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Annika Ketzler
Svenja Jesse
Hannah Decke
Die Kommunalwahl in NRW ist vorbei. Am Sonntag, 28. September, kam es zu spannenden Stichwahlen. Alle Entwicklungen und Ergebnisse im Live-Ticker.
Update von Montag, 19.55 Uhr: In Mülheim an der Ruhr muss das vorläufige Endergebnis der Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt nach einer Auszählpanne korrigiert werden. Die Stadt habe bei einer routinemäßigen Überprüfung entdeckt, dass in einem Briefwahlbezirk die Stimmen der beiden Kandidaten komplett vertauscht worden waren, heißt es. Der SPD-Bewerberin waren fälschlicherweise die Stimmen des CDU-Kandidaten zugerechnet worden und umgekehrt.
Die fällige Korrektur führt nun nach Angaben der Stadt dazu, dass Amtsinhaber Marc Buchholz (CDU) mit mehr als 100 Stimmen vorn liegt – und damit die Mehrheit auf seiner Seite habe. Das korrigierte Endergebnis soll amtlich allerdings erst am Donnerstag, 2. Oktober, in einem Wahlausschuss bestätigt werden.
Update von Montag, 19.25 Uhr: Am Tag nach den Stichwahlen besuchte Bundeskanzler Merz die NRW-CDU. Nach den Kommunalwahlen in NRW hat Merz die Erfolge seiner Partei als klaren Arbeitsauftrag für die Bundesregierung interpretiert. „Das ist auch ein Auftrag für uns, jetzt gemeinsam zu zeigen, dass wir Lösungen können, dass wir auch das Land voranbringen wollen“, erklärte der Bundeskanzler laut Angabe der dpa nach seinem Besuch beim CDU-Landesvorstand in Düsseldorf.
Der Kanzler habe einen deutlichen Appell an den Koalitionspartner SPD gerichtet, aus den teilweise enttäuschenden Wahlergebnissen, etwa in Dortmund, keine falschen Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Sozialdemokraten in NRW hätten zwar an Stärke verloren, doch müssten beide Regierungsparteien nun gemeinsam sicherstellen, dass sich die breite politische Mitte weiterhin in der Koalition von Union und SPD wiederfinde. „Und das sind vor allen Dingen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, betonte Merz.
Der Kanzler berichtete von einem Telefonat mit Bundesarbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas am Sonntagabend, in dem er ihr zum Erfolg in Duisburg gratulierte. Dort hatte sich SPD-Amtsinhaber Sören Link gegen den Kandidaten der AfD durchgesetzt. Die Alternative für Deutschland sei in NRW zwar gewachsen, aber nicht in dem von ihr erhofften Ausmaß, stellte Merz fest. Bei vorhandenem Vertrauen in die handelnden Personen sieht der Kanzler gute Perspektiven: „dann haben wir eine große Chance, stabile politische Mehrheiten in der politischen Mitte zu erreichen“.
NRW-Ministerpräsident und CDU-Landeschef Hendrik Wüst sollen die Wahlergebnisse demnach als Erfolg eines geschlossenen Teams gewertet haben: „Die Menschen in unserem Land haben gesehen, dass die Union geschlossen und gemeinsam antritt.“ Die Kommunalwahl habe die CDU als einzige verbliebene Volkspartei in Nordrhein-Westfalen bestätigt, die sowohl in ländlichen Regionen als auch in städtischen Gebieten erfolgreich sei.
Stadt erlebt echtes Wahl-Drama – Experte nennt Verlierer des Abends
Update von Montag, 11.38 Uhr: Die Stichwahlen in NRW haben CDU und SPD insgesamt gestärkt, während die AfD trotz ihres Erfolgs im ersten Wahlgang leer ausging. Das analysiert der Politikwissenschaftler Oliver Lembcke von der Ruhr-Universität Bochum im „Morgenecho“ auf WDR 5. Die Christdemokraten konnten ihre Stellung „als kommunalpolitische Kraft Nummer eins“ behaupten, während die Sozialdemokraten eine gemischte Bilanz aufweisen.
Die in Teilen rechtsextreme AfD konnte keinen ihrer drei Oberbürgermeister-Kandidaten in Duisburg, Gelsenkirchen und Hagen durchsetzen. Obwohl die Partei vor zwei Wochen beim ersten Wahlgang noch 14,5 Prozent erreichte, ist sie nun laut Lembcke die „Verliererin der Stichwahlen“. Ähnlich ergeht es den Grünen, deren Abwärtstrend sich fortsetzt: „Das Leiden der Grünen setzt sich fort.“ Als Grund für die Schwäche der Grünen nennt der Politologe die veränderte Wahrnehmung ihrer Kernthemen. Umwelt, Klima und Natur, die bei der Kommunalwahl 2020 noch für Erfolge sorgten, seien heute „polarisiert“. Für die Zukunft empfiehlt Lembcke allen Parteien ein pragmatisches Vorgehen vor Ort und eine „ideologieferne Politik“.
Update von Montag, 10.17 Uhr: Die SPD verliert zwei Hochburgen im Ruhrgebiet, Münster hat erstmals einen grünen Oberbürgermeister und in Datteln gab es ein denkbar knappes Rennen: Es kam zu spannenden Stichwahlen am Sonntag – mit historischen und irre knappen Ergebnissen.
Update von Montag, 6.30 Uhr: Nach den Stichwahlen zu kommunalen Spitzenposten in NRW ziehen die Parteien Bilanz. Die SPD verlor mit Dortmund eine traditionelle Hochburg an die CDU, gewann aber Köln zurück. Die CDU konnte mehrere wichtige Städte halten oder neu gewinnen. Die AfD blieb trotz Stimmenzuwachs ohne OB-Posten, während die Grünen Münster gewannen, aber Bonn und Aachen verloren.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt am Montag an einer Sitzung des CDU-Landesvorstands in Düsseldorf teil. Anschließend ist ein gemeinsames Pressestatement mit Ministerpräsident Hendrik Wüst geplant. Der Landesvorstand der NRW-SPD analysiert die Wahlergebnisse am Abend in einer digitalen Sitzung. Dies sei der Auftakt des Prozesses der Wahlnachlese, sagte ein Parteisprecher.
Knappes Rennen bei der Stichwahl in Siegen: 10 Stimmen Vorsprung
Update von 22.20 Uhr: Richtig knapp fiel die Stichwahl in Siegen aus. Tristan Vitt war noch im Grundschulalter, als Steffen Mues (CDU) im Jahr 2007 zum Bürgermeister der Stadt Siegen gewählt wurde. Nun hat Vitt in der Stichwahl den langjährigen Amtsinhaber nach vorläufigem Endergebnis mit der Winzigkeit von zehn Stimmen besiegt – 14 689 zu 14 679 – und wird mit nur 28 Jahren neuer Chef im Siegener Rathaus. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte der Jurist noch weit hinter Mues gelegen.
Dann geschah etwas Außergewöhnliches: AfD-Funktionäre sprachen für die Stichwahl eine Wahlempfehlung für Vitt aus. „Ich habe nicht gedacht, dass ich die Wahl verliere“, sagte Mues der Siegener Zeitung. „Ich wusste aber, dass es knapp wird. Dass es so knapp wird; dass es am Ende an wenigen Stimmen gehangen hat, hätte ich nicht erwartet“. Bis zur Feststellung des amtlichen Endergebnisses im Wahlausschuss soll noch einmal gezählt werden.
Update von 22.11 Uhr: Die SPD-Bundesvorsitzende Bärbel Bas äußert mahnende Worte. Die SPD müsse die Sorgen der Menschen ernst nehmen und den Alltag verbessern. „Darauf muss der gesamte Fokus unserer Arbeit liegen. Das gilt für NRW genauso wie für das ganze Land“, sagte Bas der dpa. Die Niederlage der Sozialdemokraten bei der Oberbürgermeister-Stichwahl in Dortmund sei schmerzhaft. Sie werde aber überstrahlt vom Überraschungssieg in Köln. „Als SPD konnten wir uns in der großen Mehrheit der Stichwahlen in Nordrhein-Westfalen behaupten“, so Bas.
Update von 21.55 Uhr: Die CDU hat bei den Oberbürgermeister-Stichwahlen in Nordrhein-Westfalen mehrere überraschende Erfolge erzielt und konnte sich in zahlreichen Städten durchsetzen. „Das Ergebnis zeigt: Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sehen, dass die CDU über alle politischen Ebenen hinweg in Nordrhein-Westfalen in den letzten fünf Jahren gute Arbeit gemacht hat“, erklärte Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzender Hendrik Wüst bei der Wahlparty seiner Partei in Düsseldorf.
Besonders bemerkenswert sei der Wahlsieg in Dortmund. Wüst betonte diesen historischen Erfolg in seiner Ansprache besonders. Die Christdemokraten setzten sich zudem in weiteren nordrhein-westfälischen Großstädten durch. Der Ministerpräsident verwies auf Siege in Düsseldorf, Bonn, Bielefeld, Hagen, Essen, Aachen und Leverkusen. Laut der dpa bezeichnete er die Ergebnisse als „starken Ergebnis“ für seine Partei und interpretierte sie als „Votum für eine pragmatische, lösungsorientierte, christdemokratische Politik der Mitte“.
Seine Partei habe nun eine große Verantwortung, mit allen Gewählten aus der demokratischen Mitte zusammenzuarbeiten. Im ersten Wahlgang am 14. September war die CDU trotz leichter Rückgänge mit 33,3 Prozent der Stimmen klar die stärkste Kraft geblieben.
Machtwechsel in Münster – AfD verliert in drei Städten
Update von 20.42 Uhr: Obwohl die AfD bei den aktuellen Stichwahlen in Nordrhein-Westfalen keine Bürgermeisterwahl für sich gewinnen konnte, zeigt sich der Landesvorsitzende Martin Vincentz zufrieden mit dem Abschneiden seiner Partei. „Die Tendenz stimmt. Man ist sehr froh, dass man es diesmal noch geschafft hat, mit vereinten Kräften, die AfD zu verhindern“, sagte er der dpa.
Besonders optimistisch blicke der AfD-Politiker auf die nächsten Landtagswahlen. Die aktuelle politische Dynamik in NRW wolle Vincentz als Rückenwind für anstehende Wahlkämpfe betrachten. „Bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen ist 2027 zu erwarten, dass wir uns mindestens verdreifachen, wenn die Politik der anderen so weitergeht“, sagte Vincentz.
Update von 20.25 Uhr: Unionsfraktionschef Jens Spahn äußert sich zum Wahlergebnis in NRW. Die CDU feiert bei den Stichwahlen in Nordrhein-Westfalen einen bemerkenswerten Erfolg. „Essen und Düsseldorf haben wir mit starken Ergebnissen gehalten. Damit werden nun drei der fünf größten Städte NRWs von CDU-OBs regiert“, erklärte Jens Spahn (CDU) der Rheinischen Post. Besonders der Wahlsieg in Dortmund gelte als historischer Durchbruch für die Christdemokraten.
Die Partei kann auf ein außergewöhnliches Ergebnis blicken. In drei der bevölkerungsreichsten Städte des Bundeslandes stellt die CDU künftig den Oberbürgermeister. Ein solcher Erfolg gelang den Christdemokraten zuletzt vor einem Vierteljahrhundert. „Letztmalig haben wir 1999 so abgeräumt. Ein toller Abend“, freute sich Spahn gegenüber der Zeitung.
Update von 19.55 Uhr: Nach dem Ende der SPD-Ära in Dortmund konnte die Partei in der Millionenstadt Köln den Sieg um das Oberbürgermeisteramt holen. Dort sind nun 1003 von 1006 Wahlbezirke ausgezählt. SPD-Kandidat Torsten Burmester führt mit 53,50 Prozent der Stimmen gegen die Grünen-Kandidatin Berivan Aymaz. Die amtierende Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) war nach zwei Amtsperioden nicht mehr angetreten.
Stichwahlen in NRW im Live-Ticker: Historische Machtwechsel in Dortmund und Münster
Update von 19.23 Uhr: Auch in Münster kommt es zu einem historischen Ereignis. Die Universitäts-Stadt wird künftig von einem Oberbürgermeister der Grünen regiert. Fast alle 287 Wahlbezirke sind mittlerweile ausgezählt. Tilman Fuchs kommt aktuell in den Wahlbezirken auf 57,99 Prozent, während der CDU-Kandidat Dr. Lunemann 42,01 Prozent der Stimmen bekommt.
Update von 18.55 Uhr: In Dortmund kommt es zu einem historischen Sieg. Die CDU stellt nach 80 Jahren erstmals einen Oberbürgermeister. Nach 660 von 666 Wahlbezirken liegt Kalouti bei 53,01 Prozent. „Wir haben Geschichte geschrieben“, sagte Kandidat Alexander Kalouti.
Die Kandidaten der AfD liegen nach Auszählung zahlreicher Stimmen bei allen drei Oberbürgermeister-Stichwahlen in Nordrhein-Westfalen deutlich hinten. Auf das beste Ergebnis steuert AfD-Kandidat Norbert Emmerich in Gelsenkirchen zu: Nach Auszählung von 162 der 209 Stimmbezirke lag er bei 36,0 Prozent der Stimmen, die Sozialpolitikerin Andrea Henze von der SPD lag bei 64,0 Prozent.
Update von 18.30 Uhr: In einigen NRW-Städten sind bereits mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt – darunter in Duisburg und Gelsenkirchen. In Dortmund ist es derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach mehr als der Hälfte der Auszählung liegt der CDU-Kandidat bei über 51 Prozent. Seit fast 80 Jahren wird die Ruhrgebietsstadt von der SPD regiert.
In Münster sind bereits 108 von 287 Wahlbezirke ausgezählt. Der Grüne-Kandidat Tilman Fuchs liegt mit 57,3 Prozent vorn. In Köln hingegen hat der SPD-Kandidat Burmester nach 260 ausgezählten Wahlbezirken die Nase vorn.
Stichwahlen in NRW im Live-Ticker: Wahllokale geschlossen – Auswertung der Stimmzettel beginnt
Update von 18 Uhr: Die Wahllokale in Nordrhein-Westfalen haben nun geschlossen. Die Wahlhelfer beginnen jetzt mit der Auszählung der Stimmzettel.
Update von 17.51 Uhr: Seit 17.30 Uhr ist das Rathaus in Dortmund geöffnet. Der Andrang zur Wahlparty hält sich aber noch in Grenzen. Die Wahlbeteiligung lag um 17 Uhr bei mageren 28,31 Prozent. Im Vergleich: 2020 lag diese bei 30,95 Prozent.
In der Stichwahl trifft Thomas Westphal (SPD) auf Alexander Koulati (CDU). Seit 80 Jahren stellt die SPD den Oberbürgermeister in Dortmund. „Jetzt sind mal die anderen dran“, sagte am Samstag CDU-Landeschef Hendrik Wüst bei einem Wahlkampftermin in Dortmund.
Update von 17 Uhr: In einer Stunde schließen die Wahllokale in den Städten und Gemeinden in NRW und die Auszählung der Stimmen für die Stichwahlen beginnt.
Update von 15.25 Uhr: In Bielefeld treibt das Duell zwischen dem Kandidaten der CDU und dem der SPD die Menschen in die Wahllokale. Nach Angaben der Stadt lag die Wahlbeteiligung um 14 Uhr bei 32,04 Prozent. Bei der vorigen Stichwahl im Kampf um das Amt des Oberbürgermeisters in Bielefeld lag dieser Wert zum gleichen Zeitpunkt 2020 bei 22,1 Prozent.
Obwohl die Wahlbeteiligung in Bielefeld deutlich höher ist als vor fünf Jahren, bilden sich laut WDR vor den Wahllokalen in vielen NRW-Städten keine langen Warteschlangen.
Update von Sonntag, 13.55 Uhr: Auch andere NRW Städte haben die Wahlbeteiligung der Stichwahl am Vormittag veröffentlicht. Dabei zeigt sich laut dpa ein uneinheitliches Bild. In Köln, wo Grüne und SPD um das Amt des Oberbürgermeisters kämpfen, gaben nach Angaben der Stadt bis 13 Uhr rund 21,2 Prozent der knapp 808.000 Wahlberechtigten ihre Stimme ab.
In Dortmund lag die Wahlbeteiligung nach Angaben der Stadt gegen 11 Uhr bei 19,2 Prozent und damit etwas unter dem Wert von 2020 (20,4 Prozent). In Duisburg haben nach Informationen der dpa bis zum Mittag rund 27 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme für die Stichwahl abgegeben. Das sind deutlich mehr als bei der letzten Stichwahl im Jahr 2012 (15,1 Prozent). Hier treten ein AfD- und ein SPD-Kandidat um das Amt des Oberbürgermeisters an.
Stichwahl um Oberbürgermeister-Amt: Höhere Wahlbeteiligung in Gelsenkirchen
Update von Sonntag, 13 Uhr: Halbzeit: Die ersten fünf Stunden der Stichwahl sind um. In Gelsenkirchen war die Wahlbeteiligung am Vormittag bereits deutlich höher als vor fünf Jahren. Bis 11 Uhr hatten 26,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme zur Oberbürgermeister-Stichwahl abgegeben. Das teilt die Stadt auf ihrer Internetseite mit. 2020 waren es demnach nur 21 Prozent gewesen. In Gelsenkirchen treten heute SPD und AfD in der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters an.
Update von Sonntag, 12.18 Uhr: Münster könnte heute erstmals ein grünes Stadtoberhaupt bekommen. Bei der Stichwahl in der Universitätsstadt liefern sich Tilmann Fuchs (Grüne) und Georg Lunemann (CDU) ein spannendes Rennen. Fuchs hatte im ersten Durchgang am 14. September 41,3 Prozent der Stimmen geholt, Lunemann 37,3 Prozent.
Update von Sonntag, 11.24 Uhr: SPD oder CDU – wer regiert künftig in Dortmund? Das entscheidet sich heute bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister von Dortmund. Die Stadt galt lange Zeit als „Herzkammer der Sozialdemokratie“ doch im ersten Durchgang der Kommunalwahl hatte Amtsinhaber Thomas Westphal (SPD) deutlich Stimmen eingebüßt. 27,4 Prozent erreichte er bei der Wahl am 14. September. Sein Kontrahent Alexander Omar Kalouti (CDU) holte 17 Prozent der Stimmen. Es bleibt spannend.
Update von Sonntag, 10.30 Uhr: Die Stichwahl in NRW läuft. In 21 kreisfreien Städten wird um die Oberbürgermeister-Posten, in mehr als 100 Städten um den Bürgermeister-Posten und in 15 Kreisen um die Landratsämter gekämpft. Besonders spannend wird es in Duisburg, Gelsenkirchen und Hagen. Dort ist jeweils ein Kandidat der AfD im Rennen um das Oberbürgermeisteramt. In Köln kämpfen Grüne und SPD um den Oberbürgermeister-Posten.
Update von Sonntag, 8 Uhr: Die Kommunalwahl in NRW geht in die zweite Runde, die Wahllokale sind geöffnet. Bis 18 Uhr haben Wahlberechtigte in fast 150 Kommunen die Möglichkeit, ihre Stimme noch einmal abzugeben – für die Wahl des (Ober-)Bürgermeisters oder Landrats. Dann folgt die Auszählung.
[Erstmeldung] Hamm - Showdown bei der Kommunalwahl in NRW: In fast 150 Kommunen wird am 28. September noch einmal gewählt. Meist handelt es sich um (Ober-)Bürgermeister-Duelle. Aber auch mehr als zwei Dutzend Landratswahlen finden am Sonntag statt. Im Live-Ticker können Sie alle spannenden Entwicklungen und Ergebnisse verfolgen.
Ein echter Stichwahl-Krimi wird sich am Sonntag in drei Großstädten in NRW abspielen. Erstmals kommt es zu Duellen mit Kandidaten der AfD. In Duisburg möchte Amtsinhaber Sören Link von der SPD seinen Posten gegen AfD-Mann Carsten Groß verteidigen. In Gelsenkirchen kämpft auch eine SPD-Kandidatin gegen einen Bewerber der AfD. Andrea Henze erreichte im ersten Wahlgang 37,04 Prozent, AfD-Mann Norbert Emmerich kam auf 29,75 Prozent. Somit holte die SPD-Kandidatin die meisten Stimmen am Abend, verfehlte die absolute Mehrheit aber deutlich.
Spannende Duelle bei der NRW-Wahl 2025: Drei Stichwahlen mit AfD-Kandidaten
Und auch in Hagen kommt es zum Duell mit der AfD. Hier holte CDU-Mann Dennis Rehbein mit 25,1 Prozent die meisten Stimmen. Es war ein denkbar enges Rennen. Michael Eiche von der AfD lag knapp hinter ihm mit 21,2 Prozent, Thomas Köhler (SPD) erreichte 21 Prozent der Stimmen. Hagen war am Abend des 14. September die einzige Stadt in NRW, die sich zwischenzeitlich blau eingefärbt hatte.
Spannend wird es am Tag der Stichwahlen in NRW auch in Köln. Erstmals könnte die Millionenstadt von den Grünen regiert werden. Kandidatin Berivan Aymaz sicherte sich im ersten Wahlgang 28,1 Prozent der Stimmen, gefolgt von SPD-Mann Torsten Burmester mit 21,3 Prozent der Stimmen. Die amtierende Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) war nach zwei Amtsperioden nicht mehr angetreten.
Neben Köln war am Wahlabend auch Münster ein grüner Fleck. Tilmann Fuchs von den Grünen holte 41,3 Prozent der Stimmen. Für ihn geht es am 28. September mit Georg Lunemann in die Stichwahl. Der CDU-Mann kam auf 37,3 Prozent. In der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf geht der amtierende Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) in die Stichwahl gegen die Grünen-Politikerin Clara Gerlach und kämpft um eine zweite Amtszeit.
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