Kälte statt Altweibersommer

Wetter-Hammer im Alpenraum: Schon Morgen kommt ein halber Meter Neuschnee

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Schnee-Alarm sorgt nicht nur im Nachbarland Österreich für große Überraschung. In der Schweiz könnte es bis zu 50 Zentimeter Neuschnee geben.

Update vom 26. September, 10.02 Uhr: Ein kräftiges Tiefdruckgebiet könnte Ende September für Schnee in Österreich sorgen – bereits ab 1300 Metern. Aber auch in der Schweiz fallen die ersten Flocken. Dem Wetterdienst NewsMeteo zufolge regnet es am Freitag (26. September) in weiten Teilen des Landes.

Nicht nur in Österreich, auch in der Schweiz soll kräftig Schnee fallen. (Archivbild)

Im Westen fällt ab 1800 bis 2000 Metern Schnee, im Süden ab 1800 bis 2100 Metern und im Osten ab 2000 bis 2300 Metern. Das könnte die Alpen in der Schweiz ebenso in eine weiße Winterlandschaft verwandeln. Bis Samstagmittag (27. September) könnte es ab 2000 Metern also bis zu 50 Zentimeter Neuschnee geben. Lange dürfte der aber nicht liegenbleiben, denn am Wochenende kommt die Sonne wieder heraus. Die Temperaturen klettern dem Wetterdienst zufolge auf bis zu 17 Grad. Am Sonntag (28. September) sind im Süden sogar bis zu 21 Grad möglich.

Schnee-Alarm in Österreich: Schnee bereits ab 1300 Metern

Erstmeldung: Innsbruck – Die Supermärkte haben bereits vorgelegt: Zwischen Sommerartikeln im Ausverkauf stapeln sich Lebkuchen, Dominosteine und Spekulatius in den Regalen. Doch diesmal könnte der Handel mit seinem vorzeitigen Weihnachtssortiment tatsächlich den richtigen Riecher gehabt haben. Denn während Konsumenten noch über die frühe Festtagsware schmunzeln, plant die Natur bereits ihren eigenen dramatischen Saisonwechsel.

Ein außergewöhnliches Wetterphänomen rollt auf Österreich zu. Schon in der letzten Septemberwoche könnte Schnee fallen – außergewöhnlich früh im Jahr. Ein kräftiges Tiefdruckgebiet aus Nordwesten bringt nicht nur Regen und dichte Wolkendecken mit sich, sondern auch einen Temperatursturz, der Österreichs Bergwelt binnen weniger Tage in eine vorzeitige Winterlandschaft verwandeln könnte.

Drastischer Temperatursturz bringt Wintereinbruch in Österreich: Schneefallgrenze sinkt

Nordwestliche Störungen werden das Wettergeschehen am Dienstag (30. September) dominieren und von Vorarlberg über das Mostviertel bis ins Südburgenland für trübe und niederschlagsreiche Bedingungen sorgen. Besonders dramatisch gestaltet sich die Situation in den östlichen Landesteilen: Hier dringt kalte Polarluft vor, die dafür sorgt, dass Schneeflocken bereits ab 1.300 Metern Höhe fallen können, wie wetter.at prognostiziert.

Der Temperatursturz wird beachtlich ausfallen: Während die morgendlichen Werte zwischen drei und neun Grad pendeln werden, erreichen die Tageshöchsttemperaturen nur noch acht bis 16 Grad. Diese Werte entsprechen eher einem typischen Novemberwetter als den üblichen September-Temperaturen. Auch der Bauernkalender gibt Hinweise für den kommenden Winter.

Regionale Unterschiede erwartet: Wechselhaftes Wetter setzt sich fort

Ein uneinheitliches Bild zeichnet sich bei der regionalen Verteilung der winterlichen Bedingungen ab: Während die westlichen Landesteile Schneefälle erst ab etwa 2.000 Metern Seehöhe erwarten können, werden die östlichen Gebiete deutlich tiefere Schneefallgrenzen erleben. Der Nordosten zeigt sich zu Wochenbeginn noch von seiner freundlicheren Seite mit gelegentlichen Sonnenstrahlen, doch der Rest des Landes muss sich bereits von Beginn an auf dichte Bewölkung einstellen.

Am Freitag überwiegen landesweit die Wolken, wobei Regenfälle häufig auftreten werden. Lediglich die westlichen Regionen können mit etwas mehr Sonnenschein rechnen, während schwache bis mäßige Windverhältnisse herrschen.

Auch der Sonntag verspricht keine Wetterberuhigung: Besonders das Berg- und Hügelland zeigt sich schaueranfällig und unbeständig. In den nördlichen und östlichen Landesteilen steigt die Regenwahrscheinlichkeit ab den Mittagsstunden deutlich an, wobei zeitweise auch leichte Regenfälle möglich sind. Der Südwesten Deutschland kämpft derzeit mit Überflutungen.

September-Schnee in Österreich: Seltenes Phänomen mit langer Geschichte

Die Wetteraufzeichnungen dokumentieren mehrere bemerkenswerte September-Schneefälle in der Vergangenheit. Am 19. September 2011 erlebte Österreich einen dramatischen Wintereinbruch, der viele Regionen überraschte, so wetteronline.de. In dem nur 600 Meter hoch gelegenen Innsbruck fiel der erste Schnee. Letztmals hatte es im Jahre 1936 so früh im September geschneit.

Am 17. September 2024 wurden laut suedtirolnews.it auf den Bergen außergewöhnlich große Schneemengen verzeichnet, die mancherorts neue Rekordwerte brachten. So meldete die Rudolfshütte in Salzburg auf 2.320 Metern Höhe eine Schneedecke von 145 Zentimetern – die höchste im September seit Beginn der Messungen. (Quellen: wetter.at/wetteronline.de/suedtirolnews.it) (jaka)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ethan Welty

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