Phlegräsche Felder

Fischer am Supervulkan: „In meinen Netzen landen gekochte Fische“

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Der Supervulkan bei Neapel, der zur Hälfte im Meer liegt, zeigt laut einem Fischer steigende Aktivität: Er sagt, dass heiße Quellen die Fische unter Wasser kochen.

Pozzuoli – Seit zwei Jahren versetzt der Supervulkan der Phlegräischen Felder bei Neapel in Süditalien die rund eine halbe Million Menschen, die in seiner 16 Kilometer breiten Caldera leben, in Angst und Schrecken. Mehrere Erdbebenserien haben sich ereignet, die Experten auf eine Magmakammer in der Tiefe zurückführen, die nach oben drückt, Wasser erhitzt und Gas freisetzt.

Erst Mitte Februar, während des bisher längsten Bebenschwarms, flohen die Menschen panikartig auf die Straße und übernachteten im Freien. Eine Studie aus dem Jahr 2023 hatte vor einem möglicherweise bevorstehenden Ausbruch des Supervulkans gewarnt. Drei Eruptionen des Supervulkans während des Eiszeitalters waren verheerend, sie zerstörten alles Leben im Umkreis von 80 Kilometern.

Der Fischerhafen Darsena in Pozzuoli fällt wegen der Erdhebung allmählich trocken.

Der Fischer kommt kaum noch aus dem Hafen, da ihm der Vulkan das Wasser nimmt

Mario Lucignano, ein 50-jähriger Fischer aus Pozzuoli, hat seine speziellen Probleme mit dem riesigen Vulkan. Er sticht jeden Tag mit seinem Fischerboot „Lancia“ aus Fiberglas in See, von dem kleinen, mittlerweile fast trocken liegenden Fischerhafen Darsena in Pozzuoli aus, um vor der Küste des Golfs seine Netze auszuwerfen.

Die Hebungsvorgänge des Supervulkans, der das Meer vor der Hafenstadt bei Neapel seit Ende des Zweiten Weltkrieges um vier Meter seichter gemacht hat, hat das Hafenbecken fast verschwinden lassen und erschwert Lucignano die Ausfahrt immer mehr. Er kommt mit seiner kleinen Lancia gerade noch über das Riff vor dem Hafen, größere Boote schaffen es nicht mehr.

Die Phlegräischen Felder beunruhigen ihre Bewohner durch steigende vulkanische Aktivität.

Am Supervulkan bei Neapel müssen Fischer ihren Fang wegschmeißen: „Werden in den Netzen gekocht“

Doch auch draußen hat er immer größere Probleme: „In Küstennähe, insbesondere in Gebieten mit flachem Wasser, ist die Wassertemperatur höher und die Fische werden in den Netzen ‚gekocht‘ “, erklärt Lucignano gegenüber tvcampiflegrei.it. Aufgrund der Hitze und der Verschlechterung der Meeresumwelt seien die Fischer häufig gezwungen, den Fisch wegzuwerfen, da er nicht mehr genießbar sei.

Lucignano vermutet, dass sich am Meeresboden kleiner Krater geöffnet haben, er sehe oft gelbe Schwefelflecken, aus denen Blasen aufsteigen. „In letzter Zeit habe ich sie sogar noch größer gesehen, sie fallen besonders auf, wenn das Wasser klar ist“, sagt der Fischer zu cronacaflegrea.it. Die Fumarolen vor der Küste von Pozzuoli sind schon seit langem bekannt, aber offenbar hat sich deren Aktivität massiv intensiviert.

Katastrophen in Bayern: Tsunami, Vulkanausbruch, Tornado – wie wahrscheinlich sind diese Horror-Szenarien?

Ein waschechter Vulkanausbruch in Bayern? Wir können Sie beruhigen, das ist in absehbarer Zeit nicht der Fall. Aus geologischer Sicht ist es aber tatsächlich gar nicht so lange her, schreibt das Bayerische Landesamt für Umwelt (LFU), dass es aktive Vulkane, vor allem in Nordbayern, gab. Daher gibt es einige erloschene Vulkane im Freistaat, Basaltsäulen am Hohen Parkstein bei Weiden in der Oberpfalz erinnern an die Zeit des tertiären Vulkanismus.
Ein waschechter Vulkanausbruch in Bayern? Wir können Sie beruhigen, das ist in absehbarer Zeit nicht der Fall. Aus geologischer Sicht ist es aber tatsächlich gar nicht so lange her, schreibt das Bayerische Landesamt für Umwelt (LFU), dass es aktive Vulkane, vor allem in Nordbayern, gab. Daher gibt es heute so einige erloschene Vulkane im Freistaat, zum Beispiel die Basaltsäulen am Hohen Parkstein bei Weiden in der Oberpfalz. Sie erinnern an die Zeit des tertiären Vulkanismus. © Panthermedia / IMAGO
Wenn sich die Natur von ihrer gewaltsamen Seite zeigt, hat der Mensch oft das Nachsehen. Dank seiner Lage ist der Freistaat Bayern vor vielen Katastrophen gefeit – die Wahrscheinlichkeit für Tsunamis oder verheerende Erdbeben ist äußerst gering. Es gibt aber andere Naturkatastrophen, die in Bayern auftreten können – und dies zum Teil auch in trauriger Regelmäßigkeit tun.
Wenn sich die Natur von ihrer gewaltsamen Seite zeigt, hat der Mensch oft das Nachsehen. Dank seiner Lage ist der Freistaat Bayern vor vielen Katastrophen gefeit – die Wahrscheinlichkeit für Tsunamis oder verheerende Erdbeben ist äußerst gering. Es gibt aber andere Naturkatastrophen, die in Bayern auftreten können – und dies zum Teil auch in trauriger Regelmäßigkeit tun.  © Panthermedia / IMAGO
Ein Tsunami am Tegernsee, der Rottach-Egern unter sich begräbt und für Verwüstung im bayerischen Ferienparadies sorgt? Nein, das ist nicht sehr wahrscheinlich. Aber tatsächlich auch nicht ausgeschlossen. Wie deutschlandfunk.de berichtet, gab es 1601 einen Tsunami im Vierwaldstätter See in der Schweiz – ausgelöst von einem Erdbeben. Er forderte mehrere Todesopfer. Dass Ähnliches aber am Starnberger See oder am Tegernsee passiert, bleibt dann – glücklicherweise – eher in der Welt der Fantasie.
Ein Tsunami am Tegernsee, der Rottach-Egern unter sich begräbt und für Verwüstung im bayerischen Ferienparadies sorgt? Nein, das ist nicht sehr wahrscheinlich. Aber tatsächlich auch nicht gänzlich ausgeschlossen. Wie deutschlandfunk.de berichtet, gab es zumindest 1601 einen Tsunami im Vierwaldstätter See in der Schweiz – ausgelöst von einem Erdbeben. Er forderte mehrere Todesopfer. Dass Ähnliches aber am Starnberger See oder am Tegernsee passiert, bleibt dann – glücklicherweise – aber doch eher in der Welt der Fantasie. © Cavan Images / IMAGO
Auch Erdbeben zählen zu den Katastrophen, von denen Bayern in der Regel verschont bleibt. Zumindest was Großbeben angeht. Denn tatsächlich werden jährlich hunderte kleinere Beben im Freistaat registriert, schreibt das LFU. „Sie treten in Bayern nur in bestimmten Gegenden gehäuft auf und sind dann meist von schwacher Stärke“, heißt es. Auf erdbeben-in-bayern.de, dem bayerischen Erdbebendienst des LFU, kann man sogar Erdbebendaten in Echtzeit verfolgen. Die stärksten Erdbeben, die registriert wurden, ereigneten sich in den 1960er Jahren im Süden von Bayern mit einer Stärke von 5.5.
Auch Erdbeben zählen zu den Katastrophen, von denen Bayern in der Regel verschont bleibt. Zumindest was Großbeben angeht. Denn tatsächlich werden jährlich hunderte kleinere Beben im Freistaat registriert, schreibt das LFU. „Sie treten in Bayern nur in bestimmten Gegenden gehäuft auf und sind dann meist von schwacher Stärke“, heißt es. Auf erdbeben-in-bayern.de, dem bayerischen Erdbebendienst des LFU, kann man sogar Erdbebendaten in Echtzeit verfolgen. Die stärksten Erdbeben, die registriert wurden, ereigneten sich in den 1960er Jahren im Süden von Bayern mit einer Stärke von 5.5.  © Addictive Stock / IMAGO
Ein Meteoriteneinschlag in Bayern ist tatsächlich realistischer, als man zunächst denken könnte. Doch es kommt natürlich auf die Größe an. Ein Meteorit, der Menschenleben in größerem Stil bedrohen würde, wäre den entsprechenden Weltraumbehörden weit vor einem möglichen Einschlag bekannt und Vorkehrungen könnten getroffen werden. Kleinere Meteoriten landen dagegen immer mal wieder auf bayerischem Boden – erst Ende Juni war ein solcher Stein aus dem Weltraum über den Nachthimmel gerast. Experten zufolge schlug er wohl irgendwo in der Nähe von Nürnberg ein.
Ein Meteoriteneinschlag in Bayern ist tatsächlich realistischer, als man zunächst denken könnte. Doch wenn es um die wirklich katastrophalen Ausmaße eines Hollywoodfilms geht, kommt es natürlich auf die Größe des Gesteins an. Ein Meteorit, der Menschenleben in größerem Stil bedrohen würde, wäre den entsprechenden Weltraumbehörden weit vor einem möglichen Einschlag bekannt und etwaige Vorkehrungen könnten getroffen werden. Und dies ist derzeit nicht der Fall, es ist kein größerer Meteorit bekannt, der auf die Erde, beziehungsweise auf Bayern, zuhält. Kleinere Meteoriten landen dagegen immer mal wieder auf bayerischem Boden – erst Ende Juni war ein solcher Stein aus dem Weltraum über den Nachthimmel gerast. Experten zufolge schlug er wohl irgendwo in der Nähe von Nürnberg ein. © Allstar / IMAGO
Verheerende Tornados, die ganze Städte in Schutt und Asche legen, kennt man in Bayern eher aus dramatischen Bildern von Unwettern in den USA oder aus Katastrophenfilmen. Doch auch im Freistaat gibt es immer wieder Tornados – die auch reichlich Schaden anrichten können. 2022 gab es laut Tornadoliste Deutschland 43 bestätigte Tornados. Der Aufzeichnungen zufolge bisher stärkste Tornado in Deutschland (Stärke F5) suchte übrigens 1764 Mecklenburg-Vorpommern heim. Generell sind Tornados in Bayern nicht unwahrscheinlich, vor allem bei Frühlings- und Sommergewittern können sie entstehen.
Verheerende Tornados, die ganze Städte in Schutt und Asche legen, kennt man in Bayern eher aus dramatischen Bildern von Unwettern in den USA oder aus Katastrophenfilmen. Doch auch im Freistaat gibt es immer wieder Tornados – die auch nicht wenig Schaden anrichten können. 2022 gab es laut Tornadoliste Deutschland 43 bestätigte Tornados. Der Aufzeichnungen zufolge bisher stärkste Tornado in Deutschland (Stärke F5) suchte übrigens 1764 Mecklenburg-Vorpommern heim. Generell sind Tornados in Bayern nicht unwahrscheinlich, vor allem bei Frühlings- und Sommergewittern können sie entstehen. Immer wieder warnen Meteorologen daher auch vor Tornados im Freistaat. © Panthermedia / IMAGO
Mit seiner spektakulären Berglandschaft ist Bayern auch das Reiseziel zahlreicher Wanderer, Bergsteiger und Touristen. Auch die Menschen in Bayern lieben ihre Berge und besuchen sie im Rahmen von Tages- und Campingausflügen. Doch auch hier kann die Natur katastrophale Ausmaße annehmen – mit Lawinen. Diese können eine gewaltige Kraft entwickeln und zahlreiche Menschenleben gefährden. Immer wieder kommen auch in Bayern Menschen bei Lawinenunglücken ums Leben. Und die Katastrophen werden im Zuge des Klimawandels häufiger – laut einem ZDF-Bericht haben Schneestürme und längere Schönwetterperioden fatale Auswirkungen auf Schneedecken und Gletscher. Mit fatalen Folgen.
Mit ihrer spektakulären Berglandschaft sind die Alpen in Bayern das Reiseziel zahlreicher Wanderer, Bergsteiger und Touristen. Doch auch hier können Naturkatastrophen auftreten – in Form von Lawinen. Diese können eine gewaltige Kraft entwickeln und zahlreiche Menschenleben gefährden. Immer wieder kommen daher auch in Bayern Menschen bei Lawinenunglücken ums Leben. Und die Katastrophen werden im Zuge des Klimawandels häufiger – laut einem ZDF-Bericht haben Schneestürme und längere Schönwetterperioden fatale Auswirkungen auf Schneedecken und Gletscher. Mit oftmals schlimmen Folgen. © Everett Collection / IMAGO
Ein Bild, das vielen noch allzu lebhaft im Kopf ist: Das Jahrhundert-Hochwasser in Passau im Jahr 2013. Es zeigt eindrucksvoll eine der Katastrophen, von denen auch Bayern nicht verschont ist. Auch das Jahrhundert-Hochwasser im Ahrtal 2021 ist ein mahnendes Beispiel, dass durch die Versiegelung der Böden und durch den Klimawandel bedingte, längere Regenperioden fatale Folgen haben können. Bei Gewittern, Unwettern und Starkregenfällen kommt es auch durchaus öfter vor, dass Flüsse über die Ufer treten und Keller mit Wasser voll laufen.
Ein Bild, das vielen Menschen in Bayern noch allzu lebhaft im Kopf ist: Das Jahrhundert-Hochwasser in Passau im Jahr 2013. Es zeigt eindrucksvoll eine der Katastrophen, von denen auch Bayern nicht verschont ist. Auch das Jahrhundert-Hochwasser im Ahrtal 2021 ist ein mahnendes Beispiel, dass durch die Versiegelung der Böden und durch den Klimawandel bedingte, längere Regenperioden fatale Folgen haben können. Bei Gewittern, Unwettern und Starkregenfällen kommt es auch durchaus öfter vor, dass Flüsse über die Ufer treten und Keller mit Wasser voll laufen. Somit sind auch Hochwasser in kleinerem Ausmaß eine Belastung für die Menschen in Bayern. © blickwinkel / IMAGO
Auch Waldbrände gehören leider zu den Naturkatastrophen, die in Bayern immer häufiger auftreten. Durch den Klimawandel bedingte Dürren und anhaltende Trockenphasen, sowie die generell steigenden Temperaturen erhöhen kontinuierlich das Risiko für Waldbrände. Das belegen auch verschiedene Zahlen: Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft zeigt zum Beispiel, dass die Tage, an denen hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr herrscht (laut DWD-Waldbrandindex) stark gestiegen sind. Waren es in den Jahren 1961 bis 1990 deutschlandweit im Mittel noch rund 27 Tage pro Jahr, sind es im Zeitraum von 1991 bis 2020 schon rund 38 Tage im Jahr. Immerhin: Um das Waldbrandrisiko zu senken, können die Menschen aktiv werden und unter anderem keine Zigarettenstummel in die Natur werfen und auf offene Feuer in Waldgebieten verzichten.
Auch Waldbrände gehören leider zu den Naturkatastrophen, die in Bayern immer häufiger auftreten. Durch den Klimawandel bedingte Dürren und anhaltende Trockenphasen, sowie die generell steigenden Temperaturen erhöhen kontinuierlich das Risiko für Waldbrände. Das belegen auch verschiedene Zahlen: Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft zeigt zum Beispiel, dass die Tage, an denen hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr herrscht (laut DWD-Waldbrandindex) stark gestiegen sind. Waren es in den Jahren 1961 bis 1990 deutschlandweit im Mittel noch rund 27 Tage pro Jahr, sind es im Zeitraum von 1991 bis 2020 schon rund 38 Tage im Jahr. Immerhin: Um das Waldbrandrisiko zu senken, können die Menschen aktiv werden und unter anderem keine Zigarettenstummel in die Natur werfen und auf offene Feuer in Waldgebieten verzichten.  © Panthermedia / IMAGO

Italienischer Fischer: „Kleine Krater kochen die Fische in meinen Netzen.“

Das Meer zieht sich zurück und macht Platz für neue Strände. Auch im Fährhafen von Pozzuoli stoßen die Fähren aufgrund des unebenen Geländes auf erhebliche Schwierigkeiten. Für Touristen, die ihren Italienurlaub auf der vorgelagerten Insel Ischia verbringen wollen, ist das manchmal problematisch, da die Fährschiffe selbst bei geringem Seegang kaum anlegen können.

Für Lucignano ist die Fischerei, mit der er einst seinen Lebensunterhalt verdienen konnte, zunehmend zu einer schwierigeren Tätigkeit geworden. „In den letzten zwei Jahren hat die Hebung des Bodens die Möglichkeiten des Fischfangs in Küstennähe verringert und die Arbeit ist nicht mehr dieselbe. Wir sind nur noch zu zweit zum Fischen, die anderen Boote können nicht mehr raus“, sagt er.

Lucignano hat schon viele der Erdbeben des Supervulkans auf dem Meer in seinem kleinen Boot erlebt: „Bei jedem größeren Erdbeben scheint das Boot das Gleichgewicht zu verlieren und es ist ein dumpfer Knall vom Boden zu hören“, berichtet er dem Portal. Es sei, als wenn Bomben explodierten. Nach jedem Beben lege sich eine unheimliche Stille über das Meer, Vögel flögen davon und man habe das Gefühl, dass etwas Seltsames passiert. Lucignano in dem Interview: „Es ist ein seltsames Gefühl, beeindruckend.“ Der Fischer fährt schon seit 37 Jahren raus, aber bei jedem Beben denkt er sich: „Man wird sich an die Beben nie gewöhnen.“

Der italienische Supervulkan lässt eine versunkene Römerstadt wieder aufsteigen

Doch das Aufsteigen des Meeresgrundes hat noch eine Folge: Der Fischer sieht die Ruinen der antiken Römerstadt Baiae, die nach der Zeitenwende im Meer versunken ist, immer deutlicher. Auch am Ufer werden immer mehr Ruinen sichtbar. Denn vor der Römerzeit muss sich eine Magmakammer entleert haben, was zu einem jahrhundertelangen Senkungsvorgang führte. Zwischen 6000 und 1900 v. Chr. hatte der Supervulkan eine sehr aktive Phase erlebt, in der u. a. der bekannte Solfatara-Krater entstand, den Experten auch als wahrscheinlichsten Kandidaten für den nächsten Ausbruch halten. Der letzte Ausbruch ereignete sich 1538, dabei entstand der Monte Nuovo bei Pozzuoli, der ein ganzes Dorf verschlang.

Die Bewohner konnten damals rechtzeitig flüchten, da sie die Vorbeben gewarnt hatten. Manche Forscher halten diese Eruption nur für einen Vorboten eines großen Knalls, der noch kommt. Manche Experten zweifeln, dass eine Evakuierung heute gelingen könnte. Schon jetzt bedroht der Vulkan Menschenleben: In der U-Bahn von Neapel sollen CO₂-Messgeräte installiert werden, denn der Supervulkan stößt große Mengen dieses Gases aus, das zum Erstickungstod führen kann. Kürzlich sorgte der Chef des italienischen Zivilschutzes für Aufregung, als er davor warnte, dass in den Phlegräischen Feldern ein mögliches Erdbeben der Stärke 5 zu Todesopfern führen würde. Ein Experte forderte kürzlich auch die Evakuierung von Menschen, zumindest in den am meisten gefährdeten Gebieten.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Antonio Balasco

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