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Ab heute (7. März) wird die Deutsche Bahn für 35 Stunden bestreikt. Der GDL-Streik hat auch Auswirkungen auf den NRW-Zugverkehr – mit vielen Ausfällen.
Köln – Es ist die nächste Hiobsbotschaft für Bahnreisende: Die Deutsche Bahn wird erneut von der Lokführergewerkschaft GDL bestreikt. Diesmal 35 Stunden am Stück, von Donnerstagnacht (7. März) 2 Uhr, bis Freitagmittag (8. März), 13 Uhr. Im Güterverkehr beginnt der Streik sogar schon am Mittwochabend. Klar ist: Es kommt bundesweit und somit auch in NRW zu weitreichenden Ausfälle im Zugverkehr. Die Bahn selbst spricht von „massiven Auswirkungen“, die durch den Streik zu erwarten sind. Einige Züge werden zwar in einem Notfallfahrplan verkehren, aber dutzende Linien werden in NRW nicht oder nicht wie geplant fahren können.
GDL-Streik bei der Bahn – die Infos:
Wann beginnt der Streik? Im Personenverkehr fängt der Streik am Donnerstag (7. März), um 2 Uhr an. Bereits ab Mittwochabend (6. März, 18 Uhr) wird der Güterverkehr der DB Cargo bestreikt.
Wie lange wird gestreikt? Der Bahnstreik soll bis Freitagmittag (8. März), 13 Uhr, dauern.
Wie groß sind die Auswirkungen? Die Deutsche Bahn rechnet mit massiven Einschränkungen im Zugverkehr. Auch in NRW fallen die meisten Bahnen im kompletten Zeitraum aus.
Bahnstreik: Welche RE-Linien in NRW ausfallen
Der Regionalverkehr der Deutschen Bahn in NRW wird durch den Bahnstreik massiv eingeschränkt. Mehrere Regionalexpress-Linien (RE) fallen im Streikzeitraum gleich komplett aus. Das sind folgende:
- RE8 Mönchengladbach – Koblenz: Die Züge fallen aus.
- RE9 Aachen – Siegen: Die Züge fallen aus; zwischen Siegen – Köln verkehren Expressbusse ohne Zwischenhalt im Stundentakt.
- RE12 Euskirchen – Köln: Die Züge fallen aus.
- RE18 Aachen Hbf – Heerlen: Die Züge fallen aus
- RE22 Kall/Kyllburg – Köln: Die Züge fallen aus.
- RE41 Bochum – Haltern am See: Die Züge fallen aus.
- RE42 Münster – Recklinghausen Süd: Die Züge fallen aus.
- RE49 Wuppertal – Wesel: Die Züge fallen aus.
- RE57 Winterberg/Brilon – Dortmund: Die Züge fallen aus.
- Quelle: zuginfo.nrw, Stand: 7. März, 11:32 Uhr
Diese RB-Linien in NRW fallen wegen des GDL-Streiks aus
Ähnlich sieht es auch bei den Regionalbahnen in NRW aus. Auch dort hat die Deutsche Bahn viele Ausfälle angekündigt. Diese Linien sollen während des Streiks überhaupt nicht bedient werden:
- RB22 Gerolstein – Trier: Die Züge fallen aus. Nur die Schülerzüge 10465, 10472, 10477 und 10006 verkehren.
- RB32 Dortmund – Duisburg: Die Züge fallen aus.
- RB38 Bedburg – Köln: Die Züge fallen aus; Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Bedburg – Horrem.
- RB40 Essen – Hagen: Die Züge fallen aus; Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Bochum Hbf – Witten Hbf.
- RB43 Dortmund – Dorsten: Die Züge fallen aus; Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Gladbeck West – Wanne-Eickel Hbf
- RB52 Dortmund – Lüdenscheid: Die Züge fallen aus; Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Dortmund – Hagen – Lüdenscheid.
- RB54 Unna – Neuenrade: Die Züge fallen aus; Schienenersatzverkehr zw. Unna – Fröndenberg – Neuenrade
- RB 91 Hagen Hbf – Siegen Hbf: Die Stellwerke in Finnentrop und Siegen Hbf werden bestreikt. Es kommt zu Teilausfällen und Ausfällen auf dem Abschnitt Letmathe – Siegen Hbf, Schienenersatzverkehr von Vias Bus mit drei Bussen ist zwischen Letmathe und Siegen Hbf eingerichtet.
- Quelle: zuginfo.nrw, Stand: 7. März, 11:32 Uhr
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Diese RE- und RB-Linien fahren – aber nur mit Einschränkungen
Zusätzlich gibt es noch einige Linien im Regionalverkehr, die zwar nicht komplett ausfallen, die aber nur mit Einschränkungen fahren können. Beispielsweise fahren die jeweils eingesetzten Züge dann deutlich seltener, als im Regelfall oder nicht die komplette Strecke. Das betrifft folgende RE- und RB-Linien:
- RE2 Osnabrück – Essen: Die Züge verkehren nur zwischen Münster Hbf – Osnabrück Hbf.
- RE34 Siegen Hbf – Dortmund Hbf: Die Züge aus Richtung Dortmund Hbf enden und beginnen in Letmathe. Die Folge sind Teilausfälle zwischen Siegen Hbf und Letmathe. Ein Schienenersatzverkehr mit zwei Bussen der Firma Aydin zwischen Letmathe und Siegen Hbf ist eingerichtet.
- RB20 Stolberg-Altstadt – Düren: Die Züge verkehren im 60-Minuten-Takt zwischen Alsorf-Annapark – Aachen – Stolberg.
- RB24 Köln – Euskirchen/Kall: Die Züge verkehren im 60-Minuten-Takt bis 21 Uhr.
- RB25 Köln – Lüdenscheid: Die Züge verkehren im 120-Minuten-Takt bis 22:30 Uhr
- RB27 Mönchengladbach – Koblenz: Die Züge verkehren im 120-Minuten-Takt bis 20 Uhr.
- RB30/39 Bonn – Walporzheim: Die Züge verkehren im 120-Minuten-Takt zwischen Remagen – Walporzheim.
- RB33 Aachen – Heinsberg/Essen: Die Züge verkehren im 120-Minuten-Takt zwischen Aachen – Mönchengladbach bis 20 Uhr; zwischen Heinsberg – Lindern verkehren Ersatzbusse nach dem bereits kommunizierten Baufahrplan
- RB51 Dortmund – Enschede: Die Züge verkehren im 120-Minuten-Takt.
- RB53 Dortmund – Iserlohn: Die Züge verkehren weiterhin (Ausnahme Spätfahrten).
- RB63 Münster – Coesfeld: Die Züge verkehren im 60-Minuten-Takt.
- RB64 Münster – Enschede: Die Züge verkehren im 60-Minuten-Takt
- Quelle: zuginfo.nrw, Stand: 7. März, 11:32 Uhr
Bahnstreik in NRW: Diese S-Bahn-Linien fallen aus
Der S-Bahn-Verkehr ist für viele Menschen gerade im Alltag und auf dem Weg zur Arbeit besonders wichtig. Doch auch mehrere S-Bahn-Linien in NRW fallen durch den GDL-Streik komplett aus. Das betrifft folgende Linien:
- S2 Dortmund – Essen/Recklinghausen
- S3 Hattingen Mitte – Oberhausen: Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Hattingen Mitte und Essen
- S4 Unna – Dortmund-Lütgendortmund
- S5 Dortmund – Hagen
- S9 Hagen – Haltern/Recklinghausen: Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Wuppertal-Vohwinkel – Essen Hbf und zwischen Gladbeck West – Haltern/Recklinghausen
- S11 Bergisch Gladbach – Düsseldorf Flughafen Terminal
- S12 (Horrem) Köln-Ehrenfeld – Hennef
- S68 Wuppertal – Langenfeld
- Quelle: zuginfo.nrw, Stand: 7. März, 11:32 Uhr
Diese S-Bahn-Linien fahren während des Bahnstreiks mit Einschränkungen
Ähnlich wie bei den Regionalzügen gibt es auch wieder einige S-Bahnen, die trotz Streik zumindest mit Einschränkungen fahren können. Auch hier fahren die Züge dann in erster Linie seltener oder nicht die komplette Strecke. Betroffen davon sind diese S-Bahn-Linien:
- S1 Dortmund – Solingen: Die Züge verkehren nur im 60-Minuten-Takt.
- S6 Essen – Köln: Die Züge verkehren im 60-Minuten-Takt zwischen Essen Hbf – Kettwig und zwischen Düsseldorf-Rath Mitte – Köln-Hansaring
- S8 Hagen – Mönchengladbach: Die Züge verkehren im 60-Minuten-Takt
- S19 Düren – Au (Sieg): Die Züge aus Richtung Düren enden und beginnen in Eitorf. Die Folge sind Teilausfälle zwischen Au (Sieg) und Eitorf. Ein Schienenersatzverkehr mit zwei Bussen der Firma Lisa Reisen und Dominquez zwischen Au (Sieg) und Hennef (Sieg) ist eingerichtet.
- S23/RB23 Bonn – Euskirchen: Die Züge verkehren im 60-Minuten-Takt bis 20 Uhr.
- Quelle: zuginfo.nrw, Stand: 7. März, 11:32 Uhr
Einige Züge sollen in NRW trotz Streik regulär fahren
Die gute Nachricht: Der GDL-Streik legt nicht den kompletten Bahnverkehr in NRW lahm. Einige Linien sollen trotzdem normal bedient werden. Das gilt einerseits für einzelne Linien der Deutschen Bahn, die trotz Streik fahren können (z.B. RE17, RE34, RE42). Aber auch für die Züge anderer Bahnunternehmen, die nicht vom Streik betroffen sind. Dazu zählen beispielsweise National Express oder Eurobahn. Deren Züge sollten während des Streiks regulär fahren können.
Allerdings könnte es dort auch zu Ausfällen und Verspätungen kommen, falls der Bahnstreik auch Auswirkungen auf die Bahninfrastruktur haben sollte, beispielsweise durch unbesetzte Stellwerke.
Auch im Fernverkehr drohen massive Ausfälle
Der Bahnstreik hat nicht nur Auswirkungen auf den Regionalverkehr und S-Bahn-Verkehr der Deutschen Bahn, sondern wird auch den Fernverkehr größtenteils lahmlegen. Aller Voraussicht nach wird nur ein kleiner Teil der geplanten Fahrten von ICE- und IC-Zügen stattfinden können.
Im Hinblick auf den Streik hat die Bahn außerdem Zugbindung aufgehoben. Das heißt: „Alle Fahrgäste, die bis einschließlich 4. März ein Ticket für eine Reise im Zeitraum vom 7. März bis 8. März gekauft haben und diese aufgrund des GDL-Streiks verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen“, erklärt die Bahn. (bs)
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