VonEva Burghardtschließen
Am heutigen Donnerstag (15. Februar) gibt es neue Warnstreiks im Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen. Vielerorts stehen Busse und Bahnen still.
Düsseldorf – Die letzten Streiks im Öffentlichen Nahverkehr von NRW sind erst wenige Wochen her, da ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (kurz Verdi) Beschäftigte erneut dazu auf, ihre Arbeit niederzulegen. Wie aus einer Mitteilung von Verdi hervorgeht, wird am heutigen Donnerstag (15. Februar) ganztägig gestreikt werden. Somit stehen die Busse und Bahnen in vielen Städten in NRW noch bis Freitag, 16. Februar, 3 Uhr, still.
Stockende Tarifverhandlungen – Verdi: „Druck muss erhöht werden“
Hintergrund des ÖPNV-Streiks sind in Nordrhein-Westfalen die Tarifverhandlungen über die Arbeitsbedingungen, die im sogenannten Manteltarifvertrag geregelt sind. Wie es in der Mitteilung heißt, müsse der Druck auf die Arbeitgeber auch deshalb erhöht werden, weil die „in der ersten Verhandlungsrunde alle Forderungen der Gewerkschaft vom Tisch gewischt und selbst eine Reihe von Gegenforderungen eingebracht habe.“
Eine Liste mit Nahverkehrsbetrieben, die streiken werden, hat Verdi bereits veröffentlicht:
- Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft (Duisburg)
- Rheinbahn AG (Düsseldorf)
- WSW mobil GmbH (Wuppertal)
- Stadtwerke Solingen GmbH (Solingen)
- Stadtwerke Remscheid GmbH (Remscheid)
- Bahnen der Stadt Monheim GmbH (Monheim)
- MVG Märkische Verkehrsgesellschaft GmbH (Lüdenscheid)
- Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr mbH (Ennepetal)
- Hagener Straßenbahn Aktiengesellschaft (Hagen)
- Kölner Verkehrs-Betriebe Aktiengesellschaft (Köln)
- Stadtwerke Bonn GmbH (SWB) – Bonn
- Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH (SWBD) – Bonn
- Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SWBV) – Bonn
- wupsi GmbH (Leverkusen)
- WestVerkehr GmbH (Geilenkirchen)
- Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH (BTG) – Düren
- Niederrheinische Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft NIAG (Moers)
- SWK Mobil GmbH (Krefeld)
- NEW mobil und aktiv Mönchengladbach GmbH (Mönchengladbach)
- NEW mobil und aktiv Viersen GmbH (Viersen)
- Dortmunder Stadtwerke Aktiengesellschaft (Dortmund)
- Vestische Straßenbahnen GmbH (Herten)
- Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft (Bochum, Gelsenkirchen)
- Ruhrbahn GmbH (Essen)
- STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH (Oberhausen)
- Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH (Herne)
- Stadtwerke Hamm GmbH (Hamm)
- Verkehrsbetrieb Hamm GmbH (Hamm)
- Stadtwerke Gütersloh GmbH (Gütersloh)
- Stadtwerke Münster GmbH (Münster)
- REVG Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft mbH (Kerpen)
- moBiel GmbH (Bielefeld)
Warnstreik im Nahverkehr – KVB kündigt massive Ausfälle an
- Streik bei Bus und Bahn in Köln – was Reisende wissen müssen
- Streik bei Bus und Bahn in Düsseldorf – was Reisende wissen müssen
- Streik bei Bus und Bahn in Dortmund – was Pendler wissen müssen, berichtet wa.de.
- Streik bei Bus und Bahn in Hamm – was Reisende wissen müssen, berichtet wa.de.
- Schon wieder Streik im ÖPNV – welche Städte in NRW betroffen sind, berichtet wa.de.
Erste Unternehmen des Nahverkehrs hatten sich bereits vor Tagen zum Warnstreik geäußert. So kündigen die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) etwa an, dass von Donnerstagmorgen (15. Februar) um 3 Uhr bis Freitag (16. Februar) in der Stadt keine Bahnen fahren. Busse sollen demnach nur die fahren, die von Subunternehmen und nicht von der KVB betrieben werden. Ähnliches gilt in Düsseldorf, dort gibt es auch nur ein kleines Fahrtenangebot, das vor allem Buslinien einschließt.
Vom Warnstreik betroffen sind auch die Linien 16 und 18, die zwischen Köln und Bonn fahren. Wie die KVB mitteilt, werden auch in Bonn die Bahnen der Stadtwerke Bonn (SWB) stillstehen. Dementsprechend stehen die Bahnen der beiden Linien an diesem Tag still. Kundencenter und Verkaufsstellen der KVB werden in Folge des Streiks ebenfalls geschlossen bleiben.
Warnstreik im ÖPNV – Diese Alternativen gibt es
Wer am Donnerstag trotzdem durch NRW reisen muss oder möchte, kann nach Informationen der KVB auf die Deutsche Bahn, die Mittelrheinbahn und andere Eisenbahnunternehmen ausweichen. Die sollen nach bisherigen Erkenntnissen nicht vom Streik der Gewerkschaften betroffen sein. Insgesamt 10.000 bis 15.000 Menschen sollen an diesem Tag die Arbeit niederlegen, erklärt Peter Büddicker, Verhandlungsführer von Verdi in NRW. (ebu)
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