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In der Crocus-Halle in Moskau kam es zu Schüssen und einem großflächigen Brand. Dutzende Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Viele wurden verletzt.
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Update vom 23. März, 6:00 Uhr: Bei dem Angriff auf einen Konzertsaal im Nordwesten Moskaus ist die Zahl der Toten nach Behördenangaben von 40 auf mehr als 60 gestiegen. 115 weitere Menschen wurden dem Gesundheitsminister zufolge ins Krankenhaus gebracht. Russische Medien sprechen bereits von mehr als 82 Toten. Die russische Nationalgarde erklärte, sie sei am Tatort und fahnde nach den Tätern.
Der großflächige Brand konnte mittlerweile eingedämmt werden. Angaben zur Anzahl der möglicherweise im Inneren eingeschlossenen Menschen wurden laut AFP nicht gemacht. Wie das russische Katastrophenschutzministerium mitteilte, konnte die Feuerwehr rund 100 Menschen evakuieren, die sich im Keller befanden.
Anschlag in Moskau - Untersuchung wegen „terroristischen Akts“ eingeleitet
Wladimir Putin wünschte den Opfern über die stellvertretende Ministerpräsidentin Tatjana Golikowa eine schnelle Genesung und dankte den Ärzten. Öffentlich äußerte er sich zu dem Angriff auf den Konzertsaal zunächst jedoch nicht, berichtet AFP. Den russischen Behörden zufolge wurde eine Untersuchung wegen eines „terroristischen Akts“ eingeleitet. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich bereits zum Anschlag bekannt.
Die den russischen Sicherheitsbehörden nahestehenden Telegram-Kanäle Basa und Masch veröffentlichten Videos, auf denen mindestens zwei bewaffnete Männer zu sehen sind, die in die Halle vorrücken, sowie weitere, auf denen Leichen und zum Ausgang eilende Gruppen von Menschen zu sehen sind. Weitere Aufnahmen zeigen Konzertbesucher, die sich hinter Sitzen verstecken.
Bewaffneter Angriff auf Konzerthalle in Moskau - Gebäude steht in Flammen
Update vom 22. März, 23.30 Uhr: Nach dem Anschlag auf eine Konzerthalle in Moskau steigt die Zahl der Verletzten weiter an. Das Gesundheitsministerium der Moskauer Region sprach in der Nacht zum Samstag von 145 Menschen, die in Krankenhäuser gebracht worden seien. Zuvor war von mindestens 40 Toten und mehr als 100 Verletzten die Rede gewesen. Weil die Rettungs- und Polizeieinsätze vor Ort noch laufen und das Gebäude in Flammen steht, könnten die Zahlen aber noch deutlich ansteigen. Unter den Verletzten seien auch mindestens acht Kinder, hieß es. Videos zeigen indes die Lage nach dem Anschlag.
Schüsse in Moskau: IS bekennt sich zu Anschlag – US-Botschaft warnte vor zwei Wochen
Update vom 22. März, 22.30 Uhr: Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem tödlichen Anschlag in Moskau bekannt, wie AFP vermeldet. Die Gruppe schrieb am Freitag im Onlinedienst Telegram, IS-Kämpfer hätten „eine große Zusammenkunft ... am Rande der russischen Hauptstadt Moskau“ angegriffen. Dabei wurden nach Angaben russischer Behörden mindestens 40 Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt.
Die US-Botschaft in Russland hatte die Bürger vor zwei Wochen davor gewarnt, dass „Extremisten unmittelbar bevorstehende Pläne haben, große Versammlungen in Moskau, einschließlich Konzerte, ins Visier zu nehmen“.
Anschlag in Moskau: Nach Schüssen in Crocus City Hall – Nationalgarde im Einsatz
Update vom 22. März, 22.10 Uhr: Spezialeinheiten der russischen Nationalgarde sind nach dem mutmaßlichen Terroranschlag in Moskau im Einsatz. Gesucht werde nach den Verbrechern, teilten die Einsatzkräfte heute Abend mit. Zudem würden Personen in Sicherheit gebracht, hieß es weiter.
Im Veranstaltungszentrum Crocus City Hall waren Schüsse gefallen. Anschließend brach ein Feuer aus. Das Gebäude, in dem auch die besagte Konzerthalle ist, stehe auf einer Fläche von 13.000 Quadratmetern in Flammen. Das teilte das Zivilschutzministerium Russlands mit. Es gelinge bisher nicht, das Feuer zu löschen. Auch Löschhubschrauber waren im Einsatz.
Moskau reagiert nach Schüssen in Konzerthalle: Theater und Museen bleiben am Wochenende geschlossen
Update vom 22. März, 21.40 Uhr: Angaben russischer Staatsmedien zufolge wurde nach dem Anschlag in der Moskauer Konzerthalle eine Person festgenommen. Offiziell bestätigt wurde dies zunächst nicht. Auch bleibt unklar, ob es sich bei der Person, um einen mutmaßlichen Schützen handelt.
In Moskau sollen nach Behördenangaben am Wochenende als Reaktion auf die aktuellen Ereignisse alle Theater und Museen geschlossen bleiben. Zuvor hatte der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin gesagt, dass alle Großveranstaltungen in Europas größter Stadt abgesagt seien. Auch im Moskauer Umland sagten die Behörden Massenveranstaltungen ab.
Vertreter Kiews haben indes den Verdacht einer ukrainischen Verwicklung in den mutmaßlichen Terroranschlag bei Moskau zurückgewiesen. „Die Ukraine steht in absolut keiner Beziehung zu den Vorgängen“, betonte Mychajlo Podoljak, Berater von Präsidentenbürochef Andrij Jermak, in einer Videobotschaft bei Telegram am Freitag.
Nach Schüssen in Konzerthalle in Moskau – Mindestens 40 Menschen gestorben
Update vom 22. März, 20.35 Uhr: Nun gibt es erste konkrete Zahlen zu den Verletzten und Toten nach dem Anschlag auf die Crocus City Hall in Moskau. Dem russischen Geheimdienst zufolge wurden heute mindestens 40 Menschen getötet. Zudem seien mehr als hundert Menschen verletzt worden. Das erklärte der FSB nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen.
Update vom 22. März, 20.27 Uhr: Nach dem Angriff auf eine Moskauer Halle mit Toten und Verletzten hat Russlands zentrales Ermittlungskomitee nun ein Verfahren wegen eines mutmaßlichen Terrorakts aufgenommen. Das teilte die Behörde via Telegram mit.
Indes bezog auch die USA Stellung zur aktuellen Lage. „Es gibt derzeit keine Anzeichen darauf, dass die Ukraine oder Ukrainer in den Schusswaffenangriff verwickelt sind“, sagte John Kirby, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats. „Ich würde Ihnen zu einem so frühen Zeitpunkt davon abraten, irgendeine Verbindung zur Ukraine herzustellen“, fügte er an. Er äußerte diese Worte von dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs. Russland griff das Land am 24. Februar 2022 massiv an – seither herrscht Krieg.
Nach Schüssen in Moskau: FSB bestätigt Tote und Verletzte – Russland spricht von Terrorakt
Update vom 22. März, 20.05 Uhr: Das russische Außenministerium hat den Angriff auf die Moskauer Konzerthalle als ein „blutiges terroristisches Attentat“ bezeichnet. „Die gesamte Weltgemeinschaft muss dieses verabscheuungswürdige Verbrechen verurteilen“, schrieb Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa am Freitagabend im Onlinedienst Telegram.
Update vom 22. März, 19.48 Uhr: Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach dem Angriff auf eine Moskauer Konzerthalle laut Agentur Interfax Tote und Verletzte bestätigt. Konkrete Zahlen zu dem mutmaßlichen Terroranschlag wurden zunächst nicht genannt. Behördenangaben zufolge wurden nach Schüssen und einem Brand weitere Explosionen gemeldet.
Crocus-Halle in Moskau nach Schüssen in Flammen – Rund 100 Menschen offenbar eingeschlossen
Update vom 22. März, 19.27 Uhr: Unter Berufung auf Augenzeugen vor Ort berichtet Tass nach den Schüssen in einem Veranstaltungszentrum in der Region Moskau nun von Toten und Verletzten. Bei den Opfern soll es sich sowohl um Mitarbeiter als auch um Besucher der Crocus City Hall in der Stadt Krasnogorsk (nordwestlich von Moskau) handeln, meldete die Agentur.
Indes äußerte sich Bürgermeister Sergej Sobjanin. Ihm zufolge soll es mehrere Todesopfer geben. Er sprach von einer „schrecklichen Tragödie“ – ohne eine genaue Opferzahl zu nennen.
In sozialen Netzwerken kursierten Aufnahmen von der Crocus City Hall. Sie soll mittlerweile zu einem Drittel in Flammen stehen und das Dach droht wohl einzustürzen. Auch von Explosionen war die Rede. Rund 100 Menschen könnten Berichten zufolge in dem brennenden Haus eingeschlossen sein. Die Hintergründe des Vorfalls sind weiter unklar. Immer wieder war von einem möglichen „Terroranschlag“ die Rede.
Schüsse in Moskauer Konzerthalle – offenbar mehrere Tote und Verletzte
Unsere Erstmeldung vom 22. März, 18.53 Uhr: Moskau – Am Freitagabend (22. März) kam es in der russischen Hauptstadt Moskau in einem Konzertsaal offenbar zu Schüssen. Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtet von drei getarnten Personen, die das Feuer eröffnet haben sollen. Der Nachrichtenagentur Tass zufolge griff eine „unbekannte Zahl von Menschen“ mit Schüssen in der Halle an.
Schüsse in Moskau: Halle in Flammen – Evakuierung läuft
Anschließend sei ein Feuer ausgebrochen, wie unter anderem die Nachrichtenagentur Tass berichtete. Eine Evakuierung sei demnach im Gange. Tass veröffentlichte Aufnahmen von einem großen Brand. Dieser soll in der Crocus City Hall ausgebrochen sein, in der zu diesem Zeitpunkt gerade ein Konzert stattfand. Die Konzerthalle befindet sich im Westen Moskaus am Stadtrand. Auf Videos waren Schussgeräusche zu hören.
In den sozialen Netzwerken war von mindestens zwölf Toten und mehreren Verletzten nach den Schüssen die Rede. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Informationen zum Hintergrund des Vorfalls in Russland waren ebenfalls unklar. In Kanälen des Onlinedienstes Telegram war am Freitagabend ebenfalls von Toten und Verletzten die Rede. Ein Reporter der Nachrichtenagentur RIA Novosti vor Ort sprach von Verletzten durch „automatisches Gewehrfeuer“. (mbr/dpa/AFP)
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