„Gravierende“ Folgen

Vier kritische Schläge – Russlands Öl-Wirtschaft erleidet massive Verluste

  • schließen

Sanktionen gegen russische Konzerne: USA verschärfen Druck. Russlands Wirtschaft schwächelt zunehmend. Weltmarkt ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.

Moskau – Der russische Ölsektor leidet unter einer wahren Lawine aus schlechten Nachrichten. Seit Wochen leidet die Bevölkerung unter einer Treibstoffkrise, woraufhin Kreml-Chef Wladimir Putin den Export beschränken musste. Von starken Exporten ist der Kreml allerdings abhängig; der Staatshaushalt und der Krieg brauchen die Einnahmen. Gleichzeitig aber wirken mehrere externe Faktoren negativ auf Russlands Wirtschaft ein. Um welche handelt es sich dabei?

Ukraine-Drohnen zerstören Russlands Wirtschaft – und lösen Treibstoffkrise aus

Fangen wir mit dem schwerwiegendsten Problem an: ukrainische Drohnen. Seit August fährt die Ukraine eine umfangreiche Drohnenkampagne, die darauf abzielt, skalpellartig russische Infrastruktur zu zerstören. Darunter fallen wichtige Gleis-Knotenpunkte, Pipelines und deren Werke sowie Ölraffinerien. Das, was westliche Maßnahmen über mehrere Jahre nicht schafften, schaffte die Ukraine innerhalb weniger Wochen: In Russland brach die Treibstoffkrise aus.

Diese traf sowohl die russischen Bürger als auch die Exportzahlen des Landes. Zwischen der besetzten Krim-Halbinsel und Wladiwostok kam es zu Rationierungen und stellenweisem Ausfall von Tankstellen. Selbst jetzt steigen die Spritpreise innerhalb Russlands. Die Ukraine hat den Krieg direkt in die russische Bevölkerung getragen, die nun daran leidet.

Vier Treffer gegen Putin – Russlands Öl-Wirtschaft erleidet drastischen Rückschlag

Wie das beim Export aussieht, zeigen aktuelle Zahlen des Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA): Im September 2025 sanken die Gewinne aus dem Export von fossilen Energieträger auf die niedrigsten Level seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine. Zwischen August und September sanken die Exporteinnahmen um vier Prozent auf 546 Millionen Euro pro Tag. Schlimmer sieht es im Jahresvergleich aus: Von September 2024 auf September 2025 sanken die Einnahmen um 26 Prozent.

„Der deutliche Rückgang der russischen Exporte von Ölprodukten ist hauptsächlich auf die Drohnenangriffe der Ukraine zurückzuführen“, zitierte die Welt den CREA-Experten Petras Katinas.

Putins Schattenflotte unter schweren Sanktionen – Schaden für Russlands Wirtschaft

Das zweite Problem für Wladimir Putin sind die verstärkten Sanktionen gegen die sogenannte russische Schattenflotte. Dabei handelt es sich um eine Flotte aus meist alten und maroden Frachtschiffen, die vor allem einen Zweck hat: westliche Sanktionen zu umgehen. Diese Schiffe fahren öfters unter falscher Flagge oder manipulieren ihre Schiffsortungssoftware, damit Beobachter ihre Routen und etwaigen Ladungs-Transfers nicht zu 100 Prozent nachverfolgen können.

Seit Beginn der westlichen Sanktionierung hat die Schattenflotte Unmengen von Öl transportiert, teilweise sogar direkt in westliche Häfen. Neben dem Transit von Öl wurden bereits Schattentanker dabei beobachtet, wie sie auch andere Rohstoffe transportierten, zum Beispiel aus der Ukraine gestohlenes Getreide oder Koks-Kohle.

Der Westen versucht seit langer Zeit, diese Schiffe unter Kontrolle zu bekommen. „Unseren Informationen nach sind um die 610 Schattentanker sanktioniert“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Ende Oktober 2025. „Wir gehen davon aus, dass mehr als 1.500 verschiedene Schiffe für Russland und damit für den Krieg arbeiten. Von diesen sind etwa 340 Schlüsselschiffe, und 65 bilden den harten Kern der Flotte. Das sind die Ziele, die immer noch sanktioniert werden müssen.“

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Der neue Ölpreisdeckel der ukrainischen Verbündeten besagt, dass russisches Öl auch in den Westen geliefert werden darf, solange es maximal 47,60 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) kostet.

Trump gegen Putin – Russlands Handelspartner fürchten Öl-Sanktionen

Problem Nummer drei gehört im Grunde auch zur Sparte Wirtschaftssanktionen: Es handelt sich um Donald Trump. Kurz nach seiner Amtseinführung entsetzte er seine westlichen Verbündeten mit einer ungekannten Zuwendung in Richtung Kreml, schlug Deals für den Rohstoffabbau in der Arktis und Sanktionsabbau vor. Zwischenzeitig war sogar davon die Rede, dass US-Unternehmen nach Russland zurückkehren sollten.

Diese Länder besitzen die wertvollsten Rohstoffe der Erde

Platz 20: Peru ist reich an Bodenschätzen, insbesondere an mineralischen Rohstoffen wie Kupfer, Silber, Gold, Zink, Blei und Zinn. Weltweit gehört das südamerikanische Land zu den größten Förderern dieser Metalle. Darüber hinaus verfügt Peru über Vorkommen an Erdöl, Erdgas, Holz und landwirtschaftlichen Produkten. Geschätzter Wert: 1,10 Billionen US-Dollar
Platz 20: Peru ist reich an Bodenschätzen, insbesondere an mineralischen Rohstoffen wie Kupfer, Silber, Gold, Zink, Blei und Zinn. Weltweit gehört das südamerikanische Land zu den größten Förderern dieser Metalle. Darüber hinaus verfügt Peru über Vorkommen an Erdöl, Erdgas, Holz und landwirtschaftlichen Produkten. Geschätzter Wert: 1,10 Billionen US-Dollar. © tifonimages via imago-images.de
Platz 19: Chile ist reich an Rohstoffen, insbesondere an Kupfer und Lithium – und weltweit ein führender Produzent dieser Materialien, die für die Energiewende entscheidend sind. Weitere wichtige Rohstoffe sind Molybdän, Gold, Silber, Eisen und Nitrate. Die tragende Säule der chilenischen Wirtschaft ist der Bergbau. Geschätzter Wert: 1,5 Billionen US-Dollar.
Platz 19: Chile ist reich an Rohstoffen, insbesondere an Kupfer und Lithium – und weltweit ein führender Produzent dieser Materialien, die für die Energiewende entscheidend sind. Weitere wichtige Rohstoffe sind Molybdän, Gold, Silber, Eisen und Nitrate. Die tragende Säule der chilenischen Wirtschaft ist der Bergbau. Geschätzter Wert: 1,5 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Lucas Aguayo Araos
Platz 18: Norwegen verfügt über reiche Rohstoffvorkommen an Erdöl und Erdgas sowie mineralische Rohstoffe wie Eisenerz, Kupfer, Zink und Titan. Das Land hat auch bedeutende Vorkommen an kritischen Rohstoffen für die Energiewende, wie Kobalt, Lithium, Nickel und Seltene Erden. Geschätzter Wert: 1,98 Billionen US-Dollar
Platz 18: Norwegen verfügt über reiche Rohstoffvorkommen an Erdöl und Erdgas sowie mineralische Rohstoffe wie Eisenerz, Kupfer, Zink und Titan. Das Land hat auch bedeutende Vorkommen an kritischen Rohstoffen für die Energiewende, wie Kobalt, Lithium, Nickel und Seltene Erden. Geschätzter Wert: 1,98 Billionen US-Dollar. © Uwe Moser/Imago
Platz 17: Indonesien verfügt über reiche Rohstoffvorkommen, darunter Kohle, Kupfer, Gold, Zinn und Bauxit. Das asiatische Land ist besonders als Weltmarktführer bei der Nickelproduktion (im Bild) und für die Batterieherstellung wichtig. Geschätzter Wert: 2,13 Billionen US-Dollar
Platz 17: Indonesien verfügt über reiche Rohstoffvorkommen, darunter Kohle, Kupfer, Gold, Zinn und Bauxit. Das asiatische Land ist besonders als Weltmarktführer bei der Nickelproduktion (im Bild) und für die Batterieherstellung wichtig. Geschätzter Wert: 2,13 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Hariandi Hafid
Platz 16, Kasachstan: Der Rohstoffreichtum ist ein zentraler Pfeiler der Wirtschaft. Das Land verfügt über eine reiche Auswahl an Rohstoffen, darunter Erdöl, Erdgas, Kohle, Uran und eine Vielzahl von Metallen wie Eisen, Kupfer, Blei, Zink, Chrom und Silber. Geschätzter Wert: 9,10 Billionen US-Dollar
Platz 16, Kasachstan: Der Rohstoffreichtum ist ein zentraler Pfeiler der Wirtschaft. Das Land verfügt über eine reiche Auswahl an Rohstoffen, darunter Erdöl, Erdgas, Kohle, Uran und eine Vielzahl von Metallen wie Eisen, Kupfer, Blei, Zink, Chrom und Silber. Geschätzter Wert: 9,10 Billionen US-Dollar. © Cavan Images/IMAGO
Platz 15, Südafrika: Große Muldenkipper transportieren Platin-Palladium-Erz zur Verarbeitung. Das Land besitzt die weltweit größten Vorkommen an Platinmetallen, Chrom, Mangan und Vanadium. Weitere wichtige Rohstoffe sind Gold, Kohle, Diamanten, Eisenerz und Titan. Geschätzter Wert: 9,50 Billionen US-Dollar.
Platz 15, Südafrika: Große Muldenkipper transportieren Platin-Palladium-Erz zur Verarbeitung. Das Land besitzt die weltweit größten Vorkommen an Platinmetallen, Chrom, Mangan und Vanadium. Weitere wichtige Rohstoffe sind Gold, Kohle, Diamanten, Eisenerz und Titan. Geschätzter Wert: 9,50 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Zoonar.com
Platz 14: DR Kongo. Wichtigste Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft und der Bergbau. Der Kongo verfügt über reichhaltige Vorkommen mineralischer Rohstoffe. Dazu zählen Kobalt, Kupfer, Zink, Silber, Diamanten, Germanium, Uran sowie die sogenannten Konfliktminerale Zinn, Tantal/Coltan, Wolfram und Gold. Geschätzter Wert: 10,8 Billionen US-Dollar
Platz 14: DR Kongo. Wichtigste Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft und der Bergbau. Der Kongo verfügt über reichhaltige Vorkommen mineralischer Rohstoffe. Dazu zählen Kobalt, Kupfer, Zink, Silber, Diamanten, Germanium, Uran sowie die sogenannten Konfliktminerale Zinn, Tantal/Coltan, Wolfram und Gold. Geschätzter Wert: 10,8 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Zheng Yangzi
Platz 13, Nigeria: Ölplattform in der Hauptstadt Lagos. Das afrikanische Land verfügt über viele Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas, aber auch große Vorkommen landwirtschaftlicher Güter (Soja, Kakao, Sesam) und mineralischer Bodenschätze (Diamanten, Gold, Eisenerz, Bauxit, Tantal). Geschätzter Wert: bis zu 11,2 Billionen US-Dollar
Platz 13, Nigeria: Ölplattform in der Hauptstadt Lagos. Das afrikanische Land verfügt über viele Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas, aber auch große Vorkommen landwirtschaftlicher Güter (Soja, Kakao, Sesam) und mineralischer Bodenschätze (Diamanten, Gold, Eisenerz, Bauxit, Tantal). Geschätzter Wert: bis zu 11,2 Billionen US-Dollar. © Joerg Boethling/Imago
Platz 12: Vereinigte Arabische Emirate (VAE). Die wichtigsten Rohstoffe sind Erdöl und Erdgas, die für den Großteil des Wohlstands des arabischen Landes verantwortlich sind. Daneben verfügen die Emirate über weitere Ressourcen wie Sand, Gestein, Kalkstein, Mergel und Gips, die vor allem im Baugewerbe eingesetzt werden. Geschätzter Wert: 12,6 Billionen US-Dollar
Platz 12: Vereinigte Arabische Emirate (VAE). Die wichtigsten Rohstoffe sind Erdöl und Erdgas, die für den Großteil des Wohlstands des arabischen Landes verantwortlich sind. Daneben verfügen die Emirate über weitere Ressourcen wie Sand, Gestein, Kalkstein, Mergel und Gips, die vor allem im Baugewerbe eingesetzt werden. Geschätzter Wert: 12,6 Billionen US-Dollar. © Pond5 Images/Imago
Platz 11: Katar verfügt hauptsächlich über die drittgrößten Erdgas- und Erdölreserven der Welt und ist ein führender Exporteur von Flüssigerdgas (LNG). Die Wirtschaft des arabischen Landes ist stark von fossilen Brennstoffen abhängig, die rund 85 % der Exporterlöse ausmachen. Geschätzter Wert: bis zu 13,5 Billionen US-Dollar
Platz 11: Katar verfügt hauptsächlich über die drittgrößten Erdgas- und Erdölreserven der Welt und ist ein führender Exporteur von Flüssigerdgas (LNG). Die Wirtschaft des arabischen Landes ist stark von fossilen Brennstoffen abhängig, die rund 85 Prozent der Exporterlöse ausmachen. Geschätzter Wert: bis zu 13,5 Billionen US-Dollar. © IMAGO/NOUSHAD
Platz 10, Venezuela: Ölplattform in Maracaibo. Das südamerikanische Land verfügt über reichhaltige Rohstoffe, wobei Erdöl und Erdgas die wichtigsten sind und den Großteil der Exporte ausmachen. Darüber hinaus besitzt das Land beträchtliche, aber oft ungenutzte Vorkommen an Eisenerz, Bauxit, Gold und Lithium. Geschätzter Wert: 14,300 Billionen US-Dollar
Platz 10, Venezuela: Das südamerikanische Land verfügt über reichhaltige Rohstoffe, wobei Erdöl und Erdgas die wichtigsten sind und den Großteil der Exporte ausmachen. Darüber hinaus besitzt das Land beträchtliche, aber oft ungenutzte Vorkommen an Eisenerz, Bauxit, Gold und Lithium. Geschätzter Wert: 14,300 Billionen US-Dollar. © ZUMA Press Wire/Imago
Platz 9, Irak: Ein vom norwegischen Unternehmen DNO in der Nähe des Distrikts Zakho betriebenes Ölfeld. Der Irak ist reich an Rohstoffen, die hauptsächlich auf Erdöl und Erdgas konzentriert sind und den Großteil der Staatseinnahmen ausmachen. Geschätzter Wert: 15,900 Billionen US-Dollar
Platz 9, Irak: Ein vom norwegischen Unternehmen DNO in der Nähe des Distrikts Zakho betriebenes Ölfeld. Der Irak ist reich an Rohstoffen, die hauptsächlich auf Erdöl und Erdgas konzentriert sind und den Großteil der Staatseinnahmen ausmachen. Geschätzter Wert: 15,900 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Ismael Adnan Yaqoob
Platz 8: Australien (im Bild die Super-Pit-Goldmine in Westaustralien) verfügt laut der deutschen Rohstoffagentur über die weltweit größten Reserven an Blei, Zink, Nickel und Gold sowie an Rutil und Zirkon. Große Reserven an weiteren Bodenschätzen liegen ebenfalls in Australien. Geschätzter Wert: 19,900 Billionen US-Dollar
Platz 8: Australien (im Bild die Super-Pit-Goldmine in Westaustralien) verfügt laut der deutschen Rohstoffagentur über die weltweit größten Reserven an Blei, Zink, Nickel und Gold sowie an Rutil und Zirkon. Große Reserven an weiteren Bodenschätzen liegen ebenfalls in Australien. Geschätzter Wert: 19,900 Billionen US-Dollar. © McPHOTO/B. Leitner/Imago
Platz 7, Brasilien: Güterzug mit Eisenerz nahe Cacapava (Staat São Paulo). Das Land zählt zu den weltweit größten Produzenten von Erzen und Mineralien wie Eisenerz, Niob und Mangan. Zudem gibt es bedeutende Vorkommen an Graphit, Kupfer, Zinn, Gold und seltenen Erden. Geschätzter Wert: 21,800 Billionen US-Dollar.
Platz 7, Brasilien: Güterzug mit Eisenerz nahe Cacapava (Staat São Paulo). Das Land zählt zu den weltweit größten Produzenten von Erzen und Mineralien wie Eisenerz, Niob und Mangan. Zudem gibt es bedeutende Vorkommen an Graphit, Kupfer, Zinn, Gold und seltenen Erden. Geschätzter Wert: 20 Billionen US-Dollar. © Fotoarena/Imago
Platz 6, China: Yuncheng-Salzsee, eine der größten Quellen für Natriumsulfat. China verfügt über reiche Vorkommen an weiteren Rohstoffen wie Kohle, Erdöl, Erdgas und metallischen Erzen. Dazu kommen Seltene Erden. Geschätzter Wert: 23,000 Billionen US-Dollar
Platz 6, China: Yuncheng-Salzsee, eine der größten Quellen für Natriumsulfat. China verfügt über reiche Vorkommen an weiteren Rohstoffen wie Kohle, Erdöl, Erdgas und metallischen Erzen. Dazu kommen Seltene Erden. Geschätzter Wert: 23,000 Billionen US-Dollar. © IMAGO/CFOTO
Platz 5, Iran: South-Pars-Gasfeld in Assaluyeh in der Provinz Buschehr. Erdöl und Erdgas sind die wichtigsten Einnahmequellen. Zudem gibt es Vorkommen an Kohle, Kupfer, Chrom, Eisen, Blei, Zink und Uran. Geschätzter Wert: 27,300 Billionen US-Dollar
Platz 5, Iran: South-Pars-Gasfeld in Assaluyeh in der Provinz Buschehr. Erdöl und Erdgas sind die wichtigsten Einnahmequellen. Zudem gibt es Vorkommen an Kohle, Kupfer, Chrom, Eisen, Blei, Zink und Uran. Geschätzter Wert: 27,300 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Iranian Presidency
Platz 4, Kanada: Ölquelle im Südwesten von Saskatchewan. Uran, Zink und Gas sind weitere Bodenschätze des nördlichen US-Nachbarn. Geschätzter Wert: 33,200 Billionen US-Dollar
Platz 4, Kanada: Ölquelle im Südwesten von Saskatchewan. Uran, Zink und Gas sind weitere Bodenschätze des nördlichen US-Nachbarn. Geschätzter Wert: 33,200 Billionen US-Dollar. © IMAGO/imageBROKER/Cliff LeSergent
Platz 3: Saudi-Arabien ist reich an Rohstoffen, Erdöl und Erdgas bilden die wirtschaftliche Grundlage und machen rund ein Fünftel der weltweiten Reserven aus. Auch Gold, Phosphat, Kupfer und Zink spielen eine Rolle. Geschätzter Wert: 34,400 Billionen US-Dollar
Platz 3, Saudi-Arabien: Das Land ist reich an Rohstoffen. Erdöl und Erdgas bilden die wirtschaftliche Grundlage und machen rund ein Fünftel der weltweiten Reserven aus. Auch Gold, Phosphat, Kupfer und Zink spielen eine Rolle. Geschätzter Wert: 34,400 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Zoonar.com/Maksym Yemelyanov
Platz 2, USA: Erdgas-Bohranlage mit amerikanischer Flagge – auch Kupfer und Gold zählen zu den wichtigsten Rohstoffen des Landes. Geschätzter Wert: 45,000 Billionen US-Dollar
Platz 2, USA: Erdgas-Bohranlage mit amerikanischer Flagge – auch Kupfer und Gold zählen zu den wichtigsten Rohstoffen des Landes. Geschätzter Wert: 45,000 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Zoonar.com/Michael Turner
Platz 1 geht an Russland: Die Lagerstätten von Jakowlewskoje enthalten schätzungsweise über neun Milliarden Tonnen eisenreiches Erz. Auch mit Zink, Gold und Gas verdient Russland viel Geld. Geschätzter Gesamtwert: 75,700 Billionen US-Dollar
Platz 1 geht an Russland: Die Lagerstätten von Jakowlewskoje enthalten schätzungsweise über neun Milliarden Tonnen eisenreiches Erz. Auch mit Zink, Gold und Gas verdient Russland viel Geld. Geschätzter Gesamtwert: 75,700 Billionen US-Dollar. © Anton Vergun/IMAGO

Als Trump aber gemerkt hatte, dass Putin in nur geschickt ausgetrickst hatte, folgte im Herbst die nächste Kehrtwende. Jetzt ist Trump derjenige, der eine der augenscheinlich wirksamsten Sanktionen verabschiedet hat: die gegen die russischen Mega-Konzerne Lukoil und Rosneft.

Wirksam deswegen, weil nur kurz nach dieser Verlautbarung gleich mehrere von Russlands wichtigsten Handelspartnern einen Rückzieher bei den Ölkäufen verkündet hatten. Indische Ölraffinerien haben die Bestellungen von russischen Herstellern ausgesetzt. Die Türkei will sich augenscheinlich eher dem Irak zuwenden, um neues Öl zu kaufen, und aus China kommen ähnliche Signale. Ökonomen warnten bereits vor „gravierenden“ Folgen auf den Ölmarkt.

Opec+ produziert viel mehr Öl – und schadet Russlands Wirtschaft damit

Nicht ganz so gravierend, aber immer noch ein Faktor: die Ölförder-Entscheidungen des Kartells Opec+. Seitdem die Opec+ im Frühjahr damit begonnen hatte, eine vor Jahren eingesetzte Förderkürzung schrittweise wieder auszusetzen, schwächelt der Ölpreis. Je mehr Öl auf dem Markt ist, umso billiger kommen die Käufer dabei weg.

Momentan sieht es jedoch danach aus, als würden die US-Sanktionen gegen Lukoil und Rosneft diese Entwicklung zumindest in Teilen aufhalten. Wenn die russische Ölproduktion quasi entfällt, weil die wichtigsten Handelspartner sie nicht mehr auffangen, könnte das eher größeren Druck auf den Markt ausüben – immerhin müssten China, Indien und die Türkei dann wieder in stärkeren Wettbewerb mit den Käufern treten, die von vornherein nicht von Russland gekauft haben.

Für Russland könnte sich all das zusammen zur Katastrophe entwickeln. Der Ölsektor ist eines der wichtigsten Standbeine für Putins Kriegskasse – ob diese Verluste aber den Verlauf des Kriegs verändern können, wird sich herausstellen müssen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Russian Look

Kommentare