Das steckt hinter dem Verhalten

Warum ziehen es Katzen vor, dass man ihre Pfoten nicht berührt?

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Katzen mögen es nicht so gerne, an den Pfoten berührt zu werden, weil diese besonders empfindlich sind. (Symbolbild)
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Es ist allgemein bekannt, dass Katzen es nicht schätzen, wenn ihre Pfoten berührt werden – vier Gründe, warum Hauskatzen darauf sensibel reagieren.

Viele Katzenbesitzer kennen es: Man möchte liebevoll die Samtpfoten der Katze streicheln, doch die Katze zieht ruckartig ihre Pfote weg oder zeigt sogar leichte Abwehrreaktionen. Aber warum reagieren Katzen so empfindlich auf das Berühren ihrer Pfoten?

Katzenpfoten sind echte Multitalente: Mit ihren Pfoten jagen, klettern und verteidigen sich Katzen. Sie haben dort viele feine Nervenenden, die Berührungen und sogar Erschütterungen im Boden spüren können. Zwischen den Pfotenballen sitzen Duftdrüsen. Wenn Katzen kratzen, markieren sie gleichzeitig ihr Revier mit ihrem Geruch. Kurz gesagt: Die Pfoten sind für Katzen sehr wichtige und empfindliche Körperteile – fast wie für uns die Hände.

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Zehn No-Gos von Katzen: auf dem Arm getragen werden, laute Geräusche & Co.

Eine schlafende Katze.
Auch wenn sie dabei besonders niedlich und hübsch aussehen, hassen es Katzen, beim Schlafen gestört zu werden. Sie benötigen täglich ausreichend Schlaf, um mit ihrer Energie zu haushalten sowie zur Kontrolle des Stoffwechsels. Genauso wenig schätzen die Stubentiger es im Übrigen, wenn man sie beim Fressen stört. © VWPics/Imago
Eine Katze – man sieht nur ihre Beine – sitzt vor zwei aufeinandergestapelten Mandarinen.
Katzen haben ein feines Näschen und können manche beißenden oder stechenden Gerüche nicht ausstehen. Dazu gehören ätherische Öle, der Geruch bestimmter Lebensmittel oder manche Küchendüfte. Zitrusaromen, Kaffeesatz, Bananenschalen, Zwiebeln, Knoblauch und Essig schlagen manche Katzen direkt in die Flucht. Auch einige Zimmerpflanzen, Blumen oder die ätherischen Düfte von Tannennadeln empfinden Katzen als extrem unangenehm. Der Vorteil: Die meisten der verhassten Pflanzen könnten bei Verzehr giftig sein. Menschengemachte Gerüche wie Haushaltsreiniger und Parfums sind für Katzen überwiegend zu stark und werden daher als störend empfunden. © Pond5 Images/Imago
Ein Babykätzchen versteckt sich.
Neben ihrem feinen Näschen besitzen Katzen auch ein extrem empfindliches Gehör. Damit reagieren sie auf Veränderungen in ihrer Umgebung. Wird es um sie herum plötzlich laut, können sie nicht zuordnen, weshalb das passiert. Aus diesem Grund ertragen sie keine lauten Geräusche – sogar Streit kann für sie zur Belastung werden. © Panthermedia/Imago
Eine Katze kuschelt sich an eine Frau, die gerade Yoga macht.
Streicheln, kuscheln, anfassen – für Katzen ist das nicht immer ein Genuss. Erfahrene Katzenbesitzer wissen, dass die Stubentiger hin und wieder empfindlich auf Berührungen reagieren können. Lassen Sie die Mieze ihre eigenen Regeln machen und warten Sie am besten darauf, dass sie zu Ihnen kommt. Streicht sie um Ihre Beine oder stupst Sie mit dem Näschen an, möchte sie gestreichelt werden. © Zoonar/Imago
Eine Katze sitzt vor einer geschlossenen Holztüre.
Katzen mögen keine Frustration. Dazu gehören nicht nur verschlossene Türen, sondern auch Spiele, bei denen sie nicht gewinnen können. Bleibt die Belohnung aus oder wird der Jagdtrieb nicht befriedigt, ist es mit der guten Laune vorbei. Verschlossene Türen hingegen widersprechen der neugierigen Natur von Katzen. Hören sie dann auch noch Geräusche dahinter, wie beispielsweise von ihren Besitzern, kann der Katzenjammer schnell groß werden. © Danita Delimont/Imago
Ein Katzenbaby und ein Entenbaby beschnuppern sich.
Die meisten Katzenbesitzer meinen es gut, wenn sie ihren Tieren tief in die Augen blicken. Was sie dabei nicht wissen, ist, dass Katzen das Angestarrt werden als Bedrohung wahrnehmen. Aus Sicht einer Katze ist es höflich, sie nur kurz anzuschauen. Geheimtipp: Möchten Sie Ihrem Liebling sagen, dass Sie ihn lieben, blinzeln Sie ihn langsam, aber kurz an. © Image Source/Imago
Zwei schwarze Katzen beäugen einen Saugroboter misstrauisch.
Katzen können Staubsauger nicht ausstehen. Sie empfinden ihn nicht nur als zu laut, sondern auch als unberechenbar. Kein Wunder: Er bewegt sich durch das ganze Haus und damit, ohne zu fragen, durch ihr Revier. Er reinigt ihre Lieblingsplätze, aus ihrer Sicht, ohne Grund. Nur wirklich gelassene Artgenossen ertragen den saugenden Mitbewohner. © Westend61/Imago
Eine Katze sitzt mit großen Augen auf einem Menschenarm.
Eine Sache, die fast alle Katzenbesitzer tun, die jedoch für die meisten Katzen ein Graus ist: Die geliebten Haustiere hochheben und sie auf dem Arm tragen. Die gelassenen Exemplare lassen die Tortur über sich ergehen, viele wehren sich jedoch vehement dagegen. Der Grund ist eigentlich offensichtlich. Oftmals werden Katzen in dieser Position dazu gezwungen, ihren empfindlichen Bauch zu präsentieren. Sie sind dann verletzlich und empfinden das Getragen werden als unangenehm. © blickwinkel/Imago
Einer Katze wird ein Duschkopf über ihren Kopf gehalten.
Es stimmt, dass viele Katzen wasserscheu sind. Baden ist für diese Tiere aber nicht nur eine reine Qual, sondern in den meisten Fällen auch unnötig. Genauso verhält es sich, wenn ein verärgerter Nachbar den Wasserschlauch auf die Stubentiger hält. Allerdings ist es möglich, junge Kätzchen frühzeitig an Wasser zu gewöhnen. Ob Baden dann notwendig ist, sollten sich Katzenhalter dennoch gut überlegen, denn für gewöhnlich halten sich die Tiere selbst am besten sauber. In Ausnahmefällen wie Verletzungen oder Alterserscheinungen kann ein Bad jedoch eine sinnvolle Ausnahme darstellen. © YAY Images/Imago
Eine Katze leckt ihre Pfoten mit der Zunge.
Katzen sind sehr reinlich und mögen es auch in ihrer Umgebung am liebsten sauber und gepflegt. Altes Futter oder ein schmutziges Katzenklo können die Samtpfoten daher gar nicht leiden. Taucht in der Katzentoilette also ein Häufchen auf, entfernen Sie es besser und stellen damit sicher, dass Ihre Katze auch beim nächsten Bedürfnis ihr Klo und keinen anderen Ort in der Wohnung wählt. © YAY Images/Imago

Die 4 wichtigsten Gründe, warum Katzen es nicht mögen, an den Pfoten berührt zu werden

1. Überempfindlichkeit:
Die vielen Nerven in den Pfoten machen sie extrem sensibel. Schon eine sanfte Berührung kann bei manchen Katzen ein kitzelndes oder sogar unangenehmes Gefühl auslösen. Ähnlich wie bei uns Menschen, wenn jemand plötzlich unsere Fußsohlen berührt.

2. Gefühl von Bedrohung:
Für Katzen sind Pfoten gleichbedeutend mit Verteidigung. Über ihre Krallen können sie sich im Ernstfall blitzschnell schützen. Wird diese „Waffe“ von außen angefasst oder festgehalten, fühlen sie sich instinktiv wehrlos und unsicher.

3. Verlust der Duftmarken:
Über ihre Pfoten verbreiten Katzen ihren eigenen Geruch, mit dem sie ihr Revier markieren. Wird dieser Duft durch Berührungen verwischt, kann das Stress oder Unsicherheit auslösen – selbst bei sehr zutraulichen Tieren.

4. Negative Erfahrungen:
Katzen, die schlechte Erfahrungen gemacht haben – etwa durch unangenehme Tierarztbesuche, grobes Festhalten oder schmerzhaftes Krallenschneiden – speichern dies ab. Das Anfassen der Pfoten wird dann sofort mit Gefahr oder Schmerz verknüpft.

Können Katzen lernen, das Berühren der Pfoten zu akzeptieren?

Manchmal ist es nötig, dass wir die Pfoten unserer Katze anfassen – sei es für die Fellpflege, das Krallenschneiden oder eine Gesundheitskontrolle. Damit das möglichst stressfrei abläuft, gibt es einige bewährte Tipps:

Gewöhnen Sie Ihre Katze langsam daran

  • Beginnen Sie mit Streicheleinheiten an vertrauten Stellen wie Kopf oder Rücken.
  • Gehen Sie Schritt für Schritt näher an die Pfoten.
  • Jede kleine Berührung der Pfoten sollte sofort belohnt werden – mit sanfter Stimme, Lob oder einem Leckerli.

Achten Sie auf Körpersprache

  • Signale wie Schwanzzucken, angelegte Ohren oder ein steif gehaltener Körper zeigen, dass die Katze sich unwohl fühlt.
  • In diesem Fall: Berührung sofort beenden und später einen neuen Versuch starten.

Machen Sie die Pfotenpflege positiv

  • Bauen Sie das Berühren spielerisch in die Routine ein, ohne Zwang.
  • Bleiben Sie dabei sanft und berühren die Katze nur in kurzen Einheiten.

Besonders junge Katzen kann man spielerisch daran gewöhnen, ihre Pfoten berühren zu lassen. Ältere Katzen benötigen mehr Geduld – aber mit Zeit und Vertrauen gelingt es oft.

Was tun, wenn eine Pfotenkontrolle dringend nötig ist?

Vermeiden Sie Stress: Wählen Sie eine ruhige Tageszeit, an der Ihre Katze entspannt ist. Arbeiten Sie mit Ablenkung: Zum Beispiel mit einem Schleck-Snack, den Ihre Katze nebenbei genießen kann.

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