Recycling-Lifehack

Spülschwämme nicht wegwerfen – Hobbygärtner-Lifehack kann Pflanzen helfen

+
Mit einem Spülschwamm können Sie nicht nur Blätter entstauben, er kann auch als Drainage dienen.
  • schließen

Weniger Gießen und Staunässe von Pflanzen verhindern: Ein Schwamm soll das Gärtnern einfacher machen. Wie die Methode funktioniert, erfahren Sie hier.

Ein Spülschwamm für Töpfe und Geschirr hat meist nur eine kurze Lebensdauer, bevor er weggeworfen wird. Und das ist aus hygienischen Gründen auch sinnvoll. Allerdings sammelt sich so in einem Haushalt im Laufe eines Jahres eine Menge an Plastikmüll an. Findige Hobbygärtner umgehen das Problem zumindest vorübergehend, indem sie den Schwamm als Drainagematerial in Blumentöpfen weiterverwenden – ob für die Zimmerpflanze oder die Blumenampel. Seine Funktion, Flüssigkeiten aufzusaugen, macht ihn zu einem praktischen Utensil bei der Pflanzenpflege. Die Methode ist einfach, doch es gibt einiges zu beachten.

Spülschwamm dient als Drainage für Topfpflanzen

Sie verreisen öfter, vergessen häufiger das Gießen oder Düngen oder ihre übergossenen Topfpflanzen ertrinken gerne mal in der Staunässe? Dann könnte ein ausgedienter Spülschwamm ihr Gärtnerleben vereinfachen. Ähnlich wie Blähton, Perlite oder Moos speichert ein Schwamm Wasser, den er nach und nach wieder an seine Umgebung abgibt, er lässt sich also als Feuchtigkeitslieferant oder als Drainage verwenden. Außerdem soll er dafür sorgen, dass der Dünger, mit dem man die Pflanze versorgt, nicht so schnell mit dem Gießen wieder ausgespült wird und somit länger wirksam ist, erklärt der YouTube-Kanal einfach & schnell in einem Lifehack.

Noch mehr spannende Gartenthemen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Anleitung für den Spülschwamm-Trick

So können Sie einem Spülschwamm ein zweites Leben als Pflanzenretter schenken:

  1. Den Schwamm eine Stunde lang in einer Schüssel mit Seifenwasser einweichen, dabei gelegentlich ausdrücken.
  2. Den Schwamm gut ausspülen und mit einer Schere in sehr kleine Stück schneiden.
  3. Beim Umtopfen oder Neupflanzen den Blumentopf ein paar Zentimeter hoch mit Erde füllen und je nach Topfgröße mehr oder weniger Schwammwürfel mit dem Substrat mischen.
  4. Die Wunschpflanze einsetzen und die Lücken im Topf mit Erde auffüllen. Die Pflanze angießen.

Auch alte Plastiktöpfe müssen Sie übrigens nicht wegschmeißen, sie lassen sich ebenfalls auf vielfältige Weise wiederverwenden.

Spülschwamm löst viele Gärtner-Probleme, könnte aber auch neue schaffen

Die Methode stößt bei den Usern einerseits auf Begeisterung, andererseits finden sich auch kritische Stimmen, da man mit der Methode Mikroplastik in die Erde einbringt – für essbare Pflanzen wie Kräuter, Obst oder Gemüse sei er keine gute Option. Genialetricks.de empfiehlt, biologisch abbaubare Schwämme zu verwenden. Beispielsweise könnten Sie in der nächsten Saison Luffa-Gurken im Garten oder auf dem Balkon anbauen und deren Früchte als Schwamm verwenden.

Von Pflanzenkauf bis Blumentopf – zehn Tipps, die beim Gärtnern Geld sparen

Frau im Gartencenter trägt Topf mit jungem Obstbaum.
Kaufen Sie Stauden und Gehölze lieber als junge Pflanzen. Je länger eine Pflanze vom Händler gehegt und gepflegt wird, desto teurer wird sie. Außerhalb der Saison ist die Ware meist noch günstiger. © Alexander Limbach/Imago
Wurzelnackte Rosen mit Schere
Wurzelnackte Pflanzen werden oft von Obstbäumen, Sträuchern oder Rosen angeboten und sind deutlich günstiger als Pflanzen mit Topf und Wurzelballen. © Zoonar/Imago
Gesammelte Malvensamen und Blüte
Wenn Sie Pflanzen aus Samen ziehen, ist dies wesentlich günstiger als der Kauf von Jungpflanzen. Man muss nur früher im Jahr damit anfangen. © blickwinkel/Imago
Person gewinnt Samen aus gelber Cocktail-Tomate
Noch billiger wird’s, wenn man die Pflanzensamen nicht im Handel kauft, sondern das Saatgut nach der Blüte oder aus Obst und Gemüse selbst gewinnt. Vor allem bei seltenen Sorten lohnt sich die Mühe doppelt. © Zoonar/Imago
Rosmarin-Stecklinge, Anzucht, Blumentopf mit Abdeckhaube
Ebenso verhält es sich mit Ablegern oder Stecklingen – wer diese selber zieht, spart bei Kräutern, Stauden und Gehölzen bares Geld. © imagebroker/Imago
Frau kauft von Mann Pflanzen auf Flohmarkt
Auf Pflanzentausch- oder Kaufbörsen und Flohmärkten kann man Blumen und Gemüsepflanzen oft für einen Bruchteil dessen aus dem Gartencenter erstehen. © Funke Foto Services/Imago
alte Wanderschuhe dekorativ bepflanzt - Upcycling
Nicht jede Pflanze verlangt einen teuren Topf. Werden Sie mit Upcycling-Ideen kreativ, bevor ausgediente Gegenstände auf dem Müll landen. © Zoonar/Imago
Herstellung Brennnesseljauche, Schüssel in Beet
Selbst gemachte Pflanzenjauchen aus Brennnesseln oder eine Ackerschachtelhalm-Brühe sparen den Dünger und Pflanzenschutzmittel gegen Schädlinge und Krankheiten. © imagebroker/Imago
Schüssel mit Obst- und Gemüseresten
Sammeln Sie Obst- und Gemüsereste sowie andere Küchenabfälle für eigenen Kompost. Ein Bokashi-Eimer hat auch im kleinsten Garten Platz. © Panthermedia/Imago
Person schneidet Baum mit Astschere.
Beim Werkzeugkauf gilt: Qualität vor Quantität. Man benötigt nicht allzu viele Gerätschaften, aber wer hier zu Billigware greift, zahlt später bei schnellem Verschleiß oft drauf. Größere Geräte wie Rasenmäher könnte man auch leihen oder mit dem Nachbarn teilen. © Panthermedia/Imago

Wer einen Plastik-Schwamm im Blumentopf einsetzt, sollte die Pflanze regelmäßig auf Schimmel oder Wurzelfäule untersuchen. Für schwer erreichbare Ampelpflanzen wiederum könnte diese Art der Drainage hilfreich sein. Nicht alle Pflanzen, wie zum Beispiel Geranien, Rosmarin oder Sukkulenten, sind gleichermaßen für diese Anwendung geeignet, da die Erde zwischen den Gießgängen kurzzeitig austrocknen sollte.

Kommentare