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Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: Damm bricht, Hunderte evakuiert – nun droht neuer Sturm

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Wetterchaos in Urlaubsgebieten: In Österreich, Slowenien und Kroatien haben Regenfälle zu Überflutungen geführt. Es gibt eine neue Unwetter-Warnung. Der News-Ticker.

Update vom 5. August, 7.55 Uhr: Die Lage nach dem Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien bleibt angespannt. Nachdem in Slowenien am Samstagabend ein Hochwasser-Damm am Fluss Mur gebrochen war, mussten etwa 500 Menschen schleunigst das Dorf Dolnja Bistrica verlassen. Man versuchte in den frühen Morgenstunden mit einem Hubschrauber das mehrere Meter breite Loch am Damm mit Betonblöcken abzudichten. In der Gemeinde Ljubno ob Savinji an der Grenze zu Österreich rissen dagegen Erdrutsche vier Häuser weg. Ein weiterer Erdrutsch werde in Crna na Koroskem befürchtet, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA.

Innerhalb von 36 Stunden meldete der Katastrophenschutz mehr als 3700 Einsätze. Die Regierung schätzte den Gesamtschaden bislang auf mehr als 500 Millionen Euro. Besserung scheint vorerst nicht in Sicht. Laut STA werden am Sonntag erneut Regenfälle und Sturm erwartet, besonders den Südwesten des Landes könnte es schwer treffen.

Schwere Unwetter treffen Slowenien, Österreich und Kroatien: Fotos zeigen massive Zerstörung

Ein überschwemmtes Gebiet in der Nähe der Stadt Kamnik. Inmitten der schweren Unwetter und Überschwemmungen in Slowenien ist die Leiche eines Mannes gefunden worden.
Ein überschwemmtes Gebiet in der Nähe der Stadt Kamnik. Inmitten der schweren Unwetter und Überschwemmungen in Slowenien ist die Leiche eines Mannes gefunden worden. © Miro Majcen/dpa
Ein schwerer Murenabgang infolge der Unwetter sorgt für eine Evakuierung in der Ortschaft Sankt Johann in Österreich.
Die heftigen Unwetter in Slowenien, Österreich und Kroatien hinterlassen Spuren: Nach einem schweren Murenabgang in Sankt Johann in Österreich mussten mehrere Menschen evakuiert werden. Gebäude wurden dabei teilweise zerstört, mindestens eins stürzte ein. © Bernd März/Imago
Ein überflutetes Gebiet in der Nähe der Stadt Kamnik. Inmitten der schweren Unwetter und Überschwemmungen in Slowenien ist die Leiche eines Mannes gefunden worden.
Ein überflutetes Gebiet in der Nähe der Stadt Kamnik. Inmitten der schweren Unwetter und Überschwemmungen in Slowenien ist die Leiche eines Mannes gefunden worden. © Miro Majcen/dpa
Ein Auto hängt an einer Brücke. Inmitten der schweren Unwetter und Überschwemmungen in Slowenien ist die Leiche eines Mannes gefunden worden.
Ein Auto hängt an einer Brücke. Inmitten der schweren Unwetter und Überschwemmungen in Slowenien ist die Leiche eines Mannes gefunden worden. © Miro Majcen/dpa
Feuerwehrleute sind mit Aufräumarbeiten an einer überfluteten Straße in St. Paul im Lavanttal in Kärnten beschäftigt.
Feuerwehrleute sind mit Aufräumarbeiten an einer überfluteten Straße in St. Paul im Lavanttal in Kärnten beschäftigt. © Gerd Eggenberger/dpa
Eine eingestürzte Brücke in der Nähe der Stadt Kamnik. Inmitten der schweren Unwetter und Überschwemmungen in Slowenien ist die Leiche eines Mannes gefunden worden.
Eine eingestürzte Brücke in der Nähe der Stadt Kamnik. Inmitten der schweren Unwetter und Überschwemmungen in Slowenien ist die Leiche eines Mannes gefunden worden. © Miro Majcen/dpa
In der Nähe von Zagreb (Kroatien) ist ein Mann mit einem aufblasbaren Kinderbecken durch die gefluteten Straßen gerudert. (Screenshot)
Den heftigen Unwettern zum Trotz: Ein Mann in der Nähe der kroatischen Hauptstadt Zagreb erheiterte die Nachbarschaft, nachdem er mit einem aufblasbaren Kinderbecken durch die überschwemmte Straße rudert.  © Facebook/NAŠ BRDOVEC/Screenshot
Ein überflutetes Gebiet in der Nähe von Kamnik. Inmitten der schweren Unwetter und Überschwemmungen in Slowenien ist die Leiche eines Mannes gefunden worden.
Ein überflutetes Gebiet in der Nähe von Kamnik. Inmitten der schweren Unwetter und Überschwemmungen in Slowenien ist die Leiche eines Mannes gefunden worden. © Miro Majcen/dpa
Anwohner und Touristen filmen einen über die Ufer getretenen Bach in Ika. Stundenlanger Starkregen und Gewitter haben viele Straßen in der bei Urlaubern beliebten Region unpassierbar gemacht.
Anwohner und Touristen filmen einen über die Ufer getretenen Bach in Ika. Stundenlanger Starkregen und Gewitter haben viele Straßen in der bei Urlaubern beliebten Region unpassierbar gemacht. © Boris Roessler/dpa
Eine Person geht bei Regen über einen überschwemmten Parkplatz. In den nach heftigen Regenfällen bereits teils überschwemmten Gebieten im Süden Österreichs hat es in der Nacht weiter geschüttet.
Eine Person geht bei Regen über einen überschwemmten Parkplatz. In den nach heftigen Regenfällen bereits teils überschwemmten Gebieten im Süden Österreichs hat es in der Nacht weiter geschüttet. © Erwin Scheriau/dpa

Unwetter-Alarm in Slowenien: Zwei Drittel des Landes von Hochwasser betroffen

Zwei Drittel des Landes seien von Hochwasser betroffen, informierte Ministerpräsident Robert Golob. Es seien die größten Schäden einer Naturkatastrophe seit mehr als drei Jahrzehnten im Adria-Land. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben. Es werde derzeit geprüft, ob die Todesfälle in Zusammenhang mit dem Unwetter stehen.

„Es ist herzzerreißend, die Verwüstungen zu verfolgen, die durch die kolossalen Überschwemmungen in Slowenien verursacht wurden“, twitterte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sie sicherte Slowenien Unterstützung zu. In Kroatien dagegen blieben prognostizierte größere Überschwemmungen zunächst aus. Eine klare Entwarnung gab es aber nicht.

Schwere Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: Katastrophenfall in der Steiermark

Update vom 5. August, 22.59 Uhr: Besonders schlimm ist die Lage in den Orten, die wegen der Folgen des Unwetters in Österreich von der Landeswarnzentrale der Fachabteilung Katastrophenschutz und dem Land Steiermark zum Katastrophenfall ausgerufen wurden. Insgesamt betraf das 16 Gemeinden in drei steirischen Bezirken. Wie drastisch die Lage in den Unwetter-Gebieten ist, zeigen nicht nur die schrecklichen Bilder der Überschwemmungen, sondern auch Aussagen, wie etwa die von Franz Konrad von der Murecker Feuerwehr.

„Gosdorf ist komplett abgesoffen“, sagte er zu „Kleine Zeitung“. „Ich war dort heute in einem Haus, die Leute sind verzweifelt. 40 Zentimeter stand das Wasser im Schlafzimmer und im Kinderzimmer. Es ist alles hin: Boden, Möbel. Und wenn du eine Küchenlade aufmachst, rinnt auch dort Wasser heraus.“

Unwetter-Katastrophe in Slowenien, Österreich und Kroatien: Hochwasserdamm gebrochen

Update vom 5. August, 22.42 Uhr: Nach den heftigen Unwettern in Slowenien ist am Samstagabend ein Hochwasserdamm im Osten des Landes gebrochen. Laut der slowenischen Nachrichtenagentur STA handele es sich um die Anlage am Fluss Mur bei Dolnja Bistrica. Nach den Angaben der Agentur seien zehn Ortschaften von den Wassermassen gefährdet. Die Evakuierungen seien bereits in vollem Gange. Wie viele Menschen genau evakuiert werden müssen, sei bis dato noch nicht klar.

„Wir haben den absolut notwendigen Schritt der Evakuierung unternommen, weil dies die einzige Maßnahme ist, um mögliche Opfer zu verhindern“, sagte der Katastrophenschutzkommandant Srečko Šestan über die Lage der Unwetter-Katastrophe, die nicht nur Slowenen, sondern auch Kroatien und vor allem Österreich betrifft. „Wenn das Wasser anfängt, den Boden wegzutragen, wird der Damm sofort einstürzen, und die Flutwelle wird neun oder zehn Dörfer erfassen.“ Man versuche nun, per Hubschrauber den Hochwasserdamm mit Betonblöcken abzudichten, sagte er weiter.

Unwetter in Slowenien, Österreich und Kroatien: Weiteres Todes in den Fluten entdeckt

Update vom 5. August, 22.08 Uhr: Die verheerenden Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien haben ein weiteres Todesopfer gefordert. Nachdem bereits am Freitag (4. August) bekannt wurde, dass die Wassermassen in Slowenien drei Menschen in den Tod gerissen hatten, teilte die Polizei nach übereinstimmenden Medienberichten mit, dass ein weiterer Mann am Ufer des Sava-Flusses in Ljubljana tot aufgefunden wurde. Der Slowene soll in der Nähe gelebt haben. Die Umstände wiesen darauf hin, dass er durch die Flut ums Leben gekommen sei, so die Mitteilung der Polizei weiter. Zuvor seien bereits zwei Niederländer und einer Slowenin durch die Unwetter zu Tode gekommen.

Unwetter-Katastrophe in Slowenien, Kroatien und Österreich: Erdrutsch bedroht Dorf

Derweil wurden die Evakuierungen in den Überschwemmungsgebieten nach den schweren Unwettern fieberhaft fortgesetzt. Wie viele Menschen genau in Slowenien in Sicherheit gebracht werden mussten, war zunächst nicht bekannt. Nach Angaben des Kommandanten des Katastrophenschutzes, Srečko Šestan, seien jedoch Tausende in Slowenien gewesen.

Eine großräumige Evakuierung stand am Nachmittag in der Gemeinde Jesenice an. Dort bedrohte ein Erdrutsch ein Dorf. Als Vorsichtsmaßnahme werden die Bewohner von einem Dutzend Straßen in der Gemeinde die Nacht nicht in ihren Häusern verbringen dürfen.

Unwetter-Alarm in Slowenien, Kroatien und Österreich: „Schaden ist unvorstellbar“

„Der Schaden ist unvorstellbar“, erklärte Šestan die Auswirkungen der Unwetter-Katastrophe, die neben Slowenien auch in Kroatien und Österreich wütet. „Praktisch zwei Drittel des Landes sind betroffen“, sagte er. Die Schäden an Infrastruktur und Gebäuden nach dem Unwetter werden in Slowenien auf mehr als 500 Millionen Euro geschätzt, die Ausrufung eines Ausnahmezustandes sei jedoch nicht notwendig, da das Katastrophenschutzsystem einwandfrei funktioniere.

Auch die Hilfe aus den Nachbarländern sei von Bedeutung: „Es ist richtig, dass wir jene Hilfe, die wir brauchen können, annehmen, damit wir Slowenien so schnell wie möglich wieder auf die Beine stellen“, sagte der Premierminister Robert Golob. Währenddessen werden abgeschnittene Überschwemmungsgebiete in Slowenien aus der Luft versorgt.

Unwetter in Kroatien, Österreich und Slowenien: Adriaküste um Split von Starkregen betroffen

Slowenien und Österreich sind aber nicht die einzigen Länder, die von den schweren Unwettern betroffen sind. Auch in Kroatien wurden bereits Vorbereitungen für die Überschwemmungen getroffen – der Höhepunkt der Flut wird am Samstagabend erwartet. Vereinzelt mussten bereits Menschen in Kroatien gerettet werden. In der Gemeinde Brdovec nahe der Hauptstadt Zagreb wurden Häuser evakuiert, da sie bereits vom Wasser erfasst worden waren. Im Norden des Landes, bei Varazdin und Karlovac, errichteten die Katastrophenschützer vorsichtshalber Dämme aus Sandsäcken.

Betroffen ist teilweise auch die Adria-Küste. In Split mussten nach Sturm und Starkregen Fahrzeuge aus überschwemmten Straßen in Sicherheit gebracht und Keller ausgepumpt werden.

Unwetter in Österreich, Kroatien und Slowenien: FPÖ-Politiker verhöhnt Flutopfer

Update vom 5. August, 20.54 Uhr: Ob die Bemerkung lustig sein sollte? Zum Lachen dürfte jedenfalls derzeit nur wenigen Menschen in Österreich sein. Heftige Unwetter fordern Bewohnern wie Einsatzkräften alles ab, zahlreiche Menschen mussten bereits ihr Hab und Gut zurücklassen. Da kommt ein Kommentar, wie ihn FPÖ-Politiker Harald Vilimsky von sich gegeben hat, äußerst geschmacklos daher.

Auf Twitter postete der 57-Jährige im Zuge der verheerenden Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien, ein Bild eines gelben Regenmantels mit der Bildunterschrift „Hitzeschutzmantel Sommer 2023“. Die Bemerkung darf wohl getrost als Hohn gegenüber Klima-Kritikern verstanden werden, verhöhnt aber derzeit vor allem die Opfer der schweren Unwetter.

Dementsprechend erntet der Politiker unter seinem mittlerweile gelöschten Tweet viel Kritik. „Schlechter Scherz“, schreibt ein Nutzer dazu. „Viele Menschen in Österreich sind derzeit vom Hochwasser betroffen und ihre Häuser stehen unter Wasser, enorme Schäden wo man hinsieht“, empört sich der Twitter-User weiter. „Und Sie haben nichts anderes zu tun? Pfui!“

Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: Behörden bitten Anwohner, das Haus nicht zu verlassen

Update vom 5. August, 19.50 Uhr: Wie das Land Steiermark mitteilte, hat nun die Bezirkshauptmannschaft Leibnitz die Katastrophe auch für die Gemeinden Leibnitz, Wagna und Straß in Steiermark festgestellt und diese Gemeinden zum Katastrophenfall erklärt.

Derweil hat das Land Kärnten neben den Zivilschutzwarnungen auch einen „Notfallblatt“ auf Facebook gepostet. Darin befinden sich „wichtige Sicherheitsinformationen“. Unter anderem bittet das Land Kärnten weiterhin die Bewohner der betroffenen Warngebiete, dass sie „bitte, wenn möglich zuhause bleiben und den Anweisungen der Behörden und der Einsatzorganisationen Folge leisten!“.

Unwetter-Katastrophe in Österreich, Slowenien und Ungarn: Weitere Zivilschutzwarnungen ausgesprochen

Update vom 5. August, 19.30 Uhr: Der Unwetter-Alarm in Österreich, Kroatien und Slowenien hält vor allem das deutsche Nachbarland fest im Griff. Zeit zum Durchatmen gibt es mittlerweile keine mehr. Weder im Süden noch weiter im Norden des Landes.

Zu den bestehenden Zivilschutzwarnungen kamen eine in der Gemeinde Keutschach für die Bereiche Ruth, St. Nikolai und Höfflein und eine in der Gemeinde Bleiburg für die Gebiete St. Margarethen, Woroujach und Kömmel in Kärten hinzu. Eventuell notwendige Evakuierungen in Keutschach und von einem Campingplatz in Eberndorf werden momentan besprochen, wie das Land Kärnten nach der vierten Sitzung des Landeskrisenstabs mitteilte.

Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: Ganze Straße in Kärnten weggerissen

In Kärnten wurde durch das Unwetter eine ganze Straße weggerissen. „Nachbarhof ganze Straße weggerissen. Wir sind gerade vorbei gefahren. Was ist hier nur los!“, kommentierte ein User die Lage auf Twitter.

Derweil hat das Rote Kreuz im Bezirk St. Veit evakuierte zusammen mit der Feuerwehr bis zu 50 Personen aus dem Bereich St. Filippen. Diese werden in einem Gasthof in der Nähe untergebracht, ein Kriseninterventionsteam stand bereit. „Bei uns fangens jetzt an, die Häuser zu evakuieren, die am Hang gebaut sind“, schrieb ein Anwohner ebenfalls über den Messengerdienst. „Niemand hier sowas schon mal erlebt.“

Unwetter-Alarm in Österreich, Kroatien und Slowenien: Tirol und Salzburg warnen vor Starkregen

Update vom 5. August, 18.21 Uhr:Neben Slowenien ist vor allem Österreich von den schweren Unwettern betroffen. Denn auch am Samstag warnten etwa das Land Tirol und das Land Salzburg vor Starkregen und dessen Auswirkungen. Damit könnte die Wetterlage neben Kärnten und der Steiermark in den nächsten Stunden in weiteren Bundesländern in Österreich ernst werden.

Darüber hinaus hat der Wetterdienst GeoSpehre Austria neben dem südlichen Österreich auch eine orange Starkregen-Warnung (Stufe 3 einer 4-teiligen Skala) für Teile Vorarlbergs, Tirols, Salzburgs und das südliche Burgenland ausgegeben. In den betreffenden Gebieten sei bis Montagmittag von 100 bis 150 mm Niederschlag die Rede, punktuell seien auch höhere Mengen möglich, so die Experten des Wetterdienstes. 

Schwere Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: Gefahren Hanglawinen – Warnstufe in Tirol erhöht

In den Gebieten in Österreich mit der zweithöchsten Warnstufe sind laut Wetterexperten des GeoSpehre Austria folgende Unwetter-Auswirkungen möglich: regionale Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr, Gefahr von Muren- und Hanglawinen, Überflutungen von Gebäuden sowie Grün- und Ackerflächen, Überschwemmungen im Bereich von kleinen und mittleren Fließgewässern.

Das Land Tirol warnt, dass weiterhin erhöhte Warnstufe orange in Teilen des Außerfern und in den Bezirken Kitzbühel und Kufstein besteht. „Weiterhin gilt: Passt auf euch auf, informiert euch und haltet euch bei starken Niederschlägen und hohen Pegelständen nicht in der Nähe von Fließgewässern auf“, ließ das Land Tirol wegen der schweren Unwetter mit Starkregen in Teilen Österreich in einem Facebook-Posting verlauten. 

Unwetter-Katastrophe in Kroatien, Österreich und Slowenien: Zagreb unter Wasser – Ausnahmezustand für Mur

Update vom 5. August, 17.50 Uhr: Aufgrund der verheerenden Unwetter in Kroatien, Österreich und Slowenien sind die Flüsse Save und Mur nach den neuesten Messungen des DHMZ orange. Der Wasserstand der Mura in Murski Središć wurde mit 416 Zentimetern gemessen, der Wasserstand der Save in Drenje Brdovečki betrug 529 Zentimeter. Das Wasser in Zagreb liege nach Angaben von dnevnik.hr fast auf der Höhe der bekannten Fußgängerbrücke über den Fluss. Die Wassermaßen in der kroatischen Hauptstadt überfluten die Böschung unter der Heimatbrücke.

Ausnahmezustand herrscht in Murski Središće. Der letzte dort gemessene Wasserstand der Mur ist rot und beträgt 456 cm. Die Szenen in der Gemeinde Podturen in Međimurje, die an Slowenien grenzt, seien zufolge dnevnik.hr von nach den Überschwemmungen erschreckend.

Verheerende Unwetter in Slowenien, Kroatien und Österreich: Bedrohung durch Überschwemmungen

Die verheerenden Unwetter in Slowenien, Kroatien und Österreich hinterlassen ihre Spuren auch in der Save. Im Laufe des vergangenen Tages und der Nacht bildete sich aus Slowenien eine große Wasserwelle in dem Fluss. Derzeit besteht die größte Bedrohung durch die Save-Gewässer in den untersten Teilen der Gemeinde Brdovec. Derweil wird der maximale Wasserstand der Save in Zagreb wird am Nachmittag bezeehungsweise in den frühen Abendstunden erwartet.

Unwetter-Alarm in Österreich, Slowenien und Kroatien: Weitere Personen in Kärnten evakuiert

Update vom 5. August, 17.16 Uhr: Die Lage aufgrund der Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien gestaltet sich weiter kritisch. Am Samstag (5. August) ordneten die Behörden in Österreich eine weitere Evakuierung an. So musste in Kärnten das Rote Kreuz gemeinsam mit der örtlichen Feuerwehr 50 Personen ausquartieren, wie wetter.at berichtet. Die nächste Regen-Walze sei derweil bereits in Anmarsch.

Aufgrund der anhaltenden Unwetter in Österreich trifft sich erneut der Landeskrisenstab, um die Lage in Kärnten zu besprechen, wie der Politiker Peter Kaiser (SPÖ) twitterte. „Selbstverständlich wird auch vonseiten des Landes Kärnten alles getan, um allen Betroffenen rasch und unkompliziert zu helfen“, schreibt er und spricht vor allen den Einsatzkräften ein Lob aus.

Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: Urlauber nach Überschwemmung als vermisst gemeldet

Update vom 5. August, 15.32 Uhr: Nachdem die heftigen Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien drei Menschenleben forderten, darunter zwei Niederländer, werden nun nach Angaben des Außenministeriums fünf weitere Niederländer vermisst. Wie der Radiosender NOS berichtet, mussten zuletzt rund 400 Niederländer nach schweren Überschwemmungen einen Campingplatz räumen. Seitdem werden die fünf Menschen vermisst.

Am Freitag (4. August) waren zwei niederländische Männer im Alter von 50 und 20 Jahren ums Leben gekommen. Den Medienberichten zufolge kamen sie aus der niederländischen Stadt Gouda, südlich von Amsterdam. Demnach seien sie beim Wandern auf dem Berg Veliki Draski gewesen. Über die genauen Umstände des Todes wurde nichts mitgeteilt.

Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: Hochwasser-Höhepunkt am Abend

Update vom 5. August, 14.42 Uhr: Auch in Kroatien ist nach dem Unwetter keine Entspannung der Lage in Sicht. Nach den heftigen Überschwemmungen in Slowenien rechnet das Nachbarland ebenfalls mit Hochwasser. Wie das kroatische Nachrichtenportal index.hr berichtete, könnten der aus Slowenien kommende Fluss Save und dessen Nebenflüsse übertreten. Der Höhepunkt dieser Flut stehe gegen Samstagabend bevor.

In der Gemeinde Brdovec nahe der Hauptstadt Zagreb wurden bereits Häuser evakuiert. Im Norden des Landes, bei Varazdin und Karlovac, wurden sicherheitshalber Dämme aus Sandsäcken errichtet. Auch die Adria-Küste ist wurde teils heftig von dem Unwetter getroffen. So mussten in Split Fahrzeuge aus überschwemmten Straßen in Sicherheit gebracht und Keller ausgepumpt werden. Auch in Italien wirkt aufgrund der Unwetter, als hätte sich der Somme in den Herbst verwandelt.

Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: „Apokalypse biblischen Ausmaßes“

Update vom 5. August, 13.18 Uhr: Im Norden Sloweniens ist die Lage weiterhin kritisch: In Dravograd an der Grenze zu Österreich bedrohte der übergetretene Fluss Drau Einheimische und Urlauber. Über einhundert Bewohner und Touristen mussten am Samstagmittag evakuiert werden – aufgrund der anhaltenden, starken Regenfälle besteht große Erdrutschgefahr. Die Stadtregion Dravograd habe eine „Apokalypse biblischen Ausmaßes“ erlebt, sagte Bürgermeister Anton Preksavec laut der slowenischen Nachichtenseite n1info.si.

Durch anhaltenden Regen wird die Situation weiter verschlimmert. Preksavec berichtet davon, dass die Drau sich weiter ausbreite. Schon jetzt gibt es durch Schäden an der Infrastruktur große Versorgungsprobleme: In Dravograd müssen Menschen ohne Elektrizität, Trinkwasser und mit nur begrenztem Zugang zu medizinischer Versorgung auskommen. In anderen Teilen des Landes herrschen ähnliche Notsituationen: Schon am Morgen wurde bekannt, dass vielerorts das Mobilfunknetz zusammengebrochen sei. Ein Überblick über die tatsächlichen Ausmaße und Opferzahlen der Unwetter-Katastrophe sei so unmöglich, berichtete n1info.si.

Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: Warnung vor Hochwasserwelle – „Situation ist katastrophal“

Update vom 5. August, 9.35 Uhr: In den späten Abendstunden entwickelte sich in der zentralen Adria ein extremer Konvektionsstreifen, der sich nach 21 Uhr noch verstärkte, berichtet IstraMet. In der vergangenen Nacht verzeichnete der Blitzjäger mehr als 6.000 Blitzeinschläge in Folge der schweren Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien in zwei Stunden alleine in Istrien.

Bis 22 Uhr verzeichneten einige Stationen extrem starke Regenmengen. Rund um Učka fielen etwa 200 mm, in Zentralistrien bis zu 100 mm und im Westen der Halbinsel zwischen 20 und 70 mm. Starker Regen fiel auch in Vodnjan, wo 39 mm gemessen wurden, berichtete IstraMet .

Ein schwerer Sturm mit starken Regenfällen traf am Freitag die Stadt Čabar und verursachte Sturzfluten. Der Fluss Čabranka trat über die Ufer und Äste und Baumstämme ließen den Damm im Zentrum der Stadt fast zum Einsturz bringen.

Unwetter-Katastrophe in Österreich, Slowenien und Kroatien: Stadt von Hurrikan heimgesucht

Update vom 5. August, 9.30 Uhr: Am Freitag gegen 19:00 Uhr wurde Zadar von einem Hurrikan aus dem Süden heimgesucht, dessen Schläge beispielloser Stärke waren. Die Windböen hielten eine halbe Stunde lang an, danach wurde alles still.

Unwetter-Alarm in Österreich, Slowenien und Kroatien: Entspannung weiter nicht in Sicht.

Update vom 5. August, 9.13 Uhr: Entspannung ist nach dem Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien nicht in Sicht. Im Süden Österreichs, in der Gemeinde Sankt Paul, erwarten die Behörden am Samstag eine weitere Hochwasserwelle. Deshalb wurden vorsorglich am Vortag zahlreiche Häuser evakuiert. „Die Prognose ist so hoch, dass wir mit einer weiteren Hochwasserwelle rechnen müssen“, sagte der Bezirkshauptmann von Wolfsberg, Georg Fejan, in der Nacht dem ORF-Radio Kärnten.

Wegen Erdrutschen hätten auch in Lavamünd einige Menschen ihre Häuser verlassen müssen. In Viktring, einem südlichen Vorort der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee, musste die Feuerwehr ein Rückhaltebecken auspumpen. Es drohte überzulaufen. In Kärnten wurde für neun Gemeinden eine Zivilschutzwarnung herausgegeben. Auch in der Steiermark wurde für Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz und Südoststeiermark eine Zivilschutzwarnung veröffentlicht.

Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz

Zwar habe es in der Nacht zu Samstag nicht so stark geregnet wie erwartet, teilte der Radiosender in den frühen Morgenstunden mit. Doch die Einsatzkräfte seien im Dauereinsatz. 2500 Feuerwehrleute und 100 Bundesheer-Soldaten seien vor Ort, hieß es. Angesichts der Überschwemmungen wird am Samstag Chaos im Urlaubsverkehr an der österreichisch-slowenischen Grenze erwartet. Behörden zufolge könnte es auf der Karawanken Autobahn (A11) zu massiven Staus kommen.

Auch Slowenien wurde von dem Unwetter schwer getroffen. In der Region Koroška in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Überschwemmungsgebieten Österreichs ist es besonders kritisch. In der gebirgigen Gegend waren einige Orte von der Außenwelt abgeschnitten oder nur über Kärnten erreichbar.

Update vom 5. August, 8.20 Uhr: Die heftigen Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien erreichen auch beliebte Urlaubsregionen. Nachdem zunächst in Slowenien ganze Dörfer durch Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten sind und nach Stand vom Freitagabend (4. August) kamen eine Frau und zwei Touristen aus den Niederlanden in dem Balkan-Land durch die Unwetter ums Leben. Bergwachten, Feuerwehren und Rettungsdienste waren im Dauereinsatz.

Auch das beliebte Urlaubsland Kroatien mit seinen rund vier Millionen Einwohnern trifft es in diesem auf dem Westbalkan regenreichen Sommer einmal mehr heftig. In der Hauptstadt Zagreb (rund 760.000 Einwohner) trat stellenweise der Fluss Save über die Ufer. Und in Istrien bedrohen regelrechte Schlammmassen die steinigen, aber dennoch bei Urlaubern beliebten Strände.

Heftiger Regen: 70 Häuser bei Unwetter in Österreich evakuiert

Update vom 5. August, 6.40 Uhr: Die schweren Unwetter halten derzeit Österreich, Kroatien und Slowenien in Atem. 70 Häuser mussten nach heftigen Regenfällen im Süden Österreichs am Freitagabend im Bundesland Kärnten evakuiert werden. In der Gemeinde Sankt Paul drohte ein Rücklaufbecken überzulaufen, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Obwohl die Behörden dort am Nachmittag einen mobilen Hochwasserschutz aufgebaut hatten, mussten die Bewohner notgedrungen ihre Häuser verlassen.

Auch in Ferlach, südlich von Klagenfurt, wurde die Evakuierung mehrerer Häuser angeordnet. Die Ortschaft Bad Eisenkappel war laut APA am Freitagabend von der Außenwelt abgeschnitten. Bis zu 200 Liter Niederschlag pro Quadratmeter sind seit Donnerstagnachmittag vor allem im Süden Kärntens gefallen – so viel wie sonst in einem ganzen Monat. In der Nacht zu Samstag wurde laut der Nachrichtenagentur mit weiteren Niederschlägen von bis zu 100 Litern pro Quadratmetern gerechnet.

Das Nachbarland Slowenien wurde ebenfalls von dem schweren Unwetter getroffen. Bei Überschwemmungen und Erdrutschen starben innerhalb eines Tages im Nordosten und im Zentrum des Landes drei Menschen. In der Hauptstadt Ljubljana sowie in den Städten Maribor und Celje ertönten am Freitag Sirenen wegen anhaltender Regenfälle. Die höchste Alarmstufe wurde ausgerufen.

Schwere Unwetter in Österreich, Kroatien und Slowenien: Gemeinde „abgeschnitten“

Update vom 4. August, 23.10 Uhr: Die schweren Unwetter in Österreich, Kroatien und Slowenien haben eine Schneise der Verwüstung durch die Länder gezogen. In Slowenien traten aufgrund der heftigen Regenfälle, die am Donnerstagabend begannen, einige Flüsse über die Ufer. Ganze Siedlungen seien überschwemmt worden, mehrere Erdrutsche seien entstanden und das Regenwasser habe zahlreiche Gebäude und Wohngebäude überschwemmt, schreibt Slovenske novice.

Die Gemeinde Laško im Osten Sloweniens sagte, sie sei „abgeschnitten“ von der Welt und sei mit beispiellosen Wetterbedingungen konfrontiert. Mehrere Menschen wurden aus geschützten Wohnungen und aus dem Überschwemmungsgebiet in Rimski Toplice evakuiert. Die Straßen sind unpassierbar. In den Kurorten Laško und Thermani sind die Becken überflutet, im Speisesaal steht Wasser. Trotzdem ist das Wasser aus der öffentlichen Wasserversorgung immer noch sauber und trinkbar.

Verheerende Unwetter in Kroatien, Slowenien und Österreich: Schlimmste Katastrophe in der Geschichte

„Die heutige Katastrophe verursacht wahrscheinlich den größten Schaden, den jede Naturkatastrophe in der Geschichte des unabhängigen Slowenien angerichtet hat“, sagte Premierminister Robert Golob am Freitag, nachdem der katastrophale Sturm im Land mindestens drei Todesopfer gefordert hatte.

Golob sagte, die Lage sei derzeit äußerst ernst und alle verfügbaren Einheiten seien am Boden. Derzeit stehen bis zu 500 Soldaten zur Verfügung, aber nicht alle sind aktiviert, da der Zugang zu einigen Orten nicht möglich ist, berichtet die slowenische Agentur STA.

Unwetter-Alarm in Kroatien, Slowenien und Österreich: „Situation ist katastrophal“

In einer außerordentlichen Sitzung wird die slowenische Regierung nach den schweren Unwettern eine Änderung des Naturkatastrophengesetzes verabschieden, um den betroffenen Bewohnern „so schnell wie möglich Hilfe zu leisten“. Ljubljana werde auch die angebotene Hilfe aus dem Ausland annehmen, sagte Golob auf der Pressekonferenz.

„Die Situation ist wirklich katastrophal und es ist richtig, dass wir die Hilfe annehmen, die uns zur Verfügung steht“, betonte er. Ljubljana werde auch Hilfe aus dem europäischen Mechanismus in Anspruch nehmen, hieß es weiter.

Golob berief für Samstag eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates ein, um die Maßnahmen aller Dienste zu vereinheitlichen und die Wirksamkeit der Reaktion auf die Katastrophe zu maximieren.

Der slowenische Premierminister und Verteidigungsminister Marjan Šarec forderte die Bürger auf, keine Arbeiten auszuführen, die nicht von lebenswichtiger Bedeutung sind, während auch in Italien Unwetter ihr Unwesen treiben. Die Superzellen-Gewitter sollen einen drastischen Temperatursturz mit sich bringen.

Unwetter-Alarm in Kroatien, Slowenien und Österreich: Rettungsdienste überlastet

Update vom 4. August, 21.37 Uhr: Die Rettungsdienste in Slowenien sind überlastet, schreibt Der Standard. Das größte Problem: Es gibt kein Mobilfunknetz mehr. Einsatzkräfte müssen Radiosender verwenden, um zu kommunizieren. Menschen, die Hilfe brauchen, melden sich mittlerweile über Facebook. Handys funktionieren nicht und die Notrufnummer 112 ist ohnehin überlastet.

Nach der Flut droht Slowenien der Ausfall der Wasserversorgung, nach derartigen Katastrophen ist sie häufig unterbrochen. Bürgerinnen und Bürger werden deshalb dazu aufgerufen, Trinkwasser in Flaschen zu sammeln oder abzukochen.

Unwetter in Kroatien, Slowenien und Österreich: Höhepunkt der Sturmflut in Zagreb gegen Mitternacht

„Wenn man sich anschaut, was heute in Slowenien passiert ist … da ist etwas passiert, was vorher nicht passiert ist. All die Skeptiker, die denken, dass der Klimawandel etwas ist, was jemand erfunden hat, das ist eine Bestätigung dafür, dass dem nicht so ist“, sagt Kroatiens Innenminister Davor Božinović zu Dnevnik Nova TV.

In der kroatischen Hauptstadt Zagreb rechnen Experten gegen Mitternacht mit dem Höhepunkt der Sturmflut. Božinović beruhigt etwas und sagt, Zagreb verfüge über einen guten Hochwasserschutz. Am meisten Sorgen müsse sich die Stadt Zaprešić machen, die über keinen Damm verfügt. Dort kam es bereit beim Hochwasser 2010 zu verheerenden Schäden.

Unwetter wüten weiter in Österreich, Kroatien und Slowenien: Nächste Regenwalze kommt

Update vom 4. August, 19.51 Uhr: In Österreich, Kroatien und Slowenien wüten die Unwetter weiter. Um 20 Uhr soll in Österreich bereits die nächste Regenwalze kommen. Nun meldete sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu Wort und warnte eindringlich vor den schweren Gewittern und den Folgen des Starkregens im Süden Österreichs. „Ich möchte allen Einsatzkräften, die im Unwettereinsatz sind, für ihre Arbeit danken“, twitterte der Präsident.

Schwere Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: „Passen Sie weiterhin gut aufeinander auf!“

Zudem appellierte der Politiker weiterhin an die Bürgerinnen und Bürger in seinem Land: „Passen Sie weiterhin gut aufeinander auf!“ Abseits der schweren Unwetter, die Österreich aktuell heimsuchen, sprach van der Bellen vom Wetter der vergangenen Monate und kam dabei auch auf die Waldbrände in Griechenland und Italien zu sprechen.

„Den ganzen Sommer erleben wir schon extreme Wetterlagen, die in vielen Ländern Europas für schwere Unwetter einerseits und Dürre und Waldbrände andererseits sorgen“, ließ er über Twitter verlauten. „Bei uns in Österreich ist immer wieder der Süden des Landes betroffen, auch dieses Wochenende“, schrieb Van der Bellen.

Heftige Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: Bundesheer-Einsatz in der Steiermark

Die heftigen Niederschläge in der Nacht auf Freitag haben in der Steiermark und in Kärnten für Murenabgänge, Schlamm- und Gerölllawinen sowie Überschwemmungen gesorgt. Nach dem Einsatz heute in Kärnten mit inzwischen 50 Soldatinnen und Soldaten helfen seit 17:00 Uhr auch 80 steirische Einsatzkräfte des Bundesheeres in der Südoststeiermark bei der Bewältigung der Hochwassergefahren.

In Kärnten ist ein Hubschrauber im Einsatz, während 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Raum Leibnitz und 50 Soldatinnen und Soldaten im Raum Feldbach beim Eindämmen der Hochwassersituation unterstützen, indem sie unter anderem Sandsäcke befüllen.

Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: Geröll- und Schlammlawinen schneiden Orte in Kärnten ab

Update vom 4. August, 19.38 Uhr: Im Süden Österreichs gingen bereits in der Nacht auf Freitag Schlamm- und Gerölllawinen ab. Einige Ortschaften im Bundesland Kärnten wurden dadurch von der Außenwelt abgeschnitten. Im Bezirk Völkermarkt musste das Bundesheer helfen.

Auch die Steiermark wurde von Überflutungen getroffen. Der Versorger Energie Steiermark teilte mit, 4000 Haushalte waren ohne Strom.

4000 Menschen am Fluss Savinja evakuiert: Slowenien, Kroatien und Österreich kämpfen gegen Unwetter

Update vom 4. August, 19.12 Uhr: Viertausend Einwohner von Celje haben ihre Häuser wegen extrem schlechter Wettervorhersagen und der hohen Wahrscheinlichkeit eines Überlaufens des Flusses Savinja verlassen. Die Evakuierung des gesamten Gebiets von Lišće am rechten Ufer sowie von Trubarjeva, Malgajeva bis zur Ljubljanska-Straße und der gesamten Altstadt am linken Ufer ist im Gange, berichtet Slovenske News zur aktuellen Lage der Unwetter in Slowenien.

Wie die Gemeinde Celje mitteilte, befindet sich die Evakuierung von Lisac, Špica, Otok, der Altstadt, Brego und dem unteren Polul in der Endphase. Strom und Gas sind in diesen Bereichen abgeschaltet. Die Evakuierten wurden in Notunterkünften versorgt.

In der Kleinstadt Mengeš im zentralen Teil von Slowenien trafen die Wassermassen einen Kindergarten und schlossen 22 Kinder darin ein. Feuerwehrleute wateten an einer Schnur durch hüfthohes, um die Kinder zu befreien.

Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: Alarmzustand in Zagreb

Update vom 4. August, 18.00 Uhr: Das Adria-Tief, das für verheerende Unwetter in Österreich und Slowenien sorgt, trifft nun auch Kroatien. In Teilen von Istrien wüten bereits schwere Gewitter und heftige Regenfälle. Nach übereinstimmenden Medienberichten herrscht in der kroatischen Hauptstadt Zagreb bereits Alarmzustand. Dort ist die Save über die Ufer getreten. In Orten wie Opatija und Rijeka haben die heftigen Regenfälle die Straßen unter Wasser gesetzt.

Schwere Unwetter in Österreich, Slowenien und Kroatien: Alarmstufe Rot und Orange ausgerufen – Warnung vor Sturzfluten, Sturm und Hagel

Die Reaktion auf die heftigen und die kommenden Unwetter: Regionen wie Zagreb, Karlovac und Split riefen eine orange Alarmstufe. Die Regionen Gospić und Rijeka gingen sogar noch einen Schritt weiter und aktivierten die rote Alarmstufe, so heißt es in den kroatischen Medien.

Bürger in den von Überschwemmungen gefährdeten Gebieten in Kroatien werden ähnlich wie in Slowenien aufgefordert, besondere Vorsicht walten zu lassen. Reisen sollten nur dann unternommen werden, wenn gar kein Weg daran vorbeiführt. Die Bewohner in den betreffenden Warngebieten sind aufgefordert, die Nachrichten und Empfehlungen der zuständigen Behörden zu befolgen und rechtzeitig die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus wird eindringlich vor Sturzfluten gewarnt. 

In Karlovac gehen die Vorsichtsmaßnahmen bereits so weit, dass aufgrund der befürchteten Unwetter schon Sandsäcke an die Bevölkerung ausgeteilt werden. Während im Norden von Kroatien besonders der Starkregen der Region zu schaffen macht, warnen Wetterdienste in Dalmatien ausdrücklich vor Sturm und Hagel.

Unwetter-Alarm in Österreich, Slowenien und Kroatien: „Die Folgen sind schrecklich“

Update vom 4. August, 16.41 Uhr: Die Lage in Slowenien ist dramatisch. Starke Regenfälle ergossen sich über weiten Teilen des Landes, ganze Straßenzüge stehen unter Wasser. Ein Meteorologe sagt dem Nachrichtenportal jutarnji.hr: „Noch nie ist einem Tag so viel Regen gefallen. Die Folgen sind schrecklich.“

Unwetter-Alarm in Österreich, Slowenien und Kroatien: „Das schlimmste Szenario ist wahr geworden“ – drei Menschen tot

Mindestens drei Menschen kamen bei den Unwettern ums Leben, teilt die örtliche Polizei der Nachrichtenagentur STA mit. In Kamnik ertrank eine Frau vermutlich in den Fluten, zwei niederländische Touristen wurden wahrscheinlich vom Blitz erschlagen. Die genauen Todesumstände müssen allerdings noch ermittelt werden.

Im Norden Sloweniens wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen. Verteidigungsminister Marjan Sarec appelliert auf Twitter: „Alle, die nicht dringend reisen müssen, bleiben, wo sie sind. Jede Anwesenheit auf der Straße erschwert die Arbeit der Rettungsteams.“

Laut seiner Aussage sei das „schlimmste Szenario wahr geworden“. Ihre Häuser verlassen sollen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Celje. Hier ist der Fluss Savinja über die Ufer getreten, der Ort steht komplett unter Wasser. Die Armee ist vor Ort und evakuiert Menschen per Hubschrauber. Der Zugang zu den gefährdeten Gebieten ist vielerorts blockiert, nur über Luft können die Rettungskräfte helfen.

Überflutungen, Schlammlawinen, Dörfer isoliert: Unwetter-Alarm in Österreich und Kroatien

Erstmeldung vom 4. August, 15.25 Uhr: München — Der Regen begleitet seit Tagen weite Teile Deutschlands. Er hat auch die Besucher des Heavy-Metal-Festivals in Wacken hart getroffen, denn diese versinken im Schlamm. Außerhalb von Deutschland sieht die Lage nicht anders aus. In Österreich, Slowenien und Kroatien müssen Einheimische und Urlauber achtsam sein. Dort haben anhaltende Niederschläge für Überschwemmungen gesorgt. Teile der Grenze zwischen Österreich und Slowenien wurden geschlossen, in Kroatien warnen die Behörden vor Unwettern.

Unwetter in Österreich: Grenzübergänge nach Slowenien gesperrt

In der Steiermark war die Lage in St. Paul und St. Georgen im Lavanttal und in Loibach bei Bleiburg besonders angespannt, wie wetter.at berichtete. Dort gilt unter anderem eine Zivilschutzwarnung. Ortschaften im Bezirk Klagenfurt-Land und Bad Eisenkappel waren laut dem Wetterportal Freitagfrüh (4. August) von der Außenwelt abgeschnitten. Der Pegel von zahlreichen Bächen stieg, es kam zu Überflutungen. In einigen Ortschaften wurde die Bevölkerung dazu aufgerufen, Kellerräume zu meiden und sich in den oberen Stockwerken aufzuhalten.

Auch Brücken und Einsatzbereiche der Rettungskräfte sollten nicht aufgesucht werden. In bestimmten Bezirken sollen Bürger ihr Leitungswasser abkochen, da es verunreinigt sein könnte. Am Freitagvormittag waren Straßen und Verkehrsverbindungen in Unterkärnten teilweise durch Muren oder Überflutungen blockiert. Die Grenzübergänge im Bezirk Völkermarkt waren nach Slowenien gesperrt.

Kroatien bereitet sich auf Unwetter vor — Erste Flüsse treten über

Denn auch in dem österreichischen Nachbarland Slowenien hat der Regen für Überschwemmungen gesorgt. Zahlreiche Häuser und Straßen sind von Erdrutschen bedroht. In der Stadt Škofje Loka mussten Anwohner per Hubschrauber gerettet werden. Die an Österreich grenzende Region Gorenjska soll laut dem slowenischen Portal delo.si unter Wasser stehen.

Auch das beliebte Urlaubsland Kroatien ist von den Wassermassen betroffen. Teile in der Gegend der kroatischen Hafenstadt Rijeka sollen laut dnevnik.hr bereits unter Wasser stehen. Für die Regionen Zagreb, Split und Karlovac gilt weiterhin eine Unwetterwarnung. Es wird vor Überschwemmungen gewarnt, die das Verkehrsnetz beeinträchtigen könnten. Auch die Energie- und Wasserversorgung sowie das Kommunikationsnetz könnten für eine bestimmte Zeit unterbrochen werden. Laut dnevnik.hr soll die Save in Zagreb bereits übergetreten sein. (vk/AFP/dpa)

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