Flugzeug-Tragödie in Washington: Einsatzkräfte suchen weiter nach Opfern – Neues Video aufgetaucht
VonMichelle Brey
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Ein Helikopter und eine Passagiermaschine sind über Washington kollidiert. Hilfskräfte sind im Einsatz. Die Frage nach Überlebenden bleibt offen.
Update vom 31. Januar 2025: Nach dem verheerenden Flugzeugabsturz in Washington mit vermutlich 67 Toten läuft die Bergung von Leichen und die Suche nach der Ursache für das Unglück. Einsatzkräfte durchkämmten den Fluss Potomac in der US-Hauptstadt, wo ein Passagierflugzeug und ein Militärhubschrauber nach einer Kollision in der Luft abgestürzt waren. Sie fanden dort weitere Todesopfer. Laut CNN wurden bereits „Dutzende“ Leichen geborgen, laut CBS News „mindestens 40“, wie beide Sender unter Berufung auf Einsatzkräfte berichten. Die Behörden gehen davon aus, dass niemand überlebt hat.
Noch gibt es keine offiziellen Angaben zur Ursache. US-Medien berichteten von Unregelmäßigkeiten bei der Flugsicherung zum Zeitpunkt des Unglücks. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür nicht. Die Unfallermittlungsbehörde NTSB hat mit Untersuchungen begonnen, warnte aber explizit vor voreiligen Schlussfolgerungen und bat um Geduld.
Bereits am Unglückstag aufgetauchte Videos zeigten mutmaßlich die Kollision in Washington. Auch ein nun neu aufgetauchtes Video lässt weiter an der Unglücksursache rätseln. Darauf zu sehen sind sowohl das Passagierflugzeug, als auch der Militärhubschrauber. Beide nähern sich an, kollidieren und stürzen ab. Die Echtzeit des Videos wurde bislang nicht offiziell bestätigt.
‼️ BREAKING: New video of yesterday's mid-air collision between a U.S. military helicopter and American Airlines plane over Washington, D.C., has appeared online. pic.twitter.com/pcwnWzm0Me
Flugzeug und Helikopter kollidieren über Washington – Feuerball in Video zu sehen
Kurz nach dem Unglück verbreiteten sich auf X Aufnahmen des Zusammenstoßes. Am dunklen Nachthimmel ist zu sehen, wie sich die beiden Maschinen nähern und es kurz darauf zur Kollision kommt. Ein großer Feuerball bildet sich, dann Rauch. Das Passagierflugzeug und der Helikopter stürzen ab. Auch aus der Ferne sieht die Szene zwischen dem Hauptstadtflughafen und der nahegelegenen Stadt Alexandria im Bundesstaat Virginia dramatisch aus.
Sky News zufolge wurde das Video von einer Kamera des Kennedy Centers, der sogenannten Earth Cam, aufgenommen. Ein Blick in das Archiv der Aufzeichnungen bestätigt das. Ob es sich jedoch tatsächlich um das Unglück handelt, ist nicht offiziell bestätigt. Zeitliche sowie örtliche Begebenheiten würden allerdings zusammenpassen.
Helikopter auf Übungsflug über Washington kollidiert mit Passagiermaschine
Die Luftfahrtbehörde FAA gab an, dass es sich bei dem Passagierflugzeug um eine Bombardier CRJ700 von American Airlines handelte, die ihren Flug in Wichita, Kansas, begonnen hatte. Das Pentagon informierte, dass der Hubschrauber ein UH-60-Modell war, das zu einer Familie militärischer Mehrzweckhubschrauber gehört. Der Hubschrauber befand sich auf einem Trainingsflug.
CNN berichtete unter Berufung auf einen Beamten des Verteidigungsministeriums, dass sich drei Personen im Hubschrauber befanden. Da über der US-Hauptstadt oft Politiker und hochrangige Militärs in Hubschraubern unterwegs sind, betonte der Beamte, dass kein „VIP“ an Bord war.
Nach Flugzeug-Kollision mit Helikopter über Washington – Rettungsarbeiten gestalten sich schwierig
Rund 300 Einsatzkräfte waren laut Feuerwehrchef John Donnelly an der Unglücksstelle aktiv. Bürgermeisterin Muriel Bowser berichtete, dass die Arbeit in der Dunkelheit und im eiskalten Flusswasser sich als extrem schwierig gestaltete. Die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen könnten sich noch über mehrere Tage erstrecken.
Nach dem Absturz hat der Hauptstadtflughafen Ronald Reagan (DCA) den Betrieb eingestellt und bleibt voraussichtlich bis mindestens Donnerstagvormittag (Ortszeit) geschlossen. Indes wurde ein dramatischer Funkspruch kurz vor der Kollision enthüllt.
Trump äußert sich zu Kollision von Helikopter und Flugzeug über Washington
US-Präsident Donald Trump wollte zeitnah über die weiteren Entwicklungen informieren. Das teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, auf der Plattform X mit. „Möge Gott ihre Seelen segnen“, hieß es in einer Stellungnahme. Trump dankte den Rettungskräften darin außerdem für ihre „großartige Arbeit“.
Trump hatte zuvor sein Unverständnis über den Ablauf des Flugzeugunglücks geäußert. Auf seiner Online-Plattform Truth Social schrieb er: „Das Flugzeug war auf einer perfekten und routinemäßigen Anfluglinie zum Flughafen. Der Hubschrauber flog über einen längeren Zeitraum direkt auf das Flugzeug zu. Es ist eine klare Nacht, die Lichter des Flugzeugs leuchteten, warum flog der Hubschrauber nicht hoch oder runter oder drehte ab.“ Er nannte es eine „schlimme Situation, die so aussieht, als hätte sie verhindert werden müssen“.