Entspannungstechniken können in akuten Stresssituationen helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Sie wirken aber auch präventiv, um Stress leichter bewältigen zu können.
Gelassenheit ist die Kunst, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Im stressigen Alltag ruhig zu bleiben, ist allerdings nicht immer einfach.
Die Abgabe des wichtigen Projekts rückt immer näher, die Kinder streiten sich auf dem Autorücksitz und ein Stau lässt Sie zu spät zum Meeting erscheinen: Trotz Stress auf der Arbeit und im Alltag die Ruhe zu bewahren, ist gar nicht so einfach. Laut einer repräsentativen Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) leidet rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung häufig unter Stress. Einen guten Umgang mit Stresssituationen kann man allerdings lernen. Dafür gibt es ein paar Strategien, die sich leicht integrieren lassen.
Strategien für mehr Gelassenheit: Mehr Balance durch realistische Erwartungen
Gelassene Menschen lassen sich von keiner Hektik anstecken und nehmen auch den größten Stress mit einem Lächeln hin. Nimmt man die Dinge an wie sie sind und verliert man sich nicht in Erwartungen, fällt es leichter im Moment zu bleiben. Gelassenheit hat dabei etliche Vorteile. Mit einer entspannten Grundhaltung lebt es sich kreativer und sogar leistungsfähiger. Auch für die Gesundheit hat Gelassenheit viele Vorteile. Studien wiesen nach, dass sie das Immunsystem stärkt und vor Depressionen schützen kann.
Wenn etwas anders läuft, als wir geplant oder erhofft haben, endet dies meist in Stress oder sogar Wut. Werden unsere Erwartungen nicht erfüllt, kann es helfen, die eigene Erwartungshaltung herunterzuschrauben und realistischere Ziele zu setzen. Auch eine neue Perspektive auf das Problem kann Distanz schaffen und den Stress reduzieren. Fragen Sie sich zum Beispiel, wie Sie in einigen Jahren auf das Problem reagieren würden oder wie ein außenstehender Betrachter die Situation einschätzen würde.
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Weniger Stress: Probleme lösen und besseres Zeitmanagement
Verschiedene Bewältigungsstrategien können helfen, mit Stressoren umzugehen. Probleme auf der Arbeit oder Konflikte zu Hause sollte man möglichst schnell ansprechen. Wichtig ist es, typische Verhaltensmuster und Denkfallen früh zu erkennen und bewusst neue Entscheidungen zu treffen. Alte Gewohnheiten können dadurch abgelegt und Probleme gelöst werden.
In stressigen Phasen ist es zudem sinnvoll das eigene Zeitmanagement genauer zu betrachten. Möglicherweise ist es ratsam, lieber einen Schritt runterzuschalten, statt von einem Termin zum nächsten zu hetzen.
Entspannter im Alltag: Mit Achtsamkeit und Yoga erholen
Gestressten Menschen fällt das Abschalten besonders schwer. Entspannungstechniken wie Meditation und Yoga können helfen wieder zur Ruhe zu kommen. Wer die Methoden langfristig in den Alltag integriert, kann so auch in belastenden Momenten davon profitieren.
Achtsamkeit hilft, auch in schwierigen Situationen ruhig zu bleiben. In akuten Stresssituationen kann es hilfreich sein, Atemübungen zu praktizieren. Laut dem Wissenschaftsmagazin Psychology Today beruhigt man sich am schnellsten, wenn man sich in einem akuten Zustand emotionaler Aufregung befindet, indem man zwei kurze Atemzüge ein- und dann einen langen, langsamen Atemzug ausatmet und dies dreimal wiederholt. Die 4-7-8 Atemtechnik dient ebenfalls der Entspannung und hilft beim Stressabbau. Dabei atmet man vier Sekunden lang ein, hält den Atem sieben Sekunden lang an und atmet acht Sekunden lang aus.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.