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Ein blutroter Mond steigt am Horizont empor – doch nur wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, erlebt die totale Mondfinsternis.
Frankfurt – Am Sonntagabend (7. September) ist der Mond der Star des Abends, denn er steht im Mittelpunkt eines besonderen Himmelsspektakels. Sonne, Erde und Mond stehen exakt in einer Linie – eine totale Mondfinsternis entsteht. Der Höhepunkt der Himmelsshow ist der sogenannte „Blutmond“ – der Vollmond leuchtet blutrot am Himmel. Wann, wie und wo das Himmelsereignis zu sehen ist.
Die eigentliche Hauptrolle am Sonntagabend spielt der Erdschatten, denn er ist es, der sich über den Vollmond legt und ihn verfinstert. Der Erdschatten besteht aus zwei Teilen: dem Halbschatten und dem Kernschatten. Ersterer legt sich bereits ab 17.28 Uhr über den Mond, doch mit bloßem Auge ist das kaum wahrnehmbar, da es sich nur um einen leichten grauen Schatten handelt. Ab 18.27 Uhr zieht dann auch der Kernschatten der Erde über den Vollmond. Das kann man gut erkennen, denn der Mond erscheint plötzlich wie „angeknabbert“.
Wann kann man die totale Mondfinsternis in Deutschland beobachten?
In Deutschland kann man diese Phase der totalen Mondfinsternis jedoch noch nicht sehen – egal, wie sehr man sich bemüht. Um diese Zeit ist der Mond nämlich noch gar nicht aufgegangen. Die Aufgangszeit des Vollmonds variiert je nach Beobachtungsort – generell geht er im Osten Deutschlands etwas früher auf als im Westen. Grundsätzlich gilt aber eine ganz wichtige Regel: Überall dort, wo der Mond am 7. September abends zu sehen ist, kann man auch die Mondfinsternis verfolgen.
In Deutschland geht der Mond am Abend der Mondfinsternis im Osten gegen 19.37 Uhr (Berlin) und ganz im Westen gegen 20.04 Uhr (Aachen) auf. Frankfurt liegt mit einem Mondaufgang um etwa 19.53 Uhr ungefähr in der Mitte. Egal, wo Sie sich in Deutschland befinden – zum Mondaufgang befindet sich der Vollmond bereits vollständig im Erdschatten und leuchtet gespenstisch rot – der „Blutmond“ steht am Himmel. Allerdings muss man je nach Beobachtungssituation bis zu einer halben Stunde Geduld haben, bis man den roten Mond tatsächlich sehen kann, erklärt Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde gegenüber IPPEN.MEDIA.
Totale Mondfinsternis mit „Blutmond“: Die schönsten Bilder – Himmelsspektakel rund um die Welt




Die totale Mondfinsternis startet in Deutschland direkt mit dem „Blutmond“
„Der aufgehende Mond ist bereits kräftig rot gefärbt, viel tiefer als normale rötliche Mondaufgänge. Durch die starke Abdunklung kann es sogar sein, dass der Mond tief am Himmel überhaupt nicht zu sehen ist. Eine halbe Stunde nach Aufgang sollte man ihn aber erkennen, wenn der Himmel wolkenfrei ist“, sagt der Experte. Dabei hilft ein Beobachtungsplatz mit einem freien Blick in Richtung Osten, wo der Mond am Abend aufgeht.
Wenn der Mond überall in Deutschland sichtbar am Himmel steht, erreicht er gegen 20.11 Uhr den Punkt seiner maximalen Verdunklung. Bis 20.52 Uhr bleibt der Vollmond dann noch komplett im Erdschatten, dann bewegt er sich langsam wieder heraus. Das kann man relativ schnell erkennen, denn der Mond scheint dann von einer Seite „angeknabbert“ zu werden. Dieses Schauspiel, das den Mond immer weiter freigibt, dauert bis etwa 21.56 Uhr. Bis 22.55 Uhr dauert es dann noch, bis auch der Halbschatten der Erde sich zurückgezogen hat. „Die Halbschattenphase lässt sich aber nur schwer beobachten“, betont Pilz. „Für die meisten Beobachter ist kurz vor 22 Uhr ‚alles vorbei‘.“
Die totale Mondfinsternis am 7. September 2025 – die wichtigsten Uhrzeiten
| Uhrzeit | Phase der Mondfinsternis |
|---|---|
| 17.28 Uhr: | Halbschattenfinsternis beginnt (in Deutschland nicht sichtbar). |
| 18.27 Uhr: | partielle Mondfinsternis beginnt (in Deutschland nicht sichtbar). |
| 19.09 Uhr: | Der Mond erreicht seine Vollmond-Position. |
| 19.30 Uhr: | Die totale Mondfinsternis beginnt (in Deutschland nicht sichtbar). |
| 19.39 Uhr: | Der Vollmond geht in München auf. |
| 19.53 Uhr: | Der Vollmond geht in Frankfurt auf. |
| 20.11 Uhr: | Maximale Verdunklung des Mondes. |
| 20.52 Uhr: | Die totale Phase der Mondfinsternis endet. |
| 21.56 Uhr: | Die partielle Phase der Mondfinsternis endet. |
| 22.55 Uhr: | Die Halbschattenfinsternis endet. |
| Quelle: timeanddate.de |
Himmelsspektakel am Herbst-Himmel: Die Mondfinsternis kann man fotografieren
Die totale Mondfinsternis am 7. September bietet die ideale Gelegenheit, nicht nur ein Himmelsspektakel zu beobachten, sondern es auch zu fotografieren. Für die Mondfinsternis-Fotografie eignet sich sogar ein Smartphone mit Stativ. Während der Vollmond stark verdunkelt ist, kann man außerdem den Sternenhimmel in der Umgebung bewundern, die das helle Licht des Vollmonds normalerweise überblenden würde. Bis zum nächsten „Blutmond“ muss man sich in Deutschland dann wieder einige Zeit gedulden: Die nächste totale Mondfinsternis ist erst 2028 zu sehen. (tab)
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