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Die Hitzewelle in Deutschland ist noch nicht beendet, zu Wochenbeginn wird es noch einmal heiß, doch dann naht Abkühlung.
Berlin – Die Hitzewelle in Deutschland sorgt erneut für hohe Temperaturen zu Wochenbeginn. Nachdem bereits kürzlich mancherorts Rekordtemperaturen erreicht wurden, wird zu Wochenbeginn noch einmal geschwitzt. Die gute Nachricht: Es naht Abkühlung. Derweil spitzt sich die Situation rund um die Waldbrände in anderen Ländern Europas weiter zu. In Griechenland etwa kämpft die Feuerwehr gegen ständig neue Brandherde. Auch in Niedersachsen hatte zuletzt ein Moor gebrannt. Was die Prognose für die kommende Woche in Deutschland ist – ein Überblick.
Wetter in Deutschland: Erst Hitze, dann Abkühlung durch Kaltfront des Tiefs „Daniela“
Die Hitzewelle in Deutschland 2022 sorgt in weiten Teilen der Bundesrepublik zu Beginn der Woche noch einmal für hohe Temperaturen. Erneut gilt Vorsicht, insbesondere für ältere Menschen: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für den Beginn der Woche Temperaturen zwischen 31 und 36 Grad. Die gute Nachricht für alle, die unter den hohen Temperaturen leiden: Am Dienstag ist die große Hitze erst einmal vorbei – sie wurde zuletzt auch mit einer verstärkten Belastung durch Wespen in Verbindung gebracht.
DWD-Meteorologe Marco Manitta sagte laut dpa-Angaben am Sonntag, dem 24. Juli 2022: „Die gute Nachricht ist aber, dass die Abkühlung in Form von Schauern und kräftigen Gewittern nicht lange auf sich warten lässt.“ Grund hierfür ist eine Kaltfront des Tiefs „Daniela“. Sie zieht in der Nacht zu Dienstag von Nordwesten in Richtung Südosten Deutschlands. „Daniela“ sorgt mancherorts für Schauer sowie gewittrigen Regen. Den Prognosen des DWD zufolge erreichen die Temperaturen am Dienstag 18 bis 25 Grad im Nordwesten und 26 bis 29 Grad im Rest des Landes. Für die restliche Woche wird mit weiterhin warmen Wetter gerechnet, allerdings ohne größere Hitzewellen. Flächendeckender Regen bleibt indes vorerst weiter aus.
Hitzewelle Italien, Griechenland und Co.: In Europa brennt es – auch in Niedersachsen
Die Hitzewelle in Deutschland beschäftigte zuletzt auch die Politik: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) etwa hatte eindringlich vor Hitzetoten gewarnt. Zudem hatte die Hitzewelle auch in Niedersachsen die Waldbrandgefahr erhöht, die Feuerwehr warnte vor erhöhter Brandgefahr. In Schapen im Landkreis Emsland hatten 200 Feuerwehrleute einen Waldbrand löschen müssen – auf einer Fläche von knapp 5000 Quadratmetern war Feuer ausgebrochen. Im Vergleich zum innereuropäischen Ausland war jedoch selbst das vergleichsweise harmlos: Die Lage etwa in Griechenland etwa spitzt sich zu.
In Griechenland mussten Wohngebiete evakuiert werden, an vielen Orten kämpft die Feuerwehr gegen die Flammen. Bei Temperaturen um die 40 Grad brennt es an allen Ecken. Unter anderem steht eines der größten Waldgebiete Europas in Flammen. Innerhalb von 24 Stunden hatte Griechenland laut Feuerwehr 141 Brände registriert. Am Stiefel wird ebenfalls gegen die Hitze gekämpft: Die Hitzewelle in Italien erzeugte auch dort bereits jetzt mehr Waldbrände als 2021 insgesamt. Zwischen dem 15. Juni und dem 21. Juli wurden landesweit über 32.900 Einsätze registriert. In Italien herrscht seit mehreren Monaten eine extreme Dürre.
Auch in vielen weiteren Ländern rund um den Globus brennt es – für die Politik bedeutet das, den Kampf gegen den Klimawandel nicht stiefmütterlich zu behandeln, denn: die verheerenden Folgen werden deutlich sichtbar.
