Krebs vorbeugen mit Kaffee: Koffein und Pflanzenstoffe schützen Leber, Darm, Niere und Haut
VonJuliane Gutmann
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Kaffee gilt als ultimativer Wachmacher. Für Mediziner interessanter sind allerdings seine krankheitsvorbeugenden Wirkungen.
Der tägliche Kaffee gehört für viele wie selbstverständlich mit dazu. Viele „Koffein-Junkies“ schwören auf die wach machende und euphorisierende Wirkung von Koffein. Wie bei den meisten anderen Genussmitteln gilt aber: Man sollte Koffein nicht überdosieren, weil sonst ein Koffeinschock droht. So kann ein Zuviel an Koffein Nervosität, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Wahrnehmungsstörungen, Herzrhythmusstörungen und erhöhte Atemfrequenz zur Folge haben, so das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Gesundheitliche Risiken können sich dem BfR zufolge bei Überschreitungen der Verzehrempfehlung von einer Portion pro Tag mit mehr als 200 Milligramm Koffein ergeben. In einer Tasse Filterkaffee (rund 200 ml) stecken rund 90 mg Koffein.
Doch konsumiert man Kaffee nicht im Übermaß, kann sich der Trank positiv auf unsere Gesundheit auswirken. So soll die euphorisierende Wirkung von Kaffee sogar einer Depression vorbeugen können. Außerdem weisen Forschungsergebnisse darauf hin, dass Kaffeetrinker seltener an Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt sowie Diabetes erkranken. Dies hat lebensverlängernde Wirkung.
Mit Kaffee gegen Krebs: Koffein und sekundäre Pflanzenstoffe schützen die Zellen
Auch das Krebsrisiko wird durch Substanzen im Kaffee positiv beeinflusst. So informiert das Ärzteblatt, dass Kaffeetrinker etwas seltener an Hautkrebs, Brustkrebs und Prostatakrebs erkranken als Abstinenzler. Besonders deutlich sei der Einfluss auf die Leber. Das Risiko einer Leberzirrhose war in epidemiologischen Studien um 55 Prozent gesenkt und auch Leberkrebs trat ganze 40 Prozent seltener auf, heißt es weiter.
Welche pflanzlichen Substanzen, die der Gesundheit gut tun, finden sich in Kaffee?
In Kaffee finden sich Antioxidantien. Diese Substanzen schützen den Körper vor freien Radikalen – bestimmten Stoffwechselprodukten, die chemisch hochreaktiv sind und Zellschäden verursachen können. Diese Schäden können die Zellen entarten lassen, was Krebs zur Folge haben kann. Antioxidantien aus der Nahrung sind zum Beispiel sekundäre Pflanzenstoffe. In Kaffee sind das der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zufolge vor allem Phenolsäuren.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.