„Titanic“-Regisseur James Cameron hatte unheimliche Vorahnung – „Es gab Warnungen“
VonMomir Takac
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James Cameron ist nicht nur Regisseur, sondern auch Tiefsee-Entdecker. Als er vom „Titan“-Verschwinden hörte, dachte er sofort an eine Katastrophe.
München - Das Drama um das Tauchboot, das auf dem Weg zum Wrack der „Titanic“ verschwand, hat ein trauriges Ende genommen. Nachdem Trümmerteile entdeckt worden waren, geht die US-Küstenwache davon aus, dass das Mini-U-Boot „Titan“ implodierte und die fünf Insassen tot sind.
Jetzt hat sich James Cameron zu dem Unglück geäußert. Der Star-Regisseur, der 1997 den Blockbuster „Titanic“ drehte, habe gleich, als er vom Verschwinden erfuhr, an eine Katastrophe gedacht. „Ich habe in meinen Knochen gespürt, was passiert ist. Dass die Elektronik des U-Boots ausgefallen ist, sein Kommunikationssystem ausgefallen ist und sein Ortungstransponder gleichzeitig ausgefallen ist – das U-Boot ist weg“, sagte Cameron der BBC.
Drama um Mini-U-Boot „Titan“: James Cameron dachte sofort an eine Katastrophe
„Die Kommunikation ging verloren, und die Navigation ging verloren – und ich sagte sofort, man kann nicht gleichzeitig die Kommunikation und die Navigation verlieren, ohne dass es zu einer extremen Katastrophe oder einem katastrophalen Ereignis mit hochenergetischer Energie kommt“, erklärte der Regisseur weiter. Experten konnten bis zur Entdeckung von Trümmern nur mutmaßen, was mit „Titan“ geschah.
Cameron muss es wissen. Er selbst tauchte bereits 33 Mal zum Wrack der „Titanic“ und mit seinem selbst entwickelten Unterwasserfahrzeug „DeepSea Challenger“ auch in Tiefseegräben der Ozeane herab, darunter der tiefste Punkt der Erde im Marianengraben. „Das erste, was mir in den Sinn kam, war eine Implosion“, sagte er. Seine Vorahnung sollte traurige Realität werden.
Regisseur Cameron vergleicht Verlust des Mini-U-Boots mit der „Titanic“-Katastrophe
Den Verlust von „Titan“ sei eine „schreckliche Ironie“ und verglich es mit der „Titanic“-Havarie. „Wir haben jetzt ein weiteres Unglück, das leider auf den gleichen Prinzipien beruht, Warnungen nicht zu beachten“, sagte er. „OceanGate wurde gewarnt.“ Einige Mitglieder der Tiefseetaucher-Community, der er selbst angehört, hätten dem Unternehmen einen Brief geschrieben. Darin warnten sie, OceanGate befinde „sich auf dem Weg in die Katastrophe.“
Die Bilder zum Drama um das Titanic-U-Boot: Das letzte Foto der „Titan“ – und die ersten Trümmer