Künstliches Pflanzenlicht

Pflanzlampe im Winter – brauchen Zimmerpflanzen das wirklich?

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Auch Zimmerpflanzen müssen überwintern. Mancher Garten-Experte empfiehlt deswegen ein Pflanzenlicht. Ist das sinnvoll?

Im Winter werden die Tage kürzer. Das sieht man den Pflanzen in der freien Natur an: Bäume verlieren ihre Blätter, Stauden verkriechen sich im Boden. Nichts blüht, alles macht eine Pause. Auch Ihre Zimmerpflanzen bekommen jetzt immer weniger Licht. Während die Sonne im Sommer draußen bis zu 100.000 Lux hell ist, sind es im Winter im Innenraum oft nur noch 1.000 Lux. Das reicht vielen Pflanzen gerade so zum Überleben. Nicht aber, um schön zu wachsen. Ist eine Pflanzenbeleuchtung dafür eine gute Lösung?

Argumente für ein Pflanzenlicht

Pflanzen ernähren sich im Wesentlichen von Licht und Wasser. Im Dunkeln können sie dementsprechend keine Photosynthese betreiben. Die Pflanze wächst schlechter, bekommt blasse Blätter oder verliert sie gar. Vielleicht wird sie auch krank und schwächlich. Ein künstliches Pflanzenlicht kann dem vorbeugen – besonders, wenn Ihre Zimmerpflanze in einer dunklen Ecke steht. Gerade einem teuren Gewächs können Sie so gut über die dunkle Jahreszeit helfen.

Manche Pflanzen wie die Dieffenbachia brauchen viel Licht, um gut wachsen zu können.

Pflanzen, die viel Licht brauchen

Diese beliebten Zimmerpflanzen brauchen einen hellen Standort und könnten von einer Pflanzleuchte profitieren:

  • Aloe vera
  • Birkenfeige
  • Dieffenbachie
  • Elefantenfuß
  • Feigenkaktus
  • Geigenfeige
  • Kroton
  • Pfeilblatt
  • Strelitzie

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So installieren Sie ein Pflanzenlicht

Die ideale Beleuchtung ist eine Vollspektrum-LED-Pflanzlampe. Das bedeutet, dass sie das komplette Farbspektrum abdeckt – ähnlich wie das Tageslicht. Blaues Licht brauchen Pflanzen zum Wachsen. Rotes Licht hilft der Blüte. Ein LED-Leuchtmittel verbraucht zudem wenig Energie und kostet daher nicht viel Strom. Unter Umständen reicht auch eine einfachere Version, um die Pflanze nur ein wenig zu unterstützen. Das kann eine Leuchte mit blauem Licht sein, die nur das Wachstum fördert.

So verwenden Sie die Pflanzleuchte:

  1. Prüfen Sie genau die Gebrauchsanweisung. Jede Lampe muss in einem anderen Abstand zur Pflanze installiert werden.
  2. Achten Sie darauf, dass die Pflanze sich nicht an einem zu heißen Leuchtmittel verbrennen kann.
  3. Idealerweise hängt die Pflanzlampe über dem Gewächs, da es sich dem Licht entgegen reckt. Steht die Leuchte neben der Pflanze, wächst sie deshalb eventuell schief. Eine Pflanzenstütze (werblicher Link) kann helfen, das Gewächs in Form zu halten.
  4. Lassen Sie das Licht acht bis zehn Stunden pro Tag leuchten. Im Dezember und Januar darf es auch noch länger sein. Eine Zeitschaltuhr sorgt dafür, dass die Leuchte passend an und aus geht.

Contra: Wann Sie auf ein Pflanzenlicht verzichten können

Zugegeben, die meisten Wohnungen kommen ohne Pflanzlampen aus. Besitzen Sie keine luxuriösen Gewächse, die viel Geld gekostet haben, können Sie wahrscheinlich darauf verzichten. Ihre Pflanzen werden dann über den Winter ruhen und nicht weiter wachsen. Dafür starten Sie im Frühjahr wieder mit neuer Energie, wenn die Tage länger werden. Unter Umständen sollten Sie jedoch Pflanzen an einen helleren Standort umziehen, wenn sie die Blätter hängen lassen. Viele beliebte Zimmerpflanzen kommen aber grundsätzlich mit wenig Licht aus.

Zimmerpflanzen für den Schatten: Die 10 schönsten

Nahaufnahme von einem Gummibaum samt Blüte.
Hat ein Gummibaum buntes Laub, benötigt er weniger Licht als ein grüner Gummibaum. © Imago
Ein Mann hält einen Bogenhanf in einem Stofftopf.
Bogenhanf bevorzugt weniger helle Plätze in der Wohnung. © Eva Blanco/Imago
Nahaufnahme von einem Schwertfarn.
Der perfekte Standort für Farne sind Nordfenster.  © Mint Images/Imago
Eine Grünlilie vor einer Holzwand.
Zu viel Sonne führt bei der Grünlilie zu verbrannten Blättern. © Teresinagoia/Imago
Eine Calathea „Goldstar“ in einer Wohnung.
Direkte Sonneneinstrahlung führt bei der Calathea zu Verbennungen.  © GWI/Floramedia/Imago
Eine Monstera vor einem dunklen Vorhang.
Das Fensterblatt (Monstera) benötigt nur mindestens 500 Lux. © Julie Berthelemy/Imago
Das Blatt einer weißen Friedenslilie.
Die Friedenslilie (Spathiphyllum) braucht relativ viel Wasser und dafür nur wenig Sonne. © CSP_iperl/Imago
Verschiedene Kakteen auf einem Tablett.
Die Kakteensorten Mammillaria oder Cephalocereus können auch mit wenig Licht zurechtkommen. Anders sieht es bei den meisten anderen Kakteen aus: Sie brauchen mindestens fünf Stunden direkte Sonneneinstrahlung. © Nalinratana Phiyanalinmat/Imago
Nahaufnahme eines Bubikopfes.
Direkte Sonne mag der Bubikopf (Soleirolia soleirolii) nicht. Auch auf zu viel Wärme reagiert das hübsche Gewächs empfindlich. © Pablo Galán Cela/Imago
Ein Drachenbaum vor einer weißen Wand.
Drachenbäume sind der Klassiker unter den Zimmerpflanzen, da sie mit wenig Wasser und relativ wenig Licht auskommen. Ganz dunkel sollten sie jedoch nicht stehen. Praktisch: Drachenbäume reinigen die Luft. © McPhoto/Imago

Zimmerpflanzen, die wenig Licht brauchen

Rubriklistenbild: © Westend61/Mosuno Media/IMAGO

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