Sicherheitsrisiko in der Luft

Powerbanks, E-Zigaretten, Akkus: Strengere Vorschriften für das Handgepäck

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Feuer an Bord gilt als ist eine der meist gefürchteten Unfallszenarien. Einige Airlines erlassen strengere Regeln für elektronische Geräte mit Lithium-Batterien.

Frankfurt – Elektronische Geräte wie Smartphone, Laptop oder Tablets gehören für viele Reisende inzwischen zum Standardgepäck dazu und sind für die Unterhaltung während des Flugs unverzichtbar geworden. Doch gerade die Batterien dieser Geräte können im Flugzeug gefährlich werden, wenn sie beschädigt, überhitzt oder nicht sicher verpackt werden.

Eigentlich gelten Lithium-Batterien als sicher. Doch in den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Brandvorfällen in Flugzeugen, ausgelöst durch Lithium-Batterien.

Gefahr über den Wolken: Die Mitnahme elektronischer Geräte und Batterien wird zunehmend eingeschränkt (Symbolbild)

Wegen Brandgefahr: Airlines verschärfen Sicherheitsrichtlinien

Feuer an Bord gilt als eines der gefürchtetsten Unfallszenarien im Flugverkehr. Die wachsende Sorge um die potenzielle Brandgefahr hat nun dazu geführt, dass immer mehr Fluggesellschaften und Luftfahrtbehörden weltweit die Sicherheitsrichtlinien für elektronische Geräte mit Lithium-Akkus verschärfen.

Gerade Powerbanks sind bei Langstreckenflügen beliebt, da sie die Akkulaufzeit mobiler Geräte oft um Stunden verlängern. Das reine Mitführen von Powerbanks im Handgepäck bleibt zwar weiterhin erlaubt, die Verwendung innerhalb der Flugzeugkabine ist künftig aber verboten. „Lithiumbatterien und elektronische Geräte können aufgrund von Funkenschlag oder Kurzschluss gefährliche Auswirkungen haben“, informiert das Luftfahrt-Bundesamt. Für die Mitnahme im Passagiergepäck gelte daher umfangreiche Vorschriften.

Diese 25 tragischen Flugzeug-Unglücke der Geschichte mahnen

Flugzeugabsturz in Trudering (11. August 1987): Ein Kleinflugzeug  stürzte in ein Wohngebiet im Münchner Stadtteil Trudering. Die drei Insassen des Flugzeugs kamen sofort ums Leben, ebenso drei Menschen am Boden. Die Maschine stürzte auf ein McDonald‘s-Restaurant an der Wasserburger Landstraße. Die Ursache war ein unkontrollierter Strömungsabriss, der durch einen simulierten Triebwerksausfall während eines Checkflugs ausgelöst wurde.
Flugzeugabsturz in Trudering (11. August 1987): Ein Kleinflugzeug stürzte in ein Wohngebiet im Münchner Stadtteil Trudering. Die drei Insassen des Flugzeugs kamen sofort ums Leben, ebenso drei Menschen am Boden, später starben drei weitere. Die Maschine crashte ein McDonald‘s-Restaurant an der Wasserburger Landstraße. Die Ursache war ein unkontrollierter Strömungsabriss, der durch einen simulierten Triebwerksausfall während eines Checkflugs ausgelöst wurde. © IMAGO / WEREK
Flugzeugkollision über Überlingen (1. Juli 2002, Überlingen, Deutschland): Eine Tupolew Tu-154 der Bashkirian Airlines kollidierte mit einer Boeing 757 der DHL über dem Bodensee. Die Kollision wurde durch fehlerhafte Anweisungen der Flugsicherung und Missverständnisse in der Cockpitkommunikation verursacht. Alle 71 Insassen beider Flugzeuge kamen ums Leben.
Flugzeugkollision über Überlingen (1. Juli 2002, Überlingen, Deutschland): Eine Tupolew Tu-154 der Bashkirian Airlines kollidierte mit einer Boeing 757 der DHL über dem Bodensee. Die Kollision wurde durch fehlerhafte Anweisungen der Flugsicherung und Missverständnisse in der Cockpitkommunikation verursacht. Alle 71 Insassen beider Flugzeuge kamen ums Leben. © Rolf Haid/dpa
Lufthansa-Flug 540 (20. November 1974, Nairobi, Kenia): Eine Boeing 747 stürzte kurz nach dem Start vom Flughafen Nairobi ab. Die Ursache war ein technisches Problem mit den Auftriebshilfen (Vorflügel), das zu einem Strömungsabriss führte. Von den 157 Personen an Bord starben 59, während 98 überlebten.
Lufthansa-Flug 540 (20. November 1974, Nairobi, Kenia): Eine Boeing 747 stürzte kurz nach dem Start vom Flughafen Nairobi ab. Die Ursache war ein technisches Problem mit den Auftriebshilfen (Vorflügel), das zu einem Strömungsabriss führte. Von den 157 Personen an Bord starben 59, während 98 überlebten. © picture-alliance / dpa/dpaweb | UPI
Flug Atlasjet 4203 (30. November 2007, Isparta, Türkei): Eine McDonnell Douglas MD-83 stürzte während des Landeanflugs nahe der Stadt Isparta ab. Die Ursache war ein Navigationsfehler, der die Maschine abseits der vorgesehenen Flugroute in bergiges Gelände führte. Alle 57 Insassen, darunter Passagiere und Besatzung, kamen bei dem Unfall ums Leben.
Flug Atlasjet 4203 (30. November 2007, Isparta, Türkei): Eine McDonnell Douglas MD-83 stürzte während des Landeanflugs nahe der Stadt Isparta ab. Die Ursache war ein Navigationsfehler, der die Maschine abseits der vorgesehenen Flugroute in bergiges Gelände führte. Alle 57 Insassen, darunter Passagiere und Besatzung, kamen bei dem Unfall ums Leben. © IMAGO / ABC Medya
Flug Pan Am 1736 und KLM 4805 (27. März 1977, Teneriffa): Zwei Boeing 747 kollidierten auf der Startbahn. Ein Kommunikations-Missverständnis und dichter Nebel führten zur Katastrophe. 583 Menschen starben, 61 überlebten.
Flug Pan Am 1736 und KLM 4805 (27. März 1977, Teneriffa): Zwei Boeing 747 kollidierten auf der Startbahn. Ein Kommunikations-Missverständnis und dichter Nebel führten zur Katastrophe. 583 Menschen starben, 61 überlebten. © IMAGO/Peter Dunne
Flug British European Airways 609 (6. Februar 1958, München): Eine Airspeed Ambassador stürzte beim dritten Startversuch auf dem verschneiten Flughafen München-Riem ab. Die Ursache war eine Vereisung der Tragflächen, die zum Strömungsabriss führte. 23 der 44 Insassen starben, darunter Spieler des Fußballclubs Manchester United.
Flug British European Airways 609 (6. Februar 1958, München): Eine Airspeed Ambassador stürzte beim dritten Startversuch auf dem verschneiten Flughafen München-Riem ab. Die Ursache war eine Vereisung der Tragflächen, die zum Strömungsabriss führte. 23 der 44 Insassen starben, darunter Spieler des Fußballclubs Manchester United. © IMAGO/Horace Tonge
Flug American Airlines 191 (25. Mai 1979, Chicago, USA): Eine McDonnell Douglas DC-10 verlor ein Triebwerk beim Start. Ein Wartungsfehler führte zum Absturz. Alle 271 Insassen und 2 am Boden starben.
Flug American Airlines 191 (25. Mai 1979, Chicago, USA): Eine McDonnell Douglas DC-10 verlor ein Triebwerk beim Start. Ein Wartungsfehler führte zum Absturz. Alle 271 Insassen und 2 am Boden starben. © Michael Laughlin via www.imago-images.de
Flug Air India 182 (23. Juni 1985, Atlantik nahe Irland): Eine Boeing 747 explodierte in der Luft aufgrund einer Bombe. Die Bombe wurde von Sikh-Extremisten platziert. Alle 329 Insassen kamen ums Leben.
Flug Air India 182 (23. Juni 1985, Atlantik nahe Irland): Eine Boeing 747 explodierte in der Luft aufgrund einer Bombe. Die Bombe wurde von Sikh-Extremisten platziert. Alle 329 Insassen kamen ums Leben. © IMAGO / ZUMA Press Wire
Flug Delta Air Lines 191 (2. August 1985, Dallas, USA): Eine Lockheed L-1011 stürzte aufgrund von Windscherung ab. Unwetterbedingungen wurden als Ursache identifiziert. 137 Menschen starben, 28 überlebten. (Symbolfoto)
Flug Delta Air Lines 191 (2. August 1985, Dallas, USA): Eine Lockheed L-1011 stürzte aufgrund von Windscherung ab. Unwetterbedingungen wurden als Ursache identifiziert. 137 Menschen starben, 28 überlebten. (Symbolfoto) © Silas Stein/dpa
Flug Japan Airlines 123 (12. August 1985, Gunma, Japan): Eine Boeing 747 stürzte nach einem strukturellen Versagen ab. Ein fehlerhaft reparierter Druckschott führte zum Unfall. 520 Menschen starben, 4 überlebten. Auf dem Foto ist das hintere Druckschott zu sehen.
Flug Japan Airlines 123 (12. August 1985, Gunma, Japan): Eine Boeing 747 stürzte nach einem strukturellen Versagen ab. Ein fehlerhaft reparierter Druckschott führte zum Unfall. 520 Menschen starben, 4 überlebten. Auf dem Foto ist das hintere Druckschott zu sehen. © IMAGO / ZUMA Press Wire
Flug Pan Am 103 (21. Dezember 1988, Lockerbie, Schottland): Eine Boeing 747 wurde durch eine Bombe zerstört. Libysche Terroristen waren verantwortlich. 270 Menschen starben, darunter 11 am Boden.
Flug Pan Am 103 (21. Dezember 1988, Lockerbie, Schottland): Eine Boeing 747 wurde durch eine Bombe zerstört. Libysche Terroristen waren verantwortlich. 270 Menschen starben, darunter 11 am Boden. © Crown_Office/dpa
Flug Avianca 52 (25. Januar 1990, Cove Neck, USA): Eine Boeing 707 stürzte nach Treibstoffmangel ab. Kommunikationsprobleme und schlechtes Wetter führten dazu. 73 Menschen starben, 85 überlebten. (Symbolfoto)
Flug Avianca 52 (25. Januar 1990, Cove Neck, USA): Eine Boeing 707 stürzte nach Treibstoffmangel ab. Kommunikationsprobleme und schlechtes Wetter führten dazu. 73 Menschen starben, 85 überlebten. (Symbolfoto) © IMAGO/Artur Widak
Flug Lauda Air 004 (26. Mai 1991, Suphanburi, Thailand): Eine Boeing 767 stürzte nach einem Triebwerksumkehrfehler ab. Ein technischer Defekt führte zum Absturz. Alle 223 Insassen starben.
Flug Lauda Air 004 (26. Mai 1991, Suphanburi, Thailand): Eine Boeing 767 stürzte nach einem Triebwerksumkehrfehler ab. Ein technischer Defekt führte zum Absturz. Alle 223 Insassen starben. © dpa
Flug China Airlines 611 (25. Mai 2002, Taiwanstraße): Eine Boeing 747 zerbrach in der Luft aufgrund von Material-Ermüdung. Ein früherer Schaden war nicht richtig repariert worden. Alle 225 Insassen kamen ums Leben.
Flug China Airlines 611 (25. Mai 2002, Taiwanstraße): Eine Boeing 747 zerbrach in der Luft aufgrund von Material-Ermüdung. Ein früherer Schaden war nicht richtig repariert worden. Alle 225 Insassen kamen ums Leben. © IMAGO/Dustin Shum
Flug Air France 447 (1. Juni 2009, Atlantik): Ein Airbus A330 stürzte nach einem Strömungsabriss ab. Vereiste Sensoren und Pilotenfehler waren die Ursachen. Alle 228 Insassen starben.
Flug Air France 447 (1. Juni 2009, Atlantik): Ein Airbus A330 stürzte nach einem Strömungsabriss ab. Vereiste Sensoren und Pilotenfehler waren die Ursachen. Alle 228 Insassen starben. © epa efe/dpa
Flug Turkish Airlines 1951 (25. Februar 2009, Amsterdam, Niederlande): Eine Boeing 737 stürzte beim Landeanflug ab. Ein defekter Höhenmesser führte zu einem Strömungsabriss. 9 Menschen starben, 120 überlebten.
Flug Turkish Airlines 1951 (25. Februar 2009, Amsterdam, Niederlande): Eine Boeing 737 stürzte beim Landeanflug ab. Ein defekter Höhenmesser führte zu einem Strömungsabriss. 9 Menschen starben, 120 überlebten. © epa anp Van Beek/dpa
Flug Air India Express 812 (22. Mai 2010, Mangalore, Indien): Eine Boeing 737 überschoss die Landebahn. Pilotenfehler und schlechte Wetterbedingungen führten zum Unfall. 158 Menschen starben, 8 überlebten.
Flug Air India Express 812 (22. Mai 2010, Mangalore, Indien): Eine Boeing 737 schoss über die Landebahn. Pilotenfehler und schlechte Wetterbedingungen führten zum Unfall. 158 Menschen starben, 8 überlebten. © Jagadeesh Nv/dpa
Flug Malaysia Airlines 370 (8. März 2014, Südchinesisches Meer): Ein Boeing 777 verschwand spurlos. Die Ursache bleibt unbekannt, aber Entführung oder technisches Versagen werden vermutet. Alle 239 Insassen gelten als tot.
Flug Malaysia Airlines 370 (8. März 2014, Südchinesisches Meer): Ein Boeing 777 verschwand spurlos. Die Ursache bleibt unbekannt, aber Entführung oder technisches Versagen werden vermutet. Alle 239 Insassen gelten als tot. © Azhar Rahim/dpa
Flug Malaysia Airlines 17 (17. Juli 2014, Ukraine): Eine Boeing 777 wurde durch eine Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Die Rakete wurde von pro-russischen Separatisten abgefeuert. Alle 298 Insassen starben.
Flug Malaysia Airlines 17 (17. Juli 2014, Ukraine): Eine Boeing 777 wurde durch eine Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Die Rakete wurde von pro-russischen Separatisten abgefeuert. Alle 298 Insassen starben. © Lloyd Jones/dpa
Flug Germanwings 9525 (24. März 2015, Französische Alpen): Ein Airbus A320 wurde absichtlich vom Co-Piloten Andreas Lubitz zum Absturz gebracht. Alle 150 Insassen starben.
Flug Germanwings 9525 (24. März 2015, Französische Alpen): Ein Airbus A320 wurde absichtlich vom Co-Piloten Andreas Lubitz zum Absturz gebracht. Alle 150 Insassen starben. © Guillaume Horcajuelo/dpa
Flug Metrojet 9268 (31. Oktober 2015, Sinai, Ägypten): Ein Airbus A321 explodierte in der Luft durch eine Bombe. Die Bombe wurde von IS-Terroristen platziert. Alle 224 Insassen starben.
Flug Metrojet 9268 (31. Oktober 2015, Sinai, Ägypten): Ein Airbus A321 explodierte in der Luft durch eine Bombe. Die Bombe wurde von IS-Terroristen platziert. Alle 224 Insassen starben. © Marina Lystseva/dpa
Flug Lion Air 610 (29. Oktober 2018, Java-Meer): Eine Boeing 737 MAX stürzte kurz nach dem Start ab. Ein fehlerhaftes Steuerungssystem (MCAS) war die Ursache. Alle 189 Insassen kamen ums Leben.
Flug Lion Air 610 (29. Oktober 2018, Java-Meer): Eine Boeing 737 MAX stürzte kurz nach dem Start ab. Ein fehlerhaftes Steuerungssystem (MCAS) war die Ursache. Alle 189 Insassen kamen ums Leben. © Agung Kuncahya/dpa
Flug Ethiopian Airlines 302 (10. März 2019, Bishoftu, Äthiopien): Eine Boeing 737 MAX stürzte kurz nach dem Start ab. Das MCAS-System war fehlerhaft. Alle 157 Insassen starben.
Flug Ethiopian Airlines 302 (10. März 2019, Bishoftu, Äthiopien): Eine Boeing 737 MAX stürzte kurz nach dem Start ab. Die Flugsteuerungssoftware (MCAS-System) war fehlerhaft. Alle 157 Insassen starben. © Mulugeta Ayene/dpa
Flug Ukraine International Airlines 752 (8. Januar 2020, Teheran, Iran): Eine Boeing 737 wurde versehentlich von einer iranischen Rakete abgeschossen. Die Rakete wurde während erhöhter Spannungen mit den USA abgefeuert. Alle 176 Insassen starben.
Flug Ukraine International Airlines 752 (8. Januar 2020, Teheran, Iran): Eine Boeing 737 wurde versehentlich von einer iranischen Rakete abgeschossen. Die Rakete wurde während erhöhter Spannungen mit den USA abgefeuert. Alle 176 Insassen starben. © IMAGO/Creative Touch Imaging Ltd
Flug Sriwijaya Air 182 (9. Januar 2021, Java-Meer): Eine Boeing 737 stürzte kurz nach dem Start ab. Technische Probleme und Pilotenfehler wurden vermutet. Alle 62 Insassen starben.
Flug Sriwijaya Air 182 (9. Januar 2021, Java-Meer): Eine Boeing 737 stürzte kurz nach dem Start ab. Technische Probleme und Pilotenfehler wurden vermutet. Alle 62 Insassen starben. © Susanto / Opn Images via www.imago-images.de

„Bricht ein Feuer im Gepäckraum aus, ist es nur schwer zu löschen und bringt die Passagiere in große Gefahr, da man dort während des Fluges nicht mehr hinkommt. In der Kabine kann ein Feuer frühzeitig erkannt und somit schnell gelöscht werden“, erklärt Jens Gögel aus dem Dezernat für Luftsicherheit der Bezirksregierung Münster. Seine Empfehlung: „In das Handgepäck gehören alle Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus und die Dinge, die man zwingend für die Stunden im Flugzeug braucht. Wenn man genau überlegt, ist das meist weniger als man glaubt.“ Im März fing ein Flugzeug der American Airlines Feuer und musste notlanden – offenbar gab es Probleme mit den Triebwerken.

Smartphone, Laptop und Powerbanks: Diese Regelung gilt bei der Lufthansa

Flugreisenden wird empfohlen, sich vor Reiseantritt sich über die geltenden Regeln und Einschränkungen zu informieren. Die führende deutsche Fluggesellschaft Lufthansa hat ihre Mitnahmeregelungen für Powerbanks zwar bislang noch nicht verschärft, hält sich aber an die internationalen Sicherheitsvorgaben und die Bestimmungen des Luftfahrt-Bundesamts. So sind Powerbanks im aufgegebenen Gepäck zwar generell verboten, im Handgepäck aber dürfen diese bis maximal 100 Wattstunden (Wh) mitgeführt werden, heißt es auf der Webseite. Das Aufladen von Powerbanks an Bord ist hingegen grundsätzlich nicht gestattet.

Die Mitnahme tragbarer elektronischer Geräte mit Lithium-Batterien sollte, „wenn immer möglich, im Handgepäck erfolgen“. Im aufgegeben Gepäck werden sie zwar nicht empfohlen, sind aber erlaubt. Hierfür gelten folgende Transportbestimmungen:

  • Maximal drei Geräte größer als ein Smartphone sind erlaubt.
  • Die Geräte dürfen nicht zusammen mit leicht brennbaren Materialien (beispielsweise Parfum) gepackt werden.
  • Die Geräte müssen vollständig ausgeschaltet sein (kein Stand-by-Modus).
  • Eine unbeabsichtigte Aktivierung sollte ausgeschlossen werden. Stellen Sie sicher, dass Anwendungen, Alarme oder voreingestellte Konfigurationen deaktiviert sind.
  • Schützen Sie Ihr Gerät durch eine geeignete Verpackung oder eine stabile Tasche mit ausreichend Polsterung.
  • Wenn Sie mehrere Geräte transportieren, verstauen Sie Ihre Geräte getrennt voneinander (z.B. durch Kleidung oder Originalverpackung).

Für Geräte mit einer Batterieleistung größer 100 Wh bis maximal 160 Wh ist eine Transportgenehmigung der Fluglinie erforderlich. Zu Jahresbeginn 2025 ereigneten sich fatale Flugzeug-Unfälle – Experten sprechen von einem weltweiten Phänomen.

Mitnahme von Powerbanks: Diese neuen Regeln gelten bei asiatischen Airlines

Bei asiatischen Airlines hingegen sieht es anders aus. Sie haben aus den früheren Brandfällen Konsequenzen gezogen und die Mitnahme von Akkus stark eingeschränkt. Laut ADAC gelten seit dem 1. März 2025 bei asiatischen Airlines, unter anderem Korean Air, China Airlines und Thai Airways bereits strengere Regeln. Bei Singapore Airlines sollen seit dem 1. April 2025 zusätzlich noch Kontrollen während des Flugs stattfinden.

So gilt in den asiatischen Fluglinien für die Mitnahme von Powerbanks folgende Regelung:

  • Externe Stromspeicher dürfen nicht an ein Handy angeschlossen werden.
  • Sie dürfen während des Fluges nicht geladen werden.
  • Powerbanks müssen in separaten Taschen (vorzugsweise aus Plastik) eingepackt oder in Isolierband eingewickelt sein.
  • Sie müssen in Reichweite aufbewahrt werden und dürfen nicht ins Gepäckfach.
  • Maximal fünf Powerbanks dürfen mitgeführt werden. Diese dürfen die Kapazität von bis zu 100 Wattstunden (Wh) nicht überschreiten.

Seit September 2024 gilt wieder die strenge Flüssigkeitsregel im Flugzeug. Auch bestimmte Lebensmittel sind an Bord nicht erlaubt. (vw)

Rubriklistenbild: © Christopher Neundorf/ Kirchner-Media/ Imago

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