Zeitplan der partiellen „Sofi“

Wann Sie die Sonnenfinsternis beobachten können

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Die Sonnenfinsternis am 29. März fällt auf eine gute Uhrzeit. Wann Sie für die Beobachtung des Himmelsspektakels zum Himmel schauen sollten.

Frankfurt – Wer tagsüber zum Himmel schaut, will sich in der Regel über das aktuelle Wetter informieren. Doch am kommenden Samstag (29. März) könnte der Blick nach oben auch einen anderen Grund haben: Rund um die Mittagszeit ist an diesem Tag eine partielle Sonnenfinsternis in Deutschland zu sehen. Um zu beobachten, wie sich der Neumond vor die Sonne schiebt und diese verdeckt, lohnt sich der Blick nach oben allemal. Bleibt die Frage: Wann muss man denn nun eigentlich zum Himmel schauen, um das Himmelsphänomen zu sehen?

Das passiert bei einer Sonnenfinsternis am Himmel

Mehrmals im Jahr kann man auf der Erde eine Sonnenfinsternis beobachten. Doch was passiert bei diesem Himmelsereignis eigentlich? Und wie kann man eine Sonnenfinsternis sehen?
Mehrmals im Jahr kann man auf der Erde eine Sonnenfinsternis beobachten. Doch was passiert bei diesem Himmelsereignis eigentlich? Und wie kann man eine Sonnenfinsternis sehen? © IMAGO/Uwe Meinhold
Damit eine Sonnenfinsternis entsteht, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Zuerst muss die Sonne natürlich am Himmel stehen...
Damit eine Sonnenfinsternis entsteht, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Zuerst muss die Sonne natürlich am Himmel stehen... © IMAGO/Biswarup Ganguly
... Gleichzeitig muss Neumond sein, das heißt, der Mond steht genau zwischen Sonne und Erde und wird von hinten angestrahlt. Von der Erde aus ist er nicht zu sehen. Dafür aber der Schatten des Mondes: Er fällt auf die Erde.
... Gleichzeitig muss Neumond sein, das heißt, der Mond steht genau zwischen Sonne und Erde und wird von hinten angestrahlt. Von der Erde aus ist er nicht zu sehen. Dafür aber der Schatten des Mondes: Er fällt auf die Erde. © IMAGO/Stocktrek Images
Befindet man sich dort, wo der Halbschatten des Mondes hinfällt, kann man sehen, wie sich der Neumond vor die Sonne schiebt.
Befindet man sich dort, wo der Halbschatten des Mondes hinfällt, kann man sehen, wie sich der Neumond vor die Sonne schiebt. © IMAGO/Caption Photo Gallery
Die Sonne wird teilweise verdeckt – eine partielle Sonnenfinsternis ist auf der Erde zu sehen. Das Vergnügen hat man allerdings nur in dem Streifen auf der Erde, auf den der Halbschatten des Mondes fällt.
Die Sonne wird teilweise verdeckt – eine partielle Sonnenfinsternis ist auf der Erde zu sehen. Das Vergnügen hat man allerdings nur in dem Streifen auf der Erde, auf den der Halbschatten des Mondes fällt. © IMAGO/Muzamil Mattoo
Je nachdem, wo man sich auf der Erde befindet, kann die Bedeckung der Sonne größer oder geringer ausfallen.
Je nachdem, wo man sich auf der Erde befindet, kann die Bedeckung der Sonne größer oder geringer ausfallen. © IMAGO/Alessio Morgese
Hat man Glück, sieht man eine sehr stark verdunkelte Sonne, einen Sonnenring oder sogar eine totale Sonnenfinsternis.
Hat man Glück, sieht man eine sehr stark verdunkelte Sonne, einen Sonnenring oder sogar eine totale Sonnenfinsternis. © IMAGO/Camilo Freedman / SOPA Images
Für letzteres muss man sich allerdings im Kernschatten des Mondes befinden. Nur dort kann man die totale Sonnenfinsternis sehen.
Für letzteres muss man sich allerdings im Kernschatten des Mondes befinden. Nur dort kann man die totale Sonnenfinsternis sehen. © IMAGO/Zoonar.com/Steven Heap
Eine Sonnenfinsternis hat mehrere Phasen: Es beginnt mit einer partiellen Finsternis, bei der die Sonne von einer Seite „angeknabbert“ wird, wenn sich der Mond vor sie schiebt.
Eine Sonnenfinsternis hat mehrere Phasen: Es beginnt mit einer partiellen Finsternis, bei der die Sonne von einer Seite „angeknabbert“ wird, wenn sich der Mond vor sie schiebt. © IMAGO/Alan Dyer
Die Sonnenfinsternis während der partiellen Phase – ganz rechts „fehlt“ ein kleines Stück der Sonnenscheibe.
Die Sonnenfinsternis während der partiellen Phase – ganz rechts „fehlt“ ein kleines Stück der Sonnenscheibe. © IMAGO/Biswarup Ganguly
Der Mond schiebt sich dann immer weiter vor die Sonne – das fehlende Stück wird immer größer.
Der Mond schiebt sich dann immer weiter vor die Sonne – das fehlende Stück wird immer größer. © IMAGO/Arrush Chopra
Die Sonne wird immer schmaler und schmaler – irgendwann erinnert ihre Form an eine Mondsichel.
Die Sonne wird immer schmaler und schmaler – irgendwann erinnert ihre Form an eine Mondsichel. © IMAGO/Zoonar.com/Steven Heap
Bei einer totalen Sonnenfinsternis ist irgendwann nur noch ein sehr schmaler Sonnenstreifen am Himmel übrig.
Bei einer totalen Sonnenfinsternis ist irgendwann nur noch ein sehr schmaler Sonnenstreifen am Himmel übrig. © IMAGO/Zoonar.com/Steven Heap
Bei einer totalen Sonnenfinsternis folgt dann ein Phänomen namens „Diamantring“: Für einen kurzen Moment scheint das Licht der Sonne noch am Mond vorbei – am Himmel ist etwas zu sehen, das wie ein Ring mit einem Diamanten aussieht.
Bei einer totalen Sonnenfinsternis folgt dann ein Phänomen namens „Diamantring“: Für einen kurzen Moment scheint das Licht der Sonne noch am Mond vorbei – am Himmel ist etwas zu sehen, das wie ein Ring mit einem Diamanten aussieht. © IMAGO/Amir shahcheraghian
Anschließend folgt bei einer totalen Sonnenfinsternis die Totalität: Nur zu dieser Zeit kann man die Corona der Sonne – ihre Atmosphäre – sehen. Sie umgibt die Sonne wie eine Krone, was man jetzt gut erkennen kann.
Anschließend folgt bei einer totalen Sonnenfinsternis die Totalität: Nur zu dieser Zeit kann man die Corona der Sonne – ihre Atmosphäre – sehen. Sie umgibt die Sonne wie eine Krone, was man jetzt gut erkennen kann. © IMAGO/Amir shahcheraghian
Danach zieht sich die Mondscheibe langsam wieder von der Sonnenscheibe zurück.
Danach zieht sich die Mondscheibe langsam wieder von der Sonnenscheibe zurück. © IMAGO/Majdi Fathi
Die Sonne wird langsam wieder sichtbar – und auch der Himmel, der bei einer totalen Sonnenfinsternis merklich dunkler wird (es wird auch kälter), wird wieder hell.
Die Sonne wird langsam wieder sichtbar – und auch der Himmel, der bei einer totalen Sonnenfinsternis merklich dunkler wird (es wird auch kälter), wird wieder hell. © IMAGO/imageBROKER/Christian Peters
Bald ist es geschafft: Der Mond gibt die Sonne wieder frei – als wäre nichts gewesen.
Bald ist es geschafft: Der Mond gibt die Sonne wieder frei – als wäre nichts gewesen. © IMAGO/Allison Bailey
Eine Sonnenfinsternis ist ein beeindruckendes Erlebnis – sie kann für die Augen jedoch auch gefährlich sein. Deshalb empfehlen Fachleute: niemals ohne speziellen Schutz in die Sonne schauen.
Eine Sonnenfinsternis ist ein beeindruckendes Erlebnis – sie kann für die Augen jedoch auch gefährlich sein. Deshalb empfehlen Fachleute: niemals ohne speziellen Schutz in die Sonne schauen. © IMAGO/Cavan Images
Ein Mann und eine Frau schauen mit speziellen Sonnenschutzbrillen in den Himmel.
Gemeint ist damit keine klassische Sonnenbrille, sondern eine Brille mit einer speziellen Sonnenfilter-Folie. Meist bestehen die Brillen aus Pappe und sind vor einer Sonnenfinsternis im Handel erhältlich. © IMAGO/Michael Nigro
Nicht nur die Augen muss man vor der Sonne schützen – das gilt auch für technische Geräte. Egal ob Teleskop, Kamera, Fernglas oder Handy – VOR dem Gerät sollte eine Sonnenfilter-Folie angebracht sein, um Gerät und Augen zu schützen.
Nicht nur die Augen muss man vor der Sonne schützen – das gilt auch für technische Geräte. Egal ob Teleskop, Kamera, Fernglas oder Handy – VOR dem Gerät sollte eine Sonnenfilter-Folie angebracht sein, um Gerät und Augen zu schützen. © IMAGO/Martina Kolozvaryova
Alternativ kann man die Sonne auch indirekt beobachten, indem man sie projeziert.
Alternativ kann man die Sonne auch indirekt beobachten, indem man sie projeziert. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Dann kann man das Phänomen einer Sonnenfinsternis am Himmel genießen – egal, ob die Sonne fast komplett hinter dem Mond verschwindet...
Dann kann man das Phänomen einer Sonnenfinsternis am Himmel genießen – egal, ob die Sonne fast komplett hinter dem Mond verschwindet... © IMAGO/Camilo Freedman / SOPA Images
... vom Neumond nur ein kleines Stück „angeknabbert“ wird...
... vom Neumond nur ein kleines Stück „angeknabbert“ wird... © IMAGO/Rana Sajid Hussain
... oder während des Sonnenuntergangs in malerischen Farben erstrahlt.
... oder während des Sonnenuntergangs in malerischen Farben erstrahlt. © imago/Manja Elsässer

Zeitplan der Sonnenfinsternis hängt vom Beobachtungsort ab

Wer keinen Teil der partiellen Sonnenfinsternis verpassen will, sollte sich etwa eineinhalb Stunden am 29. März freihalten (die Sonnenfinsternis im Liveticker). Je nachdem, wo man das Himmelsereignis beobachtet, beginnt und endet die Sonnenfinsternis etwas früher oder später und auch die maximale Bedeckung der Sonne variiert je nach Beobachtungsort. In Frankfurt am Main beispielsweise geht es um 11.21 Uhr los, ab diesem Zeitpunkt ist der Neumond vor der Sonne zu sehen. Um 12.11 Uhr ist in Frankfurt die maximale Bedeckung erreicht und um 13.00 Uhr ist der Spuk bereits wieder vorbei. (Bei schlechtem Wetter: die Sonnenfinsternis im Livestream.)

In Deutschland ist am 29. März 2025 eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. (Archivbild)

Wann die partielle Sonnenfinsternis am 29. März zu sehen ist

Wann genau die partielle Sonnenfinsternis an anderen Orten in Deutschland beginnt und endet, können Sie in der Tabelle nachlesen:

BeobachtungsortAnfang und Ende der Sonnenfinsternis
Hamburg11.26 Uhr bis 13.08 Uhr
Hannover11.25 Uhr bis 13.06 Uhr
Berlin11.32 Uhr bis 13.07 Uhr
Leipzig11.30 Uhr bis 13.04 Uhr
Köln11.18 Uhr bis 13.02 Uhr
Kassel11.24 Uhr bis 13.03 Uhr
Frankfurt11.21 Uhr bis 13.00 Uhr
Nürnberg11.27 Uhr bis 12.59 Uhr
Stuttgart11.22 Uhr bis 12.57 Uhr
München11.28 Uhr bis 12.55 Uhr
Quelle: timeanddate.de

Fest steht: Die Beobachtungszeiten sind überall in Deutschland sehr ähnlich – und für die Beobachtung einer Sonnenfinsternis ideal. Denn die Sonne steht zu dieser Zeit relativ hoch am Himmel. Das bedeutet: Man sollte sie überall relativ gut sehen können – so lange keine Wolken im Weg sind. Ganz anders war das bei der vergangenen Mondfinsternis, die sehr tief am Himmel stattfand und damit in Deutschland fast unbeobachtbar war.

Partielle Sonnenfinsternis: Ohne Schutz für die Augen keinesfalls in die Sonne schauen

Wer die partielle Sonnenfinsternis am 29. März beobachten möchte, sollte sich rechtzeitig um einen Schutz für die Augen kümmern – denn ein ungeschützter Blick in die Sonne kann die Augen gefährlich verletzen und im schlimmsten Fall sogar das Augenlicht kosten. Das sagt auch Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde. „Nicht ungeschützt in die Sonne schauen und auch nicht ‚irgendwelche‘ Hilfsmittel benutzen“, betont der Experte gegenüber IPPEN.MEDIA. „Vieles lässt einen Teil der Strahlung durch, unsichtbar, aber dennoch schädlich.“

„Gut geeignet“ seien dagegen Sonnenfinsternisbrillen, die mit einer speziellen Schutzfolie bezogen sind. „Die gibt es für ein paar Euro im Handel“, sagt Pilz. Besonders praktisch: Wer eine solche Brille noch von einer vorherigen Sonnenfinsternis in der Schublade findet, kann sie ebenfalls benutzen – wichtig ist dabei nur, dass die Schutzfolie nicht beschädigt ist. (tab)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Cavan Images

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