Frugalismus

Frau verrät, wie du es schaffst, monatlich 800 Euro zu sparen

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Kathrin ist auf TikTok für ihre Finanztipps bekannt. Im Gespräch mit BuzzFeed News Deutschland plaudert sie aus dem Sparschweinchen.

So früh wie möglich in Rente gehen, am besten schon mit 40, das ist das Ziel von Frugalist:innen. Auch Kathrin bezeichnet sich als Frugalistin. Auf ihrem TikTok-Kanal @frugal_ist gibt die 35-Jährige Tipps, wie man günstig kocht, Budgets erstellt und so auch mit geringem Einkommen, was für die Rente zurücklegt.

Für ihr Bürgergeld-Experiment testet die junge Frau, wie es sich mit 502 Euro im Monat lebt. Ihr Fazit: Es reicht, aber gerade so. Und auch nicht für alle, denn die Lebenssituation sei sehr individuell. Ihr gebe es sogar ein „kleines Hochgefühl“, wenn sie kein Geld ausgebe. Im Gespräch mit BuzzFeed News Deutschland erzählt sie, warum und gibt vier Spartipps.

Frugalismus

Der Begriff „Frugalismus“ entstammt dem Lateinischen (frugal) und bedeutet soviel wie „sparsam“. Frugalist:innen sind geradezu das Gegenteil zu den Frauen, die beim TikTok-Trend „Girl Math“ mitmachen. Sie sparen so viel Geld im Monat wie möglich und investieren dieses Geld in Aktien, Depots oder zum Beispiel Immobilien, um früher in Rente zu gehen.

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„Ich wusste: Ich will mit 50 Jahren finanziell frei sein“

Bei ihrer Tante sei vor einigen Jahren ein Gehirntumor diagnostiziert worden, erzählt Kathrin. Nach ihrem Tod hätten nicht nur sie, sondern auch ihre Familie die Themen „Geld“ und „Arbeit“ hinterfragt. Denn ihre Tante habe von der Rente nichts mehr gehabt (ein Grund, warum Rentenansprüche nicht als Vermögen zählen sollten, findet unsere Autorin).

Wie geht Sparen eigentlich richtig? Eine TikTokerin klärt auf.

„Zu der Zeit kam dann auch der Spaß am Sparen. Ich wusste: Ich will mit 50 Jahren finanziell frei sein und nur noch arbeiten, wenn ich es wirklich will“, sagt die Marketing-Projektmanagerin BuzzFeed News Deutschland. Seitdem lege sie monatlich ungefähr 700 bis 800 Euro zur Seite, also etwa 35 Prozent ihres Einkommens. Eine Summe, mit der du eine Million Euro für deine Rente ansparen kannst.

„Das kann nicht jeder machen, mit Sicherheit nicht. Außerdem würde wahrscheinlich auch die Wirtschaft zusammenbrechen, wenn alle so wenig einkaufen würden“, lacht Kathrin. Trotzdem: „Ich bin mit meinem Gehalt definitiv keine Spitzenverdienerin. Es ist also gut möglich“, sagt sie. Was es dafür braucht? Die 35-Jährige gibt vier Tipps:

1. „Sei ehrlich zu dir selbst!“

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„Manchmal neigt man dazu, zu rechtfertigen, warum man gerade Geld ausgibt“, sagt Kathrin BuzzFeed News Deutschland. Der Wille, das Geld-Ausgeben jedes Mal zu hinterfragen, sei der Schlüssel. Frage dich also bei jeder Ausgabe: Ist es das wirklich wert? Wenn dir das zu kompliziert ist (und oder du noch besser sparen willst), dann setze ganz klare Budgets (siehe Punkt 3).

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2. „Zahle mit Bargeld“

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Nur Bares ist Wahres? Dabei ist bargeldloses Bezahlen doch voll im Trend, oder? „Ja, aber es ist psychologisch bewiesen, dass man lieber und schneller Geld ausgibt, wenn man mit der Karte zahlt. Wenn man Scheine und Münzen herausrücken muss, dann entsteht hingegen ein gewisser Verlustschmerz“, sagt Kathrin.

3. „Spare mit Budgets“

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Kathrins Geheimtipp: Mit Budgets sparen. Doch was bedeutet das? „Rechne dir aus, was deine Fixkosten sind (Miete, Strom, Versicherungen etc.) und ziehe das von deinem Nettogehalt ab. Den Rest verteilst du auf Budgets zum Beispiel ein Budget für „Lebensmittel“, eins für „Erspartes“ und so weiter“, erklärt die Frugalistin.

Du kannst diese Budgets in Finanzapps anlegen (die dir so bei der Rente helfen) oder mithilfe eines kleinen Ordners, der nennt sich dann Cash-Envelope-System. Irgendwann, brauche es beides nicht mehr, sagt Kathrin. Dann gehe einem das Sparen mit Budgets „in Fleisch und Blut über“.

4. „Lerne, zu kochen.“

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Denn Auswärts zu essen ist teuer. Vor allem, wenn die Mehrwertsteuer in der Gastronomie 2024 wieder auf 19 Prozent erhöht wird.

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Rubriklistenbild: © Screenshot @frugal_ist

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