- VonMarcel Sowaschließen
Der 8. März 2026 wirft seine Schatten voraus: Bei den Kommunalwahlen im Berchtesgadener Land werden auch in den Rathäusern die Karten neu gemischt. Schon jetzt steht fest, dass es in fünf Gemeinden zu Veränderungen kommt. Was ist mit den anderen Bürgermeistern, wer tritt erneut an? Und welche Gegenkandidaten stehen schon jetzt fest? Wir haben nachgefragt und liefern einen ersten Überblick.
Berchtesgadener Land – Bürgermeister, Stadt- bzw. Gemeinderäte, der Kreistag und schließlich ein neuer Landrat: Am 8. März 2026 werden bei den Kommunalwahlen auch im Berchtesgadener Land die Karten neu gemischt. Für die Landratswahl haben SPD und CSU bereits ihre Kandidaten bekanntgegeben, Grüne und FW zögern noch. Bernhard Kern hatte bereits im Februar angekündigt, nicht mehr als Landrat anzutreten.
Im Kreistag kam die CSU bei den Wahlen 2020 auf 22 Sitze, dahinter folgten das Bündnis 90/Die Grünen mit elf und die Freien Wähler mit 13 Plätzen. Ob sich die AfD, die im Kreisverband in den vergangenen Monaten einen von internen Streitigkeiten geprägten Personalumbruch erlebte, mit ihren drei Sitzen steigern kann, bleibt abzuwarten. Auch die SPD wird sicherlich auf mehr als fünf Plätze hoffen. Die restlichen Plätze verteilten sich bislang auf die Bürgerleister Bad Reichenhall, die ÖDP (jeweils zwei), die FDP (ein Platz) sowie einen fraktionslosen Abgeordneten.
Fünf neue Bürgermeister
Für Spannung dürften die Bürgermeisterwahlen in den Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Ramsau, Schönau am Königssee und Laufen sorgen. Dort steht fest, dass die aktuellen Amtsinhaber nicht mehr antreten.
In Berchtesgaden nimmt Franz Rasp den Posten des Landrats ins Visier. Die CSU hat mit dem 46-jährigen Olympiasieger Alexander Resch bereits einen Nachfolger nominiert, der als Vorstand Leistungssport-Management beim Bob- und Schlittensportverband für Deutschland tätig ist. Auch die SPD hat bereits ihre Kandidatin bekanntgegeben: die Diplom-Finanzwirtin und Imkerin Katharina Huber.
Stellvertreter wollen aufsteigen
Einen Wechsel wird es auch in Schönau am Königssee geben: Nach zwei Amtszeiten wird Hannes Rasp nicht mehr antreten. Auch hier hat die CSU mit Franz Graßl, langjähriger Gemeinderat und engagierter Ehrenamtlicher, bereits ihren Kandidaten bekanntgegeben.
Gleiches Bild, gleiches Spiel in Bischofswiesen: Als Nachfolger von Thomas Weber, der nach zwei Amtszeiten ebenfalls aufhört, hat die CSU den dritten Bürgermeister Wolfgang Fegg nominiert. Die Freien Wähler schicken mit Thomas Resch den zweiten Bürgermeister ins Rennen. In Ramsau sieht es nicht anders aus: Die Wahl der CSU fiel auf Richard Graßl jun. als Nachfolger von Herbert Gschoßmann.
Gleich drei Kandidaten in Laufen
Am anderen Ende des Landkreises stehen in Laufen gleich drei Kandidaten fest, nachdem Hans Feil bereits Ende 2024 sein Ende bekanntgegeben hatte. Die CSU erklärte, Christian Burr zu nominieren, während die Grünen Matthias Zuckerschwerdt und die SPD Andreas Roßhuber ins Rennen schicken.
Für die Kreisstadt Bad Reichenhall will Christoph Lung erneut als Oberbürgermeister kandidieren. In Freilassing gab Markus Hiebl seine erneute Kandidatur ebenfalls bekannt. In beiden Städten sind derzeit noch keine weiteren Nominierungen von anderen Parteien bekannt.
Amtsinhaber treten nochmal zur Wahl an
Auch in Anger und Teisendorf bestätigen die aktuellen Amtsinhaber Markus Winkler und Thomas Gasser auf Nachfrage, sich erneut für die Wahl als Bürgermeister zur Verfügung zu stellen. Sofern die Nominierungsversammlung positiv ausfällt, wird auch in Bayerisch Gmain Bürgermeister Armin Wierer erneut antreten.
Das gilt auch für Saaldorf-Surheim: Andreas Buchwinkler bestätigte seine erneute Kandidatur gegenüber dieser Redaktion. In Schneizlreuth wird Wolfang Simon erneut seinen Hut in den Ring werfen. Und in Ainring gab die Ortsgruppe der Freien Wähler bekannt, dass Martin Öttl erneut als Bürgermeister antreten möchte. Michael Ernst erklärte auf Anfrage, dass er sich gut vorstellen kann, sich erneut in Marktschellenberg aufstellen zu lassen, sofern er von der Bürgerliste in der Nominierungsversammlung gewählt wird. In Piding ist noch keine Entscheidung gefallen, wie Rathauschef Hannes Holzner mitteilt.
Auch die Gremien stehen vor Veränderungen
Wenn in einer Gemeinde mehr als zwei Kandidaten zur Wahl antreten und es im ersten Durchlauf keine absolute Mehrheit gibt, steht eine Stichwahl an, die zwei Wochen nach der Kommunalwahl am 22. März stattfindet.
Auch in den Gemeinde- und Stadträten wird es zu Veränderungen kommen: Deren Größe richtet sich an der Einwohnerzahl. Während es in Bad Reichenhall 27 Mitglieder sind, sitzen beispielsweise in Gremium von Schneizlreuth nur zwölf Mitglieder, die Bürgermeister jeweils eingeschlossen. In manchen Kommunen haben sich auch neue Gruppen gebildet, die in den Gemeinderat einziehen wollen. (ms)