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Kaum ist ein Streik vorbei, folgt der nächste: In vielen Kreisen und Städten in NRW fahren am 5. und 6. März keine Busse und Bahnen. Der Überblick.
Hamm - Der aktuelle Streik im ÖPNV in Nordrhein-Westfalen ist kaum beendet, da kündigt Verdi bereits den nächsten an. Auch am Dienstag, 5. März, und am Mittwoch, 6. März, werden die Busse und Bahnen in vielen Städten und Kreisen von NRW stehen bleiben. Millionen Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr müssen also wieder mit erheblichen Einschränkungen bei Straßenbahnen, U-Bahnen und Bussen rechnen.
Streik im NRW-Nahverkehr: Wo am 5. und 6. März keine Busse und Bahnen fahren
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten in landesweit rund 30 Verkehrsbetrieben vom Rheinland, über das Ruhrgebiet bis nach Ostwestfalen und vom Münsterland bis Südwestfalen auf, ab Dienstag die Arbeit für 48 Stunden niederzulegen. Schon einen Tag zuvor könnte es schlechte Nachrichten für Pendler und Reisende geben, denn nach der neuerlichen Eskalation des Tarifstreits zwischen Bahn und GDL droht ein massiver Streik auf der Schiene.
Busse und Bahnen in Dortmund sind vom Streik betroffen, ebenso der ÖPNV in Wuppertal und Solingen. Auch im Ruhrgebiet wird es viele Ausfälle geben, ebenso bei Bussen und Stadtbahnen von moBiel in Bielefeld sowie im Busverkehr der Stadtwerke Münster. Diese Verkehrsbetriebe in NRW sind am 5. und 6. März 2024 zum Streik aufgerufen:
- Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft (Duisburg)
- Rheinbahn AG (Düsseldorf)
- WSW mobil GmbH (Wuppertal)
- Stadtwerke Solingen GmbH (Solingen)
- Stadtwerke Remscheid GmbH (Remscheid)
- Bahnen der Stadt Monheim GmbH (Monheim)
- MVG Märkische Verkehrsgesellschaft GmbH (Lüdenscheid)
- Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr mbH (Ennepetal)
- Hagener Straßenbahn Aktiengesellschaft (Hagen)
- Kölner Verkehrs-Betriebe Aktiengesellschaft (Köln)
- Stadtwerke Bonn GmbH (SWB) – Bonn
- Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH (SWBD) – Bonn
- Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SWBV) – Bonn
- wupsi GmbH (Leverkusen)
- WestVerkehr GmbH (Geilenkirchen)
- Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH (BTG) – Düren
- Niederrheinische Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft NIAG (Moers)
- SWK Mobil GmbH (Krefeld)
- NEW mobil und aktiv Mönchengladbach GmbH (Mönchengladbach)
- NEW mobil und aktiv Viersen GmbH (Viersen)
- Dortmunder Stadtwerke Aktiengesellschaft (Dortmund)
- Vestische Straßenbahnen GmbH (Herten)
- Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft
- Ruhrbahn GmbH (Essen)
- STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH (Oberhausen)
- Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH (Herne)
- Stadtwerke Hamm GmbH (Hamm)
- Verkehrsbetrieb Hamm GmbH (Hamm)
- Stadtwerke Gütersloh GmbH (Gütersloh)
- Stadtwerke Münster GmbH (Münster)
- REVG Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft mbH (Kerpen)
- moBiel GmbH (Bielefeld)
Streik bei Bussen und Bahnen in NRW: Veranstaltung in Dortmund
Die Verhandlungen werden am 11./12. März in Dortmund in dritter Runde fortgesetzt. Am zweiten Streiktag (6. März) findet ab 11 Uhr Uhr auf dem Friedensplatz in Dortmund eine zentrale Streikkundgebung statt, an der Streikende aus allen Landesteilen teilnehmen werden.
„Der dramatische Arbeitskräftemangel im ÖPNV führt zu einer enormen Belastung der Beschäftigten und hohen Krankenständen. Auch in Nordrhein-Westfalen braucht es deshalb dringend tarifliche Lösungen, um den Nahverkehr zukunftssicher aufzustellen“, erklärt Peter Büddicker, Branchenkoordinator Busse und Bahnen, zum Streikaufruf. Verdi fordert unter anderem zusätzliche freie Tage, um die Beschäftigten zu entlasten und die Berufe attraktiver zu gestalten. Täglich fielen in allen Tarifbereichen Busse und Bahnen aus, weil es nicht genug Personal gebe.
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