Montag letzter Aktionstag

Bauernproteste: Was weiterhin in Niedersachsen geplant ist

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Die Bauernproteste sollen noch bis kommenden Montag andauern. Regional gibt es weitere Aktionen. Das ist in Niedersachsen geplant.

Hannover – Die Proteste der Landwirte gehen weiter. Am Donnerstag (11. Januar) gab es eine Sternfahrt nach Hannover. Die Trecker-Konvois fuhren zwischen 8.30 Uhr und 9 Uhr in Sehnde, Garbsen, Wedemark und Gehrden. Betroffen waren die Bundesstraßen 6 und 65 sowie die Landstraße 190. Dabei handele es sich den Lagezentren der Polizei zufolge am Donnerstagmorgen bisher aber um eher kleinere Proteste, sodass sich das Verkehrschaos zunächst in Grenzen hielt. Der Berufsverkehr hatte wenig Behinderungen, sodass auch alle Lehrer pünktlich zum Unterricht kamen.

Mit einem Traktor-Konvoi demonstrieren Bauern gegen Subventionskürzungen. Am Donnerstag fuhren sie nach Hannover. (Symbolbild)

Landwirte wollen am Donnerstag erneut mit Treckern für den Erhalt ihrer Steuervorteile demonstrieren, unter anderem in Hannover. Die Polizei rechnete dabei mit mehreren Hundert Fahrzeugen. Zu einer anschließenden Kundgebung am Landtag (11.30 Uhr) werden neben Landvolk-Präsident Holger Hennies auch Vertreter der drei Ampel-Fraktionen SPD, Grüne und FDP im Bundestag erwartet, darunter FDP-Fraktionschef Christian Dürr. Die Polizei stellt sich auf mehr als 1000 Teilnehmer ein.

Nicht zur zentral in Hannover gehen wieder Landwirte auf die Straße. Auch im Ammerland müssen Autofahrer wegen Trecker-Demos wieder mit Verkehrsbehinderungen rechnen. Wie der Landkreis mitteilte, wurden Straßenblockaden in Westerstede angemeldet, mit denen von 6 Uhr morgens an eine Auffahrt auf die Autobahn 28 sowohl in Richtung Oldenburg als auch in Richtung Emden/Leer nicht möglich sein werde. Man habe sich mit den Veranstaltern aber darauf verständigt, dass die Autobahnabfahrten freigehalten werden, um Rückstaus zu verhindern.

Bauernproteste: Was weiterhin in Niedersachsen geplant ist

Die Aktionswoche der Landwirte geht noch bis zum 15. Januar. Am kommenden Montag wollen niedersächsische Landwirte mit zahlreichen Bussen nach Berlin fahren. Der Verband Landvolk rechnet mit über 30 Bussen, die zu den Bauernprotesten in die Hauptstadt fahren. Der Kreisverband Lüneburger Heide plant am Sonnabend, 13. Januar, seine Abschlussveranstaltung vorm Vogelpark. Der Kreislandvolkverband Oldenburg plant für Montag einen Infostand mit einem Trecker in der Innenstadt. Vorm Rathaus sollen die Passanten aufgeklärt werden, heißt es.

Landwirtinnen und Landwirte in Niedersachsen planen am Wochenende zusätzlich zu weiteren Aktionen einen stillen Protest. Dazu werden orangene Rundumleuchten auf den Höfen eingeschaltet, wie das Landvolk Niedersachsen am Freitag mitteilte. Mit der Aktion solle aus dem ländlichen Raum ein Signal nach Berlin geschickt werden, hieß es. Am Montag ist eine Großdemonstration in der Hauptstadt angekündigt.

Nach einer Übersicht des Landvolks plant der Kreisverband Lüneburger Heide am Samstag um 14.30 Uhr in Walsrode (Landkreis Heidekreis) eine Abschlusskundgebung. Der Landkreis Leer teilte mit, dass am Samstag in Weener von 12.00 bis 20.00 Uhr eine Versammlung angemeldet sei. Etwa 100 Teilnehmer werden erwartet. Der Protest richte sich gegen die Bundesregierung.

Bauernproteste in Niedersachsen: Bremer Landwirte planen Aktion vor Supermarkt

Der Bremische Landwirtschaftsverband gab bekannt, dass am Samstag in Bremen-Oberneuland eine Aktion vor einem Supermarkt geplant sei. Man wolle zwischen 11.00 Uhr und 13.00 Uhr über die Anliegen informieren, sagte der Geschäftsführer des Verbands, Christian Kluge.

Die Landwirtschaft will ihre Proteste die ganze Woche über fortsetzen. Auslöser für die Demos waren Pläne der Bundesregierung, Subventionen für die Branche zu kürzen. Einen Teil dieser Pläne hat die Ampel-Koalition bereits zurückgenommen. Die Rückvergütung für Agrardiesel soll aber schrittweise gestrichen werden. Im Schatten der Bauernproteste klebten sich Mitglieder der Letzten Generation wieder auf Straßen fest. Einige Landwirte schossen übers Ziel hinaus, als sie Ampel-Galgen aufhingen. Mit Material der dpa.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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