Trendpflanze

Monstera – erfahren Sie alles von Arten und Ableger bis zur richtigen Pflege der beliebten Zimmerpflanze

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Sind Sie auch stolzer Besitzer einer Monstera? Dann erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Zimmerpflanze optimal pflegen.

Die Monstera ist die Trendpflanze schlechthin. Ihre markanten Blätter zieren Kleider und Kissenhüllen, und die Zimmerpflanze steht gefühlt in jedem zweiten Wohn- oder WG-Zimmer. Doch kennen Sie sich wirklich mit Ihrem grünen Mitbewohner aus? Das Gute ist: Selbst, wenn Sie keine Ahnung von diesem Gewächs haben, können Sie kaum etwas falsch machen. Die Monstera ist eine sehr pflegeleichte Anfängerpflanze.

Seit etwa 200 Jahren erfreuen sich die Deutschen an der Monstera in ihrem Zuhause. Ursprünglich kommt die Pflanze aus Mittel- und Südamerika. Dort rankt sie sich bis zu drei Meter hoch an anderen Bäumen in die Lüfte. Mit ihren Luftwurzeln findet sie dabei an den unglaublichsten Stellen humusreiche Erde. Auch in deutschen Wohnzimmern braucht die Pflanze etwas, woran sie sich emporheben kann. Daher sollten Sie sie an eine Rankhilfe binden. Bis sie ganz ausgewachsen ist, kann es über zwanzig Jahre dauern. Es gibt bis zu 50 verschiedene Arten. Die beliebtesten hierzulande sind:

Das „köstliche“ Fensterblatt ist die wohl verbreitetste unter den Monstera-Arten. Sie bildet bis zu 50 Zentimeter große Blätter aus, die mit der Zeit einreißen und ihre typische Form annehmen. Köstlich ist sie, weil sie in der freien Natur kolbenartige grün-gelbe Früchte ausbildet. Diese sehen aus wie eine Mischung aus Ananas und Banane und schmecken auch so.

Eine Variante dieses Fensterblattes ist die Monstera deliciosa variegata. Diese genveränderte Sorte fällt durch ihre weiß-gesprenkelten Blätter auf.

Die Monstera mag es, wenn man sie regelmäßig einsprüht.

Etwas kleiner und mit gelöcherten statt geschlitzten Blättern kommt die Monstera adansonii daher. Sie wird auch Monkey Leaf oder Monkey Mask genannt.

Die Sorte Monkey Leaf bildet etwas andere Blätter aus als die Monstera deliciosa.

Die Blätter der Monstera obliqua sind mehr Loch als Blatt – dabei ist sie nicht mit der Monstera adansonii zu verwechseln. Im Gegensatz dazu ist diese Art sehr filigran und die Blätter hauchdünn. Sie ist auch wesentlich empfindlicher und verträgt schon Temperaturen unter 20 °C nicht mehr gut.

Im Gegensatz zur Monstera deliciosa hat die Monstera obliqua peru sehr zarte Blätter.

Die Minimonstera ist genau genommen gar keine, sondern eine Rhaphidophora tetrasperma. Diese in Asien beheimatete Pflanze sieht dem Fensterblatt jedoch sehr ähnlich. Die Minimonstera wird nicht ganz so groß wie das echte Fensterblatt.

Diese Pflanze wird „Minimonstera“ genannt, ist aber eigentlich eine Rhaphidophora tetrasperma.

Die Monstera ist nur wenig anspruchsvoll, was ihre Erde betrifft. Von sandig bis lehmig ist alles okay. Die Erde darf pH-neutral bis leicht sauer sein und sollte ausreichend Nährstoffe bieten.

In den ersten Jahren sollten Sie die Monstera regelmäßig umtopfen – vor allem braucht sie größere Töpfe, um sich auszubreiten. Danach reicht es, wenn Sie jährlich die oberen drei Zentimeter Erde austauschen.

Als tropische Pflanze mag die Monstera es hell, aber nicht zu sonnig. Im Schatten wird sie keine schönen Blätter ausbilden, direkte Sonne ist ihr zu viel. Sie mag eine hohe Luftfeuchtigkeit, daher ist sie gut fürs Bad geeignet, wenn es ausreichend beleuchtet ist. Es darf ihr aber nicht zu kalt werden: Unter 16 °C friert die Monstera. Daher kann sie auch nur im Sommer draußen stehen. Wichtig beim Standort ist, dass das Fensterblatt genug Platz hat, um sich auszubreiten.

Das Fensterblatt mag es, wenn die Erde leicht feucht, aber nicht zu nass ist. Sie gedeiht gut in hoher Luftfeuchtigkeit. Daher mag sie es, wenn Sie die Blätter regelmäßig einsprühen. Kalk verträgt die Monstera problemlos. Als Gießwasser bevorzugt sie warmes, leicht abgestandenes Wasser, zum Beispiel gesammelten Regen. Düngen Sie die Monstera in der Wachstumsphase von April bis August etwa alle zwei Wochen. Dafür geben Sie eine halbe Menge Flüssigdünger (gemäß Herstellerangaben) direkt ins Gießwasser. Zusätzlich sollten Sie die Blätter der Monstera regelmäßig abstauben.

Sie dürfen die Monstera schneiden – müssen es aber nicht. Die Pflanze wächst dadurch nicht schöner. Sie können sie aber kürzen, wenn sie zu üppig wächst. Beachten Sie dabei nur, dass Sie niemals Luftwurzeln direkt abschneiden. Dafür können Sie den Rückschnitt für Ableger nutzen.

Der Name täuscht: Das „köstliche“ Fensterblatt ist in fast allen Pflanzenteilen giftig. Tragen Sie daher beim Schneiden der Pflanze Handschuhe. Achten Sie auch auf kleine Kinder und Haustiere. Gerade Katzen könnten dazu neigen, die Pflanze anzuknabbern und sich schwer zu vergiften. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihr Haustier

  • plötzlich extrem speichelt,
  • nicht gut schlucken kann,  
  • Schwindel zeigt,
  • sich erbricht oder 
  • blutigen Durchfall bekommt.

Hat Ihr Kind Teile der Pflanze in den Mund genommen, verabreichen Sie viel Flüssigkeit. Suchen Sie auch hier im Zweifel einen Arzt auf oder kontaktieren Sie die nächste Giftnotrufzentrale.

Einzige Ausnahme: Die Früchte der Monstera deliciosa sind essbar. Die sind allerdings sehr selten.

Um aus einer Monstera zwei zu machen, müssen Sie nur einen Steckling schneiden. So geht’s:

  1. Schneiden Sie einen Blattstiel mit mehreren Luftwurzeln und mindestens einem Blattknoten ab. Das ist der Teil am Stängel, aus dem ein Blatt oder auch eine Luftwurzel oder ein Seitentrieb wächst.
  2. Stellen Sie den Steckling in ein Glas Wasser.
  3. Achten Sie darauf, dass die Umgebung warm ist und eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.
  4. Frischen Sie das Wasser regelmäßig auf.
  5. Nach ein paar Wochen bildet der Steckling Wurzeln aus. Jetzt kann er in einen Topf umgepflanzt werden.
Von der Monstera können Sie Ableger in einer Hydrokultur ziehen.

Das Fensterblatt ist nicht dafür bekannt, schnell krank zu werden. Das häufigste Problem ist die Wurzelfäule, die entsteht, wenn Sie zu stark gießen. Manchmal wird sie auch von Schildläusen oder Spinnmilben befallen.

Typische Probleme der Monstera sind:

Symptommögliche Ursache
Braune BlätterDie Pflanze steht zu kalt. Sie wurde zu stark gegossen. Sie bekommt zu wenig Licht.
Gelbe BlätterDie Wurzeln des Fensterblattes sind zu feucht.
Eingerollte BlätterDie Monstera wurde zu wenig gegossen.
Hängende, gelbstichige BlätterDie Monstera bekommt zu viel direktes Sonnenlicht.

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Haben Sie schon mal die Blüte der Monstera gesehen? Wahrscheinlich nicht, denn als Zimmerpflanze blüht sie sehr selten. Frühestens nach zehn Jahren kann sich das weiße Blütenblatt mit Kolben entwickeln.

Nach frühestens zehn Jahren kann die Monstera deliciosa unter guten Bedingungen blühen. Aus der Blüte entwickelt sich die essbare Frucht.
Was ist der beste Standort für eine Monstera?
Das Fensterblatt sollte an einem hellen Platz stehen, ohne direktes Sonnenlicht. Sie mag es nicht zu kalt und braucht konstant 16 °C oder mehr.
Wie muss ich eine Monstera pflegen?
Die Monstera braucht nicht viel Pflege: Die Erde sollte konstant feucht, aber nicht nass sein. Etwa alle zwei Wochen freut sie sich über ein wenig Flüssigdünger im Gießwasser. Wird das Fensterblatt zu groß, sollte es im Frühjahr in einen größeren Topf umziehen.
Wie oft muss ich meine Monstera gießen?
Sie sollten die Monstera so gießen, dass die Erde feucht, aber nicht nass ist. Lieber zu trocken, als dass die Wurzeln faulen.
Wie lange hält eine Monstera?
Bei richtiger Pflege kann die Monstera mehrere Jahrzehnte alt werden.

Rubriklistenbild: © Westend61/Elena Medoks/IMAGO

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