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Die Efeutute verfügt über natürliche Pflanzenhormone, die Stecklinge anregen, Wurzeln zu bilden. Das lässt sich bei der Vermehrung von Zimmerpflanzen nutzen.
Zimmerpflanzen über Stecklinge zu vermehren, ist eine beliebte Methode. Am einfachsten geht das, indem man die abgeschnittenen Triebe in ein Glas Wasser stellt und einfach abwartet, bis sich daran Wurzeln bilden. Wer zu den eher ungeduldigen Naturen zählt und eine Efeutute sein Eigen nennt, kann diesen Vorgang beschleunigen – und lässt die Efeutute dabei sogar noch buschiger wachsen.
Efeututen haben ein gutes Verhältnis von Wachstumshormonen
Das Bewurzeln von Stecklingen funktioniert leider nicht immer. Wenn man dem Wasser ein Bewurzelungshormon hinzufügt, auch Wurzelaktivator genannt, sind die Erfolgsaussichten größer. Üblicherweise kauft man dafür ein Bewurzelungsmittel aus dem Handel, aber auch Hausmittel wie Honig leisten bei Stecklingen gute Dienste. Und wer eine Efeutute im Zimmer hat, sollte am besten diese nutzen.
In den Blattknoten der Efeutute wird das Hormon Auxin gebildet, das das Wachstum einer Pflanze laut Wissenschaftlern des Leibniz-Institutes für Pflanzenbiochemie in Halle auf vielseitige Weise steuert. Wie schnell eine Pflanze wurzelt, hängt von dem Verhältnis ihrer natürlichen Wachstumshormone Auxin und Cytokinin ab, erklärt Crazyplantboy auf seinem gleichnamigen YouTube-Kanal. In der Efeutute ergänzen sich diese Pflanzenhormone offensichtlich sehr gut.
Das Experiment: Dank Efeutute wachsen Stecklinge schneller und zuverlässiger
In einem Pflanzenexperiment zeigte Crazyplantboy, dass die Philodendron-Stecklinge, die zusammen mit frischen Efeututen-Stecklingen in einem Glas Wasser standen, innerhalb von fünf Wochen schneller und zuverlässiger Wurzeln bildeten, als die, die allein im Glas waren.
Die Wirkung ist so zu erklären: Die Efeutute gibt die Pflanzenhormone an das Wasser ab, wovon dann die „fremden“ Stecklinge profitieren. Dies gilt vor allem für Pflanzen, die sonst nur langsam wurzeln. Wer es nachmachen möchte, sollte das Wasser auf keinen Fall wechseln – denn dabei entfernt man auch die darin befindlichen Pflanzenhormone. Für die Beschleunigung der Wurzelbildung sind alle Efeututenarten gleichermaßen geeignet.
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Wie das Portal Pflanzen-verstehen.de erklärt, führt das wiederholte Abschneiden eines Blattknotens bei der Efeutute dazu, dass sich ein zweiter Seitentrieb bildet. Wer also möchte, dass seine Efeutute buschiger wächst, kann hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
