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Bei strahlendem Wetter ist Sonnencreme unverzichtbar. Stiftung Warentest hat eine Reihe untersucht – die gute Nachricht: einige preisgünstige Marken überzeugen.
Kassel – Sommer, Sonne, Sonnencreme: Egal ob beim Strandurlaub, in den Bergen oder im Alltag auf dem Fahrrad oder beim Joggen – bei den ersten sommerlichen Temperaturen, sind Sonnenschutzmittel ein Muss. Aber Vorsicht: die schützende Lotion kann bei falscher Lagerung mitunter gefährlich werden.
Sonnencremes sind wichtig, um einen unangenehmen Sonnenbrand zu verhindern und Hautkrebs vorzubeugen. Haben sie ihre angegebenen Mindesthaltbarkeitsdaten überschritten, ist ein ausreichender UV-Schutz nicht mehr gewährleistet. In Super- und Drogeriemärkten gibt es eine große Auswahl an Sonnenschutzmittel. Doch welche Sonnencreme ist die beste und schützt wirklich vor schädigender UV-Strahlung? Die Stiftung Warentest hat insgesamt zwanzig Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor 30 bis 50+ genauer unter die Lupe genommen – darunter auch preisgünstige Handelsmarken.
Sonnencremes auf dem Prüfstand: Stiftung Warentest untersucht Klassiker und günstigere Marken
Das Sonnenlicht wirkt sich positiv auf den Körper und die Psyche des Menschen aus, sie stärkt das Immunsystem und ist notwendig für die Bildung von Vitamin D und hilft so gegen einen Mangel. Doch zu viel kann schädlich sein. Denn wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) informiert, kann ultraviolette (UV-) Strahlung die Haut nachhaltig beschädigen.
Die BfS empfiehlt daher einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30, sonnenreiche Regionen erfordern einen LSF von 50+. Wer sich eincremt, fühlt sich sicher. Doch halten die Sonnenschutzmittel auch wirklich, was sie versprechen? Unter den 20 Sonnencremes, die von Stiftung Warentest geprüft wurden, befanden sich unter anderem:
- Klassiker wie Nivea, Garnier und Ladival
- Produkte von dm, Rossmann, Edeka und Lidl
- Aus der Apotheke von Avène, Eucerin und Vichy
Stiftung Warentest: Produkte von Edeka und Rossmann sind Testsieger
Das Ergebnis der Stiftung Warentest dürfte überraschen. Denn wer teuer cremt, ist nicht unbedingt besser geschützt – auch Discounter-Marken schützen ebenso gut vor UV-Strahlen. Als klare Testsieger gehen die Produkte von Edeka und Rossmann hervor. Beide erhalten in allen Testkategorien durchweg die Bewertung „Sehr gut“ und „Gut“. Lediglich bei der Lesbarkeit und Vollständigkeit der Anwendungshinweise gab es minimale Abzüge.
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Folgende Sonnencremes konnten hingegen im Test nicht überzeugen:
- „Cien Sun Sonnenmilch 50“, von Lidl
- „Sensitive Expert+ Ultraleichte Sonnenschutzmilch 50“, von Garnier Ambre Solaire
- „Sonnenspay 50“, von i+m Naturkosmetik Berlin
- „Sonnenlotion Sensitive 30“, von Lavera Naturkosmetik
- „Million Dollar Sun Cream“, von Lush
- „Sun Care & Protect Sun Cream 30“, von M.Asam
Unter den mit einem „Mangelhaft“ bewerteten Produkten waren auch solche, die in früheren Tests zu den Besten gehört hatten: Lidl und Garnier. Beide Sonnencremes können den angegebenen UV-Schutz nicht einhalten. Alle Testergebnisse können Sie kostenpflichtig hier online nachlesen. Vor Kurzem testete die Stiftung Warentest auch Kindersitze – vier fielen gnadenlos durch.
20 Sonnencremes im Test: Vier Produkte enthalten gesundheitskritische Weichmacher
Die Verbraucherorganisation hat nach eigenen Angaben die Sonnenschutzmittel erstmals nicht nur auf UV-Schutz, sondern auch auf kritische Weichmacher untersucht. Anlass waren Untersuchungen des Umweltbundesamts, die in Urinproben „ein Abbauprodukt von Weichmachern gefunden hatten, die aus Sonnencremes stammen könnten“.
„Der Einsatz dieses Weichmachers ist laut EU-Kosmetikverordnung verboten“, so die Tester. Bei gleich vier Produkten wurde die Stiftung Warentest jedoch fündig. Betroffen waren die Produkte von:
- Newkee
- Ladival
- Müller
- Kaufland
Diese enthielten den Weichmacher Di-n-hexylphthalat (DnHexP). Die von den Testern gemessenen Konzentrationen bergen nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung jedoch kein akutes Gesundheitsrisiko, weshalb die Produkte noch mit „Ausreichend“ und insgesamt mit „Befriedigend“ bewertet wurden. „In die Produkte gehört kein Weichmacher und wir fordern von den Anbietern strengere Qualitätskontrollen“, sagt Lea Lukas von Stiftung Warentest gegenüber dem SWR3. Verbotene Weichmacher fand Öko-Test kürzlich auch bei getesteten Kindersonnencremes – sieben Produkte waren betroffen. Aktuell ist Rewe von einem dringenden Rückruf betroffen – Basilikum der Eigenmarke Ja! ist mit Salmonellen kontaminiert. (vw)
