Foreign Policy

Wahl in Irland: Neutrale Haltung im Ukraine-Krieg – Ergebnis könnte Verteidigungspolitik prägen

  • schließen

Alte Pläne und Ideen werden in der neuen europäischen Realität nicht ausreichen. Angesichts des Ukraine-Kriegs muss Irland von seiner neutralen Haltung abweichen.

  • Irland wiegte sich lange in der Sicherheit der Neutralität
  • Mit Beginn des Ukraine-Kriegs findet in Irland angesichts der Bedrohung aus Russland ein Umdenken statt
  • Mehr Verteidigungsausgaben: Das Ergebnis der Irland-Wahl dürfte große Auswirkungen auf die Verteidigungspolitik der Zukunft haben
  • Dieser Artikel liegt erstmals in deutscher Sprache vor – zuerst veröffentlicht hatte ihn am 26. November 2024 das Magazin Foreign Policy.

Dublin – Am 3. Februar 2022, nur drei Wochen vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine, führte die russische Marine mysteriöse Übungen an einem recht ungewöhnlichen Ort durch: vor der irischen Küste. Zufälligerweise fanden die Übungen direkt über einem Punkt statt, an dem sich transatlantische Datenkabel bündeln, von denen drei Viertel in der Nähe von Irland verlaufen. Es handelte sich nicht um Routineübungen, und Russland hatte keine Erlaubnis für deren Durchführung eingeholt. Der Vorfall offenbarte jedoch die Unfähigkeit Irlands, Angriffe auf Gewässer innerhalb seiner ausschließlichen Wirtschaftszone abzuwehren.

Obwohl Irland eine Insel ist, hat es nie eine Verteidigung entwickelt, die seinem Reichtum oder seiner Bedeutung für die Weltwirtschaft angemessen wäre. Irlands Marine verfügt über sechs kleine Schiffe, und sein Luftwaffenkorps – noch keine vollwertige Luftwaffe – hat keine Kampfjets.

Irland sieht sich entgegen einer neuen Realität mit dem Ukraine-Krieg

Die russischen Manöver haben gezeigt, wie wichtig Irland für die europäische Wirtschaft geworden ist, und es damit zu einem Ziel für russische militärische Provokationen macht. Seine Rolle in der internationalen Datenübertragungsinfrastruktur rückt es in den Mittelpunkt des europäischen strategischen Schauplatzes, und zwar auf eine Weise, wie es während des Kalten Krieges nicht der Fall war.

Angesichts dieser neuen Realität – und der Tatsache, dass die irische Einwandererbevölkerung heute enge Verbindungen zu den Ländern hat, die am stärksten von einem revanchistischen Russland bedroht sind – muss Irland seine Verteidigungspläne grundlegend überdenken. Dazu muss man sich jedoch von bestimmten Vorstellungen lösen, die lange Zeit die Art und Weise bestimmt haben, wie das Land seine Sicherheit versteht.

Premier Simon Harris (Faust) der Fine Gael Partei erfreut sich bester Beliebtheit.

Unter den europäischen Ländern hat Irland eine eher ungewöhnliche Ausrichtung. Obwohl es seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1921 politisch mit den Vereinigten Staaten verbündet ist, erklärte Irland bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs seine militärische Neutralität. Eine offene Parteinahme für die Alliierten hätte sowohl eine deutsche Invasion als auch eine britische Gegeninvasion riskiert, die der neue Staat, der erst seit 18 Jahren unabhängig war, nicht hätte abwehren können. Diese spezifische Neutralität entwickelte sich schließlich während des Kalten Krieges zu einem umfassenderen Pazifismus, der darauf abzielte, Irland zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion zu positionieren, ungeachtet des eisernen Antikommunismus seiner katholischen Bevölkerung.

Irlands Neutralität hatte in der Vergangenheit vor allem Pluspunkte

Die Idee, dass die Neutralität Irlands im Zweiten Weltkrieg den Beitritt zu einem Militärbündnis wie der Nato verhinderte, wurde in Irland schließlich zur gängigen Meinung. Aber das war ein Mythos. Irland trat zwar nicht der Nato bei, aber der Grund dafür war der Streit mit dem Vereinigten Königreich über die Kontrolle Nordirlands und nicht die Ablehnung eines antikommunistischen Bündnisses. Tatsächlich schlug Irland 1949 einen separaten, verbindlichen Verteidigungsvertrag mit den Vereinigten Staaten vor. In einem Briefwechsel mit Beamten in Washington in diesem Jahr bestand die irische Regierung darauf, dass Irland „in größerem Maße als jeder andere europäische Staat immun gegen die Ausbreitung des Kommunismus geblieben ist. … Mit dem allgemeinen Ziel des vorgeschlagenen Vertrags ist die irische Regierung einverstanden.“

Obwohl es keine Tradition gab, sich Militärbündnissen nicht anzuschließen, schloss sich Irland schließlich der späteren Haltung an. Das Prinzip, das während des Zweiten Weltkriegs galt, wurde während des Kalten Krieges wiederbelebt, um die Legitimität Irlands bei diplomatischen Initiativen wie dem Atomwaffensperrvertrag und bei UN-Friedensmissionen zwischen den 1960er und 1980er Jahren zu stärken. Die Neutralität verschaffte Irland eine bedeutende Soft Power und ermöglichte es ihm, sich sowohl als europäisch als auch als antikolonial zu präsentieren.

Einige Jahrzehnte später kam es erneut zu Kontroversen, als die Europäische Union 2001 mit dem Vertrag von Nizza begann, eine militärische Komponente zu entwickeln, gefolgt vom Vertrag von Lissabon im Jahr 2007. In Irland argumentierten die Gegner, dass die Annahme der Verträge Irland dazu verpflichten würde, einem europäischen Militärbündnis beizutreten. Um solche Bedenken auszuräumen und sicherzustellen, dass es den Vertrag von 2007 ratifiziert werden konnte, sicherte sich Irland eine Ausnahmeregelung von einer gemeinsamen europäischen Verteidigung. Die Regelung erlaubte es Irland, ein Veto gegen den Einsatz seiner eigenen Truppen einzulegen, auch wenn die gemeinsame Verteidigung den EU-Mitgliedern ein solches Veto verwehrte.

Irlands „Triple Lock“ zur Wahrung der Neutralität: Ein Problem seit dem Ukraine-Krieg

Zusätzlich zu dieser Ausnahmeregelung erhöhte Irland die politische Bedeutung einer seit langem bestehenden Politik zur Entsendung von Streitkräften, die als „Triple Lock“ bekannt wurde und die Entsendung der irischen Armee ins Ausland verhindert, es sei denn, drei Bedingungen sind erfüllt: eine Resolution des UN-Sicherheitsrates oder der Generalversammlung, ein formeller Beschluss der irischen Regierung und eine Resolution des Unterhauses des irischen Parlaments. Es handelt sich jedoch um eine eng gefasste Einschränkung, die Irland nicht daran hindert, sich gemeinsamen Beschaffungsprojekten wie der PESCO-Initiative der EU für militärische Zusammenarbeit anzuschließen und die das Land auch nicht von seinen gegenseitigen Verteidigungsverpflichtungen entbindet.

Foreign Policy Logo

Irland ist bis heute eines von nur vier EU-Ländern, das nicht Mitglied der Nato ist. Obwohl seine Nachbarn die Nichtmitgliedschaft Irlands toleriert haben, sind sie nun viel mehr besorgt über die praktische Unfähigkeit des Landes, sich gegen die Bedrohung durch Russland zu verteidigen. Auch wenn die Nato-Mitgliedschaft vorerst nicht auf der politischen Tagesordnung steht, sind Änderungen in der Einsatzpolitik und den Verteidigungsausgaben Irlands in Arbeit.

Es ist eine neue Gesetzgebung geplant, um die Anforderung des UN-Sicherheitsrats zu beseitigen, da Irland nicht möchte, dass Russland oder China ein Veto gegen den Einsatz seiner Streitkräfte einlegen können. Vorschläge, diesen Teil des „Triple Lock“ zu ersetzen, sehen vor, dass nur die Zustimmung einer „überregionalen Organisation“ erforderlich ist, zu der natürlich die EU gehört, aber möglicherweise auch die Nato. Diese Änderungen in der irischen Haltung, die für das kommende Jahr erwartet werden, wurden jedoch noch nicht durch ausreichende Änderungen in den Haushalten ausgeglichen.

Kurz vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine führte Irland eine Überprüfung seiner Verteidigungsausgaben durch, in der drei Ambitionsstufen oder Ziele für seine Verteidigungskräfte festgelegt wurden. Die derzeitige Regierung konnte nur Unterstützung für die Annahme vom zweiten Ziel gewinnen, das bis 2028 ein Verteidigungsbudget von 1,5 Milliarden Euro vorsieht. Dieser Plan wird die Verteidigungsausgaben auf 0,56 Prozent des modifizierten Bruttonationaleinkommens (BNE) erhöhen – ein Indikator, der berücksichtigen soll, dass Irland ein Standort für viele multinationale Hauptsitze und die internationale Flugzeugleasingbranche ist, was die BIP-Zahlen verzerrt – gegenüber 0,42 Prozent.

Irland will aufrüsten, um gegen Russland gewappnet zu sein

In Irland finden am 29. November Wahlen statt, und sollten sich die Meinungsumfragen als richtig erweisen, wird Fine Gael, die Partei, die sich am stärksten für eine Verteidigungsreform einsetzt, wahrscheinlich gewinnen. Das, obwohl sie für eine parlamentarische Mehrheit die Unterstützung des derzeitigen Partners Fianna Fail und möglicherweise auch der Grünen Partei benötigen wird. Eine solche Regierung wird aufgrund der gefährlicheren internationalen Lage unter Druck geraten, ebenso wie von Verbündeten, die der Meinung sind, dass das wohlhabende Irland einen größeren Beitrag zur Verteidigung eines internationalen Wirtschaftssystems leisten sollte, das diesen Wohlstand hervorbringt.

Dies würde Irland dazu veranlassen, Kampfflugzeuge zu bestellen und die Marine von sechs auf zwölf Schiffe zu vergrößern. Außerdem würde das Verteidigungsbudget auf 3 Milliarden Euro (3,2 Milliarden US-Dollar) pro Jahr oder 1,13 Prozent des modifizierten BNE erhöht werden. Dies zumindest wurde in der Überprüfung von 2022 als das Minimum bewertet, das Irland benötigt, um das dritte Ziel zu erreichen und eine umfassende Fähigkeit zur Verteidigung seiner Küstengewässer, seines Offshore-Windenergiepotenzials und seiner transatlantischen Kabel vor Sabotage zu gewährleisten. In den Überprüfungen der Verteidigungslage Irlands und den dazugehörigen Dokumenten werden mögliche Feinde selten namentlich erwähnt, aber ein großer, kalter auf dem eurasischen Kontinent war zweifellos in den Köpfen der Verfasser.

Irlands Beitrag zur europäischen Verteidigung und Sicherheit gegen Russland

Doch selbst diese Pläne sind nach der vollständigen Invasion Russlands in die Ukraine inzwischen veraltet. Die nächste Regierung muss überlegen, wie ein viertes Ziel aussehen würde: ausreichend, um einem kleinen Seeland umfassende Verteidigungsfähigkeiten zu bieten und zur gemeinsamen europäischen Verteidigung und Sicherheit beizutragen.

Um zu verstehen, was eine weitere Erhöhung bewirken könnte: 2 Prozent des modifizierten BNE entsprechen einem Budget von 5,3 Milliarden Euro (5,6 Milliarden US-Dollar) pro Jahr, was fast dem finnischen Militärbudget entspricht (und etwa einem Fünftel des für dieses Jahr prognostizierten irischen Haushaltsüberschusses).

Irlands Verteidigungsbedarf unterscheidet sich natürlich stark von dem Finnlands, das eine lange Landgrenze zu Russland hat. Vorrang sollten Aufgaben und Ausrüstung im Bereich der Seerüstung haben, die sowohl für den Schutz der europäischen Meere als auch der irischen Gewässer von Nutzen sein können, einschließlich der U-Boot-Abwehr und der modernen Luftverteidigung, über die Irland derzeit nicht verfügt. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat gezeigt, dass unbemannte Systeme in der Seekriegsführung, einschließlich Tauchbooten und Seedrohnen, sowie unbemannte Flugzeuge, die für den Schutz der Infrastruktur für erneuerbare Energien unerlässlich sind, immer wichtiger werden.

Investitionen in Irlands Militär notwendig: Möglichkeit einer britisch-irischen Zusammenarbeit

Angesichts des hart umkämpften Arbeitsmarktes in Irland (das Einstiegsgehalt für einen Junioroffizier liegt bei etwa 50.000 Euro) erscheinen Investitionen in die Automatisierung militärischer Systeme auch aus wirtschaftlichen Gründen notwendig. Langfristig könnte Irland sogar eine Zusammenarbeit im Rahmen des Type-83-Zerstörerprogramms des Vereinigten Königreichs in Betracht ziehen, einem leistungsstarken neuen Überwasserschiff, das in der Lage ist, sich gegen U-Boot- und Luftangriffe zu verteidigen. Wenn die Schiffe in Belfast gebaut würden – jetzt, da der Konflikt in Nordirland durch das Karfreitagsabkommen beigelegt wurde, im Gegensatz zu 1949 –, könnte ein irisches Schiff zu einem Symbol der britisch-irischen Zusammenarbeit werden.

Die Annahme einer solchen Verteidigungspolitik wird Irland jedoch dazu zwingen, seine Bürger mit einem neuen politischen Argument zu überzeugen: seiner Rolle in der europäischen Sicherheit. Während des Kalten Krieges war die Kombination aus militärischer Bündnisfreiheit und politischer Einbettung in die westliche Welt für ein relativ armes Land, das noch immer unter starkem britischen Einfluss stand, sinnvoll.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Doch diese Zeit ist vorbei. Während sich das Irland des 20. Jahrhunderts hauptsächlich auf die englischsprachige Welt konzentrierte, ist das Irland des 21. Jahrhunderts nun entschieden europäischer, einschließlich seiner Bevölkerung. So wie die Freiheit Irlands durch seine Diaspora in den Vereinigten Staaten gefördert wurde, sollte sich das Land auch für die Freiheit Ostmitteleuropas einsetzen, dessen Diaspora heute zu einem großen Teil in Irland lebt. Die Verteidigungshaltung und das Verteidigungsbudget sollten diese neue europäische Realität widerspiegeln.

Zum Autor

Garvan Walshe ist ehemaliger nationaler und internationaler Sicherheitsberater der britischen Konservativen Partei, Mitbegründer von Unhack Democracy und Gründer und CEO von Article7. X: @garvanwalshe

Wir testen zurzeit maschinelle Übersetzungen. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen automatisiert ins Deutsche übersetzt.

Dieser Artikel war zuerst am 26. November 2024 in englischer Sprache im Magazin „ForeignPolicy.com“ erschienen – im Zuge einer Kooperation steht er nun in Übersetzung auch den Lesern der IPPEN.MEDIA-Portale zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © AFP

Kommentare