Trump-Aktivist erschossen

Republikaner fordern Musk auf: Schock-Videos von Kirk-Attentat sollen gelöscht werden

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Nach den Schüssen auf Charlie Kirk gibt es unzählige Videos auf Plattformen wie X – zum Teil unzensiert. Republikaner fordern Konsequenzen.

Orem/Washington D.C. – Von dem tödlichen Attentat auf den einflussreichen rechten Aktivisten und Unterstützer von Donald Trump Charlie Kirk wurden zahlreiche Videoaufnahmen in den sozialen Medien veröffentlicht. Herausstechen aber vor allem Plattformen wie X oder Facebook. Der Grund: Dort werden die tödlichen Schüsse auf Kirk vom Mittwoch (10. September) unzensiert gezeigt. 

Attentat auf Charlie Kirk: Bilder zeigen das Entsetzen – und den mutmaßlichen Täter

Nach dem Attentat auf Charlie Kirk veröffentlichte das FBI Bilder und ein Video des mutmaßlichen Täters. Die Trauer in den USA ist groß nach dem Tod des US-Aktivisten.
Nach dem Attentat auf Charlie Kirk veröffentlichte das FBI Bilder und ein Video des mutmaßlichen Täters. Die Trauer in den USA ist groß nach dem Tod des US-Aktivisten. Eine Chronologie der Ereignisse. © FBI (2)/IMAGO / SOPA Images
Diese Aufnahme entstand nur Minuten vor dem tödlichen Attentat. Charlie Kirk beantwortet gerade Fragen aus dem Publikum - eine Routine, die ihm zum Verhängnis werden sollte.
Diese Aufnahme entstand nur Minuten vor dem tödlichen Attentat. Charlie Kirk beantwortet gerade Fragen aus dem Publikum - eine Routine, die ihm zum Verhängnis werden sollte. © Tess Crowley
Die letzten Minuten von Charlie Kirk: Der 31-Jährige wirft noch Baseballkappen in die Menge, bevor der tödliche Schuss fällt.
Die letzten Minuten von Charlie Kirk: Der 31-Jährige wirft noch Baseballkappen in die Menge, bevor der tödliche Schuss fällt.  © Tess Crowley/dpa
Auf diesem Campus der Utah Valley University in Orem ereignete sich das tödliche Attentat auf Charlie Kirk. Der 31-jährige Aktivist wurde vor 3000 Zuschauern von einem Scharfschützen erschossen, der sich auf einem nahegelegenen Dach positioniert hatte.
Auf diesem Campus der Utah Valley University in Orem ereignete sich das tödliche Attentat auf Charlie Kirk. Der 31-jährige Aktivist wurde vor 3000 Zuschauern von einem Scharfschützen erschossen, der sich auf einem nahegelegenen Dach positioniert hatte. © Lindsey Wasson/dpa
Charlie Kirk galt als einer der einflussreichsten konservativen Aktivisten der USA.
Charlie Kirk galt als einer der einflussreichsten konservativen Aktivisten der USA.  © IMAGO/Charles-McClintock Wilson
Sekunden vor seinem Tod wurde Charlie Kirk von einem Zuschauer nach Waffengewalt gefragt. Seine letzte Antwort „Zählt man Bandengewalt mit oder nicht?“ sollten seine letzten öffentlichen Worte werden.
Sekunden vor seinem Tod wurde Charlie Kirk von einem Zuschauer nach Waffengewalt gefragt. Seine letzte Antwort „Zählt man Bandengewalt mit oder nicht?“ sollten seine letzten öffentlichen Worte werden. © IMAGO/Charles McClintock-Wilson
Diese dramatischen Szenen spielten sich ab, als Charlie Kirk erschossen wurde. Augenzeugen berichten von Panik unter den 3000 Zuschauern, die sofort zu Boden gingen und um ihr Leben rannten.
Diese dramatischen Szenen spielten sich ab, als Charlie Kirk erschossen wurde. Augenzeugen berichten von Panik unter den 3000 Zuschauern, die sofort zu Boden gingen und um ihr Leben rannten. © Tess Crowley/dpa
Schock und Fassungslosigkeit auf dem Campus der Utah Valley University: Studenten und Besucher können nicht glauben, was sie gerade miterlebt haben. Viele weinen und trösten sich gegenseitig nach dem brutalen Attentat.
Schock und Fassungslosigkeit auf dem Campus der Utah Valley University: Studenten und Besucher können nicht glauben, was sie gerade miterlebt haben. Viele weinen und trösten sich gegenseitig nach dem brutalen Attentat. © IMAGO/Charles McClintock Wilson
Was als normale Universitätsveranstaltung begann, endet mit einem Großaufgebot von Rettungskräften.
Was als normale Universitätsveranstaltung begann, endet mit einem Großaufgebot von Rettungskräften. © Tyler Tate/dpa
Falsche Spur: Diese Festnahme erwies sich als Fehlgriff der Ermittler. Der Mann wurde nach stundenlangen Verhören wieder freigelassen - der wahre Charlie Kirk-Attentäter ist weiterhin auf der Flucht.
Falsche Spur: Diese Festnahme erwies sich als Fehlgriff der Ermittler. Der Mann wurde nach stundenlangen Verhören wieder freigelassen - der wahre Charlie Kirk-Attentäter ist weiterhin auf der Flucht. © IMAGO/Charles McClintock-Wilson
Spurensicherung am Schauplatz der Tragödie: Polizeibeamte durchkämmen das Gelände rund um das „American Comeback Tour“-Zelt, unter dem Charlie Kirk erschossen wurde. Jeder Zentimeter wird nach Hinweisen auf den flüchtigen Täter abgesucht.
Spurensicherung am Schauplatz der Tragödie: Polizeibeamte durchkämmen das Gelände rund um das „American Comeback Tour“-Zelt, unter dem Charlie Kirk erschossen wurde. Jeder Zentimeter wird nach Hinweisen auf den flüchtigen Täter abgesucht. © Tess Crowley/dpa
Stille Trauer hinter Absperrband: Auch die Polizeiabsperrung kann die Menschen nicht davon abhalten, Charlie Kirk die letzte Ehre zu erweisen.
Stille Trauer hinter Absperrband: Auch die Polizeiabsperrung kann die Menschen nicht davon abhalten, Charlie Kirk die letzte Ehre zu erweisen.  © IMAGO/Joe Rondone/The Republic
Symbole der Trauer und des Patriotismus: Die Gedenkstätte wird zum Wallfahrtsort für konservative Amerikaner.
Symbole der Trauer und des Patriotismus: Die Gedenkstätte wird zum Wallfahrtsort für konservative Amerikaner. © IMAGO/Joe Rondone/The Republic
Nationale Trauer im Yankee Stadium: Charlie Kirks Portrait erstrahlt auf der riesigen Videowand, während tausende Fans eine Schweigeminute einhalten.
Nationale Trauer im Yankee Stadium: Charlie Kirks Portrait erstrahlt auf der riesigen Videowand, während tausende Fans eine Schweigeminute einhalten.  © IMAGO/Vincent Carchietta
Tatort-Rekonstruktion unter der Brücke: Forensiker arbeiten daran, den genauen Ablauf des Attentats zu verstehen.
Tatort-Rekonstruktion unter der Brücke: Forensiker arbeiten daran, den genauen Ablauf des Attentats zu verstehen.  © Lindsey Wasson/dpa
Trauernde halten große Portraits von Charlie Kirk in die Höhe und gedenken des erschossenen Aktivisten.
Trauernde halten große Portraits von Charlie Kirk in die Höhe und gedenken des erschossenen Aktivisten.  © Madeleine Kelly/dpa
Blumen, Ballons und Bibelverse: Diese bewegende Gedenkstätte zeigt Charlie Kirk als christlichen Märtyrer.
Blumen, Ballons und Bibelverse: Diese bewegende Gedenkstätte zeigt Charlie Kirk als christlichen Märtyrer. © Ross D. Franklin/dpa
Hunderte junge Menschen versammelten sich zu einer spontanen Gedenkfeier für Charlie Kirk.
Hunderte junge Menschen versammelten sich zu einer spontanen Gedenkfeier für Charlie Kirk. © Tess Crowley/dpa
Vor dem Hauptquartier von Turning Point USA wird die Tragödie greifbar.
Vor dem Hauptquartier von Turning Point USA wird die Tragödie greifbar. © Ross D. Franklin/dpa
Charlie Kirks Büros: Die Zentrale seiner politischen Organisation wird zum Symbol einer Bewegung ohne Anführer.
Charlie Kirks Büros: Die Zentrale seiner politischen Organisation wird zum Symbol einer Bewegung ohne Anführer. © Ross D. Franklin/dpa
Nationale Trauer im Herzen der Macht: Die amerikanische Flagge weht auf halbmast vor dem Weißen Haus zu Ehren von Charlie Kirk.
Nationale Trauer im Herzen der Macht: Die amerikanische Flagge weht auf halbmast vor dem Weißen Haus zu Ehren von Charlie Kirk. © Mark Schiefelbein/dpa
Stiller Protest nach der Tragödie: Ein Charlie Kirk-Anhänger steht mit seinem „Pray for America“-Schild am Straßenrand.
Stiller Protest nach der Tragödie: Ein Charlie Kirk-Anhänger steht mit seinem „Pray for America“-Schild am Straßenrand. © Alex Goodlett/dpa
Nächtliche Kerzenwache für Charlie Kirk: Die Mischung aus amerikanischen Flaggen und christlichen Botschaften macht deutlich, wie seine Anhänger Patriotismus und Glauben miteinander verbinden.
Nächtliche Kerzenwache für Charlie Kirk: Die Mischung aus amerikanischen Flaggen und christlichen Botschaften macht deutlich, wie seine Anhänger Patriotismus und Glauben miteinander verbinden. © Ross D. Franklin/dpa
Anhänger Charlie Kirks versammeln sich vor dem Krankenhaus, in das der schwer verletzte Aktivist eingeliefert wurde. Die Nachricht seines Todes trifft sie wie ein Schlag.
Anhänger Charlie Kirks versammeln sich vor dem Krankenhaus, in das der schwer verletzte Aktivist eingeliefert wurde. Die Nachricht seines Todes trifft sie wie ein Schlag. © IMAGO/Madeleine Kelly
Auch Donald Trump ist auf einem Foto der Kirk-Gedenkstätte vor dem Timpanogos Regional Hospital zu sehen.
Auch Donald Trump ist auf einem Foto der Kirk-Gedenkstätte vor dem Timpanogos Regional Hospital zu sehen. © Lindsey Wasson/dpa
Donald Trump reagiert mit scharfen Worten auf Charlie Kirks Tod. Der US-Präsident macht die „radikale Linke“ für das Attentat verantwortlich und verspricht, alle Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen. (Archivbild)
Donald Trump reagiert mit scharfen Worten auf Charlie Kirks Tod. Der US-Präsident macht die „radikale Linke“ für das Attentat verantwortlich und verspricht, alle Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen. (Archivbild) © Manuel Balce Ceneta/dpa
US-Fahnder veröffentlichten Bilder einer „Person von Interesse“ – sie sollen den miutmaßlichen Täter zeigen.
US-Fahnder veröffentlichten Bilder einer „Person von Interesse“ – sie sollen den miutmaßlichen Täter zeigen. © FBI (2)
Beamte stehen auf einem Dach mit Blick auf den Tatort. Das FBI hat neue Überwachungsaufnahmen vom mutmaßlichen Attentäter auf Charlie Kirk veröffentlicht.
Beamte stehen auf einem Dach mit Blick auf den Tatort. Das FBI hat zwei Tage nach der tat Überwachungsaufnahmen vom mutmaßlichen Attentäter auf Charlie Kirk veröffentlicht.  © IMAGO / UPI Photo/ FBI (Collage)
US-Medien berichten über den Tatverdächtigen im Fall Charlie Kirk.
Zwei Tage nach der Tat verkündete Donald Trump live im TV die Festnahme des mutmaßlichen Täters im Fall Charlie Kirk. Es handelt sich um einen 22-Jährigen aus Utah. © Patrick T. Fallon/AFP

Deswegen fordern zwei republikanische Politikerinnen, das Social-Media-Unternehmen X unter Tech-Milliardär Elon Musk auf, alle expliziten Videos der Erschießung des konservativen Aktivisten Kirks zu entfernen. Auch an Mark Zuckerberg und damit Facebook sowie TikTok richtete sie die Forderung.

Republikaner appellieren an Musk: Kirks Familie soll Tragödie nicht „erneut online erleben“ müssen

Die republikanische Kongressabgeordnete Anna Paulina Luna aus Florida appellierte über X an die großen Social-Media-Plattformen: „Er hinterlässt eine Familie und kleine Kinder, und niemand sollte dazu gedrängt werden, diese Tragödie online erneut miterleben zu müssen. Bitte löschen Sie diese Videos“, zitiert Newsweek. Daraufhin schrieb die republikanische Abgeordnete Lauren Boebert aus Colorado, sie schätze Lunas Aufruf und unterstütze ihn.

Luna kritisiert in ihrem Beitrag, dass die Verbreitung solcher Aufnahmen politischer Attentate das bereits angespannte politische Klima in den USA weiter anheize. „Dies sind nicht die einzigen extremen Videos von brutalen Morden, die kursieren – irgendwann führen soziale Medien zur Abstumpfung der Menschheit“, so Luna. Nach Angaben von Newsweek bezieht sich die Aussage auf das Attentat auf die ehemalige Parlamentspräsidentin des US-Bundesstaats Minnesota, Melissa Hortman, im Juni dieses Jahres.

Die Republikanerinnen Anna Paulina Luna (r.) und Lauren Boebert fordern von Elon Musk, Videos vom Tod Kirks von X zu löschen.

Seit Musk im Oktober 2022 die Plattform X übernommen hat, scheinen dort die ganz eigenen Regeln des Tech-Milliardärs zu gelten: Gewaltverherrlichende Videos, Rassismus oder Diskriminierung sind auf der Social-Media-Plattform keine Seltenheit. „Man kann definitiv sagen, dass, seitdem Elon Musk die Plattform vor gut zwei Jahren übernommen hat, genau das passiert, was eher dem früheren Twitter oft vorgeworfen wurde, nämlich, dass bestimmte Meinungen weniger sichtbar sind“, sagt Simon Hurtz von Watch-Blog im Interview mit dem NDR. 

Sowohl bei Republikanern als auch bei Demokraten: Kirk-Attentat bestürzt US-Politiker

Das Kirk-Attentat sorgte in den USA für großes Entsetzen – und zwar in beiden politischen Lagern und in der Bevölkerung. Trump sprach in einem Video von einem „dunklen Moment für Amerika“ und machte die „radikale Linke“ für Kirks Tod verantwortlich. Die oppositionellen Demokraten verurteilten die Gewalttat ebenfalls. Der frühere Präsident Joe Biden und Trumps demokratische Rivalin bei der US-Präsidentschaftswahl 2024, Kamala Harris, erklärten, politische Gewalt habe „keinen Platz“ in den USA.

Linksgerichtete Nutzer äußerten in Onlinemedien teils Genugtuung über Kirks Tod und nannten ihn einen „Hassredner“. Die oppositionellen Demokraten hatten den Angriff auf Kirk dagegen scharf verurteilt. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom nannte den Angriff auf Kirk auf X „widerlich, abscheulich und verwerflich“.

Schuss aus 180 Meter Entfernung: FBI findet Waffe des Kirk-Attentäters

Zum Attentat: Kirk war am Mittwoch (10. September) bei einem Auftritt auf dem Campus der Utah Valley University erschossen worden. Bislang ist der Täter nicht gefasst (Stand: 11. September). Das FBI setzte die Suche nach dem Attentäter fort. Die Ermittler veröffentlichten Aufnahmen einer verdächtigen Person, womöglich im Studentenalter. Auf den unscharfen Bildern ist ein Mensch mit dunkler Basecap und Sonnenbrille und schwarzem Oberteil zu sehen. Darauf scheint ein Logo mit einer US-Flagge zu prangen.

Überblick: Fakten zum Attentat auf Charlie Kirk

DatumMittwoch, 10. September 2025
Ort des Anschlags\tUtah Valley University in Orem südlich von Salt Lake City
OpferCharlie Kirk (rechter US-Aktivist, Podcaster, Trump-Unterstützer)
WaffeHochleistungs-Bolzengewehr
Täter-StatusFlüchtig (Stand: 11. September)
Bisherige FestnahmenDrei Personen vorübergehend festgenommen, alle wieder freigelassen\t

Zudem fanden die Ermittler nach eigenen Angaben in einem Waldgebiet nahe dem Tatort die mutmaßliche Tatwaffe. Es handele sich um ein „Hochleistungs-Bolzengewehr“, sagte der zuständige FBI-Agent Robert Bohls. Solche Waffen werden bei der Jagd auf Großwild eingesetzt oder als Präzisionswaffe von Scharfschützen des Militärs. Sie ermöglichen es, Ziele aus großer Distanz zu treffen. Kirk war offenbar aus einer Entfernung von rund 180 Metern mit einem einzigen Schuss tödlich am Hals verletzt worden. (Quellen: Newsweek, NDR, dpa) (bg)

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