„Mutmaßliche sterbliche Überreste“ in den „Titan“-Trümmern gefunden – Video zeigt die Bergung
VonHelena Gries
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Die Trümmer des Tauchbootes „Titan“ sind geborgen. Mutmaßliche sterbliche Überreste, die in den Trümmern entdeckt wurden, sollen nun untersucht werden.
In den Trümmern des implodierten Tauchboots haben Experten nach Angaben der US-Küstenwache auch „mutmaßliche sterbliche Überreste“ entdeckt. Diese sollen nun von Fachleuten in den USA untersucht werden.
Die Bilder zum Drama um das Titanic-U-Boot: Das letzte Foto der „Titan“ – und die ersten Trümmer
Nach Implosion von „Titan“: Wrackteile geborgen - Analysen stehen bevor
Wie die US-Küstenwache am Mittwochabend (28. Juni) mitteilte, stehe nun eine offizielle Analyse der mutmaßlichen sterblichen Überreste bevor, die „vorsichtig im Wrack an der Unglücksstelle sichergestellt“ worden seien. Nach Angaben der Behörde hatte das Schiff „Horizon Arctic“ die Wrackteile am Mittwoch (28. Juni) nach St. John‘s auf der kanadischen Insel Neufundland gebracht.
„Es gibt noch viel zu tun, um all die Faktoren zu ergründen, die zu dem katastrophalen Verlust der „Titan“ geführt haben“, teilte Jason Neubauer von der US-Küstenwache mit, der die Untersuchungen der Behörde leitet. Die Ermittlungen seien notwendig, damit sich eine solche Tragödie nicht wiederhole.
Nach „Titan“-Unglück: Video zeigt Bergung der Trümmer
Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie die zerborstenen Teile des Tauchboots „Titan“ an einem Anleger im ostkanadischen St. John‘s von einem Schiff auf einen Tieflader verladen wurden. Der vordere Teil des „Titan“-Tauchbootes mit dem Fenster und weitere Trümmerteile wurden, in weiße Planen gehüllt, mit einem Kran transportiert.
Die US-Küstenwache teilte weiter mit, nach Beratungen mit den Ermittlungsbehörden der internationalen Partner sollten die Beweise mit einem Schiff der US-Küstenwache in einen US-Hafen gebracht werden, wo weitere Analysen und Tests stattfinden könnten. Die Beweismittel würden „wichtige Erkenntnisse über die Ursache dieser Tragödie liefern“, erklärte Neubauer.
Trümmer des Tauchbootes „Titan“ geborgen: Such- und Bergungsaktion „extrem riskant“
Das kanadische Schiff „Horizon Arctic“, das nun die Trümmer der „Titan“ aus dem Wasser hob, war auch maßgeblich an der Suche des Tauchboots beteiligt. Es hatte einen ferngesteuerten Tauchroboter eingesetzt, der schließlich auf die Trümmer der „Titan“ stieß. Die US-Küstenwache leitete umfangreiche Untersuchungen ein und arbeitet dabei nach eigenen Angaben auch mit internationalen Partnern zusammen, darunter der kanadischen Verkehrssicherheitsbehörde.
Trümmer des Tauchboots „Titan“, das vom Meeresboden in der Nähe des Wracks der Titanic geborgen wurde, werden am Pier der kanadischen Küstenwache vom Schiff „Horizon Arctic“ entladen. Die US-Küstenwache sucht nach der Ursache des Unglücks.
Die Such- und Bergungsaktion sei „extrem riskant“ gewesen, sagte der Sprecher der New Yorker Firma Pelagic Research, der das ferngesteuerte Bergungsvehikel Odysseus gehört. „Es war extrem anstrengend und aufreibend für das Team, das rund um die Uhr gearbeitet hat, die ganze Zeit fast ohne Schlaf, zehn Tage lang“, sagte Jeff Mahoney der Nachrichtenagentur AFP.