VonLars Pollmannschließen
Borussia Dortmund beginnt in Freiburg eine englische Auswärts-Woche. Trainer Niko Kovač überrascht mit einem Neuling in der BVB-Aufstellung.
Update vom 05. April, 14:15 Uhr: Die BVB-Aufstellung ist da! Kapitän Emre Can und Torjäger Serhou Guirassy haben es in den Kader geschafft, Niklas Süle ist in Dortmund geblieben. Doch nur Can steht auch in der Startaufstellung und verteidigt wahrscheinlich in einer Dreierkette neben Waldemar Anton und Ramy Bensebaini. Guirassy sitzt zunächst auf der Bank, im Angriff beginnen erneut Karim Adeyemi und Maximilian Beier.
Die BVB-Aufstellung in Freiburg:
Kobel – Anton, Can, Bensebaini – Ryerson, Groß, Chukwuemeka, Svensson – Brandt – Adeyemi, Beier
Die große Überraschung findet sich im Mittelfeld des BVB: Trainer Niko Kovač lässt Leihspieler Carney Chukwuemeka erstmals von Beginn an spielen. Der junge Engländer stand bisher lediglich 74 Minuten als Joker auf dem Platz. In der Startelf ersetzt er Salih Özcan, wobei wohl Pascal Groß als Sechser agieren wird und Chukwuemeka mehr offensive Freiheiten genießt.
Erstmeldung vom 03. April: Dortmund – Borussia Dortmund gastiert am Samstag (15.30 Uhr) zum 28. Spieltag der Bundesliga beim SC Freiburg.
Nach dem Heimsieg gegen den FSV Mainz 05 will der BVB im nächsten direkten Duell um die Europapokalränge nachlegen. Die Breisgauer liegen vor dem Aufeinandertreffen vier Punkte vor Dortmund auf Tabellenplatz sieben.
Nach den Siegen von Arminia Bielefeld und des VfB Stuttgart im Halbfinale des DFB-Pokals können sich Freiburg und Dortmund nicht mehr darauf verlassen, dass Platz sieben am Saisonende für einen internationalen Wettbewerb reicht. Umso wichtiger wäre für beide Seiten ein Sieg am Samstag.
Couto und Schlotterbeck fehlen dem BVB gesperrt
Der BVB geht dabei allerdings mit erheblichen Fragezeichen in die unmittelbare Spielvorbereitung. Fest steht, dass Yan Couto und der neue Ecken-Gott Nico Schlotterbeck jeweils wegen der fünften Gelben Karte aus dem Spiel gegen Mainz gesperrt sind. Doch das ist nur der Anfang vom Abwehr-Chaos, das Dortmund-Trainer Niko Kovač droht.
„Emre Can hat noch nicht mit der Mannschaft trainiert“, sagte Kovač am Donnerstag in der Spieltagspressekonferenz des BVB. Der Kapitän klagte am Sonntag während der Partie gegen Mainz über Adduktoren-Beschwerden, biss sich aber bis zum Schlusspfiff durch. Ob der seit Monaten als Innenverteidiger stark aufspielende EM-Fahrer gegen Freiburg mitwirken kann, ist noch offen.
Neben Can ist auch Süle beim BVB fraglich
Selbiges gilt auch für die logische Alternative, sollte es bei Can nicht reichen. „Niklas Süle hatte beim Spiel gegen Mainz einen schmerzhaften Zusammenprall, hat ein starkes Hämatom am Beckenkamm und hat auch noch nicht mit der Mannschaft trainiert“, erklärte Kovač.
Es scheint also möglich, dass Dortmund in Freiburg mit Waldemar Anton nur ein vollwertiger Innenverteidiger zur Verfügung steht. Auch Talent Filippo Mané ist derzeit verletzt, hätte mutmaßlich aber ohnehin keine Rolle gespielt. Die wahrscheinlichste Aushilfslösung ist nun wohl Ramy Bensebaini, dessen Erfahrungen als Innenverteidiger sich bisher auf Systeme mit Dreierkette beschränken.
Restzweifel bei Guirassy – Nmecha soll Dortmund wieder zur Verfügung stehen
Darauf wollte sich Kovač aber trotz der erfolgreichen Probe gegen Mainz aufgrund der Fragezeichen in der Abwehr noch nicht festlegen. „Wir haben aktuell zwei Innenverteidiger, die angeschlagen sind, einer ist gesperrt. Dazu etwas Konkretes zu sagen, fällt mir sehr schwer. Wir müssen den morgigen Tag abwarten und ich werde dann entscheiden, was es am Wochenende werden wird“, fasste Kovač am Donnerstag sein Problem zusammen.
Offen ist obendrein auch die Verfügbarkeit von Serhou Guirassy, der gegen Mainz kurzfristig ausgefallen war und seither noch nicht mit der Mannschaft trainiert hat. „Wir gehen davon aus, dass es funktioniert und er am Wochenende auch wieder zur Verfügung steht“, so Kovač.
Auch Felix Nmecha soll in den Kader zurückkehren, nachdem der Sechser seit dem 25. Januar verletzt pausieren musste. Weiter keine Option ist Marcel Sabitzer, dessen Comeback womöglich erst bei der FIFA Klub-WM im Juni zu erwarten ist.
Die voraussichtliche BVB-Aufstellung gegen Freiburg
Kobel – Anton, Can (Süle), Bensebaini – Ryerson, Özcan, Groß, Svensson – Brandt – Adeyemi, Beier
Sollte es weder bei Can noch bei Süle reichen, müsste der BVB wohl notgedrungen wieder in der Viererkette beginnen. Dann würde Guirassy vermutlich ins Sturmzentrum rücken – andernfalls macht es mit Blick auf die kommenden Aufgaben, etwa das Viertelfinale der Champions League gegen den FC Barcelona unter der Woche, Sinn, beim Torjäger kein Risiko einzugehen.
Karim Adeyemi und Maximilian Beier haben ihre Sache gegen Mainz gut gemacht und fühlen sich als Spitzen grundsätzlich sehr wohl. Bei einer Umstellung auf das klassische 4-2-3-1-System wären sie dennoch die erste Wahl auf den Außenbahnen. Trotz der hammerharten englischen Woche mit Auswärtsspielen in Freiburg, Barcelona und beim FC Bayern ist nicht mit großer freiwilliger Rotation durch Kovač zu rechnen.
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