Scholz legt nach

Drei Auffälligkeiten nach Habecks Video - Ist Baerbock die politische Verliererin?

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Robert Habeck ist plötzlich in aller Munde. Zulasten Annalena Baerbocks? Als „Hochgeschriebener“? Ohne klare Pläne? Drei Auffälligkeiten der Debatte.

Berlin - Mit seiner betont staatstragenden Video-Ansprache zum Krieg in Israel und deutschen Antisemitismus-Problemen hat Robert Habeck zuletzt unerwartet hohe Wellen im In- und Ausland geschlagen. Das Wirtschaftsministerium übersetzte die Rede des Vizekanzlers sogar nachträglich in mehrere Fremdsprachen.

Fragezeichen gab es aber auch innenpolitisch; weniger wegen des Inhaltes der Ansprache, mehr mit Blick auf die Statik in der Ampel-Koalition. In den Tagen nach der viel beachteten Rede haben sich gleich mehrere Fragen aufgetan. Etwa die, ob die Regierung auch an Konsequenzen aus dem Appell gedacht hat. Oder zur Rolle der Medien.

1) Hat Habeck nicht nur Scholz düpiert? Beobachter sehen auch Baerbock geschwächt

Schon in den ersten Kommentaren zu Habecks Video auf der Plattform X war Verwunderung zu lesen. Warum hat sich Olaf Scholz nicht so klar und verständlich geäußert? Der Kanzler lobte zunächst indirekt Habecks Vorstoß. In einem Interview legte er am Montag selbst nach. „Wer Juden in Deutschland angreift, greift uns alle an“, erklärte er dem Mannheimer Morgen. Wie sein Stellvertreter verwies auch er auf die Rechtslage - und klang dabei fast wie ein Echo der Habeck-Rede: „Wir haben glasklare Gesetze: Es ist strafbar, israelische Fahnen zu verbrennen. Es ist strafbar, den Tod von Unschuldigen zu bejubeln. Es ist strafbar, antisemitische Parolen zu brüllen“, sagte Scholz.

Möglich, dass der Regierunschef vor allem nachziehen wollte. Habeck selbst hatte versucht, gar nicht erst den Anschein von Konkurrenz aufkommen zu lassen. Scholz halte „sehr große und einordnende Reden“, erklärte er noch am Donnerstag (2. November), wie unter anderem die Welt berichtete: „Das macht der Bundeskanzler auf seine Art, in seinen Formaten, sehr großartig.“ Kommentatoren werteten das allerdings eher als weiteren Tiefschlag für den Kanzler.

Annalena Baerbock und Robert Habeck Ende Oktober bei einer Kabinetssitzung.

Der Blick fiel aber auch auf Annalena Baerbock - die Außenministerin ist beim Thema Israel schließlich besonders gefragt. Im Hintergrund steht dabei bereits die Frage nach der Grünen-Kanzlerkandidatur 2024. Bild.de weidete sich an der neuen Konstellation: „Peinlich-Satz über Habeck holt Baerbock ein“, lautete eine Schlagzeile. Ein Verweis auf einen Vorfall aus dem Jahr 2020. Damals hatte Baerbock erklärt, Habeck komme aus der Landwirtschaft, sie selbst „aus dem Völkerrecht“.

„Die Grünen wären vom Affen gebissen, wenn sie nicht spürten, was da an politischem Potenzial vorhanden ist“, sagte ihr früherer Bundestags-Fraktionschef Rezzo Schlauch nun mit Blick auf Habeck dem Tagesspiegel. Für eine Festlegung sei es freilich noch zu früh, betonte er auch mit Blick auf die Kritik an Habeck im Heizungsstreit. Dennoch: Das Blatt will erfahren haben, dass sich Habeck „in einer guten Position“ in der K-Frage befinde. Mit Bayern, Baden-Württemberg und Hessen habe er bereits einflussreiche Landesverbände hinter sich.

2) Auf Habeck-Lob folgt Kritik: Hat die Ampel keinen Plan für Konsequenzen aus Habecks Rede?

Auffällig war, dass auch die Union Habecks Vorstoß beklatschte: Unter anderem Ex-Kanzlerkandidat Armin Laschet pries eine parteiübergreifend unterstützenswerte Haltung. Ähnlich äußerte sich am Wochenende CDU-Chef Friedrich Merz - er forderte aber auch Konsequenzen. Der Parteifrontmann attestierte in seinem Newsletter „Merz-Mail“ eine „sehr klare Botschaft“ aus Habecks Munde. Und fragte: „Aber was folgt denn jetzt aus den Worten des Vizekanzlers?“

Merz‘ Schlussfolgerung durfte wohl auch als Kommentar zum Migrationsgipfel am Montag (6. November) verstanden werden. Die „vor allem von der politischen Linken und wesentlichen Teilen der Grünen“ verfolgte Politik „einer multikulturellen Gesellschaft mit geringen Anforderungen an die Integration“ sei auf ganzer Linie gescheitert. Merz verwies auf ein „sehr großes Problem“ mit „Migrantengruppen, die ein islamisches Recht und den Hass auf Israel über die staatliche Ordnung des Landes stellen, in dem sie leben“. Der CDU-Chef verlangte in diesem Zusammenhang ein Aus für Pläne einer erleichterten Einbürgerung.

Auf der Agenda stehen nach weiteren pro-palästinensischen Demonstrationen - mit kruden Schlachtrufen unter anderem in Essen - auch wieder Maßnahmen beim Versammlungsrecht. Hier tat sich die FDP mit neuem Zündstoff für die Ampel-Koalition hervor. Möglich, dass Habeck just mit dem Verweis auf klare Regeln und Maßgaben ein Tor für neue Forderungen geöffnet hat - ohne eine Antwort darauf parat zu haben. Regierungssprecher Steffen Hebestreit und auch das Wirtschaftsministerium hatten zuletzt in einer Regierungs-PK keine Antwort auf die Frage nach konkreten Maßnahmen parat.

Aber auch in traditionell linken Medien gibt es Kritik. In einer Kolumne der taz erklang der Ruf nach einem Appell an ganz Deutschland, nicht nur an einzelne Gruppen.

3) From zero to hero: Habeck dreht mit Israel-Rede die Stimmung - (k)ein Medienphänomen?

Tatsächlich könnte der plötzliche Lobpreis für Habeck aber auch überraschen. Im Streit um das Heizungsgesetz war der Wirtschaftsminister noch vor einigen Wochen gefühlt der Buhmann der Nation. Insofern gibt der Umschwung durchaus Rätsel auf. Das gilt auch in einer schnelllebigen Meinungslandschaft - wenngleich etwa der Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke die Rede bei Phoenix als Antwort auf einen großen Wunsch nach verständlichen, klaren Äußerungen bewertete.

„Wird Habeck zum Kanzler hochgeschrieben?“, fragte hingegen das Online-Magazin Telepolis provokant. Ganz so einfach ist es wohl nicht. Schließlich hatte auch die Union die Rede gelobt - und das wohl kaum im Ansinnen, Habeck als neuen Kanzlerschafts-Favoriten in Stellung zu bringen. In den sozialen Medien war indes durchaus Kritik an Habeck und dem neuen Jubel um seine Person zu lesen. Allerdings dem Augenschein nach ganz überwiegend von Stimmen aus dem AfD-nahen Lager.

Kabinett Scholz: Nach dem Ampel-Aus kommt Rot-Grün ohne Mehrheit

Olaf Scholz spricht zur Energiepolitik.
Olaf Scholz (SPD) ist der neunte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Politisch wird er dem konservativen Flügel der Sozialdemokraten zugerechnet. Lange Zeit galt er als reiner „Scholzomat“ – ein Spitzname, den er sich wegen seiner mechanisch wirkenden Sprechblasen in seiner Zeit als Generalsekretär unter Kanzler Gerhard Schröder verdiente. Kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine kündigte er in einer Sondersitzung des deutschen Bundestages einen Wandel der deutschen Politik an: „Wir erleben eine Zeitenwende.“  © Britta Pedersen/dpa
Robert Habeck auf Deutschlandtour.
Robert Habeck ist Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz im Kabinett Scholz sowie Stellvertreter des Kanzlers. Vom 27. Januar 2018 bis zum 14. Februar 2022 hatte er zusammen mit Annalena Baerbock den Bundesvorsitz der Partei Bündnis 90/Die Grünen inne. Habeck ist auch als Schriftsteller tätig. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Andrea Paluch veröffentlichte er mehrere Romane, u.a. Hauke Haiens Tod (2001). © Soeren Stache/dpa
Jörg Kukies kommt zu Beginn der Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt.
Am 7. November 2024 hat Jörg Kukies das Amt des Finanzminister übernommen. Der Sozialdemokrat Kukies ist derzeit Staatssekretär im Kanzleramt und gilt als einer der wichtigsten Berater von Kanzler Scholz. Er ist sein Mann für Wirtschaft und Finanzen und verhandelt für ihn die Abschlussdokumente der G7- und G20-Gipfel.  © Michael Kappeler/dpa
Christian Lindner im Kanzleramt in Berlin am 27. Juli 2022.
Christian Lindner ist Bundesminister der Finanzen im Kabinett Scholz. Der FDP-Politiker ist seit dem 7. Dezember 2013 Bundesvorsitzender der Liberalen. Schon 2017 sah es lange so aus, als würde die FDP an der Regierung beteiligt sein. Doch nach vierwöchigen Sondierungsgesprächen zur Bildung einer Jamaika-Koalition erklärte Lindner die Verhandlungen schließlich für gescheitert. Seine Begründung: „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren!“ © Emmanuele Contini/Imago
Nancy Faeser (SPD), alte und neue Landesvorsitzende der SPD in Hessen und Bundesinnenministerin, freut sich über ihre Wiederwahl.
Nancy Faeser führt im Kabinett Scholz als erste Frau das Bundesministerium des Innern und für Heimat. Die Juristin ist seit dem 2. November 2019 Vorsitzende der SPD Hessen. Zuvor war sie 16 Jahre lang Abgeordnete des Hessischen Landtags und ab 2019 als Vorsitzende der hessischen SPD-Fraktion auch Oppositionsführerin. Zudem war sie Spitzenkandidatin der SPD bei der Landtagswahl in Hessen 2023. Als Abgeordnete im Landtag erhielt sie zwei Drohbriefe, die mit NSU 2.0 unterschrieben waren. © Andreas Arnold/dpa
Annalena Baerbock ist im Kabinett Scholz Bundesministerin des Auswärtigen. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat. Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin der Grünen an, die sich aber mit 14,8 Prozent der Zweitstimmen mit Platz drei hinter SPD und Union begnügen mussten. Von Januar 2018 bis Februar 2022 war sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Annalena Baerbock ist im Kabinett Scholz Bundesministerin des Auswärtigen. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat. Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin der Grünen an, die sich aber mit 14,8 Prozent der Zweitstimmen mit Platz drei hinter SPD und Union begnügen mussten. Von Januar 2018 bis Februar 2022 war sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. © Thomas Imo/Imago
Marco Buschmann FDP, Bundesjustizminister, stellt Eckpunktepapier zum Selbstbestimmungsgesetz vor.
Marco Buschmann war bis zum 7. November 2024 Bundesminister der Justiz im Kabinett Scholz. Der FDP-Politiker war von Oktober 2017 bis Dezember 2021 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion. Im Herbst 2020 warnte er während der Corona-Pandemie vor einer Verfassungskrise. Buschmann war auch Mitkoordinator der erfolgreichen Verfassungsklage der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP gegen den Berliner Mietendeckel. Nach dem Rauswurf von Finanzminister Christian Lindner verließ Buschmann die Ampel.  © Jürgen Heinrich/Imago
Volker Wissing, Bundesverkehrsminister FDP, vor der Kabinettssitzung im Berliner Kanzleramt Bundeskanzleramt in Berlin
Volker Wissing wurde nah dem Ampel-Aus für sein Ausscheren aus dem Kurs von FDP-Parteichef Christian Lindner belohnt. Der Bundesminister für Digitales und Verkehr erhielt zusätzlich das Justizressort. Einer der letzten großen Ampel-Fans in der FDP zog nach dem Koalitionsbruch Konsequenzen: In einem beispiellosen Schritt trat er aus der Partei aus und bleibt bis zu den geplanten Neuwahlen als Parteiloser im Amt. Der Jurist war vom 19. September 2020 bis zum 23. April 2022 Generalsekretär der FDP. Wissing gibt als Hobby Weinbau an, vor allem im familieneigenen Weingut.  © Stefan Boness/Imago
Hubertus Heil besucht die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Berlin-Spandau.
Hubertus Heil ist im Kabinett Scholz Bundesminister für Arbeit und Soziales – ein Amt, das der SPD-Politiker bereits seit dem 14. März 2018 innehat. Heil ist seit Dezember 2019 stellvertretender Bundesvorsitzender der Sozialdemokraten. Von November 2005 bis November 2009 und von Juni bis Dezember 2017 war er Generalsekretär seiner Partei. Heil spricht sich für einen Mindestlohn von mindestens 12 Euro aus, eine Erhöhung des Rentenalters auf über 67 Jahre lehnt er ab. © M. Popow/Imago
Boris Pistorius ist als Nachfolger von Christine Lambrecht ins Chefbüro des Verteidigungsministeriums im Bendlerblock gerückt. Pistorius gehört dem SPD-Parteivorstand an und gilt als erfahrener Polit-Manager. Von 1980 bis 1981 absolvierte er seinen Wehrdienst, anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. Pistorius war zuvor seit 2013 Innenminister in Niedersachsen.
Boris Pistorius ist als Nachfolger von Christine Lambrecht ins Chefbüro des Verteidigungsministeriums im Bendlerblock gerückt. Pistorius gehört dem SPD-Parteivorstand an und gilt als erfahrener Polit-Manager. Von 1980 bis 1981 absolvierte er seinen Wehrdienst, anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. Pistorius war zuvor seit 2013 Innenminister in Niedersachsen. © Michael Kappeler/dpa
Verteidigungsministerin Lambrecht besucht Marder-Kompanie
Bis zum 19. Januar 2023 hatte Christine Lambrecht das Amt der Verteidigungsministerin inne. Die SPD-Politikerin stand zumeist unter einem immensen Druck. Kritische Stimmen warfen ihr fehlende Sachkenntnis, die schleppend angelaufene Beschaffung für die Bundeswehr, aber auch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit vor. Irritation rief schließlich eine Neujahrsbotschaft hervor, in der sie begleitet von Silvesterfeuerwerk in Berlin über den Ukraine-Krieg sprach. © Robert Michael/dpa
Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft läuft beim Treffen der G7 Agrarminister zum Eingang des Schlosses Hohenheim.
Cem Özdemir ist Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft im Kabinett Scholz. Özdemir ist der erste Bundesminister mit türkischem Migrationshintergrund. Von November 2008 bis Januar 2018 war er Bundesvorsitzender der Grünen. Im Dezember 2021 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ gewählt. Nach dem Ampel-Aus übernahm er auch das Ministerium für Bildung und Forschung.  © Bernd Weißbrod/dpa
Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, spricht beim hybriden Gipfeltreffen „Women7-Summit“.
Elisabeth „Lisa“ Paus ist seit dem 25. April 2022 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Kabinett Scholz. Sie ist die Nachfolgerin von Anne Spiegel, die zuvor von diesem Posten zurückgetreten war. Paus gehört zum linken Parteiflügel der Grünen. Sie ist seit 2009 Abgeordnete im Deutschen Bundestag.  © Bernd von Jutrczenka/dpa
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergibt im Schloss Bellevue anlässlich des Amtswechsels im Bundesfamilienministerium die Entlassungsurkunde an Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen), bisherige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Vorgängerin von Lisa Paus war Anne Spiegel, die am 25. April 2022 die Entlassungsurkunde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhielt. „Es war zu viel“, hatte die Grünen-Politikerin vorher bekennen müssen. Ihr Verhalten als Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität in Rheinland-Pfalz nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021 wurde vom Untersuchungsausschuss des Landtags bis ins Detail untersucht. Die Kritik wurde zum Sturm – ihr Amt als Bundesfamilienministerin gab Spiegel deshalb auf. In ihrer Rücktrittserklärung betonte Spiegel, dass sie das Amt nicht länger belasten wolle und entschuldigte sich für begangene Fehler. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Karl Lauterbach (SPD), Bundesgesundheitsminister, beantwortet auf einer Pressekonferenz Fragen von Journalisten zum Infektionsgeschehen und zur Impfentwicklung.
Karl Lauterbach ist Bundesminister für Gesundheit im Kabinett Scholz. Der SPD-Politiker ist Professor am Universitätsklinikum Köln und dort Leiter des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie. Wegen seines Bundestagsmandats ist er derzeit beurlaubt. Während der Pandemie ist er für viele zu einer Reizfigur geworden. Als Minister konnte er sich mit seiner Forderung nach einer allgemeinen Corona-Impfpflicht nicht durchsetzen.  © Wolfgang Kumm/dpa
Steffi Lemke, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz beim Treffen der G7 Klima-, Energie- und Umweltministerinnen und -minister.
Steffi Lemke hat im Kabinett Scholz den Posten als Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz inne. Die Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen absolvierte ein Studium der Agrarwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, das sie 1993 als Diplom-Agraringenieurin abschloss. Von 2002 bis 2013 war sie politische Bundesgeschäftsführerin ihrer Partei. © Chris Emil Janssen/Imago
Bettina Stark-Watzinger im Portrait bei der Bundespressekonferenz zum Thema Veroeffentlichung des nationalen Bildungsberichts Bildung in Deutschland.
Bettina Stark-Watzinger ist Bundesministerin für Bildung und Forschung im Kabinett Scholz. Seit 2017 ist sie Abgeordnete im Deutschen Bundestag und seit März 2021 Vorsitzende der FDP Hessen. Ihr Studium der Volkswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main schloss sie 1993 als Diplom-Volkswirtin ab. Sie ist Mitglied im Stiftungsrat der Karl-Hermann-Flach-Stiftung. © Imago
Svenja Schulze SPD, Bundesministerin fuer wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, aufgenommen im Rahmen der Konferenz fuer globale Ernaehrungssicherheit im Auswaertigen Amt in Berlin.
Svenja Schulze ist Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland im Kabinett Scholz. Die SPD-Politikerin ist Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), ver.di, im Naturschutzbund Deutschland (NABU) und im Verein Slowfood. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerkes „Frauenzeiten“. © Florian Gaertner/Imago
Klara Geywitz im Kanzleramt in Berlin am 27. Juli 2022. Kabinettssitzung in Berlin.
Klara Geywitz ist Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Kabinett Scholz. Zudem ist sie Beauftragte der Bundesregierung für den Berlin-Umzug und den Bonn-Ausgleich. Im Dezember 2019 wurde sie zu einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD gewählt. Geywitz gehört seit 2014 dem Vorstand der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit an. © Emmanuele Contini/Imago
Wolfgang Schmidt hisst die Regenbogenfahne am Bundeskanzleramt in Berlin.
Wolfgang Schmidt ist Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes im Kabinett Scholz. In dieser Funktion ist er außerdem Beauftragter der Nachrichtendienste des Bundes. Schmidt, der seit 1989 der SPD angehört, gilt als engster Vertrauter von Olaf Scholz. © Christian Spicker/Imago

Die letzte bekannte Umfrage zur Politiker-Beliebtheit stammt vom 31. Oktober. Damals sah Forsa im Auftrag von RTL und n-tv Habeck auf unter ferner liefen. Allerdings lag Habeck mit 34 „Vertrauenspunkten“ noch vor den FDP-Kabinettskollegen Christian Lindner (32) und Marco Buschmann (31) - aber auch vor CDU-Chef Friedrich Merz und Nancy Faeser (SPD). Zudem deutlich vor Parteigründerin Sahra Wagenknecht (23 Punkte). Zum Vergleich: Im Juli 2022 hatte Habeck in der Umfragereihe bei 55 „Punkten“ rangiert, im Mai 2023 waren es 37. Habeck befand sich zuletzt also weiter in einer Popularitätsdelle. Der Grünen-Promi war aber auch zuletzt nicht wesentlich schlechter gelitten als die politische Konkurrenz. Insofern scheint der Aufruhr plausibler, als er es bei anderen Kolleginnen und Kollegen gewesen wäre. (fn)

Rubriklistenbild: © Imago/Ipon

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