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Medienbericht: Vorläufiges Ergebnis der Niederlande-Wahl steht fest – Wilders abgeschlagen

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  • Bedrettin Bölükbasi
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Die Niederlande-Wahl ist beendet. Die Ergebnisse der Neuwahlen stehen noch aus, doch Nachwahlumfragen liefern eine Überraschung. Der Live-Ticker.

Update, 13.12 Uhr: Die sozialliberale Mitte-Partei D66 hat nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP die Parlamentswahl in den Niederlanden gewonnen. Die niederländische Nachrichtenagentur ANP meldete am Freitag, dass die D66 inzwischen einen uneinholbaren Vorsprung vor der PVV des Rechtspopulisten Geert Wilders habe. Es handelt sich um das vorläufige Ergebnis auf Basis aller ausgezählten Stimmen der Wahlbezirke. Damit hat D66-Chef Rob Jetten beste Chancen, nächster Ministerpräsident zu werden.

Update, 8:30 Uhr: So spannend war eine Wahl in den Niederlanden selten. Noch immer ist offen, wer das Rennen machen wird. Nach Auszählung fast aller Stimmen liegt die D66 mit ihrem Spitzenkandidaten Rob Jetten wieder knapp vor dem Rechtspopulisten Geert Wilders. Dessen Partei für die Freiheit (PVV) hatte zwischendurch die Führung übernommen. Die Wende kam dann in Amsterdam: Nach Auszählung der Stimmen in der Hauptstadt beträgt der Vorsprung der D66 landesweit exakt 15.155 Stimmen. Beide Parteien liegen aber so dicht beieinander wie noch nie in der Landesgeschichte.

ParteiStimmen
D661.763.615
PVV1.748.460

(Quelle: NOS)

Die D66 liegt bei der Niederlande-Wahl vorne. Das endgültige Ergebnis lässt aber noch auf sich warten.

Update, 31. Oktober, 5:20 Uhr: Nach der Parlamentswahl in den Niederlanden ist noch unentschieden, wer das Rennen gemacht hat. Die D66 liegt Hochrechnungen zufolge leicht vor der Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders. In der Führung des Landes zeichnet sich damit ein Generationen- und Politikwechsel ab. Traditionell darf die Partei mit den meisten Stimmen auch als erste versuchen, eine Koalition zu bilden. Allerdings haben alle großen Parteien eine Zusammenarbeit mit Wilders ausgeschlossen. Beste Aussichten für das Amt des Regierungschefs hat daher der Spitzenkandidat der D66, Rob Jetten.

Update, 19.42 Uhr: Es ist weiter unklar, welche Partei bei der Niederlande-Wahl als stärkste Kraft hervorgeht. D66 und PVV trennen lediglich 15.155 Stimmen, berichtet der niederländische Sender NOS. Noch liegt D66 vorne. Laut Prognose der niederländischen Nachrichtenagentur ANP erreichen beide Parteien 26 Sitze im Parlament. Doch bis ein endgültiges Ergebnis feststeht, kann es noch dauern. Die Stimmen aus der Gemeinde Venray und die Briefwähler und -Wählerinnen fehlen nämlich noch. Insgesamt gibt es rund 135.000 Stimmen per Briefwahl. In Venray haben rund 24.000 Menschen ihr Kreuz gesetzt. Laut NOS werden die Ergebnisse der Briefwahl frühestens nächste Woche vorliegen.

Update, 14.40 Uhr: Die Stimmen bei der Niederlande-Wahl 2025 sind zu 99,7 Prozent ausgezählt. Die rechtspopulistische PVV von Geert Wilders und die sozialliberale D66 liegen weiter gleichauf. Beide erhalten derzeit 26 der 150 Sitze im Parlament. D66 führt mit nur wenigen tausend Stimmen. Da alle großen Parteien eine Zusammenarbeit mit Wilders ausgeschlossen haben, wird eine schwierige Regierungsbildung erwartet. Analysten halten eine große Koalition unter D66-Chef Rob Jetten für die wahrscheinlichste Option.

Update, 13.10 Uhr: Migrations- und Asylfragen hatten den Wahlkampf vor der Niederlande-Wahl 2025 bestimmt. Am Wahltag gingen Rechtsextreme dann mit dem Banner „Defend Netherlands“ auf die Straße – und bedienten sich auch einer rassistischen Praxis. Der Bericht unter Protest bei Niederlande-Wahl: Rechte Gruppen provozieren mit Blackfacing.

Wilders zu geplatzter Koalition nach letzter Niederlande-Wahl: „Habe Rückgrat bewiesen“

Update, 12.44 Uhr: Der Rechtspopulist Geert Wilders ist der Meinung, dass er „Rückgrat bewiesen“ habe: Er wurde am Wahlabend von Reportern gefragt, ob er es im Nachhinein als Fehler betrachte, dass er die letzte Regierung schon nach weniger als einem Jahr wieder verlassen hatte. Der 62-Jährige erwiderte darauf, er habe mit dieser Entscheidung „Rückgrat bewiesen“, weil seine drei Koalitionspartner die Vereinbarungen zur Asylpolitik nicht umgesetzt hätten.

Update, 12.10 Uhr: Die linksliberale D66 gilt als große Wahlgewinnerin der Niederlande-Wahl. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich die niederländischen Wählerinnen und Wähler von radikal rechten Parteien abgewandt hätten, denn andere Parteien am rechten Rand legten dafür zu: Die Partei Forum für Demokratie, die als noch radikaler als Wilders eingeschätzt wird, konnte die Zahl ihrer Mandate auf sieben mehr als verdoppeln. Die rechtspopulistische Partei JA21 steigerte sich sogar von nur einem auf neun Sitze.

Ergebnis der Niederlande-Wahl: Experte analysiert Erfolg von Jetten

Update, 11.39 Uhr: Der D66-Spitzenkandidat hat jetzt gute Chancen, neuer Regierungschef zu werden – der jüngste in der Geschichte des Landes. Ein Niederlande-Experte hat im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media sein Erfolgsrezept analysiert. Die Details in Jetten ist großer Gewinner der Niederlande-Wahl – seine Strategie gegen Wilders ging auf.

Update, 10.35 Uhr: Wilders PVV führt nach Informationen von De Telegraaf aktuell mit einem hauchdünnen Vorsprung von 1.382 Stimmen. In Amsterdam müssen laut dem Bericht noch mehr als 86.5000 Stimmen ausgezählt werden – hier werde nicht vor Freitagabend (31. Oktober) mit einem Ergebnis gerechnet. Auch die aus dem Ausland abgegebenen Briefwahlstimmen könnten das Ergebnis beeinflussen. Deren Auszählung wird wohl erst am Dienstag feststehen.

Protestwahl Niederlande-Wahl 2025? Doppelt so viele leere Stimmzettel

Update, 9.44 Uhr: Bei der Niederlande-Wahl haben doppelt so viele Menschen leere Stimmzettel abgegeben wie vor zwei Jahren, berichtet De Telegraaf. Sie füllten kein einziges Kästchen auf dem Stimmzettel aus. Menschen geben leere Stimmzettel mitunter aus Protest gegen alle politischen Parteien ab oder weil sie nicht wissen, wie sie wählen sollen.

Nach Ergebnis der Niederlande-Wahl wohl langwierige Koalitionsverhandlungen

Update, 9.01 Uhr: Die Regierungsbildung nach der Niederlande-Wahl dürfte komplex werden. Für eine parlamentarische Mehrheit werden 76 Sitze benötigt, was eine Koalition aus mindestens vier Parteien erforderlich macht. Die anstehenden Koalitionsverhandlungen könnten sich über mehrere Monate hinziehen, wie Reuters kommentiert. Die fragmentierte Parteienlandschaft erschwert die Bildung einer stabilen Regierung erheblich.

Niederlande-Wahl aktuell: Hochrechnungen zu VVD und Groenlinks/PvdA

Update, 8.01 Uhr: Weitere aktuelle Hochrechnungen zur Niederlande-Wahl: Die liberale Partei VVD erzielte laut ANP 22 Sitze, die linksgerichtete Groenlinks/PvdA kam demnach auf 20 Sitze. Ihr Vorsitzender, der EU-Klimakommissar Frans Timmermans, trat noch am Wahlabend zurück.

Niederlande-Wahl 2025: Rob Jetten von der Partei D66 im Kurzporträt

Update, 6.57 Uhr: Wer ist Rob Jetten, der nach aktuellem Auszählungsstand bei der Niederlande-Wahl mit Geert Wilders gleichauf liegt? Die AFP nennt ihn in einem Kurzporträt einen „jungen Tempomacher“. Der 38-Jährige war demnach ein „Sportwunderkind“. Den Vorsitz der sozialliberalen Mitte-Partei D66 hatte er bereits mit 31 Jahren übernommen. Kurz vor der Niederlande-Wahl 2025 kam Jetten auch ins Finale einer beliebten TV-Quizshow. Seit 2022 ist der Politiker mit dem argentinischen Hockey-Star Nicolás Keenan liiert. Nächsten Sommer wollen die beiden Männer in Spanien heiraten.

Update, 30. Oktober, 5.06 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Niederlande-Wahl: Die PVV des Rechtspopulisten Geert Wilders und die sozialliberale Mitte-Partei D66 kommen einer Hochrechnung der niederländischen Nachrichtenagentur ANP von heute nach Auszählung von rund 95 Prozent der Stimmen zufolge auf jeweils 26 der 150 Sitze.

Zuvor hatte eine auf Nachwahlbefragungen beruhende Prognose die D66 mit 27 Sitzen leicht vor der PVV mit 25 Sitzen gesehen. Jetten hatte das Abschneiden seiner Partei als „Sieg über den Hass“ Wilders bezeichnet.

Update, 21:40 Uhr: Der rechtspopulistische Geert Wilders hat sich nach dem schweren Rückschlag für seine Partei PVV im Kurznachrichtendienst X geäußert und gibt sich noch nicht geschlagen: „Die Wähler haben entschieden. Wir hatten auf ein anderes Ergebnis gehofft, sind aber standhaft geblieben. Wir sind entschlossener denn je und bleiben die zweitstärkste, vielleicht sogar die stärkste Partei in den Niederlanden.“

Update, 19:51 Uhr: Niederländischen Medien zufolge bilden sich in den Abendstunden lange Schlagen vor den Wahllokalen. Vor allem an den Wahlstationen an verschiedenen Hauptbahnhöfen wie etwa in Den Haag, Utrecht und Rotterdam gebe es einen Ansturm auf die Wahlurnen. Die wahlberechtigten Niederländer haben noch bis 21 Uhr Zeit, um ihre Stimme abzugeben. Indes kam es in der Stadt ‘s-Hertogenbosch zu Protestmärschen von rechtsextremen Gruppen, die für den Rechtspopulisten Geert Wilders stimmten. Teilnehmer sagten, sie würden gegen den „Asylwahnsinn“ demonstrieren. Gezeigt wurden laut der Zeitung Volkskrant auch Hitlergrüße sowie weitere, rechtsextreme Symbole.

Niederlande-Wahl: Kurioses Ergebnis zur Wahlbeteiligung auf Insel Schiermonnikoog

Update, 17:19 Uhr: Ein Kuriosum liefert bei den Niederlande-Wahlen die Insel Schiermonnikoog. Die dort gelegene Wahlbehörde meldete eine Wahlbeteiligung von 101 Prozent. Das hat die Gemeinde den zahlreichen inländischen Touristen zu verzeichnen, die dort ihre Stimme während eines Urlaubs abgaben. Landesweit liegt die Wahlbeteiligung auch um 15:45 Uhr mit 38 Prozent unter dem Ergebnis zurselben Zeit vor zwei Jahren (40 Prozent).

Niederlande-Wahl live: Wilders-Herausforderer und Spitzenkandidat Timmermanns

Update, 12.01 Uhr: Neben dem „niederländischen Trump“ Geert Wilders sieht die AFP Frans Timmermans als einen der vier Spitzenkandidaten bei der Niederlande-Wahl heute – und beschreibt ihn viel freundlicher: Angesichts der polarisierten, chaotischen politischen Lage gilt der erfahrene Timmermans als stabilisierender Faktor, so die Nachrichtenagentur. Sie fügt aber auch hinzu, dass seine Kritiker an Timmermanns fehlende Dynamik und Charisma bemängeln.

Warten auf Ergebnis der Niederlande-Wahl: Gewinnt der „niederländische Trump“?

Update, 10.56 Uhr: Wie wird das Ergebnis der Niederlande-Wahl heute? Die Umfragen sagen: es wird knapp. Doch der Politologe und Benelux-Experten Siebo Janssen warnt: „Niederländische Umfragen muss man immer mit Skepsis sehen.“ Wie er das meint, und was er von der Niederlande-Wahl 2025 erwartet, in unserem Hintergrundstück Wilders und Umfrage-„Überraschung“.

Wandel in Europa: Die Geschichte der EU in Bildern

Karte der Europäische Union
Die Europäische Union ist eine wirtschaftliche und politische Vereinigung von 27 europäischen Ländern. Insgesamt leben etwa 450 Millionen Menschen im Gebiet der EU. Ursprünglich als Wirtschaftsverbund gegründet, hat sie sich zu einer Organisation entwickelt, die eine Vielzahl von Feldern abdeckt. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist der europäische Binnenmarkt der größte gemeinsame Markt weltweit. Er ermöglicht die freie Bewegung der meisten Waren, Dienstleistungen, Kapital und Menschen. © PantherMedia (Montage)
Römischen Verträge EU
Der Grundstein für die heutige EU wurde am 25. März 1957 gelegt. Die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg unterzeichneten damals die Römischen Verträge. Für Deutschland setzten Kanzler Konrad Adenauer (links) und Walter Hallstein, der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, ihre Unterschriften unter das Dokument. Damit waren die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) besiegelt. © dpa
Margaret Thatcher und François Mitterrand
Am 1. Januar 1973 traten Dänemark, die Republik Irland und das Vereinigte Königreich der EG bei. Einfach war das Verhältnis zwischen Großbritannien und Europa nie. Auch Premierministerin Margaret Thatcher (links) war keine Freundin Europas. Mit der Forderung „We want our money back“ setzte die Eiserne Lady 1984 beim Gipfel in Fontainebleau einen Rabatt bei den Zahlungen Großbritanniens in die Gemeinschaftskasse durch. Verhandlungspartner wie der französische Präsident François Mitterrand (rechts) waren machtlos. © Daniel Janin, Gabriel Duval/afp
Militärjunta in Griechenland
Zum 1. Januar 1981 trat Griechenland der Europäischen Gemeinschaft bei. Die Aufnahme des Landes war heftig umstritten. Europa befürchtete, sich einen unangenehmen Partner ins Nest zu holen. So sorgte zum einen das konfliktreiche Verhältnis Griechenlands zur Türkei für Unbehagen. Noch schwerer wog die Diktatur der rechtsextremen Militärjunta, die erst im Juli 1974 zu Ende gegangen war. Ein interner Machtwechsel am 25. November 1973, als Panzer im Athener Zentrum auffuhren (im Bild), konnte den Wandel nicht mehr aufhalten. © Imago
Von wegen grenzenlos - Ärger in Schengen über Grenzkontrollen
1985 unterzeichneten Deutschland, Frankreich und die Benelux-Staaten das „Schengener Abkommen“ über den schrittweisen Abbau der Personenkontrollen an ihren gemeinsamen Grenzen. Die weitgehende Reisefreiheit erleichterte das Leben und Arbeiten in anderen europäischen Ländern erheblich. Alle Bürgerinnen und Bürger der EU haben das Recht und die Freiheit, selbst zu entscheiden, in welchem EU-Land sie arbeiten, studieren oder ihren Ruhestand verbringen möchten.  © Harald Tittel/dpa
Franco und Juan Ćarlos
1986 nahm die EG zwei neue Mitglieder auf: Portugal und Spanien. Damit konnten beide Staaten ihre Isolation auf dem Kontinent beenden. Vor allem für Spanien war der Beitritt in die EG ein markanter Wendepunkt, um die Folgen der jahrzehntelangen Diktatur unter Francisco Franco (rechts) zu überwinden. Juan Carlos (links), der zwei Tage nach Francos Tod am 20. November 1975 zum König proklamiert worden war, spielte eine entscheidende Rolle bei der Überwindung der Diktatur. Bei der Aufnahme des Bildes im Jahr 1971 hatte er noch im Schatten Francos gestanden. © afp
Silvester 1989 am Brandenburger Tor
Eine Erweiterung im eigentlichen Sinne war es nicht. Doch als am 3. Oktober 1990 die Länder der DDR der Bundesrepublik Deutschland beitraten, wurde die EG automatisch um ein gutes Stück größer. Mit der Wiedervereinigung erstreckte sich das gesamte Gemeinschaftsrecht nun auch auf das Beitrittsgebiet. Mit einer Bevölkerungszahl von mehr als 80 Millionen Menschen ist Deutschland seitdem der bevölkerungsreichste Mitgliedsstaat. © Wolfgang Kumm/dpa
Genscher und Waigel unterzeichnen Maastrichter Vertrag
Anfang der Neunziger war die Zeit reif für einen Wandel. Die Römischen Verträge hatten ausgedient. Am 7. Februar 1992 unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs der EU ein neues Vertragswerk. Für Deutschland unterzeichneten Außenminister Hans-Dietrich Genscher (links) und Finanzminister Theo Waigel (rechts) das Dokument. Der Vertrag von Maastricht zur Gründung der Europäischen Union trat am 1. November 1993 in Kraft. Mit dem EU-Vertrag entwickelte sich die europäische Gemeinschaft zu einer politischen Union. © dpa
Volksabstimmung zum EU-Beitritt in Norwegen 1994
1995 nahm die EU drei neue Länder auf. In Österreich, Schweden und Finnland hatten zuvor die Menschen in Volksentscheiden dem Beitritt zugestimmt. Auch Norwegen ließ das Volk in einem Referendum darüber abstimmen. Doch hier sah das Ergebnis anders aus. 52,2 Prozent der Wahlberechtigten in Norwegen votierten in einer Volksabstimmung gegen einen Beitritt.  © Berit Roald/Imago
Tschechien feiert EU-Beitritt
Neun Jahre später kam es zur ersten Osterweiterung. Am 1. Mai 2004 traten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und die Republik Zypern der EU bei. Die neuen EU-Länder feierten den Beitritt, in Prag (hier im Bild) und anderen Hauptstädten freuten sich die Menschen über eine Zukunft unter dem Dach der EU. Die Europäische Union setzte sich somit aus 25 Mitgliedstaaten zusammen. © Michal Svacek/afp
Rumänien - EU
Der zweite Teil der Osterweiterung ließ nicht lange auf sich warten. Am 25. April 2005 unterzeichneten Rumänien und Bulgarien den Beitrittsvertrag zur EU. Beide Länder wurden zum 1. Januar 2007 in die Europäische Union aufgenommen. Für die Menschen in Bukarest (hier im Bild) gab es also mehr als nur einen Grund, die Nacht zum Tage zu machen. Die Fläche der EU wuchs mit dieser Erweiterung auf etwas mehr als 4,3 Millionen Quadratkilometer.  © Robert Ghement/dpa
Kroatien wird EU-Mitglied
Schon im Juni 2004 war Kroatien der Status eines offiziellen Beitrittskandidaten verliehen worden. Doch die Verhandlungen verzögerten sich mehrmals, erst sieben Jahre später konnten sie erfolgreich abgeschlossen werden. Kurz danach stimmten 66,3 Prozent der Wahlberechtigten bei einem Referendum für den Beitritt in die EU. Am 1. Juli 2013 war schließlich der Zeitpunkt gekommen, um vor dem Europäischen Parlament in Straßburg die Flagge Kroatiens zu hissen. Die EU bestand damit aus 28 Mitgliedsstaaten. © Frederick Florin/afp
EU Parlament Straßburg
Jeder europäische Staat hat laut Artikel 49 des EU-Vertrags das Recht, einen Antrag auf Mitgliedschaft zu stellen. Wichtig dabei: „Europäisch“ wird politisch-kulturell verstanden und schließt die Mitglieder des Europarats mit ein. Das betrifft zum Beispiel die Republik Zypern. Eine wichtige Rolle spielt im Beitrittsverfahren das EU-Parlament in Straßburg (im Bild). Verschiedene Delegationen verfolgen die Fortschritte in den Beitrittsländern und weisen auf mögliche Probleme hin. Zudem müssen die Abgeordneten dem EU-Beitritt eines Landes im Parlament zustimmen. Derzeit gibt es neun Beitrittskandidaten und einen Bewerberstaat. © PantherMedia
Edi Rama Albanian EU
Albanien reichte 2009 den formellen EU-Mitgliedschaftsantrag ein – vier Jahre, bevor Edi Rama (im Bild) das Amt des Ministerpräsidenten übernahm. Es dauerte aber noch eine lange Zeit, bis die Verhandlungen beginnen konnten. Grund war ein Einspruch der Niederlande, die sich zusätzlich zu den EU-Kriterien auch die Sicherstellung der Funktion des Verfassungsgerichts und die Umsetzung eines Mediengesetzes wünschte. Im Juli 2022 konnte die Blockade beendet werden und die EU startete die Beitrittsverhandlungen. © John Thys/afp
Bosnien und Herzegowina EU
Auch Bosnien und Herzegowina drängt in die EU. Gut erkennen konnte man das zum Beispiel am Europatag 2021, als die Vijećnica in der Hauptstadt Sarajevo mit den Farben der Flaggen der Europäischen Union und Bosnien und Herzegowinas beleuchtet war. EU-Botschafter Johann Sattler nutzte sofort die Gelegenheit, um das alte Rathaus zu fotografieren. Vor den geplanten Beitrittsverhandlungen muss das Balkanland noch einige Reformen umsetzen. Dabei geht es unter anderem um Rechtsstaatlichkeit und den Kampf gegen Korruption und organisiertes Verbrechen.  © Elvis Barukcic/afp
Georgien EU
Zum Kreis der EU-Beitrittskandidaten gehört auch das an Russland grenzende Georgien. Das Land, in dem rund 3,7 Millionen Menschen leben, hatte kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs die Aufnahme in die EU beantragt. Auf schnelle Fortschritte im Beitrittsprozess kann Georgien allerdings nicht hoffen. Dabei spielt auch ein ungelöster Territorialkonflikt mit Russland eine Rolle. Nach einem Krieg 2008 erkannte Moskau die abtrünnigen georgischen Gebiete Südossetien (im Bild) und Abchasien als unabhängige Staaten an und stationierte Tausende Soldaten in der Region. © Dimitry Kostyukov/afp
Moldau EU
Seit Juni 2022 gehört auch Moldau offiziell zu den EU-Beitrittskandidaten. Das Land, das an Rumänien und die Ukraine grenzt, reichte kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs das Beitrittsgesuch ein. Am 21. Mai 2023 demonstrierten 80.000 Menschen in der Hauptstadt Chișinău für einen Beitritt Moldaus in die Europäische Union. Die damalige Innenministerin Ana Revenco (Mitte) mischte sich damals ebenfalls unters Volk. © Elena Covalenco/afp
Montenegro EU
Das am kleine Balkanland Montenegro will beim EU-Beitritt zügig vorankommen. Direkt nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten Ende Oktober 2023 verkündete Milojko Spajic (im Bild), dass er den Beitritt Montenegros zur EU vorantreiben und die Justiz im Kampf gegen Korruption und organisiertes Verbrechen stärken wolle. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (rechts) hörte es damals sicher gerne. Montenegro verhandelt seit 2012 über einen Beitritt, hatte sich aber vor der Wahl nicht mehr ausgiebig um Reformen bemüht.  © Savo Prelevic/afp
Scholz Westbalkan-Gipfel Nordmazedonien EU
Nordmazedonien kämpft schon seit langer Zeit für den Beitritt in die EU. Leicht ist das nicht. So hat das kleine Land in Südosteuropa aufgrund eines Streits mit Griechenland sogar schon eine Namensänderung hinter sich. Seit 2019 firmiert der Binnenstaat amtlich unter dem Namen Republik Nordmazedonien. Auch Bulgarien blockierte lange den Beginn von Verhandlungen. Bei einem Gipfeltreffen im Oktober 2023 drängte Kanzler Olaf Scholz dann aber auf eine möglichst schnelle Aufnahme der Balkanstaaten in die EU. Nordmazedoniens Ministerpräsident Dimitar Kovacevski (rechts) war sichtlich erfreut. © Michael Kappeler/dpa
Serbien EU
Auch Serbien strebt in die EU. Wann es zu einem Beitritt kommt, scheint derzeit aber völlig offen. Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine hat sich die serbische Regierung geweigert, Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Damit ist Serbien der einzige Staat in Europa, der keine Sanktionen verhängt hat. Offen bleibt, welche Auswirkungen das auf die seit 2014 laufenden Verhandlungen über einen EU-Beitritt Serbiens hat. Die politische Führung in Belgrad, die seit 2012 von Präsident Aleksandar Vučić (im Bild) dominiert wird, zeigt zudem wenig Willen zu Reformen. Demokratie und Medienpluralismus höhlt sie zunehmend aus. © Andrej Isakovic/afp
Türkei EU
Die Türkei ist bereits seit 1999 Beitrittskandidat. Die Verhandlungen selbst haben im Oktober 2005 begonnen. Inzwischen hat die EU-Kommission vorgeschlagen, die Beziehungen wieder auszubauen, sofern sich die Regierung in Ankara unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan (im Bild) in einigen Punkten bewegt. Zuvor waren Projekte wie die geplante Modernisierung der Zollunion und eine Visaliberalisierung wegen Rückschritten bei Rechtsstaatlichkeit, Grundrechten und Meinungsfreiheit in der Türkei auf Eis gelegt worden. Ein EU-Beitritt scheint aktuell weiter entfernt denn je. © Adem Altan/afp
Ukraine EU
Im Dezember 2023 wurde der Beginn von Verhandlungen mit der Ukraine grundsätzlich beschlossen. Allerdings muss die Ukraine sämtliche Reformauflagen erfüllen. So waren nach dem letzten Kommissionsbericht manche Reformen zur Korruptionsbekämpfung, zum Minderheitenschutz und zum Einfluss von Oligarchen im Land nicht vollständig umgesetzt. Ohnehin gilt es als ausgeschlossen, dass die Ukraine vor dem Ende des Ukraine-Kriegs EU-Mitglied wird. Denn dann könnte Kiew laut EU-Vertrag militärischen Beistand einfordern – und die EU wäre offiziell Kriegspartei. © Roman Pilipey/afp
Kosovo EU
Kosovo hat einen Mitgliedsantrag eingereicht, jedoch noch nicht den offiziellen Status eines Beitrittskandidaten erhalten. Das Land hat 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Die Freude darüber war damals bei den Menschen riesengroß. Das Bild macht auch deutlich, dass vor allem Menschen albanischer Herkunft im Kosovo beheimatet sind. Die Flagge Albaniens (links) ist ebenso zu sehen wie die des neuen Landes (hinten). Mehr als 100 Länder, darunter auch Deutschland, erkennen den neuen Staat an. Russland, China, Serbien und einige EU-Staaten tun dies aber nicht. Ohne die Anerkennung durch alle EU-Länder ist eine Aufnahme von Beitrittsverhandlungen aber nicht möglich.  © Dimitar Dilkoff/afp
Banksy-Kunstwerk zu EU und Brexit
Seit dem 31. Januar 2020 besteht die EU nur noch aus 27 Staaten. Nach 47 Jahren verließ das Vereinigte Königreich als erstes Mitgliedsland die Europäische Union. Im Juni 2016 hatte eine knappe Mehrheit in einem Referendum für den Abschied aus der EU gestimmt. Der britische Street-Art-Künstler Banksy kommentierte den Brexit auf seine Art. In der Hafenstadt Dover malte er eine riesige EU-Flagge an eine Hauswand – zusammen mit einem Handwerker, der einen der Sterne entfernt. © Glyn Kirk/afp
Friedensnobelpreis für EU.
2012 wurde die Europäische Union mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Herman Van Rompuy, José Manuel Barroso und Martin Schulz (von links nach rechts) nahmen den Preis bei der Verleihung im Osloer Rathaus am 10. Dezember 2012 in Empfang. © Cornelius Poppe/afp

Niederlande-Wahl heute live: Wilders gibt seine Stimme ab

Update, 10.03 Uhr: Geert Wilders, Spitzenkandidat und Chef der rechtspopulistischen Partei für die Freiheit (PVV), war bei der Niederlande-Wahl heute bereits im Wahllokal. Er gab seine Stimme in einem der Wahllokale von Den Haag ab.

Warten auf Ergebnisse der Niederlande-Wahl – letzte Umfragen da

Update, 9.15 Uhr: Bei der Niederlande-Wahl heute könnte es zu einem Kopf-an-Kopfrennen kommen. Zwei Meinungsforschungsinstitute habe nochmals Umfragen veröffentlicht, die zeigen: Wilders verliert an Boden. Die Zahlen in Niederlande-Wahl 2025: Letzte Umfragen versprechen Hochspannung.

Niederlande-Wahl heute: Darum sind die Ergebnisse auch für Deutschland interessant

Update, 7.23 Uhr: Die Ergebnisse der Niederlande-Wahl heute sind auch für Deutschland interessant. Die Niederlande sind Nachbarland, Partner in EU und NATO und wichtiger Handelspartner. Vor dem Hintergrund der gewachsenen Beliebtheit der AfD sind die Ergebnisse der Niederlande-Wahl heute aber vor allem politisch interessant. Die verbreitete Ansicht – oder Hoffnung –, dass sich rechte Kräfte in einer Regierung selbst entlarven würden, hat sich in den Niederlanden nicht erfüllt.

Niederlande-Wahl heute live: Alle Infos zu Ergebnissen

Erstmeldung: Den Haag – Die Menschen in den Niederlanden gehen heute zur Wahl – nach nicht mal zwei Jahren wird am Mittwoch (29. November) erneut ein neues Parlament gewählt. Die vorgezogenen Wahlen finden statt, weil die Regierung in den Niederlanden an ihren unterschiedlichen Auffassungen zur Migrationspolitik zerbrochen war. Laut letzten Umfragen zur Niederlande-Wahl könnte Geert Wilders und seine rechtspopulistische Partei für die Freiheit (PVV) mit einem guten Ergebnis bei der Niederlande-Wahl ihren überraschenden Wahlsieg von 2023 wiederholen, der in Europa für Aufruhr gesorgt hatte.

Wilders wird vorgeworfen, den Bruch der vergangenen Koalition unter Premierminister Dick Schoof bewusst provoziert zu haben: Nach nur elf Monaten war im Juli 2025 Schluss mit der Regierung, die aus vier Parteien bestand. Wilders schied mit der größten Partei der Koalition aus dem Kabinett aus. Bei der Niederlande-Wahl vor zwei Jahren war Wilders laut Ergebnis als Sieger hervorgegangen, hatte aber keine Chance, Premier zu werden, da alle anderen großen Parteien nicht unter seiner Führung koalieren wollten.

Niederlande-Wahl heute live
TerminMittwoch, 29. Oktober
Art der Wahlvorgezogene Parlamentswahlen
Legislaturperiodevier Jahre
Favorit laut PrognosenGeert Wilders (PVV)
Regierung nach der letzten Wahl 2023Koalition aus: Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VDD), BauerBürgerBewegung (BBB), Mitte-Rechts-Partei NSC und Partei für die Freiheit (PVV)

Bei Niederlande-Wahl heute könnten Ergebnisse Sieg für Geert Wilders bringen

Wilders könnte es heute nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Niederlande-Wahl erneut so gehen: Prognosen sehen ihn erneut auf Platz 1, jedoch will keiner der anderen großen Parteien mit ihm als Regierungschef zusammenarbeiten. Entscheidend bei der Wahl ist deshalb auch, wer laut den Wahlergebnissen zweitstärkste Kraft wird. Denn diese Partei wird voraussichtlich in den Niederlanden die Regierung bilden. Laut Umfragen liegt die linksgerichtete Groenlinks/PvdA unter Führung des ehemaligen EU-Klimakommissars Frans Timmermans auf Platz zwei.

Niederlande-Wahl live: Bontenbal gilt bei Ergebnis als geheimer Favorit

Als Geheimfavorit der Niederlande-Wahl wird Henri Bontenbal (42) gehandelt, dessen Mitte-Rechts-Partei CDA in den Umfragen rasant aufholt und die zweitmeisten Stimmen holen will. Der Spitzenkandidat der Christdemokraten verspricht nach den Chaos-Jahren in der niederländischen Politik inklusive Regierungsbruch eine Rückkehr zur Normalität.

Wie die Ergebnisse der Niederlande-Wahl ausfallen, wird am Mittwochabend bekannt werden. Nach Schließung der Wahllokale um 21 Uhr folgen erste Prognosen, dann erste Hochrechnungen mit Zahlen aus den Wahllokalen und schließlich die vorläufigen Ergebnisse der Wahl. Das endgültige Ergebnis wird wohl frühestens am Tag nach der Niederlande-Wahl feststehen. Nicht weniger als 27 Parteien treten heute bei der Niederlande-Wahl an, darunter 16 relevante.

Voraussichtlich müssen in den Niederlanden wieder mehrere Parteien miteinander eine Koalition bilden, um eine Regierungsmehrheit zu erreichen. Je nach Ergebnissen können die drei, vier oder sogar mehr Parteien sein. Erfahrungsgemäß ziehen sich die Verhandlungen über Monate hin, nachdem es ein offizielles Ergebnis gibt. Bei der vergangenen Wahl im November 2023 hatte es bis Juli 2024 gedauert, bis eine neue Regierung ohne lange Lebensdauer stand. Die rechtspopulistische Partei für die Freiheit (PVV) von Wilders gewann damals mit 37 Sitzen.

Warum findet Niederlande-Wahl heute an einem Mittwoch statt?

Ungewöhnlich scheint es, dass die Niederlande-Wahl heute an einem Mittwoch stattfindet. Grund für die Tradition der Wahl am Werktag ist die Rücksicht auf streng protestantische Gläubige, die die Sonntagsruhe einhalten. (Quellen: AFP, Bundesgemeinschaft für deutsch-niederländische Zusammenarbeit, Neue Ruhr Zeitung) (smu)

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