Die Sonnenfinsternis am 29. März fällt auf eine gute Uhrzeit. Wann Sie für die Beobachtung des Himmelsspektakels zum Himmel schauen sollten.
Frankfurt – Wer tagsüber zum Himmel schaut, will sich in der Regel über das aktuelle Wetter informieren. Doch am kommenden Samstag (29. März) könnte der Blick nach oben auch einen anderen Grund haben: Rund um die Mittagszeit ist an diesem Tag eine partielle Sonnenfinsternis in Deutschland zu sehen. Um zu beobachten, wie sich der Neumond vor die Sonne schiebt und diese verdeckt, lohnt sich der Blick nach oben allemal. Bleibt die Frage: Wann muss man denn nun eigentlich zum Himmel schauen, um das Himmelsphänomen zu sehen?
Zeitplan der Sonnenfinsternis hängt vom Beobachtungsort ab
Wer keinen Teil der partiellen Sonnenfinsternis verpassen will, sollte sich etwa eineinhalb Stunden am 29. März freihalten (die Sonnenfinsternis im Liveticker). Je nachdem, wo man das Himmelsereignis beobachtet, beginnt und endet die Sonnenfinsternis etwas früher oder später und auch die maximale Bedeckung der Sonne variiert je nach Beobachtungsort. In Frankfurt am Main beispielsweise geht es um 11.21 Uhr los, ab diesem Zeitpunkt ist der Neumond vor der Sonne zu sehen. Um 12.11 Uhr ist in Frankfurt die maximale Bedeckung erreicht und um 13.00 Uhr ist der Spuk bereits wieder vorbei. (Bei schlechtem Wetter: die Sonnenfinsternis im Livestream.)
Wann die partielle Sonnenfinsternis am 29. März zu sehen ist
Wann genau die partielle Sonnenfinsternis an anderen Orten in Deutschland beginnt und endet, können Sie in der Tabelle nachlesen:
Beobachtungsort
Anfang und Ende der Sonnenfinsternis
Hamburg
11.26 Uhr bis 13.08 Uhr
Hannover
11.25 Uhr bis 13.06 Uhr
Berlin
11.32 Uhr bis 13.07 Uhr
Leipzig
11.30 Uhr bis 13.04 Uhr
Köln
11.18 Uhr bis 13.02 Uhr
Kassel
11.24 Uhr bis 13.03 Uhr
Frankfurt
11.21 Uhr bis 13.00 Uhr
Nürnberg
11.27 Uhr bis 12.59 Uhr
Stuttgart
11.22 Uhr bis 12.57 Uhr
München
11.28 Uhr bis 12.55 Uhr
Quelle: timeanddate.de
Fest steht: Die Beobachtungszeiten sind überall in Deutschland sehr ähnlich – und für die Beobachtung einer Sonnenfinsternis ideal. Denn die Sonne steht zu dieser Zeit relativ hoch am Himmel. Das bedeutet: Man sollte sie überall relativ gut sehen können – so lange keine Wolken im Weg sind. Ganz anders war das bei der vergangenen Mondfinsternis, die sehr tief am Himmel stattfand und damit in Deutschland fast unbeobachtbar war.
Partielle Sonnenfinsternis: Ohne Schutz für die Augen keinesfalls in die Sonne schauen
Wer die partielle Sonnenfinsternis am 29. März beobachten möchte, sollte sich rechtzeitig um einen Schutz für die Augen kümmern – denn ein ungeschützter Blick in die Sonne kann die Augen gefährlich verletzen und im schlimmsten Fall sogar das Augenlicht kosten. Das sagt auch Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde. „Nicht ungeschützt in die Sonne schauen und auch nicht ‚irgendwelche‘ Hilfsmittel benutzen“, betont der Experte gegenüber IPPEN.MEDIA. „Vieles lässt einen Teil der Strahlung durch, unsichtbar, aber dennoch schädlich.“
„Gut geeignet“ seien dagegen Sonnenfinsternisbrillen, die mit einer speziellen Schutzfolie bezogen sind. „Die gibt es für ein paar Euro im Handel“, sagt Pilz. Besonders praktisch: Wer eine solche Brille noch von einer vorherigen Sonnenfinsternis in der Schublade findet, kann sie ebenfalls benutzen – wichtig ist dabei nur, dass die Schutzfolie nicht beschädigt ist. (tab)