VonJulia Müllerschließen
Thomas Maihöfer erklärt, warum er gerne Ortsvorsteher von Herlikofen ist – und es auch nach der Kommunalwahl am 9. Juni bleiben will.
Schwäbisch Gmünd. „Weil ich politisch interessiert bin und mich als Patriot für den Ort einsetzen will.“ So begründet Thomas Maihöfer (CDU), warum er sich seit 20 Jahren im Ortschaftsrat Herlikofen engagiert. Zum Amt des Ortsvorstehers kam der gebürtige Herliköfer 2016 allerdings „wie die Jungfrau zum Kinde“. Sein Vorgänger Celestino Piazza hatte den Posten aufgeben müssen, weil er Chef der Vereinigten Gmünder Wohnungsbaugesellschaft (VGW) geworden war. Die Ortschaftsratskollegen waren sich einig, dass Thomas Maihöferdaraufhin das Amt übernehmen sollte. 2019 wurde er wiedergewählt. Seither ist er auch Mitglied der CDU-Fraktion im Gmünder Gemeinderat. Für den Kreistag werde er nicht kandidieren, sagt der 53-Jährige: „Das wäre mir zu viel.“ Schließlich steht der Diplom-Ingenieur als Entwickler bei TesatSpacecom in Backnang, einem Tochterunternehmen von Airbus, voll im Berufsleben.
Als Schiedsrichter kann Thomas Maihöfer aus Herlikofen mit Kritik umgehen
In seiner Freizeit ist Thomas Maihöfer Feuerwehrmann, Schiedsrichter im Fußball und als solcher auch Trainer für junge Talente in der Verbands- und Landesliga. Daher ist er es gewohnt, mit Kritik umzugehen. Wenn in Herlikofen Kritik an ihn herangetragen wird, dann meist wegen Falschparkern oder Nachbarschaftsstreits. Auch die Enge im Feuerwehrhaus und der marode Zustand der Gemeindehalle aus den 1950er-Jahren sind Themen. Bei diesen sei er „Bittsteller“ bei der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat und müsse aktuell warten, bis wieder Geld da ist.
Thomas Maihöfer aus Herlikofen: Ärzte, Banken und andere Infrastruktur "kein Selbstläufer"
Wo sieht er noch Zukunftsaufgaben im Ort? Im Erhalt der Infrastruktur, antwortet er. Herlikofen habe derzeit alles: Ärzte, Bäcker, Banken, Metzger, Lebensmittelladen, Getränkemarkt, Apotheke. Doch „das ist kein Selbstläufer“, meint Thomas Maihöfer. Zudem gelte es, in den nächsten Jahren Bauplätze fürs Wohnen und fürs Gewerbe zu schaffen. Damit Herlikofen auch künftig moderat wachsen könne.
Kommunalwahl am Sonntag, 9. Juni 2024
Die nächste Kommunalwahl in Baden-Württemberg ist am Sonntag, 9. Juni 2024. Bei dieser wählen Bürgerinnen und Bürger den Gemeinderat, den Ortschaftsrat und den Kreistag für die nächsten fünf Jahre.
Nach der Kommunalwahl bestimmt der Gmünder Gemeinderat auf Vorschlag der Ortschaftsräte der insgesamt elf Stadtteile den jeweiligen Ortsvorsteher oder die Ortsvorsteherin. Wie Thomas Maihöfer haben die Ortsvorsteher Stefan Struzyna aus Bargau, Hans-Peter Wanasek aus Degenfeld, Karl-Andreas Tickert aus Bettringen und Werner Nußbaum aus Straßdorf bereits erklärt, wieder für das Amt zu kandidieren. Anne Zeller-Klein aus Rechberg, Johannes Weiß aus Rehnenhof/Wetzgau und Bernhard Feifel aus Weiler haben hingegen bekannt gegeben, dass sie bei der anstehenden Wahl nicht mehr antreten werden.
