Zugausfälle, Sperrungen und Frust

Niedersachsen und Hamburg von Bahnstreik der GDL schwer betroffen – auch S-Bahnen stehen still

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    Marcel Prigge
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Die GDL hat zum bundesweiten Bahnstreik aufgerufen. Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein schwer betroffen. Die Betreiber informieren über den aktuellen Stand der Lage.

Update vom Freitag, 8. Dezember, 07:25 Uhr: Der geplante Warnstreik der Lokführergewerkschaft GDL wird am Freitag den Fern- und Regionalverkehr im Norden sowie den S-Bahnverkehr in Hamburg weitgehend zum Erliegen bringen. „Es wird zu erheblichen Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr kommen“, teilt die S-Bahn Hamburg auf ihrer Webseite mit. Der Betrieb sollte demnach am Donnerstagabend ab etwa 22 Uhr eingestellt werden. Am Freitag plant die S-Bahn, auf den Linien S1, S21 und S3 nach einem Notfahrplan Fahrten durchzuführen. Die Fahrzeiten könnten jedoch aufgrund der unsicheren Lage nur kurzfristig abgerufen werden. Auch nach dem offiziellen Streikende am Freitagabend sind Ausfälle zu erwarten.

GDL-Streik trifft den Norden: besonders Hamburg betroffen

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) erwartet auch im Regionalverkehr erhebliche Störungen. Der Warnstreik wird auch die AKN betreffen. „Während der Streikzeit werden bei der AKN keine Züge fahren. Es wird keinen Schienenersatzverkehr für die Ausfälle geben“, so die AKN. „Wiederaufnahme des Fahrbetriebs: erste Fahrten nach Streikende am 09.12.2023. “Der HVV rät: „Fahrgäste sollten nach Möglichkeit U-Bahnen und Busse nutzen.“ Züge von Metronom und Erixx fahren zwar grundsätzlich, jedoch muss mit Einschränkungen gerechnet werden.

Der GDL-Streik trifft die Deutsche Bahn hart. (Symbolfoto)

Auch in Schleswig-Holstein rechnet die Bahn mit erheblichen Einschränkungen. Es gibt einen Notfahrplan. Wenn Züge fahren, sollen sie verlängert und mit mehr Sitzplätzen ausgestattet sein. Eine Mitfahrt kann jedoch nicht garantiert werden, so die Bahn auf ihrer Webseite. Fahrgäste, die ihre Reise aufgrund des Streiks verschieben müssen, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben .„In den Auskunftsmedien auf bahn.de und in der App DB Navigator sind alle Verbindungen des Notfahrplans ab sofort abrufbar“, informiert das Unternehmen. Zudem hat die Bahn wieder eine Streik-Hotline eingerichtet. Unter 08000-996633 können sich betroffene Fahrgäste über ihre Verbindungen informieren. Der Notfahrplan gewährleistet „nur ein sehr begrenztes Zugangebot“, so bahn.de. „Bitte verzichten Sie auf nicht notwendige Reisen während des GDL-Streiks und verschieben Sie Ihre Reise auf einen anderen Zeitpunkt.“

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat am Mittwoch kurzfristig zu einem 24-stündigen Warnstreik bei der Deutschen Bahn aufgerufen. Der Ausstand im Personenverkehr sollte am Donnerstagabend, 22.00 Uhr, beginnen und bis Freitagabend, 22.00 Uhr, andauern.

Deutsche Bahn richtet Hotline wegen GDL-Streik ein – Reisende sollen sich vorab informieren

Update vom Donnerstag, 7. Dezember, 22:26 Uhr: Und nun ruht auch der Personenverkehr. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bestreikt seit 22 Uhr auch den Personenverkehr. Der Streik soll bis Freitagabend um 22 Uhr andauern. Unter der Telefonnummer 08000 99 66 33 hat die Deutsche Bahn eine kostenlose Streikhotline eingerichtet, über die sich über die aktuelle Lage informiert werden kann.

Es wird explizit darauf hingewiesen, dass sich Reisende vor Fahrtantritt darüber informieren sollen, ob ihre Verbindung auch verfügbar ist. Für Freitag geplante Reisen sollen Fahrgäste, wenn möglich, verschieben. Dazu hatte die Bahn bereits aufgerufen. Es gebe einen Notfahrplan. Für am Freitag gültige Tickets wurde die Zugbindung aufgehoben, um Verschiebungen zu erlauben. 

Streik der GDL hat um 22 Uhr begonnen – Deutsche Bahn steht still

Update von Donnerstag, 7. Dezember, 21:00 Uhr: Der am Vorabend angekündigte Bahnstreik hat offiziell begonnen. Wie ein Sprecher der Bahn bestätigte, begann um 18 Uhr bereits der Ausstand im Güterverkehr. Ab 22 Uhr soll dann für 24 Stunden auch der Personenverkehr bestreikt werden. Erste Fernverbindungen nahm die Bahn bereits am Donnerstagabend aus dem Angebot. Denn nur so könne der Konzern auch garantieren, dass niemand auf freier Strecke übernachten muss.

Trotz GDL-Streik – einige Züge in Niedersachsen fahren dennoch

Update von Donnerstag, 7. Dezember, 15:30 Uhr: Trotz des angekündigten Warnstreiks werden einige Züge in Niedersachsen fahren können. So ist zumindest der Plan von Metronom, der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (evb) und der enno. Da die Mitarbeiter der Unternehmen nicht zum Streik aufgerufen sind, soll nach dem Regel- oder Ersatzfahrplan gefahren werden. Dennoch sei zu beachten, dass „bei betrieblichen Einschränkungen seitens der Infrastrukturanbieter und -betreiber mit Einschränkungen in Form von (Teil-)Ausfällen und Verspätungen zu rechnen ist“, informiert die Metronom.

GDL Streik legt Bahnverkehr lahm – ganz Deutschland betroffen

Update von Donnerstag, 7. Dezember, 10:13 Uhr: Nur noch wenige Stunden, dann soll der Bahnverkehr in Niedersachsen still stehen. Der bundesweite Streik der GDL wird am Donnerstag ab 18 Uhr auch den Norden treffen. Verschiedene Bahndienstleister informieren derzeit über die anstehenden Ausfälle und Verspätungen.

Bahnstreik bei der NWB: „Massive Einschränkungen“ sind zu erwarten

Laut Angaben der Nordwestbahn (NWB) ist auszugehen, dass es „zu massiven Einschränkungen auf allen Linien“ des Unternehmens kommen wird. Ob ein Ersatzverkehr eingerichtet werden kann, ist noch unklar – dieser Umstand werde noch geprüft. Welche Auswirkungen der Streik konkret auf die NWB hat, könne noch nicht abgesehen werden. Fahrgäste sollten jedoch von allen nicht notwendigen Zugfahrten absehen.

Zugausfälle in ganz Deutschland. Auch im VBN-Gebiet sollen die Bahnen stillstehen

Auch der Verkehrsbund Bremen/Niedersachsen (VBN) informiert auf seiner Internetseite über das kommende Streikgeschehen. „Bahnreisende müssen sich auf viele Zugausfälle und Verspätungen in ganz Deutschland einstellen“, heißt es. Deshalb werde es auch im Personennahverkehr des VBN zu massiven Einschränkungen kommen.

Metronom nicht vom Streik betroffen: Fahrgäste sollen sich auf vollere Züge einstellen

Gute Nachrichten für alle Zugreisenden kommt derweil vom Bahndienstleister Metronom. Der Streikaufruf der GDL gelte nicht für die Mitarbeiter des Unternehmens. Aufgrund des Streiks ist jedoch mit volleren Zügen zu rechnen. Die Fahrgäste sollten in jedem Falle mehr Zeit einplanen. Auch sei zu beachten, dass es zu betrieblichen Einschränkungen seitens der Infrastruktur kommen kann.

Bahnstreik in Niedersachsen: GDL will Zugverkehr in Niedersachsen zum Stillstand bringen

Erstmeldung von Mittwoch, 6. Dezember, 18:37 Uhr: Bremen/Hannover – Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) plant, den Personen- und Frachtverkehr ab Donnerstag, 7. Dezember, bis zum Freitag, 8. Dezember, lahmzulegen – auch in Niedersachsen. Grund dafür sind die aktuellen Tarifverhandlungen. Der kommende Bahnstreik könnte zu ähnlichen Auswirkungen wie die Arbeitsniederlegung Mitte November führen.

Gemäß den Vorhaben der Gewerkschaft soll die landesweite Arbeitsverweigerung am Donnerstag um 18:00 Uhr mit dem Frachtverkehr beginnen und um 22:00 Uhr sollen dann auch die Personenzüge zum Stillstand kommen. Das berichtet der Spiegel, der sich auf Interna der Gewerkschaftskreise beruft. Der Ausstand für Personen- und Frachtzüge soll am Freitagabend, dem 8. Dezember, um 22 Uhr enden.

Zugausfälle und Verspätungen drohen im Norden: NWB soll besonders von Streik betroffen sein

Welche Züge im Niedersachsen genau ausfallen werden, ist derzeit noch nicht bekannt. Bereits Mitte November legte die DLG den Bahnverkehr im Norden lahm. Großflächig waren Verbindungen der Deutschen Bahn (DB) und der Nordwestbahn (NWB) betroffen. Lediglich der Metronom verkehrte normal, bis ein Zugunfall die Strecke zwischen Bremen und Hamburg lahmlegte. Insgesamt konnten deutschlandweit rund 80 Prozent der Züge nicht mehr fahren.

Da vom Warnstreik neben der DB auch der Transdev-Konzern betroffen sein wird, gilt es als wahrscheinlich, dass die NWB erneut in den Fokus der Streikmaßnahmen rückt. Die DB kündigt am Mittwochabend bereits an, dass „wie beim letzten Streik wird die DB für den Fernverkehr einen Notfahrplan mit einem stark reduzierten Angebot an Fahrten anbieten“ wird. Längere Züge mit mehr Sitzplätzen sollen dafür eingesetzt werden. Eine Mitfahrt in diesen könne aber nicht garantiert werden.

DB mit „stark reduziertem Angebot“: Im Norden droht der Zug-Stillstand

Im Regionalverkehr der DB werde ein „stark reduziertes Angebot“ fahren, so die Bahn weiter. Ein Streikfahrplan soll ein sehr begrenztes Grundangebot im Fern-, Regional- und S-Bahn Verkehr bereitstellen. „Bitte sehen Sie von nicht notwendigen Reisen während des GDL-Streiks ab und verschieben Sie Ihre Reise auf einen anderen Zeitpunkt“, teilt der Konzern auf seiner Internetseite mit.

Aktuelle Informationen rund um den Bahnstreik: Hier informieren DB, NWB und Metronom

Über die aktuelle Lage, Verspätungen und Zugausfälle aufgrund des Streiks sollen sich die Bahnreisenden im Internet oder über die Bahn-App informieren. Ein Notfahrplan der DB soll dort am Donnerstagnachmittag einsehbar sein. Auch die NWB und der Bahndienstleister Metronom informieren im Internet über das aktuelle Geschehen. Zudem wird eine Streikhotline unter der Telefonnummer 08000 996633 eingerichtet, die telefonische Reiseauskunft steht unter der 030/2970 zur Verfügung.

Mehr Geld und weniger Arbeitszeit gefordert: Das will die GDL

Im Tarifkonflikt verlangt die GDL, dass Schichtarbeiter anstelle von 38 Stunden nur 35 Stunden pro Woche tätig sein müssen – bei vollständiger Lohnkompensation. Außerdem werde 555 Euro mehr pro Monat sowie eine Inflationsausgleichsprämie gefordert. Die Bahn sei bereits, die Prämie sowie elf Prozent mehr Lohn für 32 Monate zu zahlen. Ein Abschluss eines neuen Tarifs würde nach Angaben der Bahn etwa 10.000 Beschäftigte betreffen.

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