Essen und Mülheim

Streik bei der Ruhrbahn am Freitag – Was Pendler wissen müssen

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Verdi ruft für Freitag zu einem Streik im ÖPNV auf, auch bei der Ruhrbahn kommt es zu Ausfällen. Wenige Busse sollen dennoch fahren.

Essen/Mülheim – Pendler müssen sich am Freitag (2. Februar) in Essen und Mülheim auf erhebliche Einschränkungen bei Bussen und Bahnen einstellen. Am Freitag (2. Februar) ruft die Gewerkschaft Verdi zu einem bundesweiten Streik im ÖPNV auf – auch in NRW. Im ÖPNV des Ruhrgebiets wird somit ebenfalls gestreikt – dadurch ist eben auch die Ruhrbahn in Essen und Mülheim betroffen. Busse und Bahnen der Gesellschaft fallen aus, zumindest ein Großteil. Denn trotz des Streiks sollen einige wenige Busse fahren.

Streik bei der Ruhrbahn: In Essen und Mülheim fallen am Freitag Busse und Bahnen aus

Wegen des Streiks fallen am Freitag auch Straßenbahnen und U-Bahnen bei der Ruhrbahn aus (Symbolbilder/IDZRNRW-Montage).

In einer Mitteilung erklärt die Ruhrbahn die Auswirkungen des Verdi-Streiks am Freitag. „Aufgrund des Streiks findet in Essen und Mülheim kein regulärer Linienbetrieb (U-Bahn, Tram, Bus, E-Wagen und TaxiBus) statt“, heißt es. Die Folge seien Ausfälle. „Um dennoch eine Basismobilität zu gewährleisten, fahren NachtExpress-Linien in der Zeit von 5:30 Uhr bis 23:30 Uhr im Stundentakt ihren jeweiligen Linienweg nach einem Streikfahrplan“, erklärte die Ruhrbahn.

Streik bei der Ruhrbahn am Freitag: Diese Busse sollen totzdem fahren

Folgende Linien sollen laut der Ruhrbahn während des Streiks im normalen Linienplan fahren:

  • Linie 182
  • Linie 190
  • Linie 192
  • Linie E33
  • Linie E93
  • Schienenersatzverkehr der Linie 107 zwischen Essen Hbf und Gelsenkirchen Hbf
  • Der Schienenersatzverkehr der Linien 103/109 wird während des Streiks verlängert und fährt zwischen den Haltestellen Steele und Rathaus Essen
  • Zwischen 19 Uhr und 3 Uhr fährt auch der On-Demand-Shuttle Bussi
  • Quelle: Ruhrbahn, Stand: 31. Januar, 19:30 Uhr

Auch der Schülerverkehr findet am Freitag nicht statt. „Ausgenommen hiervon sind Fahrten zur Beförderung von Schüler/-innen zwischen Schule und Sportstätte sowie die Beförderung von Förderschülern in Kleinbussen – diese finden wie gewohnt statt“, so die Ruhrbahn. Kundenzentren bleiben wegen des Streiks geschlossen. Außerdem gilt die Mobilitätsgarantie während des Streiks nicht. „Die ersten regulären Fahrten nach Fahrplan starten am Samstag, 3. Februar, ab 4:30 Uhr mit den NachtExpress-Fahrten und ab 7 Uhr mit den TagNetz-Fahrten“, so die Ruhrbahn. Auch bei der Bogestra in Bochum wird am Freitag gestreikt.

Streik im ÖPNV: NachtExpress-Busse fahren bei der Ruhrbahn stündlich

Zusätzlich sollen der Ruhrbahn zufolge am Streiktag folgende NachtExpress-Linien zwischen 5:30 Uhr und 23:30 Uhr jeweils einmal in der Stunde auf ihrem gewohnten Linienweg fahren:

NachtExpress-Linien in Essen

► NE1

► NE2

► NE3

► NE4

► NE5

► NE6

► NE7

► NE8

► NE11

► NE12

► NE13

► NE14

► NE15

► NE16

NachtExpress-Linien in Mülheim

► NE1

► NE3

► NE4

► NE9

► NE10

► NE12: Der NE12 endet an der Stadtgrenze zu Oberhausen, Haltestelle Landwehr. Ab dort besteht ein Anschluss zum Schienenersatzverkehr der Linie 112

Quelle: Ruhrbahn, Stand: 31. Januar, 17 Uhr

Streik im ÖPNV von NRW: S-Bahnen, RE- und RB-Züge fahren trotzdem

Fahrgäste, die am Freitag trotz Arbeitsniederlegung im ÖPNV darauf angewiesen sind, können während dem Verdi-Streik Alternativen nutzen. Die Züge der Deutschen Bahn und die anderer Bahnunternehmen, wie beispielsweise National Express, werden nicht bestreikt. S-Bahnen, Regionalzüge und Regionalbahnen, fahren somit weiterhin nach Plan. Pendler, die zwischen Essen und Mülheim fahren, können unter anderem die Linien RE1 und RE6 nutzen.

Streik im ÖPNV: Alle Infos für Pendler im Überblick

Verdi-Streik im ÖPNV: Darum wird am Freitag bei der Ruhrbahn gestreikt

Grund für den Streik bei der Ruhrbahn sind die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und den kommunalen Verkehrsunternehmen. Dabei geht es um bessere Arbeitsbedingungen für rund 30.000 Beschäftigte in NRW, die im sogenannten Manteltarifvertrag geregelt sind.

Verdi fordert dabei unter anderem zusätzliche freie Tage für die Beschäftigten der Verkehrsunternehmen. „Da jetzt in allen Bundesländern Tarifverhandlungen stattgefunden haben und ohne Ergebnis geblieben sind, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um mehr Druck auf die Arbeitgeber zu machen“, erklärte die Vize-Vorsitzende Verdis, Christiane Behle, die geplanten Streiks. (jr mit dpa) Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen und Anpassungen sind jederzeit möglich.

Rubriklistenbild: © Rupert Oberhäuser/Imago & Kerstin Kokoska/Funke Foto Services/Imago

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