Genossen hoffen

Vorsprung in Umfrage: Bovenschulte hängt CDU vor Bremen-Wahl ab

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Andreas Bovenschulte spielt seinen Amtsbonus aus: Laut Umfrage liegt der Bürgermeister vor der Bremen-Wahl in Führung. Die SPD lauert auf ein gutes Ergebnis.

Bremen – Der Countdown läuft: Zehn Tage vor der Bremen-Wahl 2023 sind die Parteien in den Wahlkampf-Schlussspurt gestartet. Vor allem in der SPD ist die Hoffnung auf einen Sieg groß. Denn laut den neuesten Umfrage-Ergebnissen verweisen die Genossen die CDU knapp auf Platz zwei. Beschert Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) ihnen also einen kleinen Achtungserfolg?

Bremen-Wahl: Bovenschulte baut in Umfrage den Vorsprung zur CDU aus

Nach der repräsentativen Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF-Politbarometers sieht es ganz danach aus. Rund eine Woche vor der Bremer Bürgerschaftswahl käme die SPD auf 30 Prozent der Stimmen, wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde. Das berichtete die Nachrichtenagentur dpa am Freitag (5. Mai).

Die CDU erreichte 27 Prozent, die Grünen 13 Prozent. Die Linke und die Bürger in Wut bekämen neun Prozent, die FDP sechs Prozent. Die AfD ist wegen konkurrierender Kandidatenlisten nicht zur Wahl zugelassen.

Will viele Wähler bei der Bremen-Wahl um sich scharen: Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD).

Damit zeichnet sich vor der Bremen-Wahl in den Umfragen ein klarer Trend ab. Denn das Politbarometer bestätigt auch das Stimmungsbild, das die ARD einen Tag zuvor gezeichnet hatte. Auch hier lag Bovenschulte drei Prozentpunkte vor der CDU.

Im kleinsten Bundesland Deutschlands wird am 14. Mai ein neues Landesparlament gewählt. Das Landesparlament der Freien Hansestadt besteht aus 87 Abgeordneten. 72 Abgeordnete stammen aus dem Wahlbereich Bremen, hinzu kommen 15 weitere aus dem Wahlbereich Bremerhaven. Beide Städte sind getrennte Wahlbereiche mit unterschiedlichen Wahllisten.

SPD will Sieg bei Bremen-Wahl 2023 – Bovenschulte traut Umfrage noch nicht

Bei der Wahl 2019 war erstmals die CDU stärkste Partei geworden. Jedoch hielt sich die SPD in einem für Westdeutschland einmaligen Bündnis mit Grünen und Linkspartei an der Regierung. Diesmal will die SPD mit Bürgermeister Bovenschulte stärkste Kraft werden.

Doch dass er sich nicht auf den Umfragen ausruhen kann, ist ihm klar. Wer am Ende das Land regiere, hänge von den Wählerinnen und Wählern ab, sagte der Sozialdemokrat im Gespräch mit kreiszeitung.de. Zugleich rief er seine Partei zum Wahlkampf bis zur letzten Minute auf. Mit wem er das Land regieren wolle, darüber wollte er sich aber noch nicht äußern.

Meinungsbildung am Wahl-O-Mat: Wechselwähler könnten Umfragen drehen

Alle Infos zur Briefwahl bei der Bremen-Wahl finden Sie hier. Und unentschlossenen Wählerinnen und Wählern kann übrigens der Wahl-O-Mat für die Bremen-Wahl helfen:

Tatsächlich sind Wahlumfragen generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung ihrer erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

Ergebnis bei Bremen-Wahl als Signal im Bund? Kanzler Scholz hofft

In Berlin schaut man aber genau auf das mögliche Ergebnis der Bremer SPD. Denn die Kanzler-Partei tut sich seit Beginn der Ampel-Koalition schwer bei den Landtagswahlen. Zwar ist 2023 ein Superwahljahr, neben der Bremen-Wahl stehen auch Abstimmungen in Bayern und Hessen an. Doch diese Länder sind fest in Unionshand. Deswegen wird Regierungschef Olaf Scholz (SPD) sicherlich stark ins nördliche Bundesland schauen müssen, wenn er einen Rückenwind für seine Politik reklamieren will. (jkf/dpa)

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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