Luftkrieg über Ukraine

Neue Kampfjets im Ukraine-Krieg: Mirage-Premiere gegen Putin

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Frankreich hat Wort gehalten und einige Mirage an die Front geschickt. Dort haben sie erste Angriffe Russlands bekämpft – als Vorboten eines Friedens?

Kiew – „Frankreich eilt zur Rettung!“, schreibt David Axe. Der Autor des Magazins Forbes sieht in den Mirage-Kampfjets die notwendigen Lückenfüller der vielleicht doch in geringerer Zahl als erwartet in die Ukraine zu verlegenden F-16, um Wladimir Putins Invasionstruppen zu stoppen. Erste Einsätze sollen sie erfolgreich geflogen sein, wie verschiedene Medien berichten.

Feuerprobe bestanden: Die französischen Mirage haben sich im Ukraine-Krieg mit der Abwehr von russischen Marschflugkörpern wohl gut eingeführt. In verschiedenen Ländern fliegen diese Kampfjets noch und könnten an die Ukraine verkauft werden.

Seit US-Präsident Donald Trump die Hilfe für die Ukraine eingestellt hat, habe Russland aktuell wieder einen massiven Raketen- und Drohnen-Angriff geführt – in dem sollen sich auf Seite der Verteidiger auch erstmals die französischen Mirage-Kampfjets behauptet haben, wie das Magazin Politico berichtet hat. Laut Politico-Autorin Veronika Melkozerova hätten die Angriffe vor allem der zivilen und der Energie-Infrastruktur gegolten – in den Regionen Odessa, Poltawa, Charkiw und Ternopil. Das Magazin Defense Express hat jetzt Fotos eines Facebook-Accounts veröffentlicht – die sollen zeigen, wie eine Mirage 2000-5 einen russischen Kh-101-Marschflugkörper abschießt.

Erwartungen an die Mirage-Kampfjets: Bodenziele und feindliche Flugzeuge anzugreifen sowie Raketen abzufangen

Von den neuen Kampfflugzeugen werde erwartet, dass sie die Fähigkeit der ukrainischen Streitkräfte verbessern, den Bodentruppen Luftunterstützung zu leisten, Bodenziele und feindliche Flugzeuge anzugreifen sowie Raketen abzufangen, wie der Sender CNN formuliert hat. Womöglich wird die Ukraine stärker als ihr lieb sein wird auf die Schützenhilfe aus Frankreich verlassen müssen. Auch mit den F-16 bleibt die Ukraine in Wartung, Bewaffnung und Ausbildung der Piloten immer noch am Tropf der USA hängen, und die Beziehungen zwischen den Verantwortlichen sind gerade auf einem historischen Tiefpunkt angelangt.

„Zudem könnten hochriskante F-16-Angriffe auf russisches Territorium in der Ukraine und auf militärische oder symbolträchtige Ziele den Zorn Moskaus auf sich ziehen, aber auch politischen Druck auf den Kreml ausüben und die Unterstützung der russischen Öffentlichkeit für den Krieg weiter schwächen“.

Peter Brookes, Geopolitical Intelligence Services

Weniger als ein Jahr nach Ankündigung der Übergabe sei nun der erste Deltaflügel-Jet französischer Produktion in der Ukraine eingetroffen, berichtete Anfang Februar das Magazin The War Zone (TWZ). Wladimir Putins Invasionstruppen sehen sich seitdem einem neuen, starken Gegner gegenüber. Am interessantesten seien vielleicht die neuen Luft-Boden-Fähigkeit der Mirage, vermutet TWZ-Autor Thomas Newdick.

Laut dem Magazin European Security & Defense (ESD) sei unbekannt, wie viele Mirage 2000-5F die ukrainischen Kräfte erhalten hätten oder noch erhalten sollten, aber die Ukraine habe angeblich zwölf Maschinen angefordert, wie ESD-Autor Peter Felstead geschrieben hat. Laut der französischen Zeitung Le Monde verfüge Frankreich noch über 26 Stück dieser Entwicklungsstufe, die ESD zufolge 1999 offiziell in den französischen Dienst gestellt wurde, nachdem sie aus den von 1983 an fliegenden Mirage 2000C weiterentwickelt worden waren, wie Felstead schreibt.

Nachschub für Ukraine-Krieg: Auch Griechenland mistet seine Patchwork-Flotte aus

Die bereits gelieferten Maschinen sind wahrscheinlich zuvor in Luxeuil im Südosten Frankreichs stationiert gewesen, berichtet Le Monde. Vier Maschinen seien im Rahmen eines Verteidigungsabkommens dauerhaft in Dschibuti stationiert, und einige bildeten regelmäßig einen Teil der Nato-Mission „Enhanced Air Policing“, um russische Flugzeuge vom euro-atlantischen Luftraum fernzuhalten. Vier Flugzeuge seien im November in Litauen und zwei im Februar in Schweden eingesetzt worden, so Le Monde-Autor Jean-Philippe Lefief. Insofern müsste überlegt werden, wie die Ukraine mit diesen Maschinen noch umfassender ausgestattet werden könnte.

Da ein Geschwader aus etwa 20 Flugzeugen besteht, würde die Entnahme einiger aus dem Bestand des Luxeuil-Geschwaders dessen Ende bedeuten, schreibt Lefief. Ihm zufolge müssten zusätzliche Maschinen wohl aus dem Ausland beschafft werden. 60 Stück seien bereits nach Taiwan geliefert worden – und da Taiwan keine der gewünschten F-35-Kampfjets aus den USA geliefert bekommen wird, müsste der US-Verbündete als Luftverteidigung gegen China auf die betagte Mirage zurückgreifen müssen. Die etwa zwölf Maschinen in Katar erscheinen Lefief entbehrlich, da das Emirat seit mehreren Jahren vergeblich versuche, sie an Indonesien zu verkaufen, so Lefief.

Auch Griechenland mistet seine Fighter-Flotte aus, wie der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias bereits Anfang vergangenen Jahres angekündigt hatte. „Die Phantom F-4 müssen außer Dienst gestellt, und, wenn möglich, verkauft werden. Die Mirage 2000-5 ist ein besonders leistungsfähiges Flugzeug, und kann verkauft werden. Die F-16 Block 30 müssen verkauft werden.“ Gerade für die beiden letztgenannten Typen sieht er gute Chancen zur Veräußerung. Wahrscheinlich in die Ukraine; nach Auffassung des griechischen Magazins Breaking News gilt die Überführung von 32 F-16C/-D Block 30 in die Ukraine als nahezu sicher.

Kampfjet mit Tücken: Mirage sehr weit entfernt davon, der Ukraine lediglich Freude zu bereiten

Was TWZ als erste Option der Bewaffnung an den französischen Maschinen vermutet, sei der Marschflugkörper SCALP-EG, der in andere Mirage 2000-Versionen integriert wurde und bereits von ukrainischen Su-24 Fencer-Kampfflugzeugen eingesetzt würde, wie Newdick schreibt. Als Alternative oder Ergänzung sieht er die raketengestützte Präzisionsbombe Hammer. Zwar sei die noch nie an einer Mirage gesichtet worden, allerdings würde sie bereits in der Ukraine eingesetzt.

Fraglich ist, ob die Hammer zuvor bereits an der Mirage 2000 getestet wurde. Frankreich hat versprochen, erhebliche Mengen davon zu liefern. Anfang vergangenen Jahres hatte Frankreich angekündigt, pro Monat 50 Stück liefern zu wollen, insgesamt 600 bis zum Jahresende 2024. AASM HAMMER ist die französisch-englische Abkürzung für („Armement Air-Sol Modulaire“ – Englisch: „Highly Agile Modular Munition Extended Range“). Wie das Magazin futurezone erklärt, steckt hinter Hammer ein Tuning-Kit, um normal frei fallende Bomben in Vortrieb zu versetzen: „Bei Hammer wird die Bombe aber nicht nur mit einem Zielsuchkopf und Leitwerk ausgestattet, sondern auch mit einem Raketenantrieb. Die Bombe wird somit zu einem Marschflugkörper.“

Dennoch ist auch die Mirage sehr weit entfernt davon, der Ukraine lediglich Freude zu bereiten, wie bereits zum Zeitpunkt der Ankündigung der Lieferung Justin Bronk bemerkt hat: „Die Diversifizierung der Modelle führt zu einer Vervielfachung der Logistikketten und bindet Personal, das für etwas anderes nützlich sein könnte. Im Fall der Mirage 2000-5 sprechen wir von einer sehr kleinen Flotte, von der wir wissen, dass sie ausgesprochen schwer zu verwalten und zu warten ist und die Arbeitskräfte monopolisiert“, erklärte der Analyst des britischen Thinktanks Royal United Services Institute (RUSI) gegenüber Le Monde.

Schläge gegen Putin: Westliche Maschinen werden auch Wirkungstreffer auf der politischen Ebene erzielen

Laut der Zeitung habe Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron die Maschine in der deutschen Übersetzung als „Himmelsreiniger“ bezeichnet. Demnach scheint erst einmal ausgeschlossen, dass sich die Maschinen primär in einen Luftkampf mit russischen Maschinen begeben sollen – ebenso wenig wie die europäischen F-16, die die Ukraine bereits erhalten hat. Andererseits rechnet Peter Brookes damit, dass die westlichen Maschinen mittel- bis langfristig auch Wirkungstreffer auf der politischen Ebene erzielen werden, wie der Analyst des Thinktanks Geopolitical Intelligence Services schreibt – ihm zufolge „könnten hochriskante F-16-Angriffe auf russisches Territorium in der Ukraine und auf militärische oder symbolträchtige Ziele den Zorn Moskaus auf sich ziehen, aber auch politischen Druck auf den Kreml ausüben und die Unterstützung der russischen Öffentlichkeit für den Krieg weiter schwächen“.

Wen holt Friedrich Merz in sein Kabinett? Diese Minister stehen bereit

Wahlkampf CDU - Halle/Saale
Der CDU-Vorsitzende und Kanzler in spe Friedrich Merz muss sein Kabinett zusammenstellen. Nach mehreren Medienberichten sollen plus dem CDU-Kanzler Merz insgesamt sieben Minister von der CDU, fünf von der SPD und drei von der CSU gestellt werden. Wie ein mögliches schwarz-rotes Kabinett unter Merz aussehen kann, zeigt die folgende Bilderstrecke.  © Hendrik Schmidt/dpa
Die Vorstandsvorsitzender des Energiedienstkleisters Westenergie AG - Katherina Reiche - am 11. März 2024 während einer
Katherina Reiche (CDU) © Manngold/Imago
CDU-Politikerin Nina Warken spricht am 15. Mai 2024 im Bundestag
CDU-Politikerin Nina Warken  © Christoph Soeder/dpa
Wolfram Weimer zu Gast bei „Maischberger“ am 18. Februar 2025
Wolfram Weimer zu Gast bei „Maischberger“ am 18. Februar 2025  © HMB-Media/Imago
Karsten Wildberger
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Merz‘ Kabinett: Christiane Schenderlein (CDU)
dpa_urn_binary_dpa_com_20090101_250428-935-552616-FILED.jpg © Christiane Schenderlein/dpa
Fortsetzung der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD
SPD-Chef Lars Klingbeil führt zusammen mit der Co-Vorsitzenden Saskia Esken die Verhandlungsdelegation der Sozialdemokraten an. Berichten zufolge könnte er das Finanzministerium übernehmen. © Kay Nietfeld/dpa
Michaela Kaniber (CSU), Landwirtschaftsministerin von Bayern,
Michaela Kaniber (CSU) könnte auf Wunsch Markus Söder aus Bayern nach Berlin gerufen werden. Medienberichten zufolge wird sie als Agrarministerin gehandelt.  © Sven Hoppe/picture alliance/dpa
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD
SPD-Chefin Saskia Esken ist auch parteiintern nicht unumstritten. Dennoch wird spekuliert, ob sie zukünftig ein Ministerium übernehmen könnte. © Christophe Gateau/dpa
Friedrich Merz‘ treuer Generalsekretär Carsten Linnemann gilt als Minister fast schon gesetzt. Er käme wohl für das Wirtschaftsministerium infrage, wo er die gewünschte Reform des Bürgergelds vorantreiben könne. Linnemann ist Volkswirt.
Friedrich Merz’ treuer Generalsekretär Carsten Linnemann galt als Minister fast schon als gesetzt. Der Volkswirt teilte jedoch überraschend mit, dass er sich gegen ein Ministeramt entschieden habe. Der CDU-Politiker wurde in der Vergangenheit als aussichtsreicher Kandidat für das Wirtschafts- oder Arbeitsministerium gehandelt. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gilt im Merz-Kabinett als gesetzt, wenn es mit schwarz-rot klappt. Er könnte allerdings das Ministerium wechseln und sogar Vizekanzler werden.
Der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gilt im Merz-Kabinett ebenfalls als gesetzt, wenn es mit Schwarz-Rot klappt. Laut Medienberichten könnte er eine zweite Amtszeit als Verteidigungsminister erhalten.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Roland Koch
Der ehemalige hessische Ministerpräsident und Merz-Vertraute Roland Koch wird ebenfalls als möglicher Minister gehandelt. © Sebastian Gollnow/dpa
Christina Sinemus – von der CDU aus Hessen – könnte zukünftig Digitalministerin werden
Kristina Sinemus – von der CDU aus Hessen – könnte zukünftig Digitalministerin werden ©  IMAGO / Jörg Halisch
Jens Spahn als neuer und alter Minister? Dahinter steht ein Fragezeichen, auch wenn Spahn gewiss Ambitionen hat. Der frühere Gesundheitsminister stand wegen der Maskenaffäre in der Kritik. Andererseits verfügt er über große Regierungserfahrung, die Merz selbst bekanntermaßen fehlt.
Jens Spahn als neuer und alter Minister? Dahinter steht ein Fragezeichen, auch wenn Spahn gewiss Ambitionen hat. Der frühere Gesundheitsminister stand wegen der Maskenaffäre in der Kritik. Berichten zufolge könnte Spahn bei der Vergabe der Ministerien unter Friedrich Merz leer ausgehen und stattdessen den Vorsitz der CDU/CSU Fraktion im Bundestag übernehmen.  © IMAGO/Jens Schicke
Überraschen könnte Merz mit einer Besetzung des Innenministeriums von außerhalb der Politik. Möglicher Kandidat wäre Dieter Romann, Chef der Bundespolizei, von dem sich Merz häufig beraten lässt und der in Asylfragen versiert ist.
Überraschen könnte die schwarz-rote Regierung mit einer Besetzung des Innenministeriums von außerhalb der Politik. Ein möglicher Kandidat wäre Dieter Romann, Chef der Bundespolizei. Von diesem lässt sich auch Kanzler in spe Friedrich Merz häufig beraten. Romann soll in Asylfragen besonders versiert sein.  © IMAGO/Jürgen Heinrich
Johann Wadephul, bisher Vize-Fraktionschef der CDU. ist als Verteidigungsminister denkbar, sollte Pistorius weichen. Im Dezember war er gemeinsam mit Merz in Kiew und besuchte mit ihm auch die Siko in München.
Johann Wadephul war bisher Vize-Fraktionschef der CDU. Nun wird er Berichten zufolge, auch als Außenminister für die schwarz-rote Koalition gehandelt. Im Dezember war er gemeinsam mit Friedrich Merz in Kiew. Im Februar besuchte der 62-Jährige mit dem Kanzler in spe die Sicherheitskonferenz in München.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Tino Sorge, gesundheitspolitischer Sprecher der Union, zum Cannabis-Gesetz
Tino Sorge war bislang gesundheitspolitischer Sprecher der Union. Er könnte zukünftig als Gesundheitsminister unter Kanzler Friedrich Merz fungieren, und die Cannabislegalisierung rückgängig machen. Im November erläuterte er unserer Redaktion im Interview: „Wenn es möglich ist, werden wir die Cannabislegalisierung in einer neuen Regierungskonstellation rückgängig machen.“ © Philip Dulian/picture alliance
Die niedersächsischen Fraktionsvize Silvia Breher hat Außenseiterchancen auf das Digitalministerium unter Friedrich Merz. Die 51-Jährige ist gelernte Juristin.
Die niedersächsischen Fraktionsvize Silvia Breher hat Außenseiterchancen auf das Familienministerium unter Friedrich Merz. Die 51-Jährige ist gelernte Juristin. Im Jahr 2021 war Silvia Breher noch Teil des achtköpfigen „Zukunftsteams“ von dem damaligen Kanzlerkandidaten Armin Laschet. Bereits dort vertrat sie das Thema Familie. Laschet verlor das Rennen um die Kanzlerschaft gegen Olaf Scholz.  © IMAGO/Jakub Porzycki
Die Brandenburger Richterin Sonja Eichwede könnte für die SPD in das Justizministerium einziehen.
Die Brandenburger Richterin Sonja Eichwede könnte nach Medienberichten für die SPD in das Justizministerium einziehen. Sie ist seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestags, seitdem ruht auch ihr Richteramt. Sie ist die Tochter des Historikers und Professors für Politik und Zeitgeschichte Osteuropas Wolfgang Eichwede. Die 37-Jährige hat einen Sohn. ©  IMAGO / dts Nachrichtenagentur
Die CSU hat als Schwesterpartei der CDU Anspruch auf Ressorts in Merz‘ Kabinett. An allererster Stelle ist hier Alexander Dobrindt, CSU-Landesgruppenchef. Er soll ein mächtiges Ministerium wie das Finanz-, Innen- oder Verteidigungsministerium bekommen.
Die CSU hat als Schwesterpartei der CDU Anspruch auf Ressorts in Merz‘ Kabinett. An allererster Stelle ist hier Alexander Dobrindt, CSU-Landesgruppenchef. In Merz neuem schwarz-roten Kabinett soll er ein mächtiges Ministerium wie das Innenministerium bekommen. Dobrindt war bereits von Dezember 2013 bis Oktober 2017 Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Fortsetzung der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD
Die frühere Bundestagspräsidentin Bärbel Bas könnte in Merz schwarz-roter Koalition das Ministerium für Arbeit übernehmen. Ob Soziales mit in das Ministerium aufgefasst wird, bleibt derweil offen. Unterdessen wurde Bas laut Medienberichten, auch als neue Parteivorsitzende der SPD gehandelt. Zuvor hatten bereits Manuela Schwesig und Anke Rehlinger abgelehnt.  © Kay Nietfeld/dpa
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, darf sich auf einen einflussreichen Posten in der neuen Regierung unter Merz freuen. Denkbar wäre das Innenressort, da Frei in dem Bereich als versiert gilt. Er könnte aber auch Kanzleramtschef werden oder den Fraktionsvorsitz übernehmen.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, darf sich auf einen einflussreichen Posten in der neuen Regierung unter Kanzler Friedrich Merz freuen. Er könnte in einer schwarz-roten Koalition unter Merz den wichtigen Posten des Kanzleramtschefs übernehmen. Zuvor hielt diesen Posten Wolfgang Schmidt von der SPD inne.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Kultursenator Joe Chialo
Kultursenator Joe Chialo ist für die Berliner CDU bei den Koalitionsverhandlungen dabei. Er könnte zukünftig im schwarz-roten Kabinett unter Friedrich Merz Staatsminister für Kultur im Bundeskanzleramt werden. Der 54-jährige CDUler würde in dieser Funktion Claudia Roth von den Grünen folgen.  © Jörg Carstensen/dpa
Klara Geywitz (SPD) war unter Olaf Scholz Bauministerin. Sie wird als mögliche Arbeitsministerin in einem Kabinett Merz gehandelt.
Klara Geywitz (SPD) war unter Olaf Scholz Bauministerin. Sie wird als mögliche Arbeitsministerin in einem Kabinett von Kanzler Friedrich Merz gehandelt. Geywitz hatte 2019 erfolglos mit Ex-Kanzler Olaf Scholz um den SPD-Vorsitz kandidiert. Im Dezember 2019 wurde sie zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD.  © IMAGO/Rüdiger Wölk
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 werden ihm Außenseiter-Chancen auf ein Amt unter Merz ausgerechnet.
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 werden ihm Außenseiter-Chancen auf ein Amt unter Merz ausgerechnet. Nach der verlorenen Wahl wurde Laschet 2022 Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Friedrich Merz plant für sein Kabinett wohl auch ein Digitalministerium. Es wird gemunkelt, dass er es mit einer Expertin oder einem Experten von außen besetzen will. Auf die Beraterin Julia Jäkel würde dies zutreffen.
Friedrich Merz plant für sein schwarz-rotes Kabinett wohl auch ein Digitalministerium. Es wird gemunkelt, dass er es mit einer Expertin oder einem Experten von außen besetzen will. Auf die Beraterin Julia Jäkel würde dies zutreffen. Julia Jäkel ist Managerin und Verlegerin. Sie ist in mehreren Aufsichtsräten aktiv.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Die Chefin des Start-up-Verbandes, Verena Pausder, könnte Digitalministerin in der neuen Regierung von Merz werden. Ihr wird ein gutes Verhältnis zum CDU-Chef nachgesagt.
Die Chefin des Start-up-Verbandes, Verena Pausder, könnte Digitalministerin in der neuen Regierung von Friedrich Merz werden. Ihr wird ein gutes Verhältnis zum CDU-Chef nachgesagt. Die 46-jährige Verena Pausder war im Aufsichtsratsmitglied bei der Commerzbank-Tochter comdirect. © IMAGO/Emmanuele Contini
Merz wird sich auch einen Politiker aus dem großen CDU-Landesverband Niedersachsen als Minister in die Regierung holen. Hendrik Hoppenstedt wäre hierfür ein Kandidat. Er ist parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion und arbeitete unter Angela Merkel im Kanzleramt.
Merz wird sich auch einen Politiker aus dem großen CDU-Landesverband Niedersachsen als Minister in die Regierung holen. Hendrik Hoppenstedt wäre hierfür ein Kandidat. Er ist parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion und arbeitete unter Angela Merkel im Kanzleramt.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Mathias Middelberg (CDU) gilt als Haushaltsexperte. Ist er ein möglicher neuer Finanzminister im Kabinett von Friedrich Merz? Middelberg ist Vize-Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Haushalt, Finanzen und Kommunalpolitik und Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen.
Mathias Middelberg (CDU) gilt als Haushaltsexperte. Ist er ein möglicher neuer Finanzminister im Kabinett von Friedrich Merz? Middelberg ist Vize-Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Haushalt, Finanzen und Kommunalpolitik und Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen.  © IMAGO
Dorothee Bär (CSU) war bei der Bundestagswahl 2025 Stimmkreiskönigin und holte als einzige Kandidatin über 50 Prozent der Erststimmen. Belohnt Merz sie mit einem Ministeramt? Am ehesten käme wohl das Digitalministerium infrage. Bär war schon Digitalstaatsministerin unter Angela Merkel.
Dorothee Bär (CSU) war bei der Bundestagswahl 2025 Stimmkreiskönigin und holte als einzige Kandidatin über 50 Prozent der Erststimmen. Belohnt Friedrich Merz sie mit einem Ministeramt? Am ehesten käme wohl das Bildungsministerium infrage. In dem schwarz-roten Kabinett könnte sie eine sinnvolle Ergänzung darstellen – Regierungserfahrung besitzt sie bereits: Bär war schon Digitalstaatsministerin unter Angela Merkel.  © IMAGO/M. Popow
Als Umweltminister käme Andreas Jung (CD) infrage. Er gilt als Liberaler und stammt aus Baden-Württemberg. Merz will das Umwelt- und Klimaministerium wieder aus dem Wirtschaftsministerium herauslösen.
Als Umweltminister käme Andreas Jung (CD) infrage. Er gilt als Liberaler und stammt aus Baden-Württemberg. Kanzler Friedrich Merz will das Umwelt- und Klimaministerium wieder aus dem Wirtschaftsministerium herauslösen. Der deutsche Rechtsanwalt könnte in diesem schwarz-roten Kabinett eine passende Besetzung sein.  © IMAGO/M. Popow
Dirk Wiese von der SPD wird bei einer schwarz-roten Koalition als neuer Arbeitsminister gehandelt. Wiese ist Vize-Chef der SPD-Bundestagsfraktion. Der gelernte Jurist war früher Mitarbeiter von Franz Müntefering.
Dirk Wiese von der SPD wird bei einer schwarz-roten Koalition als neuer Arbeitsminister gehandelt. Wiese ist Vize-Chef der SPD-Bundestagsfraktion. Der gelernte Jurist war früher Mitarbeiter von Franz Müntefering.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Noch eine mögliche Digitalministerin im Kabinett von Merz: Katrin Suder, Vorsitzende des Digitalrats der Bundesregierung. Sie war früher Unternehmensberaterin.
Noch eine mögliche Digitalministerin im Kabinett von Merz: Katrin Suder, Vorsitzende des Digitalrats der Bundesregierung. Sie war früher Unternehmensberaterin.  © M. Popow via www.imago-images.de
Svenja Schulze
Svenja Schulze könnte Berichten zufolge das Ministerium für Entwicklungshilfe übernehmen. Die 56-jährige SPDlerin wäre für Friedrich Merz schwarz-rotes Kabinett, eine Kandidatin mit Regierungserfahrung. Bis 2021 war Schulze Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland unter Kanzler Olaf Scholz.  © Thomas Banneyer/dpa
Sie gilt als Geheimtipp als mögliche Ministerin: Ex-Verfassungsschützerin Felor Badenberg. Sie ist Justizsenatorin in Berlin. Möglich wären das Justiz- oder Innenressort. Badenberg ist im Iran geboren und wäre eine Kandidatin mit Migrationshintergrund, die Chancen unter Merz hat.
Sie gilt als Geheimtipp als mögliche Ministerin: Ex-Verfassungsschützerin Felor Badenberg. Sie ist Justizsenatorin in Berlin. Möglich wären das Justiz- oder Innenressort. Badenberg ist im Iran geboren und wäre eine Kandidatin mit Migrationshintergrund, die Chancen unter Merz hat.  © IMAGO
Auf Ines Claus (CDU) soll Merz große Stücke halten. Sie wäre eine denkbare Justiz- oder Familienministerin. Claus ist Fraktionschefin in Hessen. Die 47-Jährige ist gelernte Juristin und gilt als konservativ und bodenständig.
Auf Ines Claus (CDU) soll Merz große Stücke halten. Sie wäre eine denkbare Justiz- oder Familienministerin. Claus ist Fraktionschefin in Hessen. Die 47-Jährige ist gelernte Juristin und gilt als konservativ und bodenständig.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Als mögliche Newcomerin in einem Kabinett von Friedrich Merz gilt Dagmar Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD und Historikerin. Sie könnte Arbeitsministerin werden.
Als mögliche Newcomerin in einem Kabinett von Friedrich Merz gilt Dagmar Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD und Historikerin. Sie könnte Arbeitsministerin werden.  © IMAGO/Juliane Sonntag
CSU-Mann Klaus Holetschek ist bislang Gesundheitsminister n Bayern. Geht es für ihn im gleichen Amt nach Berlin? Ambitionen auf einen Kabinettsposten unter Merz werden ihm nachgesagt. In der Gesundheitsbranche gilt er als gut vernetzt.
CSU-Mann Klaus Holetschek war bereits Gesundheitsminister in Bayern. Geht es für den Vorsitzenden der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag im gleichen Amt nach Berlin? Ambitionen auf einen Kabinettsposten unter Merz werden ihm nachgesagt. In der Gesundheitsbranche gilt er als gut vernetzt.  © IMAGO/Rolf Poss
Karin Prien kommt innerhalb der CDU als Bildungsministerium infrage. Als Merz während des Wahlkampfs gemeinsam mit der AfD im Bundestag abstimmte, verteidigte Karin Prien ihn leidenschaftlich. Prien ist derzeit Bildungsministerin in Schleswig-Holstein.
Karin Prien kommt innerhalb der CDU als Bildungsministerium infrage, für das schwarz-rote Kabinett infrage. Als Merz während des Wahlkampfs gemeinsam mit der AfD im Bundestag abstimmte, verteidigte Karin Prien ihn leidenschaftlich. Prien ist derzeit Bildungsministerin in Schleswig-Holstein. © IMAGO/teutopress GmbH

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht mit den F-16 und den Mirage-Kampfjets wahre Friedenstauben über den Himmel ziehen, wie ihn das Magazin Politico aktuell zitiert: „Die Ukraine ist bereit, den Weg des Friedens zu beschreiten, und es ist die Ukraine, die seit der ersten Sekunde dieses Krieges nach Frieden strebt. Die Aufgabe besteht darin, Russland zu zwingen, den Krieg zu beenden. Ruhe am Himmel – Verbot des Einsatzes von Raketen, Langstreckendrohnen und Fliegerbomben.“

Rubriklistenbild: © IMAGO / ZUMA Press

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