Nicht heilbar

Narzissmus: Sieben Warnzeichen für die Persönlichkeitsstörung

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Narzissmus ist nicht immer leicht zu erkennen. Machen Sie sich mit Warnzeichen vertraut, die auf eine narzisstische Persönlichkeit hinweisen.

Wenn Sie auf einen Narzissten stoßen, ist es ratsam, sich so schnell wie möglich von ihm zu distanzieren, bevor Sie ihn in Ihr Leben einladen. Menschen, die an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NPS) leiden, sind oft schwierige Mitmenschen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Beziehungen mit Narzissten in toxischen Partnerschaften enden. Die Herausforderung besteht jedoch darin, einen Narzissten zu identifizieren. Verschiedene Warnsignale können dabei helfen, die typischen Merkmale von pathologisch selbstverliebten Personen zu erkennen. Diese können sich in häufig verwendeten Sätzen oder typischen Verhaltensweisen äußern.

Narzissmus: Sieben charakteristische Verhaltensmuster, die auf eine narzisstische Person hinweisen

Selbstverliebtheit ist nur ein Anzeichen von vielen, anhand derer man eine narzisstische Persönlichkeit erkennt. (Symbolbild)

Personen, die an der diagnostizierbaren Persönlichkeitsstörung Narzissmus leiden, zeichnen sich oft durch ein übermäßig lautes Auftreten, rücksichtsloses Verhalten und ein Bedürfnis nach uneingeschränkter Bewunderung aus. Sie neigen dazu, sich selbst zu idealisieren und gleichzeitig Neid gegenüber anderen zu empfinden. Typischerweise mangelt es ihnen an Empathie. Darüber hinaus hegen sie Fantasien von unendlicher Schönheit, Macht und Erfolg. Dennoch ist Narzissmus an sich nicht pathologisch. Jeder Mensch hat narzisstische Eigenschaften, da ein gewisses Maß an Narzissmus in der Regel ein gesundes Selbstwertgefühl fördert. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie es mit einem „echten“ Narzissten zu tun haben, achten Sie auf die folgenden Anzeichen. So verhalten sich Narzissten normalerweise:

  1. Sie bestehen auf ihrer Meinung.
  2. Sie sind unfähig, sich zu entschuldigen.
  3. Sie erscheinen oft kalt und zeigen wenig Gefühle oder Mitgefühl.
  4. Sie nutzen andere Menschen für ihren eigenen Vorteil aus.
  5. Sie streben ständig nach Aufmerksamkeit und haben einen extremen Drang nach Bestätigung.
  6. Sie lügen und manipulieren andere, um ihre eigenen Ziele zu erreichen.
  7. Sie entwerten andere und versuchen, sie herabzusetzen, um sich selbst besser und größer zu fühlen.

Depression bis Alkoholsucht: Die häufigsten psychischen Krankheiten im Überblick – Jeder dritte ist betroffen

Eine Frau hält ein gefülltes Sektglas in ihrer Hand.
Alkoholsucht zählt zu den am dritthäufigsten diagnostizierten psychischen Leiden. Mit der Medikamentenabhängigkeit zusammen entfallen 5,7 Prozent der Diagnosen auf die Alkoholabhängigkeit. Etwa jeder siebte Erwachsene trinkt Alkohol in gesundheitlich riskanten Mengen. Damit ist Alkohol nach Nikotin das häufigste Suchtmittel in Deutschland, so die Bundes Psychotherapeuten Kammer. 1,8 Millionen Menschen gelten als alkoholabhängig, weitere 1,6 Millionen trinken Alkohol in schädlichen Mengen, heißt es weiter. (Symbolbild) © Bode/Imago
Medikamentensucht bei Senioren
Neben der Alkoholsucht zählt die Medikamenten-Abhängigkeit zu den am dritthäufigsten verbreiteten psychischen Erkrankungen in Deutschland.  © Jens Kalaene/dpa
Frau schaut aus Fenster
Die sogenannten affektiven Störungen zählen zu den psychischen Erkrankungen, die am zweithäufigsten in Deutschland vorkommen. Die Depression ist wohl der bekannteste Vertreter aus dieser Gruppe. Der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (dgppn) zufolge, entfallen fast 10 Prozent der Diagnosen auf diese Krankheitsgruppe. Alleine 8,2 Prozent sind von einer unipolaren Depression betroffen. Depressionen gehören damit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Rund 16 Prozent der Bevölkerung leiden mindestens einmal in ihrem Leben an einer depressiven Störung, innerhalb eines Jahres sind es ungefähr 8 Prozent, informiert die Bundes Psychotherapeuten Kammer. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa
Junge Frau vor dem Schrankspiegel
Angststörungen sind am weitesten verbreitet. Der dgppn zufolge entfallen 15,4 der Diagnosen auf Angststörungen wie Panikattacken, Angst vor weiten Plätzen etc. Bei Betroffenen ist das Angstgefühl so übermächtig, dass es den Alltag immens einschränkt. Beschwerden wie Herzrasen, Schwitzen und Zittern zählen zu den Symptomen einer Angststörung. (Symbolbild) © Imago
Frau mit Maßband in der Hand
Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht sind zwar insgesamt gesehen weniger weit verbreitet als oben genannte Krankheiten. Doch in der weiblichen Bevölkerung zwischen Pubertät und dem 30. Lebensjahr gehören die Essstörungen zu den häufigen psychischen Erkrankungen, informiert die Bundes Psychotherapeuten Kammer. Etwa ein Prozent der Frauen erkrankt während ihres Lebens an einer Magersucht, rund zwei Prozent leiden im Laufe ihres Lebens an einer Bulimie. (Symbolbild) © Sergiy Tryapitsyn/Imago

Narzissmus: Mitmenschen leiden unter emotionalem Missbrauch durch Narzissten

Das persönliche Umfeld eines Narzissten hat es oft schwer. Denn die Auswirkungen der Persönlichkeitsstörung belasten seine Mitmenschen in der Regel stark. Besonders in Partnerschaften kann die Störung problematisch werden, wenn der gesunde Partner durch den Narzissten emotional missbraucht wird. Die Folgen einer toxischen Beziehung mit einer narzisstischen Person können laut Psychologen schwerwiegend sein. Im Gegensatz zu psychischen Erkrankungen wie etwa Depressionen ist Narzissmus nicht heilbar. Es ist jedoch möglich, das Verhalten der Betroffenen zu behandeln. Wenn eine Therapie erfolgreich ist, können Narzissten lernen, ihre Emotionen besser zu kontrollieren und in sozialen Situationen angemessener zu reagieren. Eine grundlegende Veränderung der narzisstischen Persönlichkeit ist jedoch nicht möglich.

Rubriklistenbild: © Depositphotos/IMAGO

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