Mehrere Rettungseinsätze

Apokalyptische Bilder und Videos von Norditalien-Unwetter: Wasserfall kracht über Urlaubsort

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Während die Menschen in vielen Teilen Italiens unter einer Hitzewelle leiden, wütete in Norditalien am Wochenende ein starkes Unwetter.

Update vom 2. Juli, 10.51 Uhr: Schier unglaubliche Bilder aus Noasca im Aostatal. Am Wochenende wurde der italienische Urlaubsort von heftigen Regenmassen gebeutelt. Ein Wasserfall am Hang über der Gemeinde entwickelte sich zur tosenden Schlammschleuder. Bilder aus dem Tal sind noch verheerender, braune Fluten preschen über die Wiesen.

Schwere Unwetter im Norden von Italien: Wassermassen brechen über Noasca im Aostatal.

Der Ort war zeitweise komplett von der Außenwelt abgeschnitten, mehrere Menschen mussten aus einem Lokal nahe dem Wasserfall, der als Touristenattraktion gilt, evakuiert werden. An Tag darauf gab das Restaurant über Facebook glücklicherweise Entwarnung. „Mit diesen hässlichen Bildern von gestern versichern wir euch, dass wir alle sicher und ohne Schäden geblieben sind. Wir haben definitiv einen Schreck bekommen“, schreibt der Betreiber. „Vielen Dank an alle, die sich um uns gekümmert haben!“

Schwere Unwetter in Norditalien: Zahlreiche Erdrutsche: Ferienortschaft von Außenwelt abgeschnitten

Erstmeldung vom 1. Juli, 14.37 Uhr: Turin – Nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz kam es am Wochenende zu heftigem Unwetter: Auch in Norditalien hat starker Regen und Gewitter für Chaos gesorgt. Es ist nicht das erste Mal, dass Unwetter in dem Gebiet dieses Jahr für Chaos sorgen. Schon Anfang Juni gab es dort Überschwemmungen und Erdrutsche.

Überschwemmungen und Erdrutsche: Mehrere Menschen müssen evakuiert werden

In der Nacht auf Sonntag (1. Juli) hat das Unwetter in verschiedenen Regionen in Norditalien für mehrere Rettungseinsätze gesorgt. Besonders kritisch war die Lage im Aostatal. Dort kam es in mehreren Bergortschaften zu Überschwemmungen und Erdrutschen.

In Cervinia wurden mehrere Häuser und Geschäfte überschwemmt. Ein Campingplatz musste evakuiert werden. Auch in Turin mussten dutzende Menschen aufgrund des Unwetters ihre Häuser verlassen. In Cogne war eine Ferienortschaft wegen der Erdrutsche isoliert. Dort wurde unter anderem eine Familie mit einem Kleinkind gerettet. In Locana im Piemont mussten sogar 37 Menschen nach einem Erdrutsch aus einem Restaurant evakuiert werden. Darüber berichtet unter anderem das Nachrichtenportal stol.it.

Wasserfall läuft über: Starke Überschwemmungen in Norditalien

Derzeit kursieren in den sozialen Medien Bilder eines überlaufenden Wasserfalls in Noasca, einer Ortschaft nahe Turin. Normalerweise ist der Wasserfall eine beliebte Touristenattraktion. Derzeit ist die Situation vor Ort unter Kontrolle. Der Wasserstand des Wildbachs ist inzwischen gesunken.

Doch während Norditalien mit Unwettern zu kämpfen hat, besteht für den Rest Italiens Hitze-Alarm. Elf Städte haben die orange Warnstufe ausgerufen. Das Gesundheitsministerium hat Hitzewarnungen für mehrere Regionen ausgesprochen. (jus)

Rubriklistenbild: © Screenshot/Facebook

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