden der Pflanze Handschuhe, denn die Säfte reizen die Haut. Wenn Sie zu viel gießen, können sich tauähnliche Tropfen auf den Blättern bilden. Wischen Sie diese lieber mit einem Tuch ab.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Piero Nigro

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