Starkregen, Blitz und Donner

Unwetter ziehen über Bremen und Niedersachsen – im Schneckentempo über die Autobahn

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  • Eva Burghardt
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    Fabian Hartmann

Das Sommerwetter der Vorwoche wurde am Wochenende von heftigen Unwettern abgelöst. Über Bremen und Niedersachsen entladen sich heftige Unwetter.

+++ 18.47 Uhr: Die Auswirkungen der Unwetter am Dienstagabend machten sich insbesondere auf den Straßen bemerkbar. Auf der A27 seien die Autofahrer nur noch im Schneckentempo über die leicht überflutete Fahrbahn gerollt, wie die Agentur Nord-West-Media TV berichtet. Ersten Angaben zufolge blieb Bremen aber vor größeren Schäden verschont.

Auf der A27 bei Bremen war die Fahrbahn in wenigen Minuten vom Regenwasser überschwemmt.

DWD warnt in mehreren Kreisen vor schweren Gewittern

+++ 17.38 Uhr: Die möglichen Gewitter sollen weiterhin auf der Stärke 3 von 4 rund um Bremen auftreten. Der DWD verlängerte in diesen Minuten den Gefahrenzeitraum bis 19.30 Uhr in folgenden Kreisen:

  • Kreis Verden
  • Kreis Diepholz
  • Kreis Nienburg
  • Hansestadt Bremen
  • Stadt und Kreis Oldenburg

Dabei sei mit Regenmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter und Hagelkörnen um zwei Zentimeter Größe zu rechnen. Sturmböen könnten bis zu 65 Kilometer pro Stunde erreichen.

Wegen eines Blitzeinschlags auf einem Bahnübergang zwischen Niebüll und Klanxbüll (Kreis Nordfriesland) kam es bereits zu Verspätungen im Zugverkehr in Norddeutschland. Züge mussten die Stelle zwischenzeitlich mit verminderter Geschwindigkeit passieren, wie eine Bahn-Sprecherin sagte. Der Schaden sei aber schnell behoben worden. 

In Niedersachsen werden am Nachmittag schwere Gewitter erwartet. (Symbolfoto)

DWD warnt vor schweren Gewittern in Niedersachsen

Update vom 23. Juli, 16:45 Uhr: Schwere Gewitter der Stärke 3 (von 4) erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstagnachmittag (23. Juli) im Landkreis Verden, im Landkreis Rotenburg (Wümme), im Kreis Nienburg, im Kreis Diepholz sowie in Bremen. Die aktuelle Warnung gilt laut den Wetter-Experten bis 17.30 Uhr. Im Großraum Hamburg gilt derzeit bis 17 Uhr die Stufe 3 von 4.

Laut DWD können dadurch vereinzelt Bäume umstürzen, Straßen überflutet werden oder Gefahr durch Hagelschlag bestehen. Die Menschen in der Region sollen bestenfalls Aufenthalte im Freien meiden, sich nicht an Gewässern aufhalten und ihr Verhalten im Straßenverkehr anpassen.

DWD warnt vor starken Gewittern und Regenfällen in Niedersachsen

Update vom 23. Juli, 12:23 Uhr: Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt, ziehen von Südwesten neue Unwetter auf. Für Teile von Niedersachsen gilt deswegen am Dienstag, 23. Juli, eine Warnung vor starkem Gewitter. Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 65 km/h, Starkregen und Hagel.

In Niedersachsen gilt eine Warnung vor starkem Gewitter.

Davon betroffen sind neben Hamburg auch der Landkreis Oldenburg sowie Teile des Nordwestens von Niedersachsen. Laut DWD besteht Gefahr durch Blitzschlag, herabstürzende Äste und überflutete Straßen. Die Warnung gilt am Dienstag noch bis 14 Uhr.

Neue Unwetter und Gewitter rollen auf Niedersachsen zu

Erstmeldung vom 22. Juli, 15:44 Uhr: Hannover/Dangast – Der Sommer 2024 hat sich bislang vergleichsweise nass gezeigt. Ein wettertechnisch anderes Bild ergab sich über weite Strecken der dritten Juliwoche: Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad sorgten für überwiegend prächtiges Sommerwetter. Am Sonntag, 21. Juli, jedoch ereilten erneut heftige und teils verheerende Gewitter einige Landesteile – vor allem in Niedersachsen führten die Unwetter zu teils verheerenden Folgen.

In Delmenhorst etwa suchte eine achtköpfige Familie unter einem Baum in einem Park Schutz vor Blitz und Donner. Das jedoch sollte der Familie zum Verhängnis werden: Ein Blitz schlug in den Baum ein, unter dem sie sich aufhielt, und verletzte alle acht Familienmitglieder schwer. Ein fünf Jahre alter Junge und ein 14-jähriges Mädchen mussten noch am Unglücksort reanimiert werden. Sie schwebten auch einen Tag später noch immer in Lebensgefahr.

Meteorologen kündigen bereits neue Gewitter für die aktuelle Woche an

Im Landkreis Diepholz brach während eines Gewitters ein Brand in einem Wohnhaus aus. In Dangast an der Nordsee wiederum musste ein Strand evakuiert werden, als innerhalb kürzester Zeit ein Unwetter aufzog und ein Tornado Strandkörbe durch die Luft wirbelte. Nun veröffentlichte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für die neue Woche bereits die nächste Gewitterwarnung. 

Ein Sommergewitter entlädt sich über Brandenburg

Diese Warnung betrifft ab Montag zunächst nur den Südosten Deutschlands vom östlichen Mittelfranken bis an den östlichen Alpenrand. Nach Niedersachsen und Bremen strömt infolge des Durchzugs einer Kaltfront am Montag, 22. Juli, von Westen her nur noch mäßig warme Meeresluft.

Dabei bestimmt ein meist trockener Wechsel aus Sonne und Wolken das Wetter in Niedersachsen und Bremen. Die Temperaturen liegen laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zwischen 20 und 24 Grad. Vor allem an der See sind starke Böen möglich.

Für Dienstag erwartet der DWD teils heftige Niederschläge und Starkregen

Am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag bleibt die Gewitteraktivität dem DWD zufolge gering. Für Dienstag, 23. Juli, allerdings rechnen die Meteorologen von Nordwesten bis in die mittleren Landesteile mit ausbreitend schauerartigen Regenfällen, wie zahlreiche Anwohner sie schon am Wochenende vielerorts in Niedersachsen erleben mussten. Darunter kann es auch zu teils kräftigen Gewittern mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen kommen, mahnen die Wetterexperten. Vereinzelt sind auch Sturmböen möglich. Örtlich rechnet der DWD darüber hinaus mit Unwetter und Starkregen von etwas über 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit.

In der Nacht zum Mittwoch könnte es laut den DWD-Meteorologen erneut zu Gewittern kommen, die dann auf den Süden übergreifen. Im Laufe der Nacht zu Mittwoch rechnen sie mit einer „nur langsame Abschwächung und Abtrocknung von Nordwesten her.“ Am Mittwoch seien dem DWD zufolge nur noch im äußersten Osten und Südosten Deutschlands anfangs noch einzelne Gewitter möglich. Im späteren Tagesverlauf des Mittwochs sollten signifikante Wettererscheinungen dann aber erst einmal nicht mehr auftreten. Auch am Donnerstag und Freitag rechnen die Meteorologen für ganz Deutschland vorerst nicht mehr mit weiteren markanten Wettererscheinungen. (fh)  

Rubriklistenbild: © Nord-West-Media TV

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