Verlust eines geliebten Menschen

Keine „typische Reaktion“ nach dem Tod eines Angehörigen: Die fünf Trauerphasen im Überblick

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Wie wir trauern, hängt stark vom eigenen Charakter ab. Doch es gibt Psychologen zufolge Phasen, die viele Betroffene auf die ein oder andere Weise durchlaufen.

Trauergefühle können verschiedene Ursachen haben. Eine Trennung, ein Abschied oder ein verloren gegangenes Erinnerungsstück machen uns traurig. Die schmerzhafteste Form der Trauer ist aber der Verlust eines geliebten Menschen. Wenn ein Unfall oder eine Krankheit eine Person aus dem Leben reißen, fallen enge Angehörige in ein Loch. Die Lebensplanung fällt plötzlich in sich zusammen und nicht wenige Angehörige erleben eine depressive Phase.

Psychologen sprechen von verschiedenen Trauerphasen, die Trauernde durchlaufen. Wie lange das Trauergeschehen dauert, ist extrem unterschiedlich. Auch die Dauer der einzelnen Phasen kann stark variieren. Beeinflusst wird der Trauerprozess vor allem durch den Charakter eines Menschen. Aber auch die Beziehung zum Verstorbenen und die Umstände des Todes spielen eine wichtige Rolle. Am Ende des Trauerprozesses steht eine Neuorientierung, das Leben wird neu geordnet und Betroffene können im Optimalfall wieder optimistisch in die Zukunft blicken.

Trauerphasen können unterschiedlich stark ausgeprägt verlaufen

Was bedeutet Resilienz?

„Widerstandsfähigkeit“ wäre ein geeignetes Synonym für den Begriff. Wer resilient ist, hat die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu überstehen. Beispiele wären etwa Naturkatastrophen oder Kriege. Aber auch der Tod von Angehörigen fällt in den Bereich der schwierigen Lebensphasen.

Eine typische Trauerphase gibt es nicht. Jeder Mensch ist unterschiedlich und verarbeitet einen Verlust anders. Dies kann sich nach außen ganz verschieden äußern. Die einen sind ständig unterwegs und suchen Gesellschaft. Die anderen ziehen sich zurück. Doch egal, wie resilient man ist: Fünf Trauerphasen sollen die meisten Menschen durchlaufen müssen, wie in der Psychologie angenommen wird.

Tiefe Trauer zeigt sich je nach betroffener Person ganz unterschiedlich.

Die amerikanisch-schweizerische Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross gilt als Begründerin der „Fünf Phasen der Trauer“-Theorie. Diese Phasen erlebt nicht jeder Mensch, der einen Verlust erlebt hat, genau in derselben Reihenfolge. Auch ist es möglich, dass nicht alle Menschen alle Phasen durchlaufen. Trauer ist ein individueller Prozess, und Menschen können zwischen den Phasen hin und her gehen. Es gibt auch Kritik an dem starren Phasenmodell, da es die Vielfalt der individuellen Trauererfahrungen möglicherweise nicht ausreichend berücksichtigt.

Die fünf Trauerphasen nach Kübler-Ross

  • Verleugnung (Negation): In dieser Phase kann der Verlust schwer zu akzeptieren sein. Menschen können dazu neigen, ihn zu leugnen oder zu ignorieren, als ob er nicht wirklich passiert wäre. Dies dient oft als Schutzmechanismus, um den Schmerz vorübergehend zu mildern.
  • Zorn (Wut): Wenn die Realität des Verlusts durchdringt, können sich Emotionen in Form von Wut manifestieren. Diese Wut kann sich gegen Gott, andere Menschen, sich selbst oder sogar gegen die verstorbene Person richten. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Wut ein natürlicher Bestandteil des Trauerprozesses ist.
  • Verhandeln: In dieser Phase versuchen Menschen oft, mit einer höheren Macht oder dem Schicksal zu „verhandeln“, um den Verlust rückgängig zu machen. Dies kann durch das Festlegen von Bedingungen oder das Hinterfragen von Entscheidungen geschehen. Es ist ein Versuch, wieder Kontrolle zu gewinnen.
  • Depression: Die Realität des Verlusts kann zu tiefer Traurigkeit und Niedergeschlagenheit führen. In dieser Phase kann der Trauernde die volle Auswirkung des Verlusts erkennen und akzeptieren. Depression in diesem Kontext bezieht sich nicht notwendigerweise auf eine klinische Depression, sondern auf eine tiefe emotionale Reaktion.
  • Akzeptanz: Die letzte Phase beinhaltet die schrittweise Akzeptanz der Realität des Verlusts und die Anpassung an ein Leben ohne die verstorbene Person. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Trauer völlig verschwindet, sondern dass die Person beginnt, den Verlust zu integrieren und weiterzuleben.

Sie sind depressiv? Bei der Telefon-Seelsorge bekommen Sie rund um die Uhr Hilfe – an jedem Tag im Jahr: Rufen Sie 0800 1110111 oder 0800 1110222 an. Der Anruf ist kostenfrei. Ihre Telefonnummer wird nicht übertragen und Sie müssen Ihren Namen nicht sagen. Das Gespräch dauert so lange wie nötig.

Depression: Mit zehn Lebensmitteln die Psyche stabilisieren

Äpfel
Nährstoffe beeinflussen unseren Gehirnstoffwechsel und sorgen für ein Gleichgewicht der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin. Sie regulieren körperliches Wohlbefinden, Glücksgefühle, Stressempfinden oder die Stimmung. Deshalb ist für Patienten mit Depression eine gesunde Ernährung mit entzündungshemmenden Lebensmitteln, vielen wichtigen Nährstoffen und guten Fetten wichtig. Sie kann dem Körper dabei helfen, die Balance wiederherzustellen. Äpfel liefern beispielsweise Bausteine für die Herstellung von Noradrenalin und können so die Psyche unterstützen. © Dieter Heinemann/IMAGO
Ananas
Noradrenalin ist vor allem in Stresssituationen wichtig. Es sorgt dafür, dass man sich aufmerksam und leistungsfähig fühlt. Ananas kann bei der Herstellung von Noradrenalin helfen und somit die Psyche unterstützen. © photo-poster/IMAGo
Hafer
Wenn es um Noradrenalin geht, dann kann auch Hafer bei der Produktion des Neurotransmitters und bei der Linderung von Depressionen helfen. Das Getreide liefert die nötigen Bausteine für seinen Aufbau. Hafer und Haferflocken sind außerdem glutenarm und gleichzeitig deutlich nährstoffreicher als alle anderen Getreidearten. © Timmary/IMAGO
Bananen
Bananen liefern nicht nur Bausteine für den Aufbau von Noradrenalin, sondern fördern auch die Produktion von Dopamin. Der Neurotransmitter ist auch als „Botenstoff des Glücks“ bekannt. Ein Mangel an dem Glückshormon kann zu den Ursachen einer Depression zählen. © OZMedia/IMAGO
Paprika
Paprika ist voll von Vitamin C, welches das Immunsystem stärkt, die Aufnahme von Eisen in den Blutkreislauf verbessert und antioxidativ wirkt. Es senkt somit nicht nur das Risiko für Krebs, sondern kann auch die Produktion von Dopamin anregen und bei Depressionen helfen. © algae/IMAGO
Karotten im Supermarkt
Genauso wie Bananen und Paprika können auch Karotten die Produktion von Dopamin fördern. Sie unterstützen jedoch nicht nur bei Depressionen, sondern stärken auch das Immunsystem und können eine Erhöhung des Cholesterinspiegels im Blut verhindern. © Ute Grabowsky/photothek.de/IMAGO
Avocado
Avocados schmecken nicht nur gut, sondern sind ebenfalls förderlich für die Produktion von Dopamin.  © imago stock&people/IMAGO
Mandeln
Auch Serotonin zählt zu den Botenstoffen, die unter anderem unsere Stimmung oder unser Stressempfinden regulieren. Mandeln können dafür sorgen, dass Ihr Serotoninspiegel ansteigt. © Science Photo Library/IMAGO
Eine Frau isst ein Stueck Schokolade.
Dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von über 80 Prozent ist gut für Ihren Serotoninspiegel. Zudem hat sie einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System und eignet sich für Abnehmwillige. © Thomas Trutschel/photothek via www.imago-images.de
Feigen
Zu guter letzt zählen auch Feigen zu den Stimmungsaufhellern unter den Lebensmitteln. Auch sie können den Serotoninspiegel anheben. © Sevablsv/IMAGO

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Rubriklistenbild: ©  Antonio Guillem/Imago

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