„Ein Prinzip der NATO“

Putin „eins auf die Nase geben“? von der Leyen befürwortet Abschuss von Russland-Kampfjets

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen antwortet auf Putins Militäraktionen: Sie unterstreicht die Verteidigung des NATO-Territoriums.

Brüssel – Die Welt blickte gespannt nach New York: Zum ersten Mal seit 2019 trat Donald Trump wieder vor die Generalversammlung der Vereinten Nationen. Und seine mit Spannung erwartete Rede enttäuschte nicht – im Gegenteil. Zwischen spöttischen Bemerkungen über die Architektur des UN-Gebäudes und scharfer Kritik an der internationalen Klimapolitik sorgte vor allem ein späterer Post des US-Präsidenten für Aufsehen: Trumps Kehrtwende im Umgang mit Wladimir Putin.

US-Präsident Trump und die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigen Einigkeit gegenüber Russland. Trumps Kehrtwende könnte Putins Position nachhaltig schwächen. (Archivbild)

Der frühere US-Präsident, der bislang als einer der prominentesten Verteidiger eines gemäßigten Kurses gegenüber Russland galt, schlug plötzlich neue Töne an. Beobachter werten das als mögliches Signal für eine Kursänderung im Ukraine-Krieg – mit potenziell weitreichenden Folgen. Jetzt meldet sich auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) zu Wort. In einem Interview mit CNN bezog sie klar Stellung zu den jüngsten Aussagen des US-Präsidenten – und stellte sich dem transatlantischen Streit über Sicherheit, Klima und den Umgang mit Moskau entschieden entgegen.

Abschuss russischer Kampfjets liegt für von der Leyen „auf dem Tisch“

Zuletzt verschärfte der Kreml die Lage durch gezielte Provokationen: Russische Drohnenflüge und Kampfjetmanöver nahe der NATO-Grenzen sorgen für zunehmende Nervosität in westlichen Hauptstädten. Im Interview mit CNN wird EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit der drängenden Frage konfrontiert: „Wie reagieren Sie auf das ständige testen, testen, testen durch – tatsächliches – Militär im Luftraum der NATO?“

Die Moderatorin verweist dabei ausdrücklich auf den US-Präsidenten. Dieser habe, so der Hinweis, auf die Frage, ob er es befürworte, wenn die NATO alle nicht identifizierbaren Flugobjekte oder -zeuge abschießen würde, mit einem klaren „Ja, das tue ich“ geantwortet.

Deutschland nicht in den Top 3: Die Nato-Länder mit den größten Truppenstärken

Nato-Übung „Arctic Defender 2024“
Die Nato ist das größte militärische Verteidigungsbündnis der Welt. Der Nordatlantikpakt („North Atlantic Treaty Organization“) soll die territoriale Souveränität der Mitgliedsstaaten sichern und im Kriegsfall verteidigen. Dafür gibt es die Beistandsklausel im Gründungsvertrag der Nato. Die Truppenstärke aller Nato-Länder zusammengerechnet umfasste 2025 nach vorläufigen Zahlen rund 3,4 Millionen Soldaten und Soldatinnen.  © Kay Nietfeld/dpa
US-Armee Nato
Dem „Global Firepower Index“ zufolge stellen die USA mit rund 1,328 Millionen Soldatinnen und Soldaten die größte Nato-Truppe. Im Kampfeinsatz vertraut die US-Armee auch auf den Chinook-Hubschrauber. Der CH-47 ist bekannt für seine Fähigkeit, schweres Material und Personal in unwegsames Gelände zu transportieren. Im Bild ist eine gemeinsame Übung von Südkorea und den USA in Yeoncheon zu sehen. © Jung Yeon-Je/AFP
Militär Türkei
Das zweitgrößte Militär der Nato-Mitgliedstaaten kommt aus der Türkei (Truppenstärke: 355.200). Die Armee gilt als eine der stärksten der Welt. Anhand von mehr als 60 Einzelfaktoren analysieren die Fachleute von „Global Firepower Index“ die militärische Gesamtstärke der Armeen. Türkei, die seit 1952 Mitglied der Nato ist, belegt hier unter 145 Armeen den neunten Platz. © Tunahan Turhan/Imago
Polnische Armee
In der Nato-Rangliste der Truppenstärke liegt Polen auf Platz drei. Die polnischen Streitkräfte verfügen über 202.100 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte sind seit 2010 eine Berufsarmee und gliedern sich wie folgt: Heer, Marine, Luftwaffe, Spezialkräfte, Territorialverteidigung (Freiwilligenmiliz). © Radek Pietruszka/dpa
Frankreich Macron
Platz vier in der Nato-Rangliste belegt Frankreich (Truppenstärke: 200.000). Frankreich ist seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Der französische Staatspräsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und die einzige Person, die einen nuklearen Angriff befehlen kann. Hier hält Präsident Emmanuel Macron (Mitte) eine Rede vor zwei Kampfjets vom Typ Dassault Mirage 2000 (links) und vom Typ Dassault Rafale (rechts). © Ludovic Marin/AFP
Britische Armee bei einer Übung in Finnland
Die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs gliedern sich in drei Teilstreitkräfte und umfassen ungefähr 184.860 Soldatinnen und Soldaten. Bei einer Übung in der Nähe von Rovaniemi am Polarkreis testet die Armee hier die mobile Haubitze Archer.  © Ben Birchall/dpa
Pistorius-Besuch in Litauen
Auf Platz sechs in der Nato-Rangliste liegt die Bundesrepublik Deutschland. Die Bundeswehr umfasst das Heer, die Luftwaffe, die Marine, den Cyber- und Informationsraum, sowie den Unterstützungsbereich. Aktuell gibt es rund 181.600 aktive Soldatinnen und Soldaten in Uniform. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, rechts) erlebt die Fähigkeiten eines Leopard-2-Panzers auch schon mal aus nächster Nähe. © Alexander Welscher/dpa
Tag der italienischen Streitkräfte 2021
Die italienische Kunstflugstaffel „Frecce Tricolori“ fliegt am Tag der italienischen Streitkräfte über das Denkmal des Unbekannten Soldaten hinweg. Mit einer Truppenstärke von 165.500 Soldatinnen und Soldaten belegt Italien in der Nato-Rangliste den siebten Platz.  © Giuseppe Lami/dpa
Griechenland Militär
Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnenabwehrsysteme: Griechenland rüstet auf. Die Regierung will Milliarden investieren, um ihr Militär stärker zu machen als je zuvor. Aktuell verfügen die griechischen Streitkräfte (hier bei einer Militärparade in Athen) über eine Truppenstärke von 142.700 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Kostas Galanis/Imago
Luftlandeübung Swift Response
Noch eine weitere Armee der Nato verfügt über mehr als 100.000 aktive Soldatinnen und Soldaten: Spanien (Truppenstärke: 133.282). Allerdings ist das Land weit davon entfernt, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen: Mit knapp 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ist Spanien sogar Schlusslicht in der Nato.  © Kay Nietfeld/dpa
Air Police Übung der Nato in Rumänien
Ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 der rumänischen Luftwaffe steht auf dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt in Borcea. Rumänien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz zehn (Truppenstärke: 81.300).  © Kathrin Lauer/dpa
Kanada - Snowbirds bei Flugtag
Kanada verfügt über rund 68.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. In Canadian Army, Royal Canadian Navy und Royal Canadian Air Force dienen nur Freiwillige. Die Kunstflugstaffel der Air Force ist unter dem Namen „Snowbirds“ bekannt. Die Schneevögel sind ein Symbol Kanadas. © Patrick Doyle/dpa
Ungarn Militär
Die H225M Caracal ist ein taktischer Mehrzweck- und Transporthubschrauber mit großer Reichweite. Benutzt wird er unter anderem von Ungarn (Truppenstärke: 41.600).  © Sergey Kohl/Imago
Abschluss der Nato-Übung Quadriga 2024
Niederländische Kräfte nehmen an der Quadriga-Übung 2024 teil. Die Niederlande liegt auf Platz 13 der Nato-Rangliste (Truppenstärke: 41.380). Die Regierung will die Stärke der nationalen Streitkräfte allerdings deutlich erhöhen. © Kay Nietfeld/dpa
Bulgarien Militär
Seit 2004 ist Bulgarien Nato-Mitglied. Die bulgarischen Streitkräfte bestehen aus den Teilstreitkräften Heer, Marine, Luftstreitkräfte. Derzeit umfasst das Militär in Bulgarien etwa 37.000 Frauen und Männern. © Vassil Donev/dpa
Kriegsende-Gedenken - Tschechien
Flugzeuge hinterlassen am Himmel farbige Spuren in den Nationalfarben Tschechiens anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Tschechien verfügt über 28.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Kamaryt Michal/dpa
Belgische Kronprinzessin schwitzt beim Militär-Sommercamp
Die Streitkräfte aus Belgien untergliedern sich in Heer, Marine, Luftstreitkräfte und medizinisches Korps. Es gibt rein niederländisch- und rein französischsprachige Einheiten. Im Jahr 2022 trainierte auch die belgische Kronprinzessin Elisabeth (2. von rechts) in einem Bootcamp der Königlichen Militärschule ihre Führungsqualitäten. Belgien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz 16 (Truppenstärke: 25.000). © Erwin Ceupp/dpa
Schwedische Nato-Truppen in Lettland stationiert
Die schwedischen Streitkräfte bestehen aus den vier Teilstreitkräften: Heer, Marine, Luftstreitkräfte, Heimwehr. Seit dem 7. März 2024 ist Schweden (Truppenstärke: 24.400) das 32. Mitglied der Nato. © Alexander Welscher/dpa
80. Jahrestag der Schlacht von Arnheim
Fallschirmjäger aus acht Nato-Mitgliedsländern (Deutschland, Griechenland, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA) springen hier zum Gedenken an den Jahrestag der Schlacht von Arnheim auf der Ginkelschen Heide ab. Portugals Truppenstärke beträgt 24.000 Frauen und Männer.  © Ben Birchall/dpa
Raketensschiff Pori der finnischen Marine
Das Raketensschiff Pori der finnischen Marine bricht vom Suomenlinna-Pier in Helsinki zur Nato-Operation „Enhanced Vigilance Activity“ in der Ostsee auf. Auch Finnland verfügt über 24.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Vesa Moilanen/dpa
Militärübung „Nordic Response“ in Norwegen
Norwegische Soldaten sitzen während der Militärübung „Nordic Response 24“ auf Schneemobilen. Die Streitkräfte bestehen aus dem Heer, der Marine, der Luftwaffe und der milizartig organisierten Heimwehr. Mit einer Truppenstärke von 23.250 Frauen und Männer belegt Norwegen Platz 20 in der Nato-Rangliste. © Jouni Porsanger/dpa
Deutsche Brigade in Litauen
Litauische Soldaten legen nach einem Schießtraining bei Rudninkai in dem Areal, wo die deutsche Brigade in Litauen stationiert werden soll, eine Pause ein. Die Truppenstärke von Litauen beträgt 23.000 Frauen und Männer. © Kay Nietfeld/dpa
The Royal Life Guards
Rekruten der Royal Life Guards aus Dänemark überqueren auf dem Truppenübungsplatz Kulsbjerg bei Vordingborg das Wasser. Dänemarks Militär verfügt derzeit über etwa 20.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Mads Claus Rasmussen/Imago
Luftwaffe bildet slowakische Soldaten an Flugabwehrsystem aus
Slowakische Soldaten trainieren an einem Flugabwehrsystem. Seit 2004 ist die Slowakei Mitglied der Nato. Die Truppenstärke des Militärs beträgt 19.500 Frauen und Männer. © Marcus Brandt/dpa
Lettland Militär Parade
imago80894560.jpg © Victor Lisitsyn/Imago
Militärmanöver in Kroatien
Kroatien verfügt über 14.325 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte werden umgangssprachlich meist als „Hrvatska vojska“ (Kroatische Armee) bezeichnet. Kroatien ist seit April 2009 Mitglied der Nato. © dpa
Mazedonien Namensänderung
Die Armee der Republik Nordmazedonien (Truppenstärke: 9000) gliedert sich in ein Heer mit angeschlossenen Luftstreitkräften (Heeresflieger). Aufgrund der Binnenlage des Landes gibt es keine eigenständige Marine.  © Dragan Perkovksi/dpa
Kaja Kallas
Am 15. Mai 2024 besuchte die damalige estnische Premierministerin Kaja Kallas die gemeinsame Übung „Spring Storm“ der estnischen Streitkräfte (Truppenstärke: 7700) und der alliierten Nato-Streitkräfte in Pärnu. © Jussi Nukari/Imago
Slowenien
Sloweniens Truppenstärke beträgt 7300 Frauen und Männer. Die Streitkräfte unterstehen dem Verteidigungsministerium. Die für den Schutz der 46 Kilometer langen Adriaküste zuständige Marine und die Luftstreitkräfte sind keine selbständigen Teilstreitkräfte. © Zeljko Stevanic/Imago
Albanien
Seit 2010 hat Albanien eine Berufsarmee. Sie besteht derzeit aus 6600 aktiven Soldatinnen und Soldaten. Das Joint Force Command bildet ein Hauptquartier, dem die drei Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine unterstehen. © Imago
Montenegro
Die seit 2006 aufgebauten Streitkräfte von Montenegro umfassen 2350 Frauen und Männer und gelten heute als eine funktionierende Kleinarmee in Europa. Montenegro ist seit Juni 2017 Mitglied der Nato. © Imago
Luxwemburg
Die Armee Luxemburgs umfasst die Streitkräfte des Großherzogtums Luxemburg. Sie besitzt eine leichtbewaffnete, Freiwilligenarmee (Truppenstärke: 1000). Die luxemburgische Armee ist in ein Infanteriebataillon mit zwei Aufklärungskompanien gegliedert. Mit einer dieser beiden Kompanien beteiligt sich Luxemburg am Eurokorps. © Berit Kessler7Imago
Eurofighter über Island. (Archivbild)
Ein Eurofighter fliegt bei der Übung „Rapid Viking 2023“ über Island. Der hohe Norden gewinnt zunehmend an geopolitischer Bedeutung. Nato-Mitglied Island selbst verfügt über keine eigene Armee. © Britta Pedersen

Von der Leyen macht zunächst deutlich, dass sie als Kommissionspräsidentin zwar nicht der NATO angehört, dennoch aber eine klare persönliche Haltung habe. Diese sei eindeutig: „Ja. Wir müssen jeden Quadratzentimeter des Territoriums verteidigen. Das bedeutet, dass bei einem Eindringen in den Luftraum nach einer Warnung, und nachdem diese ganz klar geworden ist, natürlich die Option auf dem Tisch liegt, einen Kampfjet abzuschießen.“ Daraufhin entgegnet die CNN-Moderatorin mit einem Anflug von Spott: „Die Türkei hat das gemacht. Vor zehn Jahren, und litt nicht unbedingt unter den Folgen.“ Von der Leyen bleibt unbeeindruckt und antwortet mit Nachdruck: „Nein. Und es ist ein Prinzip der NATO und von Artikel fünf.“

Von der Leyen mit klaren Worten zu Putin: „Du rührst unser Territorium nicht an“

Im CNN-Interview wird EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit scharfen Fragen konfrontiert. Die amerikanische Moderatorin will wissen, warum Europa so lange gezögert habe: „Was hat euch so lange aufgehalten? Ist es jetzt Zeit, zurück eins auf die Nase zu geben?“

Von der Leyen bleibt unbeeindruckt und reagiert mit deutlicher Haltung: „Russland testet auf allen Gebieten. Es ist eine Entscheidung der NATO, aber ich würde ganz klarmachen: Du rührst unser Territorium nicht an.“ Die entschlossene Reaktion der Kommissionspräsidentin kommt nicht überraschend.

Russische Drohnen über Europa: NATO-Staaten alarmiert

In den vergangenen Tagen meldeten mehrere NATO-Staaten – darunter Polen, Estland und Rumänien – das Eindringen russischer Militärflugzeuge und Drohnen in ihren Luftraum. Brisant: Im estnischen Luftraum hielten sich am vergangenen Freitag nach Behördenangaben zwei russische Kampfflugzeuge ganze zwölf Minuten auf, bevor sie von F-35-Kampfjets der italienischen Luftwaffe eskortiert wurden.

Auch in Skandinavien kam es zuletzt zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen: In der Nacht zum Dienstag wurden an den Flughäfen von Kopenhagen und Oslo verdächtige Drohnen gesichtet – der Flugverkehr wurde zeitweise unterbrochen. Wer hinter den Vorfällen steckt, ist bislang unklar. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen sprach vom „bislang schwersten Angriff auf die kritische Infrastruktur Dänemarks“.

Alle betroffenen Länder – Polen, Estland, Rumänien, Dänemark und Norwegen – sind nicht nur NATO-Mitglieder, sondern gehören auch der Europäischen Union an.

Trump und EU vereint: Neue Bedrohung für Putin?

Seit seiner Amtseinführung am 20. Januar 2025 zeigt US-Präsident Donald Trump einen wechselhaften Kurs im Umgang mit dem Kreml. Nach einem Eklat mit Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus (28. Februar) kappte Trump zunächst die US-Militärhilfe (3. März) und kurz darauf auch die Satellitenaufklärung für die Ukraine (5. März).

Doch beim überraschenden Alaska-Gipfel mit Wladimir Putin am 15. August demonstrierte Trump demonstrative Nähe zu Moskau. Umso bemerkenswerter die jüngste Kehrtwende: Bei der UN-Vollversammlung am 23. September schlug der US-Präsident plötzlich schärfere Töne gegenüber Russland an.

Die neue Einigkeit zwischen Trump und der EU könnte für Wladimir Putin bedrohlich werden. Trump ließ nach dem Gipfel auf Truth Social verlautbaren: „Nachdem ich die militärische und wirtschaftliche Situation zwischen der Ukraine und Russland vollständig verstanden und die wirtschaftlichen Probleme gesehen habe, die sie Russland bereitet, denke ich, dass die Ukraine mit Unterstützung der Europäischen Union in der Lage ist, die gesamte Ukraine in ihrer ursprünglichen Form zurückzugewinnen“. Selenskyj begrüßte Trumps Äußerungen als „große Kehrtwende“. (Quellen: dpa, CNN, AFP) (kox)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Sergei Bobylev/Evan Vucci/dpa (montage)

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